SanG Reform

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antwort vom BVRD/AK/ÖGARI

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Steht da drinnne wie lange die Asublidung zum/r neuen Sanitätshelfer/In dauern wird? Ich schätz ja mal auf 3 Wochen.

Außerdem bin ich echt gespannt wie man die Ausbildung zum RS noch weiter “Entrümpeln” will. Ich finde da tbh echt wenig “unnötiges” in der derzeitigen Fassung zumindest im RKNÖ

Beim ASBÖ Positionspapier stehen 100 Stunden Theorie (ca. 3 Wochen), 80 praxis (2 wochen)

Beim ÖRK Positionspapier steht nix genauers, aber es soll der bestehende RS auf Rettungshelfer und Rettungssanitäter “aufgeteilt” werden, somit vermutlich eine ähnliche Forderung wie beim ASB.

Das Problem ist aktuell der sehr unterschiedliche Einsatz von RS, besonders im Bereich ZDL. Ein Teil fährt 95% KTW/KTW-B, ein Teil immer wieder oder hauptsächlich RTW und einige auch regelmäßig RTW-C. Schon aktuell wäre eine alternative Lösung im RKNÖ eine Anpassung vom RS Kurs auf die 100h laut SanG gewesen und dafür zb 60h RTW Kurs.

Wenn Personal ausschließlich im Krankentransport eingesetzt werden, ist zum Beispiel die Frage wofür sie NA Assistenz oder komplette Trauma Abläufe benötigen.

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Pressekonferenz in 30 min live und zum Nachsehen

Ungeachtet der unbestrittenen Sinnhaftigkeit, glaubt ihr wirklich dass sich dadurch Milliarden einsparen lassen?

„Außerdem könnten damit Milliarden für eine effizientere Gesundheitsversorgung freigespielt werden.“

Auch wenn dadurch vlt die Fluktuation der Mitarbeiter weniger wird und es zu einigen Belassungen mehr kommt, kann ich mir aus einer Wirtschaftlichen Perspektive nicht vorstellen wie auf einmal Mrd. eingespart werden können.

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„Nur“ 19 Millionen Ausbildungskosten pro Jahr. Ist ja ein Schnäppchen. Das Rote Kreuz wird sofort zuschlagen und Ja sagen (sarkasm)

Ich find ja genial, dass sie diese “Lenkungskompetenz” am Dipl. NFS festmachen - und damit das Einsparungspotential (und die Rechtfertigung der hohen zusätzlichen Ausbildungskosten) begründen.

Als könnten unsere NFS nicht jetzt schon mit RETTS und Telemedizin nicht schon haufenweise Fälle vor Ort lösen und an den richtigen Dienstleister zuweisen. Natürlich muss man hier an Rechtssicherheit und Gesetz nachbessern und im Zweifel wird man halt hunderte Patienten unnötigerweise transportieren. Aber bitte. Um einen unkritischen grippalen Infekt samt Basisdiagnostik zu evaluieren und an den Hausarzt zu verweisen brauchts echt kein Studium. Da reichen gut ausgebildete NFS und eine Nachschärfung des Tätigkeitsprofils im Gesetz.

BVRD verfolgt wieder mal das Motto “Ex falso sequitur quodlibet.”

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viel kritischer sehe ich die Milliarden Einsparungen im Gesundheitswesen, wie auch immer man auf 20x Einsparungen durch Belassungen und Gatekeeping kommt (180 Mio Euro Investitionen in Ausbildung, keine Angaben zu Gehaltskosten/Betriebskosten/etc. vs 3,7 Mrd. Einsparungen bei Transporten/Notfalleinsätzen?! über 10 Jahre, die eben genau diese Kontakte sind in denen wir Zuweisen/Gatekeepen sollen) -.- das is inkonsistent und lachhafte Scheinargumentation für die Investition in Ausbildung. Ich find das war heut ein echter Bauchfleck diese Präsentation.

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Das Ganze erschein mir schon eine ziemliche Milchmädchenrechnung zu sein. Damit ich Lenken kann brauche ich verfügbare Ziele. Insbesondere in der Nacht und am WE bleibt oft nur die Spitalsambulanz. Ob nur eine ambulante Behandlung notwendig war lässt sich ex post leicht beurteilen (nachher ist man immer gscheiter).

