SNAW - Fakten-Sammelthread

Das Problem liegt beim RK. Man kann doch keine schief stehende Fraktur (also offensichtliches Unfall-Problem, das hättens wohl sehen können) in ein Haus ohne Unfall fahren!?

Der Patient hätte von vornherein auf eine Unfall gehört.

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Ich habe gerade einen Blick in die Übersicht der Aktuversorgung gemacht, für alle NÖ Personen als teil vom LeoPortal erreichbar. Dort hat das KH Gmünd eine offene Unfall Ambulanz und wird deshalb auch zum Buchen gehen und als erster Vorschlag erscheinen.

Das jetzt Leistungen im KH Gmünd reduziert worden sind und entweder das KH oder Leitstelle dies nicht ausreichend online sperrt, kann nicht das Problem vom Rettungsdienst sein. Ich kann jetzt nicht bei jeder Buchung anrufen und fragen ob ich eh erwünscht bin, sonst werde ich meine Patienten ja gar nicht los teilweise da sonst jeder Nein sagt.

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Wenn der AVN es zulässt (Unterschenkelverletztung), dann kann dieses KH laut System in NÖ eine Unterschenkelverletzung erstversorgen.
Ich buche kein Patientenbett, sondern eine Erstversorgung.

Wenn nicht muss die Klinikleitung diese Leistung der Erstversorgung aus dem System nehmen, dass es nicht mehr vorgeschlagen wird .

Geht ganz einfach

Aber scheinbar haben sie ja nicht mal eine richtige Schmerzthetapie hinbekommen.

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Akutversorgungsnachweis (AVN) – Notruf Niederösterreich


Die genaue Auflistung der Leitsymptome ist für alle Kliniken in den Online-Krankenhaus-Webansichten im Bereich „Akutversorgung“ → „Leistungsangebot“ dargestellt. Hier können auch Änderungen hinsichtlich der grundsätzlichen Versorgungsmöglichkeit im eigenen Klinikum eingegeben werden.


Aufgrund des aktuellen Standortes des transportierenden Rettungsmittels werden also nur jene nächstgelegenen Kliniken vorgeschlagen, die grundsätzlich fachlich geeignet und zum jeweiligen Zeitpunkt auch personell und technisch betriebsbereit sind.

Auszug aus den Infos auf 144 NNÖ

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Ob zu jener Zeit das KH Gmünd “offen” war und ob das besagte Rettungsfahrzeug korrekt AVN gebucht hat, oder “wie immer” einfach nach Gmünd gefahren ist, wiss ma aber alle nicht.
Das ist aber wohl die erste Käsescheibe an der Sache.

Naja ich muss schon im AVN das entsprechende Symptom buchen. Irgendetwas muss ich ja eingeben, damit mir die Klinik vorgeschlagen wird. Ich hoffe doch nicht, dass sie den Patienten mit z.B. Oberbauchschmerzen gebucht haben.

Ich weiß, dass es natürlich auch die Möglichkeit gibt das KH zu buchen, wenn man z.B. angibt, dass man eine telefonische Zusage hat, aber so dreist schätze ich das Personal jetzt nicht ein!

Und einfach so hinzufahren ohne irgendeiner Buchung… kenne ich jetzt auch niemanden der das bis jetzt gemacht hat. Irgendwo muss ich ja angeben, wo ich hingefahren bin (für die Verrechnung) und dafür gibt es nur die 2 Möglichkeiten, oder?

Ich glaube, dass hier das große Problem liegt. Es gibt auch bei uns Kliniken, die das ganz gut bespielen, es gibt aber auch Kliniken in unserer Nähe, die dem RTW sagen, dass er es den anderen, die heute im Dienst sind sagen soll, dass erst morgen wieder ein Unfaller Dienst hat.

Da fährt man gerne einmal 30 Minuten in die falsche Richtung. Auch wir haben die Info einer gewissen Klinik bekommen, dass die Leistungen reduziert sind. Bedeutet bei denen aber, dass an manchen Tagen die Unfall besetzt ist und an manchen nicht oder um 16:00 schließt, aber um 19:00 wieder öffnet.

An manchen Tagen wird sie im AVN gesperrt und an manchen nicht.

Ich hatte auch einmal den Fall, dass ich angerufen habe und gefragt habe, ob sie heute wirklich keinen Unfaller haben, da sie seit mehreren Tagen gesperrt waren, ich aber bei der Abgabe eines internistischen Patienten mehrere Patienten auf der Unfall gesehen habe.

Die Antwort der DGKP: Ui, wir haben uns schon gewundert, warum in den letzten Tagen so wenige von der Rettung gekommen sind.

Nachdem wir uns rechtfertigen müssen, wenn wir eine weitere entfernte Klinik anfahren und der Patient gegebenenfalls auch eine Rechnung für die mehr gefahrenen KM bekommt, halte ich mich auch an das AVN. Ich sehe auch nicht ein, dass ich mit jedem Patienten anrufen muss, ob das genau dafür eingeführte und seit mehreren Jahren implementierte System funktioniert.

