Traurigerweise sieht das in anderen Bundesländern nicht viel anders aus. NKI als Lenker und am Beifahrersitz ein ZDL..
Ich denke es läuft eher anders herum: Wenn es einen nicht dringenden Einsatz gibt wird versucht werden, den an die Hiorgs abzugeben. Die wollen ja auch, dass ihre RTW viel fahren. Also wird der Disponent sich umschauen, wen er den 32B drauflegen kann.
Wenns wirklich ULTRA dringend ist, wird umdisponiert, Einsätze entzogen, und andere draufgelegt usw. Find das auch ziemlich cool (zeigt ja wie sich die LS auch bemüht).
Und: Ich könnte mir schon vorstellen, dass der Disponent Probleme bekommt wenn er ein Fahrzeug das weiter weg ist disponiert wenn es um dringende Dinge geht. Und die Leistelle macht ja auch QM Arbeit, da werden solche Dinge schon auftauchen.
Aber das hier ist wohl nicht der richtige Thread dafür
Furchtbar viel Halbwissen für OÖ wiedermal.
Grundsätzlich richtig, es besteht keine Anbindung von ASB und Grünem Kreuz zu den Leitstellen des RK, was aber auch nicht nur am RK liegt. Eine Anbindung des ASB um Aufträge digital wechselseitig verschicken zu können, war schon mal angedacht, wurde aber aus mehreren Gründen, welche nicht nur am RK lagen, wieder verworfen.
Das Grüne Kreuz in OÖ, also folglich das aus Luftenberg, ist wiederum gar nicht daran interessiert in die Notfallrettung mit eingebunden zu werden.
Die Behauptung, dass der ASB nur dann entsendet wird, wenn keine eigenen Fahrzeuge verfügbar sind, ist wiederum falsch. Für Linz entscheidet das der Dispo, welcher bei Einsätzen rund um ASB-Dienststellen jedenfalls dort anfragt, ob ein Fahrzeug verfügbar ist und den Einsatz auch weitergibt. Für Feldkirchen an der Donau existiert eine klare Zonenzuordnung, wo ein Einsatz zwingend weiterzugeben ist.
Es gibt zig Stationen in Linzer Spitälern die ausschließlich den ASB beauftragen, oder das Grüne Kreuz. Große Linzer Altenheime beauftragen nur den ASB. So gesehen, existiert hier nur das Monopol an der Telefonnummer, sicher aber nicht an den Fahrten.
Das RK disponiert z.B. das ITF des ASB in Linz und zwar alternierend für Sekundärtransporte.
Bezüglich der, wohl angesprochenen, Dienststelle in Walding, also in der Nähe von Feldkirchen. Die fährt in der Zone vom ASB Feldkirchen genau dann einen Einsatz wenn der ASB kein Fahrzeug hat, oder sonst Unterstützung braucht.
Die 144 wurde in Feldkirchen an der Donau übrigens vor einigen Jahren noch vom dortigen ASB bedient, ging dann auf das RK über und in dem Zuge wurde auch die zwingende Zonenzuordnung festgelegt.
Ach @Joker es ist schon problematisch, wenn man in seiner RKOÖ Funktionärs Bubble sitzt und so genau nicht weiss, was abgeht.
Der ASB Alkoven wird trotz Vorhaltung eines echten RTW so gut wie nie disponiert.
Hier kommt es sogar vor, dass der SEW vom Pflegeheim Willhering in die direkte Nachbarschaft der ASB Gruppe primär fährt und der ASB RTW zu Hause steht.
Hier disponiert die LS Wels und manchmal auch Linz.
Ja, beim KT ist das korrekt. Frag Dich mal, warum das so ist?
„Zwingende Zonenzuordnung“ - Ist jetzt nicht Dein Ernst? Dein Verein stellt ganz ungeniert SEWs in die direkte Nachbarschaft von ASB Dienststellen. Und nicht weil dort so viel zu tun ist. Das hat schon eher strategische Gründe… Aber was solls.
Das ist schon geschmacklich sehr „strange“. Ein NKI Lenkt und ein RS betreut den Patienten. - Krasse Geschichte.
