Spekulationen: Wo kommen die NEF hin?

Meinst du für die NFS? Weil ich dachte die Grenze von 65 für Notärzte gilt bundesweit?

Meines Wissens nach galt die Alterslimitierung für Notärzte in NÖ erst mit 75 Jahren.

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Da war auch noch eine nette Gegendarstellung vor kurzem eines anderen augenscheinlichen RK Mitglieds, ist aber nicht mehr zu finden. Ist das der angesprochene RK Funktionär, welchen ihr vorher gemeint habt? Warum fahren die jetzt diesen brutalen anti NFS Kurs? Für mich klingt das wirklich als möchte Dr.Pensionist seine Rache am RK nehmen.

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Genau - und unterhalb war noch eine Antwort in der er meinte, ein NFS mit 12 Wochen Ausbildungszeit könne keinen Notfallpatient in jeglicher Form versorgen, weshalb die Streichung des NEF keinesfalls zu tolerieren sei.

Das ist schnell erklärt. Der Notarztdienst wird nicht vom RK bezahlt, sondern vom Land. Wenn das Land nun diese hochqualifizierten Kräfte einspart, gerät das RK in Zugzwang, weil die Sprüche „zwei RS am RTW sind ausreichend, weil der NFS mit dem NEF kommt.“ und „Jeder Notfallpatient bekommt einen Doktor“ halt nicht mehr so wirklich ziehen können.

Wenn man es richtig drehen würde, müsste man halt jetzt noch ein bisschen übertauchen und kann dann bei den Verhandlungen mit dem Land argumentieren „ihr habt Notärzte eingespart, also brauchts bessere Sanis. Zahlts dafür“.

Auch wenn der LV des RK NÖ viel tut in Sachen professionalisierung, sind viele Funktionäre in der Peripherie noch ganz anderer Ansicht.

Ist es leicht möglich, dass grade die Funktionäre die so über die NFS herziehen selber nur den RS haben?
Würde sich nämlich mit meiner Erfahrung recht gut decken.

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Dr. Tarik Farahat?

Wie schon von anderen geschrieben ist der anti NFS-Kurs keinesfalls vom Landesverband aus vorgesehen - den fahren nur „verbitterte“ Funktionäre, die der Ansicht sind dass wir das immer schon so gemacht haben und schon immer hat es einen Notarzt für jedes Bauchiweh gebraucht.
Traurig aber leider wahr.

Der Gegenkommentar war angeblich von einem Geschäftsführer eines Nachbarbezirkes soweit ich das weiß. Er hat die Ausdrucksweise und das Umgehen des LV wohl scharf kritisiert und als bodenlos abgestempelt. Durchaus richtig so.

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Die trauern einfach massiv um ihr NEF in Ybbs, nämlich von Sekunde 1 an als das feststand. Und dabei geht man inkl. Dr. Pensionist über alle gesunden Grenzen der Kommunikation.

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Also viele Funktionäre die ich kenne sind Bürgermeister, Lokalpolitiker und Sonstiges, weitab einer RS Ausbildung - Wenn ich meinem Bezirksstellenleiter (BGM a.D.) erzählen würde, dass aufgr. der Streichung der NEF 50% unserer Patienten sterben werden würde dieser auch auf ein NEF bestehen…Egal obs stimmt oder nicht :slight_smile:

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Verstehe und danke für die info genau das hab ich gemeint. Da die Aussendung ja nicht vom LV gemacht wurde, nehme ich an es Stand der Inhalt der Aussendung der Bezirkstellenleiter in der Kritik. Was ich eben sagen kann ist, dass der LV mit dem Ganzen gar nicht glücklich ist und nichts abgestimmt war mit der Zentrale.

Genau das ist eben das Problem mit den nicht aktiven Funktionären und der Politik. Natürlich hören die ohne viel Detailwissen zu haben auf das, was ihnen von Ärzten und sogenannten Experten erzählt wird.