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“Schuld” ist für mich hier weder das RK, das den Patienten wohl nicht absichtlich ins “falsche” Spital gebracht hat, noch die JUH, die halt genau das macht, was in der Ausschreibung stand, sondern der/die/dasjenige, der sich in der LGA NÖ dieses System erdacht hat.

Denn das dient ohne Zweifel nicht dazu, um den Patienten oder den Spitälern oder deren Mitarbeitern irgendetwas zu vereinfachen, sondern um Geld zu sparen. Sekundärtransporte werden nicht durch die Kasse, sondern den Spitalsträger bezahlt, und durch den Vertrag, den die JUH gewonnen hat, muss die LGA weniger an die Organisationen zahlen als vorher. Das ist aber natürlich keine tatsächliche Einsparung, denn die Kosten des Gesamtsystems (LGA + Rettungsorganisationen + KK) sind ja nicht gesunken - es gibt halt einen weiteren Mitspieler.

Ich vermute, dass für Patienten und Spitälern jetzt vermutlich alles länger dauert, jedenfalls in der Peripherie und zu Randzeiten. Für wen das genau eine Verbesserung darstellen soll, weiß ich nicht. Und es ist - en gros betrachtet - ja auch egal, ob das RK primär einen Fehler gemacht hat. Was wäre gewesen, wenn der Patient Selbstkommer gewesen wäre? Oder er eines der 1000 anderen Krankheitsbilder oder Verletzungsmuster gehabt hätte, die in KH X nicht adäquat versorgt werden können? Dann wäre er genauso verlegt worden. Und zwar nicht mit dem KTW, der eh aus der Dienststelle im selben Ort oder dem Nachbarort oder demselben Bezirk kommt, sondern mit dem dafür vorgesehenen SKTW aus 100km weiter. Völlig absurd mMn.

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Mich würde auch die Mannschaft interessieren. Nach jetzigem Wissenstand war da ja hoffentlich eine großzügige Schmerztherapie im Einsatz. Komplette Unterschenkelfraktur ist jetzt meiner Erfahrung nach nix, was du nur mit Methoxyfluran wegkriegst. Deshalb sollte da entweder ein NKV am RTW gewesen sein, oder ein NA dabei. Hoffentlich. Und sollten beide Erfahren genug sein, das richtige KH anzufahren und einen AVN zu bedienen. Hoffentlich.

Wobei ich dem Punkt zustimme, dass man sowas durchaus avisieren kann.

Nur zur Klarstellung: Ich wollte nicht sagen “der RTW ist schuld” (was niemand weiß!), sondern mir gings um die Fehlerkette. Dass dann, wenn der Fehler passiert ist (=der Patient ist im falschen Krankenhaus, warum auch immer und es ist dringend wegen der OP) keine patientenorientiertere Option gefunden wird, als “liegenlassen” ist halt ein Zeichen dafür, dass es im Gesundheitssystem leider nicht immer um das Patient:innenwohl geht.

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Von dem was ich gehört habe, hat der Pat präklinisch keine Schmerztherapie erhalten und erst im LK Gmünd lediglich 2 × 1g Metamizol in einer KI bekommen. Die Überstellung war mittels SRTW. Erst im LK Horn hat er durch den übernehmenden Unfallchirurgen ein Dipidolor iv. bekommen.

In meinen Augen eher suboptimal (nett ausgedrückt)

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Lieber Darwin, ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber was du alles an meiner Kritik/Ansicht als „unangebracht“ findest, ist wiederum selber unangebracht. Angesicht der offenliegenden Tatsachen sämtlicher Zeitungsberichte über Vorkommnisse innerhalb des niederösterreichischen Gesundheitswesens und auch meinen Eindrücken als Mitarbeiter der LGA der auch „hinter die Kulissen“ geht aufgrund betriebsrätlicher Einblicke, kann man meiner Kritik schon „vertrauen“. Ob man der gleichen Meinung ist, sei dahingestellt.
Dass hier viele Dinge nicht so laufen wie sie laufen sollten, nett formuliert, ist evident und das können einem die Leute auch erzählen, die in diesem System arbeiten.

Dass viel Freunderlwirtschaft passiert, vor allem in NÖ, ist denke ich jedem, der nicht am Mond wohnt, bewusst. Da ich da vermutlich in einer gewissen „Bubble“ sitze, fällt mir das vielleicht vermehrt auf, wie dem 0815 Menschen der mit dem Gesundheitssystem kaum was zu tun hat.

Dass Ausschreibungen auch in den seltensten Fällen völlig fair sind und im Vorhinein das Ergebnis meist schon feststeht, ist auch nur bedingt ein Geheimnis.
Und warum das jetzige Sekundärtransport-system zu hinterfragen ist, zeigen die kürzlichen Erfahrungen des noch sehr jungen Systems. Gemischter Satz hat das gut auf den Punkt gebracht. Dass jetzt nur noch eine gewisse Organisation (die elend lang entfernt ist) einen dringlichen Transport in Gmünd durchführen darf, ist völlig absurd und nicht im Sinne der Gesundheit des Patienten. Wie würde man sich selber fühlen, als Patient, wenn man 6 Stunden auf eine OP wartet weil ein bestimmter KTW quer durch NÖ gurken muss. Einen Transport den jeder Zivibomber auch hätte tun können. Oder die werdende Mutter mit einer drohenden Frühgeburt, die vergeblich auf einen Transport wartet. Das hat rein finanzielle Gründe.

