SanG Reform

Ich weiß zwar echt nicht, was dein konkretes Problem mit dem BVRD ist, aber egal. Ich beiße mal an. Was konkret stimmt nicht?

Nein? Offensichtlich “alles”. Zumindest meine Interpretation

Okay - woher kennst du diese Zahl? Wo steht die/das?

Irrelevant - relevant ist das aktuelle Dokument. https://www.roteskreuz.at/fileadmin/user_upload/PDF/Organisation/Anliegen___Forderungen/SanG_Position_OERK_202509.pdf

Und ich persönlich finde hier die Seite 9 extrem erhellend. Nix konkretes weiß man nicht - das stimmt, aber wenn man auch nur ganz ein bisschen zwischen den Zeilen liest, ist erkennbar, dass sich ja nur nix wirklich ändern soll.

“Rettungssanitäter:in - in Analogie zum Status quo”. Bissl SanAV aufräumen, aber sonst bitte ja alles so lassen wie es ist.

Maximale Ausbildungsdauer? Besser länger Zeit lassen, eher noch “minimale Ausbildungsdauer” (ohne aber bitte die Inhalte besser zu definieren!). Und gaaaanz viele “Zusatzkompetenzen”, damit jeder LV wieder was eigenes machen kann und ja nur keine externe Kontrolle stattfindet.

Aber ja - der BVRD ist das Problem, weil der ist ja unsachlich. Ich kann hier echt nicht mehr.

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Keine Ahnung was der Angriff soll, aber nein ich hab nichts gegen den BVRD. Zahle sogar dafür.

Das veröffentlichte Diagramm beinhaltet halt falsche Zahlen. Und da nirgends wo welche angebildet sind, ausser in dem ersten Dokument (und es ist seither auch nichts schlechter geworden) habe ich halt mal angenommen, dass diese irgendwie angenommen wurden :wink:

Wie gesagt Petition hatschat, weil wenn ich so was mache, dann gebe ich auch die Stunden bekannt die geplant sind. So füttert man nur Hirngespinste etc :slight_smile: - unverständliche Vorgehensweise meiner Meinung nach …

Aus “Ziele der Reform”:
Notfallsanitäter:innen mit weiter erworbenen Zusatzkompetenzen und der notwendigen Fortbildung haben nach diesem Vorschlag nach wenigen Jahren genügend AFWB (nach der ECTS-Systematik), um Berufsschutz zu erlangen

Wenn ich mich richtig erinnere (man korrigiere mich) sind wir ja zum Berufsschutz nicht allzu weit entfernt - wenn man zB die 500 Stunden mitrechnet, die man meistens braucht um überhaupt den NFS Kurs machen zu dürfen, oder den Lernaufwand.

Insofern erscheint mir die Aussage als Status Quo + ein bisschen was und besser dargestellt.

Die 17 Jahre die man alt sein muss um mit dem RS zu beginnen könnte man auch einrechnen.

Nein ernsthaft, ich finde das einrechnen von Lernaufwand oder Wartezeiten völlig falsch. Das gibt es bei jeder anderen Ausbildung/Studium auch.

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Dem muss ich jetzt widersprechen.

Beim Studium wird der Lernaufwand theoretisch durch einen Teil der Gesamtanzahl der ECTS für das jeweilige Fach, oder die jeweilige Lehrveranstaltung abgebildet. Dass die ECTS nie realistisch sind, liegt eher an unserem verkorkstem Niveau/System der Hochschulen.

Ergo ist es meines Erachtens absolut legitim den Lernaufwand einzurechnen, denn das gleiche würde bei einem Dipl. NFS Studium auch passieren.

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Ja, das seh ich auch als legitim an. Ich hab für die NFS-Prüfung mehr gelernt als für Matura oder die BSc Prüfung, aber abgebildet wird es nirgends. Also wäre durchaus vertretbar und üblich.

Da sieht man auch, dass das System SanG einfach nicht uptodate ist.

Meine Kernaussage sollte eigentlich sein, dass das ÖRK eben defacto nichts am Aufwand ändern möchte. Lernaufwand wie heute üblich miteinrechnen → ja bitte. Aber es darf nicht sein dass das die einzige Modernisierung ist.

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Was hast du studiert?:joy:

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Beim Lernaufwand für den NFS Kurs bin ich dabei, das sollte wie bei den ECTS dazu gerechnet werden.

Wenn ich auf einem RTW in Hintertupfing Dienst mache und 2 niedrig priorisierte Ausfahrten pro Monat habe und auch kaum Feedback zum Einsatz bekomme weil ich keinen erfahrenen RS/NFS dabei habe, dann ist der Mehrwert dieser Stunden doch begrenzt und sollte mMn nicht in den Ausbildungsstunden gerechnet werden.