Zumal ich heute die Gelegenheit hatte, mit einem hochrangigen Mitarbeiter des LV NÖ zu sprechen:

Der LV steht natürlich nicht hinter dem Geschriebenen aus dem Brief. Die Rückmeldungen waren ebenfalls reichlich. Scheinbar kommt die Tage eine Mail an alle Mitarbeiter im Rettungsdienst mit einer Stellungnahme.
Der LV steht hinter seinen Sanitätern, es wurde klargestellt, dass es sich hier um Einzelmeinungen handelt. Es dürfte über das Schreiben wirklich niemand glücklich sein…

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Es ging soeben eine Klarstellung vom LV Nö (LRK und Chefarzt) an alle Mitarbeiter raus. Find ich gut, dass da so schnell reagiert wurde.

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Bei dieser Klarstellung stimmt - neben der Reaktionsgeschwindigkeit - auch die Wortwahl und Wertschätzung, so distanziert man sich deutlich von den hier im Verkauf verlinkten medialen Aktivitäten, beziehungsweise dem Anzweifeln der Fähigkeiten der Sanitäter.

Das Commitment, neben der Quantität (wer kennt sie nicht, die Jahresberichte mit gemessenen Weltumrundungen, Ausfahrts- und Mitarbeiterzahlen) auch die inhaltliche Arbeit der Sanitäter sichbar zu machen, schwenkt in die richtige Richtung, sollte allerdings auch auf Funktionärsebene gelebt werden.

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Kann man das wo lesen?

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Liebe Kollegin, lieber Kollege!

Es ist an der Zeit, „Danke!“ zu sagen, und dir unseren Respekt auszusprechen. Wir erleben beide - Wolfgang als Notfallsanitäter und Berndt als Notarzt – in unserer täglichen Arbeit, dass die Sanitäter:innen im Roten Kreuz Niederösterreich Großartiges leisten. Egal ob wir freiwillig oder beruflich tätig sind, im Rahmen des Zivildienstes oder des freiwilligen sozialen Jahres. Wenn sich ein Mensch hilfesuchend an uns wendet, geben wir unser Bestes. Dieses „Beste“ kann ein entlastendes Gespräch am Weg zur Chemotherapie genau so sein, wie eine lebensrettende Behandlung im Notfall. Wir arbeiten immer für das gleiche Ziel: die bestmögliche Versorgung für unsere Patient:innen.

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Aussagen auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlicht, die einen völlig falschen Eindruck erwecken. Viele von euch hat dieses „öffentliche Anzweifeln“ der Fähigkeiten unserer Sanitäter:innen emotional getroffen. Einige von Euch haben uns auch geschrieben – an dieser Stelle Danke für eure offenen und ehrlichen Worte.

Wir haben die Veränderungen der vergangenen Jahre vor allem als Chance angenommen und auch genutzt. Uns ist bewusst, dass die Erwartungen an uns – egal ob Rettungs- oder Notfallsanitäter:in – deutlich gestiegen sind, und wir mehr Verantwortung als früher tragen. Das Gesundheitssystem als Gesamtes verändert sich – und wir als Teil davon müssen uns auch verändern, um weiterhin die bestmögliche Versorgung für unsere Patient:innen bieten zu können und als verlässlicher und professioneller Partner für unsere Auftraggeber zur Verfügung stehen – das ist unsere Verantwortung als Rettungs- und Notfallsanitäter:innen, und zu der stehen wir, wenn wir zu Dienstbeginn in unseren KTW oder RTW steigen!