Die angesprochenen Systemprobleme jetzt dem NFSneu umhängen zu wollen ist nicht nur nicht fair sondern führt auch, wie man in DE sieht, zu mehr Frustration. Und nein, der Rettungsdienst ist nicht die mobile Ressource von 1450. Da hat man denn Aufgabenbereich des Rettungsdienst nicht verstanden: “Rettungsdienst ist die Leistung von Erster Hilfe oder einer Ersten medizinischen Versorgung an Personen, bei denen im Rahmen einer akuten Erkrankung, einer Vergiftung oder eines Traumas eine lebensbedrohliche Störung einer vitalen Funktion eingetreten ist, einzutreten droht oder nicht sicher auszuschließen ist, und deren Transport zur weiteren medizinischen Versorgung in eine Krankenanstalt oder sonstige geeignete Einrichtung des Gesundheitswesens.”

Auch scheint man den wirklichen Tätigkeitsbereich der Sanitäter nicht zu kennen.

“aktuell dürfen sie keine Entscheidung treffen. Ihr Berufsrecht, ihre Ausbildung gibt das einfach nicht her” —→ bitte informieren sie sich!

Ein Sanitäter darf belassen, das hat auch der OGH erst kürzlich festgestellt.

Sicher ist noch Verbesserungspotential da, aber 3,7Mrd Euro ist aktuell eine Utopie.

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Es ist faszinierend, wie man die Kosten, welche der Dipl.NFS unweigerlich verursachen wird mit dieser utopischen Einsparungsrechnung verschleiern will. Meiner Meinung nach erweist man der ganzen Thematik mit solchen Auftritten einen Bärendienst.

Die Darstellung der derzeitigen Lage entspricht dann dem, was der BVRD zuletzt auch auf Instagram gepostet hat. Dort zugegebenermaßen unter dem Deckmantel von subjektiven Meinungen eines Podcast-Teilnehmers.

Sehe ich genau so! Es bleibt halt nicht nur bei den Ausbildungskosten. Man muss so realitätsnah sein, aber es wird dadurch nicht billiger.

Mich verwirrt hier am meisten diese Statistik:

(Screenshot des Videos vom Vortrag der AK)

Kann auch sein, dass ich hier was falsch verstanden habe, aber wie kann ein dipl. NFS 536mio€ durch vermeidbare stationäre Behandlungen einsparen. Tendenziell wird ja nicht ohne Grund aufgenommen. Die schlechtere Ausbildung ist ja nicht der Grund weshalb diese ins KH müssten (Also ganz so Arg Patienten schädigend sehe ich uns dann doch nicht /s) Ich würde ja fast behaupten, dass Pat. welche eine stationäre Behandlung bedarfen, tatsächlich in den meisten Fällen auch eine medizinische Therapie/Überwachung brauchen.

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Obwohl es mich tatsächlich interessieren würde, was alleine all die Labor, Röntgen und Personalkosten ausmachen, von Patienten die eigentlich nix im KH verloren haben?

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Ich hätte das so verstanden, dass das vermeidbare stationäre Aufenthalte im KH sind, obwohl diese Patienten auch nicht-stationär/ambulant/extramural versorgt werden könn(t)en. Also stationäre Aufenthalte die nicht notwendig sind. Ohne dass jetzt auf die Gründe eingangen wird (warum diese unnötig stationär versorgt wurden). Ich würde das jetzt nicht so interpretieren, dass die stationären Aufnahmen aufgrund einer schlechten Versorgung des Rettungsdienstes notwendig sind (wobei weder das eine noch das andere erläutert wurde).

Wie jetzt allerdings eine dreijährige Ausbildung für RD-Fachpersonal alleine helfen soll diese Aufnahmen zu verhindern ist mir nicht klar. Zumal ja diese Patienten üblicherweise erst ambulant versorgt und dann stationär aufgenommen werden. Da würde es für die Vermeidung von stationärer Klinikaufenthalte noch andere weitere Hebel geben, auch jetzt schon und vor allem nicht nur den Rettungsdienst. Und entsprechende Versorgungsstrukturen die andere Versorgungskonzepte erlauben muss es dann auch erst geben.

Da bekomm ich wieder Puls wenn ich an die Patienten denke die anstelle einer Diagnostik + Behandlung lieber nach 1h zum HTP angemeldet werden, und dann 1h nach HTP wieder die Rettung rufen weil das medizinische Problem nicht erkannt / behandelt wurde.

Damit man auf der Statistik die Stationären Aufenthalte runterbekommt wird mal wild heimgeschickt.
Kosten sind aber mehr weil die Rettung jetzt 2x fahrt.

