SanG Reform

Ich glaube auch das sich in den anderen BL ein FISU niemals wirklich durchsetzen wird, da einfach das Einsatzgebiet zu groß ist um gesondert anzufahren. Viel Sinnvoller wäre, wenn es Leute im QM geben, die regelmäßig als Drittes mitfahren und Feedback geben.

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Das ist schon klar.

Auf was ich hinaus will ist, dass die taxative Listung des QM als Qualifikation im SanG hier dennoch einen Schritt nach vorne darstellen würde und definitiv keinen Rückschritt, wenn auch es stellenweise nur ein kleiner Schritt sein mag.

Von diese Aspekt her begrüße ich den Vorschlag, vor allem wenn man bedenkt, dass es ein „minimalvorschlag“ durch das RK ist.

Wenn es so käme, wäre es ein Fortschritt zum Status Quo. Das finde ich gut. Ich weiß wirklich nicht warum manche Leute gerne auf Fortschritt verzichten, nur weil er ihnen nicht groß genug ist. Auch ein Baby-Schritt ist ein Schritt

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was ich immer wieder spannend finde, dass (wie auch bei RS-Mappe wo es nur ganz hinten kurz erwähnt wird).. es bei den Publikationen einfach keine Autoren gibt - möchte wohl niemand namentlich dazu stehen :joy:

Keine einzige vergleichbare „Publikation“ des RK hat Autoren gelistet.
Siehe Vorschriften – Rotes Kreuz
Das ist ja keine Wissenschaftliche Arbeit, wo es um den Autor geht.
Im Gegenteil - Das Statement der Organisation soll stehen unabhängig von einzelnen Autoren.

Das ist bei solchen Dokumenten absolut üblich keine Autoren zu haben. Siehe zB den nationalen Hitzeschutzplan der Republik Österreich, den Nationalen Aktionsplan Behinderung oder unzählige andere Dokumente des Staates.

Ich sehe das - ebenso wie manche Vorposter - eigentlich sehr positiv. Ich habe weiter oben schonmal geschrieben warum, ich glaube in der Kurzfassung, dass es die Realität im RD bei uns gut abbildet. Für das normale KTW-fahren ist der RS manchmal schon ein Overkill, gleichzeitig werden die Zivis immer weniger. Wenn man also sagt, dass man den KT-Bereich nicht kommerzialisieren will (was die Tarife auch nicht hergeben), dann wird man da zu “billigeren” Lösungen kommen müssen. Damit gehört der “Patiententransport” aber auch vom Rettungsdienst entflochten.

Für den eigentlichen RD ist so eine Trennung ein Vorteil, man hat die Chance das RTWs wirklich RTWs sind (logisch keine “Helfer” am SEW die zu Notfällen fahren, RTW-KTW Trennung). Für viele Teile Österreichs ist das sicherlich ein Fortschritt. Auch ist NKA+NKV im NFS ein Fortschritt.

Gegen die NKI bin ich grundsätzlich, das ist einfach sinnlos und nicht evidenzbasiert. Ich lasse mir aber in bestimmten Systemen bei entsprechender Frequenz einreden, dass manche Sanis intubieren dürfen (a la FISU in Wien). Wobei man da wiederum sagen muss, dass die ETI in der Reanimation eine wenig sinnvolle Maßnahme ist (abseits von Special Circumstances), die präklinische Notfallnarkose wiederum ist ein ganz anderes Kaliber. Ich sehe in einem Notarztsystem unter beachtung der aktuellen Evidenz einfach kein regelmäßig vorkommendes Patientenkollektiv, das von einer Intubation durch Sanitäter profitieren würden.

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Der ASBÖ in OÖ hatte zumindestens während COVID-19 einen FISU installiert. Ob die den jetzt weitergeführt haben, oder einstampften ist der medialen Berichterstattung nicht zu entnehmen

https://www.google.at/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.facebook.com/asbooe/posts/seit-28-m%25C3%25A4rz-2020-ist-unser-field-supervisor-fisu-t%25C3%25A4glich-24-stunden-im-dienst-i/1308696476001787/&ved=2ahUKEwiR6YTJifyQAxWBBNsEHQ3OIAQQFnoECGUQAQ&usg=AOvVaw2HDj2BHpEmi9DGA6FjdYm3

Allgemeines Kommentar: ich schätze die Kultur der Debatte hier sehr! Diese Diskurse müssen wir auch aus dem Sanforum auf die Dienststellen in die Basis bringen. Wie ich oben angemerkt habe, wird niemand die Reformarbeit für uns machen.

