SanG Reform

Eine einfache Petition ist halt ein reines Marketinginstrument. Diese haben keine unmittelbare Wirkung. Eine Gegenpetition ist also doppelt nichts.

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All diese Entwicklungen wurden im Vorschlag von PRO Rettungsdienst Österreich 2013 (!) bereits berücksichtigt.

Nur wollte das damals niemand wahrhaben. Heute stehen wir genau vor diesen Problemen und die Politik ist in der Zwickmühle. Hätte man alles schon einfacher haben können.

Der Vorschlag war übrigens an die Schweiz angelehnt. Dort hat der Transportsanitäter (für den Krankentransport, Fahrer RTW) auch ein Jahr Ausbildung. Und die 3 Jahre wären für den Paramedic gewesen.

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Thematisch bin ich da bei dem Beitrag von stiV SanG Reform - #974 von stiV

Wir können da im Forum bleiben und herumdiskutieren was jetzt der beste Weg ist, Finanzierung, Stundenmodell etc. - entscheiden wird es aber keiner von uns. Oder wir nutzen die Aufmerksamkeit die das RK gerade generiert und hängen sich dran und kommunizieren klar, dass man als Sanitäter mit diesem Vorschlag nicht einverstanden ist - oder sich als RK-Mitarbeiter davon distanziert. Und das nicht nur auf Facebook in den Kommentaren.

BVRD bewirbt gerade die emsweek - denkt euch was aus, klärt auf.
Initiativen aus dem Forum hier heraus würden sicher auch von einigen unterstützt.
Haben wir nicht auch “höhere” BVRDler hier? Ist irgendwas geplant?
Überlegt zumindest einen LinkedIn Post oder was auch immer.

Aber die interne Diskussion hier bringt halt nur das: intern Diskutieren.

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Abgesehen vom Wirken in sozialen Medien und bei Events ist es auch weiter wichtig, das Bewusstsein für diese Themen von der Basis auf allen Ebenen aufwärts unter Kollegen zu fördern und zu diskutieren. Ich hatte mit dem Start der aktuellen Diskussion schon viele, sehr interessante Gespräche, die weit nachhaltiger sind, als es diese Petition sein

Diese kann, in meiner Wahrnehmung - nur der kleinste Kompromiss einer Organisation zwischen dem „Mutterschiff“ und ihren 9 eigenständigen und operativen Einheiten sein, die sich im Grunde schon bei recht trivialen Dingen - wie absichtlich komplett aus dem fachlichen Zusammenhang gerissen - der optischen Aussenwirkung ihrer Mitarbeiter und Betriebsmittel nicht einig sein wollen und müssen.

Einiges von den Forderungen der Petition - beispielhaft Telenotarzt, Patientenlenkung….gibt das Gesetz ja auch schon jetzt her, wird nur von den progressiven Einheiten genutzt - da seh ich - von dem was im RK gehen würd - momentan Nö als echten Vorreiter. (Föderalismus, I know, aber nicht das beste Vorbild für die Anpassung eines Bundesgesetzes das von Apetlon bis Zwischenwasser gelten soll)

Grad unser Forum zeigt tagtäglich die Unterschiede, mit denen die Mitarbeiter in den Bundesländern dieser einen Organisation bei der Ausübung ihrer Tätigkeit gefordert sind

Erinnert sich heute noch jemand an die Petition zur Anerkennung der Schwerarbeit, die 2025 auch vom ÖRK lanciert wurde und über mit über 17000 Zeichnungen sofort eine breite Zustimmung gefunden hat? Daraus geworden ist maximal, aber immerhin ein Zusammenhang der in der aktuellen Fragestellung zu den Ausbildungszeiten seine Fortsetzung findet.

Weit mehr in Erinnerung sollten Standpunkte, und vor allem das Zuhören, warum die jeweiligen Kollegen so etwas unterzeichnen oder eben ihre Vorbehalte haben bleiben -

das Diskutieren, Zuhören, Weitertragen und vor allem das, auch als Organisation hinter den Mitarbeitern und ihrer Meinung wohin es gehn soll stehen, sehe ich abseits von wissenschaftlichen Erkenntnissen (bisher auf weiten Strecken fehlender Forschung, obwohl die Mitarbeit durch Sanitäter schon seit 2002 dazu im Gesetz erwähnt) und übergeordneten Initiativen als wichtige Aufgabe der Führungskräfte für die Mitwirkung bei der Weiterentwicklung unserer gesetzlichen Grundlagen.