Der Lenkungseffekt scheitert im Endeffekt nicht an der Ausbildung (auch wenn mehr Ausbildung nett wäre), sondern an der Rechtssicherheit und dem aktuellen Zustand der niedergelassenen Ärzte. Wenn kein Niedergelassener da ist, dann kann man den Patient auch nicht dort hin bringen, oder dort hin verweisen. Es bleibt dann nichts mehr anderes übrig, als zu transportieren, auch wenn man Dipl. NFS ist.

Im Endeffekt ist und bleibt der RD ein Lückenbüßer für das Gesundheitssystem, egal wie gut die Ausbildung ist. Man ist schlichtweg kein fahrender Hausarzt.

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Seit Jahren bemüht man sich für eine Ausbildungsoffensive, Berufsschutz und Qualitätssteigerung. Endlich befassen sich große Organisationen mit der Thematik und nennen verschiedenste Verbesserungen durch eine international vergleichbare Ausbildung und jetzt schreien wir Sanitäter auf und sind wieder nicht zufrieden? Nur weil sich seit kurzem etwas geändert hat und der ehrenamtliche Hobbyretter doch eigenständig Zugänge legen darf und Ketamin verabreichen kann, wehren wir uns gegen eine Verbesserung? Koste was es wolle, Rettungsdienst mit erweiterten Maßnahmen muss eine fundierte Ausbildung im Rücken und im Hauptberuf ausgeführt werden, alles andere is Augenauswischerei!

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Ja es brauch Berufsschutz, ja es braucht mehr Ausbildung und Qualitätssteigerung aber bitte mit handfesten Argumenten begründet und nicht durch das gezeigte Zahlenkonstrukt und falschen Aussagen (Sani darf nicht belassen).

Dann sollte mir aber auch klar sein was ich in Zukunft will. Soll es rein hochqualitative Rettungsdienst (Notfallrettung) sein oder doch eine Mischform aus “mobilem 1450” und Notfallrettung? Falls letzteres, dann wird das schwer in einem dreijährigen Berufsbild zu vereinen sein (DE zeigt wie es nicht funktioniert). Eigentlich haben wir in AT mit der ACN schon eine potentielle Antwort, nur leider in viel zu geringer Anzahl als dass es aktuell systemrelevant wäre.

Denkbar wäre, wie auch in anderen Berufen, ein gemeinsame Grundausbildung und dann eine Aufteilung (“Spezialisierung”) in einen Zweig Notfallmedizin und ein Zweig (A)CN. Damit müsste man nicht die Pflegeausbildung machen und hätte eine mögliche Durchgängigkeit zwischen den beiden Ausprägungen. Das ist auch eine Frage der persönlichen Interessen und präferierten Arbeitsweise. Der eine mag lieber die Notfallrettung, der andere lieber die pflegerischen Aspekte und Auswahl des Best point of Care. Diese Präferenzen können sich mit der Zeit auch änderen. Aber dann entscheide ich mich bewusst für oder gegen den jeweiligen Aufgabenbereich und werde nicht als Lückenbüßer des Systems genutzt.

Aber jetzt hingehen und sagen, ach das macht der Rettungsdienst halt auch nicht mit, 3Jahre und das passt schon, glaube ich halt nicht.

Und das wird zumindest initial mal viel Geld kosten bevor es überhaupt entlastet. Für eine Entlastung der Krankenhäuser brauchen wir dann auch noch die alternativen Anlaufstellen. Wenn dann erst wieder nur das Spital übrig bleibt….

Der Ruf nach längerer Ausbildung erscheint mir ganz oft zum Selbstzweck zu verkommen. Ich will auch 3Jahre weil die anderen haben es auch (in anderen Sytemen und Strukturen). Wenn man dann nach dem konkreten Ziel und dem Warum fragt wirds dann oft in der Argumentationskette schon dünn. Im Video wird halt gesagt, das aktuelle Gesetz gibt die Belassung oder den Verweis in andere Gesundheitseinrichtungen nicht her, was faktisch falsch ist. Durch mehr Ausbildung dürften die Sanitäter dann diese Lenkung der Patienten und das würde uns viel Geld sparen, so viel Geld das wir die bessere Ausbildung wieder herinnen haben.

Gerne mehr Ausbildung, Qualität, usw aber dann bitte auch eine realistische Zielsetzung.

Mir kommt fast so vor, und das ist jetzt mein persönlicher Eindruck, man würde fieberhaft nach weiteren Tätigkeitsfeldern für den Rettungsdienst suchen um möglichst viel Ausbildungszeit zu argumentieren. Als würde die Notfallrettung (unsere Kernkompetenz) als Herausforderung nicht reichen.

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