Der große Aufschrei in der Bevölkerung bleibt mitunter auch deshalb aus, weil der Großteil der Bevölkerung nichts von der Rettung erwartet abseits eines Transports (siehe Aufschrei nach den NEF Schließungen. Das hat gezeigt, was von uns Sanis gehalten und erwartet wird).

Das soll nicht falsch verstanden werden: Was ich damit erreichen möchte ist ein Prozess der Emanzipation, der in den letzten Jahren Gott sei Dank immer breiter stattfindet. Wenn wir nicht gegenseitig aufeinander und auf unser Berufsbild schauen, macht es keiner!

Daher ist das wirklich ein toller Feed, weil wir miteinander Ideen diskutieren und - da spreche ich jetzt zumindest von mir - auch gezwungen werden unsere Auffassungen zu hinterfragen und unsere Meinung zu bestimmten Aspekten auch geändert bekommen.

Das ist gut so! Danke dafür!

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Nach langem Ringem irgendwie eine dauerhafte Finanzierung dafür aufzustellen leider wieder eingestampft :weary_face:

Das ist echt schwer auszuhalten :man_facepalming:

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Hui. Da muss man seine Erwartungen schon ganz weit runter geschraubt haben um da nicht enttäuscht zu werden.

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Kann wer ein bisschen mit tickern?

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Ist schon vorbei. Aber es soll eine Aufzeichnung dann geben.

Aussage, die mich am meisten überrascht hat - und die ich in der Form vom RK noch nie gehört habe - war vom Chefarzt: Es ist schon wichtig, dass ein guter Notarzt kommt. Also dieser schon auch ein “mehr” an Wissen oder Skill an den Notfallort bringen sollte. Und das Eingeständnis, dass dem jetzt nicht immer so ist.

Ansonsten: Wie erwartet.

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Also der Foitik lebt ja in einem Paralleluniversum. Wenn zwei RTW auf einer Wache stehen und ein Notfallsanitäter die Zusatzkompetenz “Trauma Versorgung” hat, soll die Leitstelle den zum Trauma schicken. Das Beispiel mit dem türkischsprachigen Sanitäter, der zum türkischsprachigen Patienten disponiert wird, setzt dem Ganzen die Krone auf. Sowas absurdes habe ich noch nie gehört.

Und das heutzutage 16 jährige reifer sind als früher, ist ebenso Unsinn.

Meine Meinung zum Reformvorschlag:

Ich bin auch kein Fan einer 3 jährigen starren FH Ausbildung, weil man mittlerweile weiß, dass hinsichtlich vieler Aspekte, eine modulare Ausbildung ( zB. Dänemark) durchaus Vorteile hat. Das ist auch der einzige Vorteil der bestehenden Ausbildung.

Es ist auch selbstverständlich, dass die Ehrenamtlichkeit weiterhin ihren Platz haben muss. Soll von mir auch ein Rettungshelfer etabliert werden, aber die vollumfängliche Finale Ausbildungsstufe eines Notfallsanitäters XY, muss ein Äquivalent zu einer Hochschulausbildung darstellen und in ETCS abgebildet sein. Alleine schon der Durchlässigkeit zu anderen Berufen und der Wertigkeit wegen.

Zusatzkompetenzen ja, aber ein minimal Fortschritt und Fleckerlteppich ist abzulehnen. Ich bevorzuge den BVRD Entwurf.

Passieren wird sowieso nix in den nächsten Jahren. Mittlerweile hoffe ich, dass im worst case zumindest die Variante, Paragraph 13 gezogen wird. Das ginge wenigstens verhältnismäßig schnell und unbürokratisch und hat den selben Mehrwert wie der ÖRK Vorschlag.

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Nichts großartig Neues was nicht schon im Positionspapier steht.

Meine Hauptkritikpunkte:
Es wurde nicht auf eine Mindestnorm der Module ab NFS eingegangen. Thema Fleckerlteppich wurde ignoriert und kam sogar mehrmals als Frage. Anscheinend sollen aber Fragen im Nachhinein noch beantwortet werden auf die nicht eingegangen wurde. Ich bleibe gespannt.

So wie ich das auch verstanden habe sind Rettungshelfer, laut Vorstellungen ÖRK, anscheinend überall einsetzbar. Es sei im Ermessen der Bundesländer, da diese die Rettungsgesetze festlegen und somit bestimmen was die Mindeststandards sind. Finde ich sehr schwach, denn Rettungshelfer haben nichts am RTW verloren.