Wir schauen nach vorne und entwickeln unseren Rettungsdienst weiter, damit zu jenen - wenigen - kritischen Patient:innen wirklich hochqualifizierte Notärzt:innen kommen können. Wir bekennen uns zu einem notarztgestützten Rettungsdienst, so dass jeder kritische Patient, der einen Notarzt braucht, auch einen bekommt. Um dies für die Zukunft, auch unter immer schwieriger werden Rahmenbedingungen, sicherstellen zu können, führen wir als NFS seit einigen Jahren Maßnahmen durch, die früher nicht in unserem Tätigkeitsbereich lagen. Wir stellen uns dieser Verantwortung und beweisen jeden Tag, dass wir das auch können. Im letzten Jahr wurden auf unseren RTW über 3.000 Schmerztherapien durchgeführt! Unsere Notfallsanitäter:innen wissen dieses mehr an Verantwortung und Vertrauen zu schätzen: Im Jänner 2025 gaben bei einer Befragung 78 % der NFS an, dass sie finden, dass sich der Rettungs- und Krankentransportdienst im Roten Kreuz Niederösterreich in letzter Zeit in eine gute Richtung entwickelt hat.

Deshalb möchten wir dir an dieser Stelle versichern:

  • Wir sind dir dankbar dafür, dass du bereit bist, Verantwortung für deine Patient:innen zu übernehmen und wir vertrauen dir, dass du das auch gut machst!
  • Wir wissen, dass du in der Realität weit mehr Aus- und Fortbildung hast als es das gesetzliche Minimum erfordert. Unsere Kurse bieten ein Vielfaches an praktischen Übungen, aber vor allem ist es dein persönliches Engagement im Selbststudium, in der Einsatznachbesprechung mit Kolleg:innen, das dich zu einer guten Sanitäterin, einem guten Sanitäter macht.
  • Uns ist selbstverständlich bewusst, dass wir noch nicht am Ende unserer „Reise“ sind und als Organisation regional sehr unterschiedlich Verbesserungspotenzial haben. Daran werden wir gemeinsam arbeiten.
  • Es ist uns bewusst, dass Änderungen schmerzhaft sein können und auch Verunsicherung mit sich bringen. Eines muss man aber letztendlich klar sagen: wir arbeiten im Auftrag des Landes NÖ, der Gemeinden und der Krankenkassen. Wir als Rotes Kreuz NÖ stehen als hochkompetenter Anbieter des Rettungsdienstes zur Verfügung.

Wir bemühen uns ständig und werden auch in der nächsten Zeit daran arbeiten, bessere Rahmenbedingungen für dich zu schaffen:

  • Wir werden in der internen und externen Kommunikation – mit Politiker:innen, Partnern und anderen Beteiligten wie auch Medienvertreter:innen – die Leistungen unserer Rettungs- und Notfallsanitäter:innen nicht nur zahlenmäßig, sondern inhaltlich betonen, sodass deine Verantwortung und deine Leistungen auch Anerkennung finden.
  • Wir werden weiterhin daran arbeiten, die Aus- und Fortbildungen zu optimieren.

Unser Präsident wurde in den vergangenen Tagen von vielen von Euch kontaktiert. Wir dürfen daher insbesondere in seinem Namen größte Wertschätzung für Eure Arbeit aussprechen. Ihm ist bewusst, welche Leistung ihr tagtäglich für unsere Mitmenschen erbringt. In einer Kompetenz, Qualität und Verlässlichkeit, auf die wir alle stolz sein dürfen.

Beste Grüße und alles Gute für deine tägliche Arbeit im Rettungsdienst

Wolfgang Frühwirt
Landesrettungskommandant

OA Dr. Berndt Schreiner
Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, Chefarzt

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Was ich persönlich auch besonders gut finde, man kommuniziert auch die offenen Probleme in den NFS NKX Ausbildungen. Besonders im Vergleich zu den reinen SanG Stunden oder bisherige Gestaltung der Kursformate.

An der Bezirksstelle Ybbs gibt es nur einen NFS lt. dem Katzensteiner.

Also offensichtlich ein Führungsversagen - Fortbildung/Ausbildung kkomplett verpennt. Jetzt eingeholt von jahrelangen Versäumnissen!