Ist auch in NÖ noch ziemlich weit verbreitet. ZDL dürfen keine RTW lenken und 2 HB am RTW sind eher die Ausnahme als die Regel.
Ktn das selbe. Letztes Jahr als ich Zivi war hatte ich auch nach ein paar Monaten einen Abgleich mit einem NFS.
Erstens bin ich kein Funktionär des OÖ RK, sondern ehemaliger Mitarbeiter der RLZ. So gesehen erklär mit bitte nicht, wie man dort disponiert und wie die Zonenzuteilungen aussehen. Zudem disponiert Linz den SEW aus Wilhering nicht, also deine nächste falsche Aussage. Ähnlich wie dein gebashe rund um die Personalbesetzung des RTW 1929 in Linz.
Du hast offensichtlich ein Problem mit dem RK OÖ, welches du hier aufarbeiten möchtest. Das tut mir natürlich leid für dich, aber bitte verschone die Öffentlichkeit mit wissentlichen Falschaussagen.
Nicht so sonderlich spaßiger Funfact: Der NFS kann in NÖ am RTW-C auf einer beliebigen position sitzen und muss ebenfalls nicht zwingend beim Patienten sein.
Nicht mehr lange. Lt. Gesundheitspakt ändert sich das.
… ab 2040… ![]()
Auch wenn selten was schneller geht als angekündigt, glaub ich doch, dass sich das schon früher ändern wird. Wahrscheinlich nicht morgen oder übermorgen, aber der NFS-NKV/NKI beim Pat. am RTW-C wird, vermute ich zumindest, in der nächsten Änderung der RD-MAV kommen. Die Frage ist nur mit welchen Übergangsfristen…
Wir hatten das schon im anderen Thread glaube ich, aber für mich war das nicht Inhalt des Gesundgeitspaktes. Das war eine politische Formulierung unter der der Anwender das versteht was du sagst, aber nicht definitiv gesagt wurde
In der Frequenz in der in Ö MAV kommen, auch in NÖ, würde ich da nicht zu viel Hoffnung hinein setzen
Was man aber sagen kann, dass der Paradigmenwechsel bereits stattgefunden hat, dass der erstrebte Platz im RTW nicht mehr der Fahrer ist, sondern der Transportführer.
Also sofern dienstplantechnisch möglich, ist der NFS am Beifahrersitz und der RS am Fahrersitz - was vor einigen Jahren ja noch anders war. Da war der NFS am Fahrersitz und der zum lenken berechtigte RS am Beifahrersitz - weil es einfach angenehmer war Fahrer zu sein.
Ich bin froh, dass das Burgenland das 2024 so in die Verordnung einzementiert hat. Und es gibt auch keine Toleranzen wie in Nö, wo der RTWC zu so und soviel % mit einem NFS besetzt sein muss. Eine neue Verordnung wird es wahrscheinlich erst bei einem neuen Sangesetz geben.
Die Umstellung hat auch dem Teamwork gut getan, weil jetzt erstmals regelhaft die Hauptberuflichen miteinander fahren, statt quasi Einzelkämpfer zu sein.
Genau das.
Das Gerücht kommt nur daher, dass halt 90% der Einsätze nicht so sensationell sind wie manche das erwarten oder gerne hätten. Das ist aber unabhängig welches Logo am Auto pickt. Habe schon öfter von Kolleg*innen gehört die zur MA70 gegangen sind und dann enttäuscht festgestellt haben, dass sie die gleichen Rucker fahren wie als ABZ/ABD/RKx/JOH/… (not)SupprisedPikachu
Das gibt es auch in NÖ nicht. Ein RTW-C ist nur ein RTW-C wenn ein NFS an Bord ist.
Wenn kein NFS am gleichen Auto ist, ist es ein RTW.
Anmerkung: Letztlich sowieso egal weil N144 nicht (mehr) nach Kategorie disponiert sondern nach Kompetenz Also der RTW mit NKV an Bord sticht bei manchen Codes den RTW-C mit NFS.
Das mit den % kommt von der Finanzierung.
Ein RTW-C gilt gemäß RD-Neu als eingeführt, wenn er (ich glaube) 65% der Zeit als RTW-C angemeldet ist. Dann bekommt ihn die Organisation bezahlt - aber auch nur zu 65% und nicht zu 100%.
