Spekulationen: Wo kommen die NEF hin?

“…SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich ändert die Position seiner Landespartei. Die SPÖ unterstützt ab sofort nicht mehr die Schließung von elf der 32 Notarzt-Standorte – zumindest nicht, solange adäquater Ersatz geschaffen wurde..” NÖN - Bericht - und schon wird in den Medien wieder laut darüber gedacht, dass die beschlossene Reduktion der Notarztstützpunkte doch wieder nicht endgültig sein könnte….

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Jetzt auch als ORF Artikel: Hergovich will Ampel für Gesundheitssystem - noe.ORF.at

Beim Lesen der Aussage, die Bedingungen, die NEF-Standorte wie geplant zu schließen, seien nicht erfüllt, habe ich gedacht die SPÖ NÖ will jetzt vor allem den AK/BVRD Vorschlag zur Ausbildung forcieren. Aber es geht um “die Rund-um-die-Uhr Erst- und Akutversorgung in den niederösterreichischen Spitälern”, Flugrettung (mehr Nachtflug und ITF Verlegung vermutlich?) und “ausreichend mobilen Pflege- und Notfallteams” (da vielleicht ein Bezug zu RTW?).

Also während die HiOrgs, BVRD und wir hier im Forum über Sanitäter Ausbildung sprechen, geht es in der Bevölkerung weiter hauptsächlich um die Angst vor fehlender Akutversorgung bei nicht lebensbedrohlichen Ereignissen. Ich denke, das wird den Ausgang der SanG-neu Diskussion am Ende des Tages unabhängig aller rationaler Argumente maßgeblich dominieren. Wenn die Politiker in den Ländern Flugrettung und die hohe Zahl an NEF Standorten für die lokale Akutversorgung als wichtiger erachten als die flächendeckende und durchgehende Verfügbarkeit von Primärversorgungszentren und höher ausgebildeter Besatzungen am RTW, dann wird die Bundespolitik wenig druck verspüren, beim SanG-neu große Würfe zu machen.

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Was nun scheinbar „fix“ ist das ab April 2027 das NEF in Waidhofen an der Ybbs weg kommt.

Und angeblich sollen nun doch nicht alle Hubschrauber die Nachtsicht bekommen was ich so gehört habe. Zumindestens hört mann nur mehr was von einzelnen Hubschrauber und nicht mehr von allen in ganz NÖ

Kennt jemand den Inhalt der „Spezialausbildung“…?

"Die Rettungsorganisationen, die den Umstieg im System exekutieren sollen, betonen aber, ihre Vorgaben erfüllen zu können. Statt der 11 Notarzt-Stützpunkte (21 wird es weiter geben) werden bis 1. April in einer ersten Welle 26 so genannte RTW-C-Standorte installiert.

Die Fahrzeuge werden besetzt mit Notfallsanitäterinnen und -sanitätern, die eine Spezialausbildung im Ausmaß von 2.200 Stunden absolvieren müssen. Bis spätestens Ende 2030 sollen es 86 RTW-C-Standorte sein."

„Besonders brisant: Die Mediziner sehen durch das alte System wertvolles Personal gebunden. Viele Notarztdienste würden von Anästhesisten übernommen, die gleichzeitig in den Kliniken dringend gebraucht werden. Wird die Reform verschoben, könnten Patienten etwa bei Operationen länger warten müssen.“ …

„…Das Sonderfach Anästhesiologie und Intensivmedizin umfasst die allgemeine, regionale und lokale Anästhesie einschließlich deren Vor- und Nachbehandlung, die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen während operativer Eingriffe, die Notfall- und Schmerzmedizin sowie die Intensivmedizin…“

Die Aussage dieser Funktionäre, ärztlichen Managern (und vermutlich auch pensionieren Hobby-Notärzten) finde ich mehr als frech und respektlos.. alle Anästhesisten die ich kenne haben das Fach u.a. auch wegen der (präklinischen) Notfallmedizin gewählt.

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Die 2.200h sind ziemlich genau die Stundenanzahl, die das RKNÖ im Handbuch als Ausbildungsdauer von Null bis zum NFS-NKV angibt, also inkl. RS-Ausbildung, den benötigen Stunden Praxis als RS, etc. Deshalb schätze ich, dass damit gemeint ist, dass verpflichtend ein NFS-NKV auf den RTW-C kommt.

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Die gesetzlichen Stunden Ausbildung und Erfahrung geben bis zum NKI eine maximale Stundenanzahl von 1.640 Std. an.

Der NKV dauert nochmals kürzer (990 Std. inkl. RS und Erfahrung).

Woher kommen dann die Stunden?

Wenn ich es richtig im Kopf hab, dann größtenteils Selbststudium (SanG Reform - #977 von Epi) und eine im RKNÖ vorausgestetze Zeit als RS bevor man mit der NFS Ausbildung beginnen kann von 576h

Im Q4/2025 wurde versucht zusätzlich zum gesetzlichen Minimum die tatsächliche Zeit der Ausbildungen zu erfassen. Dies umfasst zusätzlich auch einen geschätzten Aufwand für das Selbststudium. Beim Abschluss von SanG Ausbildungen bekommen Teilnehmer auch eine zusätzliche Bestägigung mit dem Aufwand in ECTS. Ziele davon sind einerseits Information an Interessenten, Wertschätzung und einfachere Anrechenbarkeit für Studierende.

Zwecks ECTS Einschätzung wird das manchmal besser, manchmal schlechter klappen analog zu Uni/FH wo da auch einiges an Spielraum ist.

Wo genau liest Du im Gesetzestext das Wort „maximal“? Eine freiwillige Übererfüllung einer gesetzlichen Vorschrift ist grundsätzlich immer möglich, sofern der Text dem nicht widerspricht.

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Stimmt, die RS Ausbildung beim RKNÖ sind ja auch124 Stunden Theorie statt 100

Dauert bei uns auch wesentlich länger. Mit den Mindesstunden kommt man ja gar nicht mehr aus :wink:

Ich kann aus meinen Gesprächen mit unseren Anästhesisten die Standpunkte durchaus nachvollziehen. Zumindest bei unserem Stützpunkt sind nicht alle Feuer und Flamme was das NEF fahren betrifft, einige OA machen auch gar keine NEF Dienste.

Für das KH ist das NEF auch eher lästige Pflicht, die haben die Not ihre OPs und Intensiv am Laufen zu halten und wären sicher nicht Böse das NEF nicht mehr bespielen zu müssen.

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Ich weiß ja nicht ob 125 Einsätze pro Jahr (entspricht etwa einem Einsatz alle drei bis vier Tage!) ein gutes Argument für den Erhalt eines NEFs sind…

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Wie mich diese unsachliche, politische Ausschlachtung eines Einzelfalles aufregt.

Was hat der NA vor Ort gemacht was nicht ein NKV auch könnte (und in NÖ auch schon in Vorbereitung ist)? Ein Hinterwandinfarkt hat eine Mortalität von 95%?

Hier soll mal wieder nur Stimmung in der Bevölkerung gemacht werden. Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema sieht für mich anders aus.

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