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Bei den Zahlen vom ÖRK Vorschlag gabs anscheinend seit gestern ein Update…Bild stammt soeben von der BVRD Seite

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Das RK hat soeben erneut eine Mail ausgeschickt, die auf die Petition aufmerksam macht.

Diesmal mit einem direkt Button „Ja, Ich unterstütze die Petition“. Der Button, der nur zur genaueren Petition führt, ist ganz unten im Mail ebenfalls verlinkt.

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Schaut schon besser aus …

Also so weit ich sehen kann, hat sich am RK-Positionspapier nichts geändert.
Ich nehme mal an, die neue Stundenanzahl kommt davon:

Notfallsanitäter:innen mit weiter erworbenen Zusatzkompetenzen und der notwendigen Fortbildung haben nach diesem Vorschlag nach wenigen Jahren genügend AFWB um Berufsschutz zu erlangen

Von einer signifikant längeren NFS-Ausbildung an sich (außer NKA/NKV Integration) lese ich im Positionspapier nichts.

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Diese neuen Zahlen hab ich gestern bisher erstmalig nur bei ÖRK - seitigen Antworten auf Kommentare zur Petition in sozialen Medien gesehen - ist jemandem ein Dokument mit nachvollziehbaren Fakten dazu bekannt, oder gab es das im Vorfeld?

Edith: Das man Zeiten (Postionspapier 2023 - Lernzeiten, Praxisstunden bis zum Beginn der nächsten Ausbildungsstufen, etc - in denen man pädagogisch nicht begleitet ist- ) einfach in den Topf der Gesamtstunden wirft, seh ich nicht unbedingt als Qualitätskriterium zum Vergleich, und haben die Ersteller der ursprünglichen Grafik wohl auch nicht so gesehen.

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Die Studie zielt allerdings weniger auf eine Ausbildungsverbesserung von NFS ab, sondern hat Notärzte eines einzigen Tages befragt, ob der Einsatz auch von einem NFS abgewickelt hätte werden können:

Emergency physicians assessed that 124/232 (53.4%; GEMS: 52.6%; HEMS: 54.6%) of emergency calls and 12/25 (48.0%) of interhospital transfers could have been managed by AEMTs.

Die Studie belegt also eher, dass es eine Übertriage in den Rettungsleitstellen gibt, als dass es eine bessere Ausbildung bräuchte. Ich bin auch für eine bessere Ausbildung, aber das gibt diese Studie nicht wirklich her.

Witzig ist dagegen, dass immerhin 2/3 der die NEF begleitenden RTW schon NFS-besetzt sind. Hoffentlich bald 100%!

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Is ja eh a super Studie, wenn 50% der NA Einsätze ohne Notärzte mit den in der Studie beschreibenen AEMTS (=NFS) bereits heute abgewickelt werden können. Sorry aber wenn ich das jetzt richtig verstehe zeigt es, dass Notfallsanitäter bereits heute mehr könnten und das eher ein Dispo Problem ist bzw. noch zu wenig Notfallsanitäter gezielt geschickt werden. Somit geht es bei den 50% nicht darum, dass das nur ein BSC-NFS kann sondern eigentlich der NFS-NKX bereits jetzt kann…?

Funfact am Rande: an einem ganzen Tag auf 88 Notarztmittel nur 1 CPR… und die war am Hubschrauber

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Diese SanG Reform kommt mir langsam vor wie diese „Nothing ever happens“-Memes

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860 Beiträge über mehrere Jahre - viele davon inhaltlich hoch interessant (auch wenn ich davon dann wieder bei vielen die Meinung nicht teile). Und dann postet das ÖRK und die meisten Landesverbände ihren absolut unterirdischen “Vorschlag” fürs SanG, macht eine Petition und wirft quasi seine ganze Marktmacht rein um “Unterschriften” zu sammeln.

Und hier? Stille … Wieviele von euch haben ihre Meinung öffentlich kund getan (egal was die Meinung ist - pro/kontra/differenziert)?

Vorarlberg: https://www.facebook.com/oerkv
Tirol: https://www.facebook.com/roteskreuztirol
Salzburg: https://www.facebook.com/sal
Oberösterreich: nicht gepostet
Niederösterreich: https://www.facebook.com/RotesKreuzNOE
Steiermark: https://www.facebook.com/RotesKreuzSteiermark
ÖRK: https://www.facebook.com/roteskreuzat
WRK: nicht gepostet
BGLD: nicht gepostet
Kärnten: https://www.facebook.com/k.roteskreuz

und selbiges auf instagram. Lest mal die Kommentare. Lest mal die Reaktionen des ÖRK. Ich tu mich echt immer schwerer noch irgendwas vom ÖRK Ernst zu nehmen. Ich find das respektlos, wie hier geantwortet wird. Mit reinem Marketingsprech und ohne Inhalt.

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