Der RTW-C der nur 55% ein RTW-C ist wird das ganze Jahr über als RTW bezahlt und gilt nicht als eingeführt.
Also zwei unterschiedliche Dinge. Ein RTW-C ist es jedenfalls ausschließlich mit NFS an Bord - jedoch leider egal auf welcher Position
Das bringt uns auch schon wieder zum Thema zurück: was machen wir mit diesen 90% der Einsätze, also die Kategorie NACA I-III? Ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass da eine dreijährige Ausbildung viel daran ändert - das geht nur über einen besseren Filter.
Denn auch den Pat. mit 08/15-Thoraxschmerz werde ich trotz unauffälligem EKG trotzdem zu 90% in eine Ambulanz verbringen, genauso den starken Unterbauchschmerz, den bewusstlosen Alkoholisierten, den hypertensiv Entgleisten … - mit einem Jahr oder mit drei Jahren Ausbildung.
Wir müssen uns auch die Frage stellen: wo können wir da tatsächlich ansetzen? Was mit den zahlreichen „Husten, krank, schlecht Luft“-Patienten tun? Wo gibt es tatsächlich Potential, die Transporte zu verringern, und was muss getan werden, um diese Patienten mit vertretbarer Sicherheit belassen zu können? Welche Ausbildung brauchen wir dazu? Welche Gerätschaften, welche Strukturen im Hintergrund?
Allein das könnte den RD erheblich verbessern - weil ich bei der Masse ansetze und weniger bei ganz wenigen ganz spektakulären Einzelnfällen (looking at you, VieRT).
Und zum Thema Berufsschutz: der hängt nicht nur an den heiligen drei Jahren Ausbildungsdauer (Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension – Arbeiter und Angestellte). Wenn das der Hauptgrund für die Ausbildungsdauer ist, setzen wir aufs falsche Pferd.
Ich denke, dass wir mit vergleichsweise geringen Änderungen am SanG und an der San-AV in kurzer Zeit mit argumentierbaren Kostensteigerungen viel erreichen können:
- KH-Praktika verlängern
- Veränderte Rolle des NFS (nicht mehr „nur“ Assistent des NA, sondern Transportführer am RTW) klar regeln
- Curricula für NFS und RS, die noch aus 2001 stammen, an die veränderten Rollen anpassen
- NFS-Theorieausbildung verlängern und in der Themenwahl modernisieren, besonders, was Untersuchungsmethoden (z.B. Auskultation, EKG) und Teamlead (zB CRM) angeht
- IO-Zugang als zusätzliche NK (geht am Verordnungswege)
- NKA und NKV zusammenfassen und erweitern (mit deutlich mehr Praxistrainings)
- Edith sagt: und ganz wesentlich Telemedizin verankern mit gewissen Delegationsmöglichkeiten (z.B. anhand einer neuen „AML 3: Delegationsmöglichkeiten im Einzelfall“)
Wenn wir tatsächlich auf den nächsten Budgetüberschuss warten wollen, um unsere heilige dreijährige Ausbildung endlich auf Schiene zu bringen, dann werden wir lange warten und einiges verpassen.
Tja zu dem Thema „nicht kritische und primär nicht hospitalisierungspflichtige Einsätze“ gibt es meiner Meinung nach mehrere Baustellen:
a) Die San Ausbildung geht auf diese Einsatzkategorie quasi gar nicht ein. Pflegerische, soziale und psychische Notstände sind kein oder bestenfalls ein Randthema der Ausbildung. Damit fehlt es für diese Einsätze an Kompetenz und auch wird eine falsche Erwartungshaltung an die Tätigkeit geschaffen.
b) Die aktuelle Hausarztbindung ist nicht mehr zeitgemäß und gehört abgeschafft.
c) Abgesehen von NÖ mit den ACN (Als Pflegerinnen, nicht als NFS-NKx-Mangel Kompensatorinnen), mangelt es an Akutpflegediensten, bzw. an deren Einbindung in die Akutversorgung. (Und das an sich gute Projekt der JUH ist seit ein paar Jahren leider weitgehend zur Bedeutungslosigkeit verkommen, da Klienten von Wiens größtem Pflegedienstleister/Vermittler nur mehr in dessen Auftrag betreut werden dürfen.)
d) Ein Telenotarzt rund um die Uhr, als auch ein Tele-Arzt für Belassungen wären rund um die Uhr sinnvoll und sollten von allen Rettungsmitteln genutzt werden können.
e) Mehr Primärversorgungszentren/Gruppenpraxen statt nicht mehr zeitgemäßen Einzelordis mit Öffnungszeiten der Firma Rast&Ruh (vormittags geschlossen, nachmittags zu).