Was mich persönlich aktuell von einer Unterstützung dieser Petition abhält ist:

  • Einstiegsalter von 16 Jahren,
  • die neue Stufe am Weg zum Rettungssanitäter
  • gleichzeitig weiterhin ein Mischsystem aus Sanitäts- und Notfalleinsatz
  • die zur Ausbildungszeit gerechneten, pädagogisch unbegleiteten Lern- und Wartezeiten
  • der „bedingungslose“ Begriff der Niederschwelligkeit zugunsten der Personalabdeckung
  • Im Vergleich dazu fehlt mir jegliche Erwähnung von qualitativen Ansprüchen
  • eine akademische Ausbildung wird auch als Option / Stufe kritisch gesehen
  • internationale fachbezogene Normen und Begriffe seien in Österreich nicht anwendbar und stattdessen werden eigene Begriffe für Österreich geschaffen
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Kleiner Zwischenstand:

Um hier eventuell aufkommende Ideen gleich im Keim ersticken:
Findet euch, sprecht euch ab und zusammen, diskutiert und gründet, so ihr das unbedingt wollt, die nächste Initiative. Alles kein Problem, dafür ist das Forum ja da.

Was allerdings keinesfalls geht, ist den Namen “Sanforum” vor den Karren zu spannen. Sanforum ist ein Diskussionsforum, das insbesondere davon lebt, dass hier User mit teilweise komplett konträren Meinungen miteinander diskutieren. Auch User die nicht unbedingt eurer Meinung sind und die werden nun mal durch solch eine Initative oder Kampagne nicht vertreten werden. Sanforum wird sich hier sicher nicht auf eine Seite schlagen. Eine Referenzierung auf dieses Board ist daher nicht zulässig!
(Nur falls das damit suggeriert werden sollte ;))

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Ich finde erstaunlich dass das Rk nun Druck macht, waren es doch grade so manche RK Bundesländer die das SanG ausgebremst und tropediert haben. Und genau jetzt wo der Staat sparen muss und sogar die Polizei massiv darunter leidet, viele Landesfeuerwehren anfangen einheitliche Fahrzeugkonzepte und beschaffungen zu erstellen und fusionieren kommt man auf die Idee?. Die HiOrgs haben nicht mal einen einheitlichen Vorschlag btw stehen versammelt hinter einem.

Der Bvrd Vorschlag der mit der AK ausgearbeitet wurde ist hier der tragfähigste und überlegeste Vorschlag.

Man hätte wenn viel früher anfangen müssen, und das ganze einheitlich aufziehen müssen.

Ich sehe nur das es entweder im Chaos endet oder einvöllig verunglücktes und nicht solides (Finanziertes) Konzept raus kommt - leider.

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Naja, wenn grad keiner Geld hat, kommt vielleicht der (angestrebte?) Minimalvorschlag raus.

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Nachdem ich gerade das neueste Reel des Roten Kreuzes (https://www.instagram.com/reel/DXozTEtlMlW) gesehen habe wird mir einiges klar. Offenbar ist das Rote Kreuz als Lobby der Notärzte aktiv, und nicht als Lobby der Sanitäter. Sie plädieren in dem Video, dass dir flächendeckende Verfügbarkeit von Notärzt:innen auch bei einem neuen Sanitätergesetz erhalten bleibt.

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Genau.. die Lobby der Notärzte :roll_eyes: ..weil NÄ nix mehr lieben als bei einem kritischen Patienten sich wirklich um alles selbst zu kümmern, der NEF Fahrer macht das Monitoring und zieht die Medis auf und die 2, 3 RS vom RTW stehen wie die Salzsäulen da und halten max. die Infusion. Funktioniert im Schockraum und im OP nämlich auch ganz genau so - 1 macht alles, 1 assistiert und alle andern stehen da und schauen zu und sind mangels Training auch zu nix anderem fähig.
..also absolut alle NÄ die ich kenne sprechen sich für eine höhere Ausbildung aus und sind regelmäßig echt erfreut wenn sie auf ein kompetentes NFS-RTW Team treffen mit dem sie ordentlich zusammenarbeiten können und dem sie auch wirklich Aufgaben delegieren können.
PS: Notfallmedizin ist Teamarbeit und net NÄ gegen Sanis :wink:

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Denke eher das RK ist wenn überhaupt „Lobby“ der ehrenamtlichen und das ist ja verständlich als EA Organisation. Wenn die Anforderungen so sind, das EA (ernsthafte) Schwierigkeiten bekommen ein rettungsmittel zu besetzen ist halt ein großer Teil der Organisation ( und ( dann doch bezahlte) Posten) futsch. Also lieber eine Stufe unter rs ( für alle zivis die die Prüfung nicht schaffen?!) einführen und als „Zugeständnis“ für alle die wirklich was wollen können sie ja „zusatzkompetenzen“ erfinden die dann das RK nicht anbietet weil ja „der Bedarf“ nicht da ist. Eh perfekt gelöst aus Sicht des rk :joy:

Alles bleibt wie es ist und da wird sich nichts dran rütteln

Vielleicht ist die Stufe unter rs aber auch für den geliebten Blutspendedienst geplant

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Dass der RK Vorschlag sich nicht in die Richtung entwickelt, die wir alle für die Weiterentwicklung im RD wollen, darüber sind wir uns wohl alle einig.

Dennoch hat der RK Vorschlag für mich in den Grundzügen Potential und kann für mich durchaus als Basis für etwas praktisches dienen.

Das essentielle ist die 3-Stufigkeit, beginnend mit sehr Niederschwellig - das haben ÖRK und ASBÖ Vorschlag gemeinsam, da sie beide wissen, dass es eine vernünfige Ausbildungsstufe für den Zivildiener / FSJ benötigt. Hier ist beim BVRD und ÖGB schon die Themenverfehlung da. Weil mit wohl über 3 Monaten Grundausbildung für den ZVD/FSJ ist es nicht realistisch

Was ich gut finde:

  1. Stufe - sehr niederschwellig, Einstieg in den RD - rein Krankentransporte (und von mir aus Ambulanzdienste als 3.) + Ausbildung zu BLS
    Das sollten künftig auch die ZVD/FSJ sein - und auch jeder EA starten und der Level nicht Auslassbar sein.
  2. Stufe - Ein aufgewerteter RS - Fahrer RTW oder 3. - hier ist Deutschland finde ich schon eine brauchbare Grundlage mit 520 Stunden für den RS. Hier kann man die Assistenzmaßnahmen schon vernünftig beibringen und die Leute weiterentwickeln, und es ist immer noch möglich für den EA. Quasi sowas wie der „einfache“ NFS ohne Notfallkompetenzen vor 10 Jahren war - kein Teamleader aber ein guter Follower/Assistent
    Der RK Vorschlag ist hier (ohne Veränderung der Stunden) natürlich zu gering aber wieder, ÖGB und BVRD mit knapp 1500 Stunden völlig utopisch (unter den aktuell denkbaren Vorraussetzungen) für den EA, der nachher nur Fahrer oder dritter wird.
    Vor allem was praktisch ist, wenn die Level 2 Anwärter vorher Level 1 waren, braucht man ihnen viele Dinge der Gerätelehre nicht mehr erklären (Trage, Sauerstoff, usw, weil das bereits vorhanden ist und Stunden freischaufelt in Theorie und Praxis)
  3. Stufe - Ordentliche Maximalausbildung für den Transportführer/Teamleader. Ob das akademisch sein muss, sei dahingestellt, vllt sollten hier beide Möglichkeiten existieren - aus meiner (laienhaften) Perspektive hat das in der Pflege auch funktioniert - obwohl dann klar ist, dass ein weiterer Aufstieg (Führung, Lehre,…) nur für die akademischen möglich ist.

Das deckt sich grundsätzlich gut mit dem ASBÖ Vorschlag, obwohl ich auch den Zusatzqualifikationen des RK etwas abgewinnen kann. Definitiv nicht so niederschwellig wie im RK Vorschlag (für grundlegende notfallmedizinische Maßnahmen) aber ich finde das schon interessant für spezielle Richtungen, in die man sich später entwickeln möchte (Lehre, Intensiv Care, Primärversorgung (ACN-mäßig),…)
Ich denke das würde auch später in der Laufbahn nochmals Entwicklungsmöglichkeiten aufbieten, die dann auch etwas altersfreundlicher wären und dann auch tatsächlich ein anderes Aufgabengebiet darstellen und eine eigene Ausbildung verdienen.