Außerdem wurde von einem Ausbildungsstart ab 16 geredet, da jetzt mehr Zeit für die Ausbildung benötigt werden wird. Meinung ÖRK: Rettungssanitäter werden ja nicht direkt in der Notfallrettung eingesetzt, weil NFS dafür zuständig sein sollen, bzw. zuständig sein müssen. Leider haben sie vergessen, dass es noch in ein paar Bundesländern Standard ist, dass 2x RS zu hochgradigen Notfällen fahren. Zeugt jetzt nicht von Kenntnis über den aktuellen Status Quo in Österreich.

Änderung der Zusatzkompetenzen via §13 SanG wurde verneint, weil man dafür einen NKV haben muss und somit RS und normale NFS an keine Zusatzkompetenzen kommen würden. Das Problem würde sich aber auch mit mehr Ausbildung erledigen, ergo verstehe ich die Argumentationslinie nicht.

Was ich jedoch als positiv empfunden habe ist, dass man sehr pragmatisch an die Sache ging. Jeder soll an die Ausbildung kommen und es soll als Land Rettung möglich sein in die Stadt zu gehen um die Praxis gewisser neuer Kompetenzen aufrecht zu erhalten. Es scheint schon so, als wäre man wirklich daran interessiert den Standard zu heben. Warum man dies aber nicht schon ohne Gesetzesänderung nicht tut bleibt mir aber schleierhaft.

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Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch, ich bin für jede Verbesserung, auch wenn sie klein sein mag. Ich habe aber keine Illusionen, dass irgendwelche Randnotizen in Positionspapieren zu freiwilligen Verbesserungen schlussendlich in einer verpflichtenden, gesetzlich geforderten Umsetzung finden. Vor dem ersten Entwurf wird sowieso ausgemistet, diese Dinge fliegen als erstes. Und eine im Berufsgesetz verankerte freiwillige Rolle führt in meinen Augen sicher nicht zu der Schaffung von neuen Beschäftigungsfeldern in den Organisationen.

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Oben ist ja der Link, geh auf drucken → print to pdf

Ich würd das Ganze nicht überbewerten, denn es ist ein Konsenspapier. Und dass alle LV sich darauf geeinigt haben, dass man Sanitätern Sachen wie Ultraschall, invasives Traumamanagement, … zutrauen kann - das sagt schon Einiges aus. Das Beeindruckende ist für mich, dass da jeder gesagt hat “wenns wollts, dann bildets Sanis so aus” - unabhängig davon, ob das überall freigegeben werden würde (Vermutung: eher nicht).

Fein ist außerdem, dass man einen Weg zum Berufsschutz jenseits der dogmatischen Heiligen Drei Jahre aufgezeigt hat.

Den Ausbildungsbeginn mit 16 halte ich für einen schweren Fehler, ich bin schon bei 17jährigen mehr als skeptisch. Und den Rettungshelfer … naja, wie beim ASB-Vorschlag, ich brauch ihn nicht.

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Das ÖRK traut sich mit ihrem lächerlichen Vorschlag an die Öffentlichkeit. Damit sind die Grenzen einer SanG-Reform abgesteckt…! Alles wird der sozialen Selbstbefriedigung und dem Zivildienst geopfert.

https://www.noen.at/in-ausland/rotes-kreuz-fordert-erneut-novelle-des-sanitaetsgesetzes-500155314

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Also eine Degradierung ist das schon - wilde Ansicht wieder einen Rettungshelfer zu etablieren. Was ich hingegen sehr begrüße ist die Zusatzausbildung für NFS zB zum First Responder, weil dort einen unerfahrene:n Kolleg:in zu einem kritischen Notfallpatienten zu schicken wo er:sie dann eh nix machen können außer O2 und Händchen halten und vl überfordert zu sein, ist schon manchmal grenzwertig.

Das Modulare System hat halt den Vorteil tatsächlich “Spezialisten” aus den Leuten zu machen und geographisch adäquat zu qualifizieren. Die MA70 wird eher weniger “Pistenretter” brauchen als das RK-Tirol zB.

Das mit dem modularen System hat 23 Jahre nicht funktioniert…!

Und gewisse Tätigkeiten benötigen sicher eine Einschulung, muss aber nicht im SanG geregelt werden (zB. Pistenretter).

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