Man muss ja trotzdem auch in die Länder mit 3-Jähriger Ausbildung schauen, wo diese Leute dann sind mit dieser Ausbildung. Selbst in Deutschland werden RTW-C abgestuft auf RTW-B mit 2 RS (ja, Deutsche) weil zu wenig Personal vorhanden ist. Da ist dann schon ein RTW in Österreich mit einem NFS-NKV wieder handlungsfähiger.
Ich finde deine Ansätze super - alles was mit der Bestandsstruktur umgesetzt werden kann hat sicher die höchsten Erfolgsschancen, vor allem wo der Weg in vielen Teilen Österreichs noch weit ist, überhaupt am Ist-Stand aufzuholen. Ich verstehe ja eh, dass die Regionen die schon sehr weit vorne sind nach mehr Möglichkeiten streben, das SanG gilt halt trotzdem für ganz Österreich und nicht nur für Wien etc.
Guter Kommentar von @gemischter_satz
Mich begeistert diese BVRD Arbeit leider gar nicht…Schön, dass sich jemand die Mühe macht Informationen in einem Werk zusammenzuführen aber
• Wenig Infos die dem halbwegs aufmerksamen SanForum Leser nicht schon bekannt sind und damit fehlender Tiefgang.
• Darstellungen zu mehreren Bundesländern oder auch Nachbarländern wurden hier im Forum sehr schnell relativiert und/oder abweichend dargestellt.
• In der von @Stahlstadtsani und @MICA zitierten Grafik wird die Kompetenz von bestehenden NFS niedriger als der gelebten operativen Praxis in zumindest mehreren Bundesländern dargestellt. Warum?
• Die Interpretation bzw. Beschreibung der Statistiken folgt keiner geregelten Systematik und ist dadurch an mehreren Stellen fragwürdig (z.B. „Niederösterreich liegt hinsichtlich der NFS-Quote mit 21 % im österreichweiten Mittelfeld“ bei gesamt 2250; „Wien liegt hinsichtlich der NFS-Quote mit 27 % im Spitzenfeld“, bei gesamt 1298. Dafür sei in NÖ die Trennung von RD und Krankentransport „weitestgehend“ umgesetzt und in Wien nur (?) „annähernd“.
• Es werden keine Informationen zur Autorenschaft angegeben
Überspitzt formuliert, soll das zeigen, dass wir dringend BSc’s brauchen oder ist das der wissenschaftliche Standard den man sich für BSc’s vorstellt?
Um inhaltlich noch etwas beizutragen, möchte ich auf die Pre-Hospital Care Podcast Folge mit Johannes Strobel, der ja in letzter Zeit auch mehrmals von der Berufsrettung als Experte geladen worden ist, hinweisen. Er beschreibt, dass deutsche System als weiterhin „Physician-based“ also notarztabhängig (was ja auch in den Zahlen zur Notarztmitteldichte in der BVRD Arbeit hervorgeht) und die bestehende drei-jährige Ausbildung in DE als unzureichend. Vom UK-System abschauen solle sich Deutschland eine fundiertere akademische Ausbildung die zu Rollen wie den Advanced Paramedics, Extended Care Paramedics etc. führen kann mit echter klinischer Erfahrung.
Das würde ich auch für AT so sehen. Um das Tätigkeitsfeld und Berufsbild eigenständig weiterzuentwickeln, wäre ein Anteil an Sanitäter/innen mit fundierter akademischer Ausbildung (MSc, PhD) effektiver als ein, in die Breite getretener BSc, bei dem viel Anrechnung und Einstieg ohne Matura entscheidende Kriterien sind.