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Mein ganz ganz großes Problem mit den Spezialisierungen und den Zusatz Kompetenzen ist der Fleckerlteppich der dann wieder entstehen wird. Es wird genauso sein wie mit dem jetzigen NKI und den AML. Manche LVs mit zurückhaltendem Chefarzt werden wieder nur das absolute Minimum freigegeben.

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Das verstehe ich was du meinst, aber wenn die Zusatzqualifikationen sinnvoll gewählt sind, finde ich das nicht schlimm

weil alle medizinischen Maßnahmen (end.Intubation, NIV, IO, …) sollten in der Stufe 3 bereits enthalten sein.
Zusatzkompetenzen sollten (in meiner Vorstellung) nur dinge sein, die am RTW keine Veränderung darstellen. So wie ein HEMS. Wenn du als HEMS am RTW fährst, bist du dennoch NFS NKx. - Ähnlich sehe ich es mit Lehrsanitätern, FiSu, Intensivtransport, PrimaryCare (der diese Kompetenz dann dennoch anwenden kann, aber nicht seine Aufgabe am RTW ist). Einzig ein „Advanced Paramedic“, der wie in London ein Single Responder ist, könnte hier dann wohl andere Maßnahmen ergreifen - das würde ich und er Häufigkeit dann aber so selten sehen, dass es kein Fleckerlteppich ist, sondern eher eine Ausnahme die in keiner Planung zu berücksichtigen wäre.

Sorgen habe ich eher, dass manche LVs Dinge (verständlicherweise) nicht ausbilden werden. Ein WRK wird zB vllt keine FiSu ausbilden, weil die von der MA70 gestellt werden. In anderen LVs gäbe es dann manche Funktionen vllt gar nicht - oder halt ohne Struktur dafür

Gerade beim RK Vorschlag sind in Stufe 3 aber eben nicht alle Maßnahmen enthalten. Sonst würden sie keine Zusatzkompetenz Airway oder erweiterte Traumaversorgung ins Spiel bringen.

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Ja das ist auch der Teil davon mit dem ich nicht einverstanden bin.
Finde eher die Struktur interessant (3-stufig mit Zusatzkompetenzen für Stufe 3) und möchte hier nicht den RK Vorschlag inhaltlich unterstützen.
Auch die Stufe 2 (RS) wäre im jetzigen RK Vorschlag unverändert zum jetzigen RS - das sollte mMn auch ausgeweitet werden (zB eben auf den RS.de mit 520 Stunden)

Der alltägliche Rettungsdienst- und Krankentransport sollte mit den 3 Stufen auslangen finden (KTW 2x Stufe 1 - NKTW 1x Stufe 1 und 1x Stufe 2 und der RTW mit Stufe 2 und Stufe 3 - jeweils Mindestqualifikation).
Die Zusatzkompetenzen sollten nur abseits der Regelrettung eine Rolle spielen (FiSu, Intensivtransport, Primary Care, Ausbildung, HEMS, …)

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Also ich muss sagen, ich kann mit deiner Zusammenfassung bis jetzt am aller meisten anfangen! Sehr geiler Input zu dem Thema, danke!

Vielleicht etwas was ich mir im erweiterten Kontext wünsche, vor allem im Bezug auf den “Fleckerlteppich”: Das man jetzt bei der Gesundheitsreform, bei der ja Kompetenzen von Bund/Länder neu geordnet werden sollen, evtl. ja das SanG mehr in den Bund wandert und eher weg vom Land.

Mir ist bewusst, das ist auch eher unrealistisch. Die Länder geben ja nicht gern was her. Aber gerade das hin her schieben der Verantwortung wenn es um diese Themen geht hat uns schon sehr viel Zeit gekostet

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Inzwischen wurd das Ziel runtergesetzt auf 10.000​:joy:

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Ich denke die unterste Stufe unter RS ist primär für den 0815 ZDL gedacht. Je nach Einsatz gibt es heute ZDL die währen der RS Ausbildung RTW/KTW fahren und dann ab Prüfung nur mehr KTW. Der hat nach 6 Monaten KTW so ziemlich alles an Assistenzmaßnahmen und Notfallbilder verlernt, dafür hätte er für die Krankentransporte mehr Wissen/Geräte im Bereich Lagerung und Transfer benötigt.

Sollte er dann EA bleiben wollen oder die Organisation auch am RTW einsetzen wollen/müssen, dann kann er die Stufe RS machen.

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