Aus der Entfernung da jetzt für einen guten Zusammenhalt der HiOrg plädieren, ist da völlig am Problem vorbeigeschossen, denn diejenigen haben das ja das System auch nicht erfunden. Das Problem liegt ganz wo anders. Aber ich denke, und das ist meine persönliche Meinung, solange die Leute in NÖ weiterhin die Partei die sich selber als „die Hure der Reichen“ genannt hat, wählt, wird sich an den grundlegenden Problemen des Gesundheitssystems nicht viel zum positiven wenden, befürchte ich. Auch nicht wenn man jetzt anfängt, andere Bundesländer zu verklagen die ein besseres Gesundheitssystem haben (sic!).

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Danke dir für diese ausführliche Antwort.

Ich selber bin kein Mitarbeiter der LGA, noch in irgendeiner Form im Bereich der Führungsebene der JUH. Mir sind daher nicht alle politischen und wirtschaftlichen Umstände der Vergabe des SEK in NÖ bekannt. Man kann sich aber natürlich denken, dass es nirgends optimal läuft. Also kann ich mich als NKV nur daran orientieren was ich so mitbekomme.

Es ist sowieso schon seit Beginn der JUH in NÖ ein Wunsch vieler Mitarbeiter eine Station im Waldviertel zu starten, um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden. Ich kann nur aus meinen Erfahrungen darüber berichten, dass bisher der Intensivtransport und die Zusammenarbeit mit den Kliniken äußerst positiv und reibungslos verlaufen ist. Und das ist der einzige Punkt den ich hier verteidigen möchte, die täglich geleistete Arbeit meiner Kollegen und meine. Was politisch auf Führungsebene geschieht, war bisher nicht ein Interessenspunkt meinerseits. Mich interessiert viel mehr die Notfall- und Intensivmedizinische Versorgung meiner Patienten und dabei wird’s wahrscheinlich auch bleiben.

Da niemand deine täglich geleistete, und die der JUH, angegriffen hat, ist ein Verteidigen dessen auch nicht dienlich. Das Problem sitzt wie gesagt viel tiefer als bei den Teams auf den einzelnen Rettungsmittel. Die müssen den Schwachsinn oft nur ausbaden: AVN nicht akutell, Spitalleistungen gekürzt, keine vernünftige Schmerzmed sowohl im RTW als auch im KH (viel schlimmer!), SRTW muss quer durch NÖ, usw.

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Gmünd hat nicht mal eine Unfallambulanz. Das kann man nicht schön reden. Es ist definitiv das falsche Spital, nur weil es eine Ortho gibt kann man mMn nicht davon ausgehen, dass sie ohne Rücksprache einfach so einen Unfall machen.

Bezüglich AVN kann ich es natürlich nicht sicher sagen, weil ich nicht dabei war, aber dass in einem Spital fehlerhafte Versorgungsstrukturen hinterlegt sind habe ich noch nie mitbekommen oder gehört. Ich vermute da wurde einfach in der Hektik „Kranke Person“ gebucht, wie es bei manchen Kollegen üblich ist und dann wird Gmünd auch erstgereiht.

……………………………………..:woozy_face:

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Wie MICA schon aufgezeigt hat, wurden deine Aussagen schon “widerlegt”, bevor du sie überhaupt geschrieben hast. Es wirkt ein wenig so als hättest du nichteinmal die vorherigen Posts gelesen, sondern einfach deine Meinung hinausposaunt.

An der Stelle würd ich gern die Bitte nach ein wenig mehr Sorgfalt beim Posten in Erinnerung rufen, die @rettungslöwe unlängst gestellt hat.

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Meine Aussagen wurden nicht widerlegt, ich hab das tatsächlich noch nie gehört. Das ist das was ich geschrieben habe. Ich hab nicht geschrieben dass das noch nie passiert ist o.Ä. Daher finde ich ich es schon ein starkes Stück mich dann dazu aufzufordern aufmerksam zu lesen.

Und außerdem das Spital keine Unfall Punkt. Grade in NÖ wo man ständig ins selbe Haus fährt eventuell zwei oder drei wird das ja nicht zu viel verlangt sein zu wissen wo es eine Unfall gibt die 24/7 Patienten nimmt und wo nicht.

Wie sie den Versorgungspunkt nennen kann wurscht sein. Wenn ich die Symptome im AVN korrekt eingebe und das Zielspital vorgeschlagen wird, dann hab ich als RTW meine Arbeit korrekt gemacht.

Nochmal: Hier von uns weiß niemand, was in AVN buchbar war.

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