Alle anderen Organisationen haben sich bezüglich vernünftiger Ausbildungskonzepte doch schon zu Wort gemeldet, entsprechende Entwürfe sind da! Bezüglich Wirtschaftlichkeit ist jedoch klar dass die höchste Ausbildungsstufe nur beruflich funktionieren kann/soll - da wäre aber sicher nicht falsch investiert. Sollte das für einige wirklich ein Problem sein, konnte man ja auch vorschlagen ob es nicht auch möglich wäre Ehrenamtlich im Schockraum mitzuarbeiten, oder freiwillig Intubationsnarkosen im OP durchführen kann - vllt wird das Gesundheitssystem dann Wirtschaftlich ![]()
In dem Artikel wird ganz am Ende folgendes erwähnt:
Gesundheitsministerium und Gesundheitsstaatssekretariat (beide SPÖ-geführt) versuchen nun, bis zum Sommer einen gemeinsamen Vorschlag vorzulegen. Inhaltlich will man sich noch nicht äußern.
Es wäre schön wenn endlich mal etwas weiter geht.
Ankündigungen von Ankündigungen, das ist ein bekanntes Muster.
Geld habens keins übrig, Sparsamkeit treibt die Reform vor sich her…
Kannst Du den Inhalt posten? Da ist 'ne Paywall.
Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf hab, waren vor 1-2 Jahren nur rund 2% der Sanitäter:innen in Ö NKI.
Wenn ich jetzt bedenke, dass allein ca 400 davon bei der MA70 sind krieg ich Drehschwindel für den Rest von Ö.
Oder ist es vielleicht doch auch die Bezahlung und nicht nur die extra Fortbildungsstunden ![]()
Ich glaube es ist multifaktoriell. Die Bezahlung spielt bestimmt eine Rolle. Insgesamt denke ich aber auch, dass die MA70 als einziger Rettungsdienst in Ö innerhalb der Community einen guten und professionellen Ruf hat. Viele motivierte Mitarbeiter zieht es allein schon deshalb in die Hauptstadt, ein getrenntes RTW/KTW System zu haben, ordentliche Ausstattung mitzuführen und zusätzlich mit 2x NFS unterwegs zu sein. Das bietet außer der MA70 praktisch niemand an. Außerdem ist es vielleicht auch eine Emanzipationsanstrengung sich von den in der Breite unprofessionelleren Hilfsorganisationen zu distanzieren und das Label der Hobbyrettung gegen das der Professionisten zu tauschen.
Heute war eine Pressekonferenz der plattform Notfallmedizin Österreich Link
aus dieser sind einige Presseartikel geworden, ich denke man versucht Druck auszuüben für Fortschritte ad SanG Neu:
…
Ich bin grundsätzlich natürlich auf für eine Akademisierung, was mich aber stört an der Berichterstattung bzw. PK:
- Sanitäter*Innen werden im Moment nur als Transportdienstleister gesehen, je nach Bundesland schaut das aber schon eindeutig anders aus. Wenn man zb auch Zahlen aus NÖ verwendet die schon ein paar Jahre alt sind, entspricht das auch einfach nicht der aktuellen Ausrückordnung.
- Man drängt zur Akademisierung und hofft im Nachgang dann auf eine Finanzierung der Stellen und Material durch Bundesländer/Gemeinden, da es ja der ÖGK Geld spart. Ist die Frage ob das die Bundesländer/Gemeinden auch so sehen…
- Nur in einem Nebensatz wird erwähnt, in der Wartezeit könnte man das aktuelle SanG ausschöpfen. Ich verstehe nicht, warum man dieses Thema nicht viel stärker forciert.
- Je nach Vortragenden ist eine Belassung gar nicht möglich oder rechtlich schwierig, ich finde im eh präsentierten OGH urteil 11/2025 kommt das schon deutlich anders rüber.
Das Video dazu
NÖ hat bereits deutlich gezeigt, wie sehr sich die NEF Einsätze durch den Einsatz von RTW-C, neuer Ausrückordnung und besserer NFS Ausbildung (mit TNA) reduzieren. Wir reden hier von gut und gerne 30%
Bei der Frage zu den laufenden Kosten, also nicht nur der Ausbildungskosten, ist man auch etwas ins Straucheln geraten. Zumindest hab ich eine klare Aussage vermisst. Wir hatten hier ja schon mal das Thema.
Sowohl der OGH hat das klar gestellt, NÖ zeigt es ja auch wie es geht mit RETTS und Leitlinien.
Meine Frage zur Akademisierung wäre: Wie soll das konkret aufgebaut werden?
Wird das ähnlich wie beim diplomierten Pflegepersonal umgesetzt, also dass z. B. die Matura eine Voraussetzung ist?
Das würde ich eher kritisch sehen. Ich befürchte, dass wir sonst ein ähnliches Problem bekommen wie in anderen Ländern: zwar sehr gut ausgebildete Notfallsanitäter, aber insgesamt zu wenig Personal im System.
Das war natürlich einer der Sorgen des BsC DGKP, hier gibt es aber die „relevante einschlägige berufliche Qualifikation“. => Wenn du irgendeine Ausbildung und Beruf im Bereich Soziales oder Gesundeit hast, kannst du dann teils mit einigen Jahren im Berufsleben und einzelnen Prüfungen auch ohne Matura starten. Da erspart man sich die volle Studieenberechtigungsprüfung. Das wäre somit sehr wahrscheinlich auch für einen BsC Paramedic interessant.
Beim Vorschlag der „Initiative Zukunft Rettungsdienst“ nein. Da kannst du dich bei den Organisationen wie bisher zum RS-N (etwas mehr Ausbildung als der aktuelle NKI) ausbilden lassen und dann anschließend ein verkürztes Studium (mittels „Studieren mit einschlägiger beruflicher Qualifikation und Zusatzprüfungen“) zum diplomierten Notfallsanitäter machen und das alles ohne Matura oder Berufsreifeprüfung.
Danke, dass wusste ich noch ned
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Der Verband der Rettungssanitäter hat in einer Studie ein Einsparungspotenzial von mehr als 800 Millionen Euro jährlich errechnet, wenn Sanitäter besser ausgebildet werden.
Das klingt ja verdächtig nach „Patientenmilliarde“. Muss eine interessante Number Needed to Treat dahinter sein. ![]()