Ich gehe da auch prinzipiell daccord, aber noch sind wir/ich meiner Meinung nach noch nicht ready dafür. Die RTWs sind noch nicht so dicht wie benötigt mit NFS NKXX besetzt.
Ich sehe mich halt als RS/NFS auf der Landwache mit einem kritischen Patienten bei Schlechtwetter konfrontiert, und dann ist das NEF gerade auf Einsatz und ich darf 50+ min hoffen das mir der Patient nicht flöten geht.
Und das finde ich unfair dem Personal und der Bevölkerung gegenüber.
Wie von mir in einem Vergangen Post erwähnt, wenn die Verantwortung steigt, müssten die anderen Bereiche (wie Ausbildung, Bezahlung, Weiterbildung) nachziehen. So wie es jetzt aussieht wird das aber in absehbarer Zeit nicht passieren.
Für mich fühlt es sich so an als würde sich das Land Kompetenzen einer Hauptberuflichen Rettung mit den Kosten einer Ehrenamtlichen Rettung wünschen, und das geht sich meiner Meinung nach (noch) nicht aus.
Wie gesagt: Es ist nur eine Verlagerung des Problems und sollte auch nicht als „Lösung“ für den gesamten Sachverhalt stehen.
Wie du schon sagst , die Topographie dort ist zum Speibm (Aus Dispo Sicht), und du hast halt keine gscheite Abdeckung an Stützpunkte (Kirchschlag, Krumbach, Hollenthon, Aspang (RK Und SMD) und Gloggnitz). Wie die besetzt sind , entzieht sich meiner steirischen Kenntnis..
Man könnte das Problem der fehlenden NKV/NKI lösen, in dem man zb. erfahrenes Personal aus Wiener Neustadt und Neunkirchen einmal in der Woche in die Peripherie rotieren lassen würde.
Du hast in WN teilweise zwei NKI am Auto sitzen, daneben noch 2 NAH und das NEF. Da wäre ein NKI zb in Wiesmath besser aufgehoben.
Wenn ich als Hauptberuflicher Mitarbeiter einen Dienstvertrag als NKI in Wiener Neustadt habe (RTW-C und NEF) und plötzlich fürs gleiche Geld noch auf einer peripherie Dienstelle aushelfen soll weil diese nicht entsprechend besetzt werden können hinterfrage ich beim BGF schon, ob das ohne eine Anpassung im Dienstvertrag und ohne zusätzliche Zahlungen möglich ist.
Versteh mich ned falsch , der Grundsatz dahinter ist ja völlig in Ordnung. Jedoch kann ich einen Grazer Kollegen auch ned vorschlagen , dass er Zukünftig von Graz aus nach Voitsberg fahren muss , weil dort die NKV’s fehlen (Ist jetzt ein anderer Bezirk und nicht in wie in Fall von Wiesmath der selbe).
Aber ich hoffe du versteht auf was ich hinaus will.
Also gegen einen Dienst/Woche auf der EIGENEN Ortsstelle spricht aber wirklich gar nichts. Ich kenn die Verträge in NÖ nicht, aber im Burgenland zb steht drinnen, dass man im Bedarfsfall im ganzen Bundesland eingesetzt werden kann. Und das passiert auch durchaus bei kurzfristigen Ausfällen.
Und wenn es um sowas wie Anfahrt zum Arbeitsplatz geht, könnte man ja problemlos einen BKTW von WN oder NK fürn Weg zur Ortsstelle nehmen.
Dann habts ihr sehr spannende Verträge im Burgenland
In der Steiermark würde das nur mit ausdrücklicher Zustimmung gehen. Und wenn ein BGF/Kommandant auf die Idee kommen würde einen Haupti so einzuplanen, wäre kurze Zeit später die LGF bereits auf der Matte.
Aber back to topic: Man könnte es ja ähnlich wie in Deutschland mit einer Freelancer Börse lösen. Gibts ja schon für Notärzte , warum auch nicht für NKI/NKV?
Also ich persönlich hätte absolut nichts gegen den Wechsel Stadt/Land. Nette Abwechslung.
Ja so eine Börse wäre interessant. Aber sowas funktioniert ja nichtmal Bundeslandweise bei der selben Hiorg.
Ich könnte jetzt als neunkirchner NFS nicht einfach so Dienst in Zwettl machen wenn wer gebraucht wird. Da scheitert es schon an so Dingen wie Zutrittssystemen.
Es würde ja schon eine Freelancer Börse pro LV und in der eigenen Hiorg reichen. So zb suchen als Krankenstandsvertretung für eine Woche einen NKV für 2 Tag und 2 Nachtdienste. Ortskenntnisse nicht erforderlich. Bezahlung über Honorarnoten.
Das kann zwar vorkommen, aber aktuell gibt es keinen einzigen NKI der hauptberuflich Dienste in WN macht. Neben jetzt er Schwierigkeit wie einfach man HA Personal rotieren lassen kann/darf, müsste man hier EA Personen motivieren/koordinieren.
Das „Börsensystem“ in manchen Deutschen Landkreisen hat nix mit freiberuflicher Arbeit zu Tun (Zumindest dort , wo ich jemanden kenne der das macht). Dort ist man bei der Börse „angestellt“ und wird dann entsprechend auch von der Börse bezahlt.
Somit kein Problem mit der freiberuflichen Tätigkeit da man ja keine hat.
Wie andere auch schon geschrieben haben „geht’s sich’s einfach ned aus“.
Der LV NÖ leistet aus good will und eigener Motivation Überarbeit und das wird jetzt vom Land schamlos ausgenutzt, als eigene Leistung verkauft und nicht entsprechend vergütet.
Und über bleibt dann wie schon erwähnt der motivierte NFS NKV der so indirekt mehr leisten muss fürs gleiche Geld. Und das kann’s nicht sein.
Das wir dort hin wollen steht außer Frage aber dann richtig und fair.
Abwechselnde Dienste wären vlt. eine Option obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass da viele mitspielen - sorgt auf meiner DS schon oft für Unmut wenn die HAs zu oft auf der Aussenwache eingeteilt werden.
Du hast absolut Recht was die Sicht des Mitarbeiters angeht, aber das ist das Versäumnis vom RK, nicht vom Land.
Die Vergütung der Mitarbeiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen, wäre auch in der Kompetenz des RK.
Ja, das ist ein guter Punkt! Du hast recht, das RK könnte unabhängig seinen MAs einen fairen Gehalt zahlen.
Ohne mich jetzt aber mit den Verträgen gut auszukennen, kann das RK ja nur liefern und seinen MAs bezahlen was auch vom Land finanziert wird. Und es macht den Eindruck als will das Land sich mehr Leistung fürs gleiche Geld erschleichen (durchaus verständlich).
Erschleichen ist mMn. deutlich zu hart ausgedrückt. Ich kenne die Struktur in NÖ nicht gut, aber ich glaube das Land subventioniert schon nicht schlecht. Die vergütung durch die KK ist dann wieder auf einem anderen Stück Papier.
Aber wie erwähnt, die Verträge verhandelt das RK selbst. Die Mehrleistungen erbringt es ebenfalls auf eigenen Wunsch.
Ich mache hier weder dem Land noch der KK einen Vorwurf. Ich glaube wir alle wissen, aus welchem Grund das RK so günstig fahren will und auch fahren kann. Und diesen Grund findet man in keinem der Grundsätze