ich kenne:
RK NÖ 5 +10 mg als Stesolid
ASB NÖ + MA 70 + 4fW: 10mg Midazolam über MAD nasal, 5 mg für < 8 Jahre als Stesolid
Wie schauts bei den Kollegen aus der bergigen Region aus?
ich kenne:
RK NÖ 5 +10 mg als Stesolid
ASB NÖ + MA 70 + 4fW: 10mg Midazolam über MAD nasal, 5 mg für < 8 Jahre als Stesolid
Wie schauts bei den Kollegen aus der bergigen Region aus?
Mit der Atemdepression gabs in Wien ein paar Probleme. Hat wohl dazu geführt, dass die MA70 die Applikation via MAD verboten hat und imho durch die i.m. Applikation ersetzen will. Beim RK habe ich von einem Haftungsfall (Pat wurde nach 10mg Midazolam reanimationspflichtig und ist in der Folge verstorben) gehört.
@Rheobase Es gibt auch einige Notärzte, die der Meinung sind man kann das Esketamin ohne Benzo geben. Wichtig scheint nur eine positive Umgebung zu sein (beziehungsweise dem Patienten ein positives Gefühl geben). Ich kanns natürlich nicht beurteilen, aber es gibt viele die Deine Meinung vertreten aber auch ganz andere Meinung. Ich glaube man kann das ganze nur nach persönlicher Erfahrung wirklich beurteilen, bzw wenn man mal dabei war als es „schief“ gegangen ist.
Insgesamt bin ich aber auch der Meinung, dass gerade die Komplikation einer Atemwegsverlegung/Atemdepression durch NFS leicht beherrschbar wäre (Manuelles Freihalten beziehungsweise assistierte Beatmung). Andererseits ist es halt eine Patient lebt/Patient stirbt Sache wenn es einmal einer nicht beherrscht. Das ist schon ein Risiko wenn ich mir manche Kollegen so anschaue. Man muss immer in der breiten Masse denken…
Ma70 verabreicht 2,5-5mg Midazolam i.v. beim Krampfanfall nicht i.m
Schon Erfahrung damit?
Ich hab in meiner Karriere keinen Status ep gesehen der weniger als 10-15mg iv benötigt hat…
Sicher kann man. Man kann alles tun oder auch nichts tun. Die Meinungsvielfalt in der medizinischen Landschaft ist ja bekanntlich breit gefächert. Das ist ganz einfach so. Bei diesem konkreten Beispiel stört mich halt das das Benzo dem Patienten deswegen vorenthalten wird weil man es anscheinend nicht hinkriegt damit korrekt umzugehen. und wie du auch schon richtig schreibst wäre das Beherschen der Komplikationen sicher erlernbar - auch für entsprechende Sanitäter. Allerdings kann es sich wohl kaum um einen 10h Kurs mit anschließenden 4 Krankenhauspraktikatagen handeln wo man einem g´stressten Anästhesisten mal über die Schulter schauen darf und bei Glück einmal die Spritze abdrücken darf.
Es geht schon längst nicht mehr darum, ob Sanitäter solche Medikamente verwenden dürfen sondern IMHO darum wie man Ihnen die wirklich professionelle Anwendung beibringt, da liegt der Hund begraben. Das Problem ist momentan dass wir die Qualität eben nicht auf die Strasse bringen.
Das erinnert mich eher an Situationen im Kreissaal und nicht an die offene Unterschenkelfraktur, die irgendwo bei vielleicht Regen und Schneefall im Strassengraben liegt. ![]()
Sorry, da kann ich nicht mit.
Leider steht auch am Status Patienten nie drauf, wieviel man ihm Spritzen soll. ![]()
Deswegen von-bis…
Die Umwandlung des RKL-1 war meines Wissens nicht aus Mangel an NÄ notwendig, vielmehr aufgrund der verschiedenen Bestimmungen, nach denen die NÄ nicht mehr als Freiberufler auf Basis Honorarnote „beschäftigt“ werden durften, sondern fest angestellt (mit allen DG/DN-Beiträgen, usw.) werden mussten.
Das war für die HiOrgs dann finanziell nicht mehr darstellbar…
ist beides richtig.
aufgrund dieser anstellungsregelung war es auch für die Ärzte nicht mehr attraktiv, darum hat sich keiner mehr gefunden, um die NAWs zu besetzen.
diese Regelung gilt ja nun nicht mehr, so dass es wieder etwas leichter wird, „freelancer“-Notärzte zu finden.
das ändert aber, wie in dem personalvertretungsmail vollkommen korrekt steht, nichts daran, dass man damit die immense lücke im ärztlichen personal der ma70 nicht füllen wird können.
dieses mantraartige „wir haben keinen na-mangel“ herunterbeten ist das gleiche wie das „es gibt keine leistungseinschränkungen im KAV“. jeder der in den betroffenen bereichen arbeitet, weiß, dass das nicht stimmt.
ich würde mir hier wirklich mehr Ehrlichkeit von seiten der Stadt wünschen. mit der jetzigen Strategie macht man sich nur die Belegschaft zum feind, die die offensichtlichen Unwahrheiten ja erkennt, und irgendwann wird’s auch die Bevölkerung nicht mehr glauben
Kleine Korrektur: JOK 1 gibts real nicht, nur JOK-Nacht und das ist ein KTW! (JOK 1 ist ein virtuelles Fahrzeug [KTW], auf das die Transporte gelegt werden, wenn sie die Organisationem bekommen - genauso wie RKK1, ABK1, ABD1). Gemeint ist hier wshl der JOH1 - NAW, der wurde bis kurz vor dem 4fW NEF noch unregelmäßig unter tags gestellt, nämlich immer dann, wenn es einen NA gab. (Meistens 1-2 Wochen im Monat, dann aber gleich mehrere Tage der Woche.) Seit dem 4fW NEF gibt es diesen nichtmehr, da es offenbar schwer genug ist überhaupt NAs für ein Auto zu finden.
Der NAW war aber nicht wie man vielleicht vermutet viel unterwegs, sondern stand die meiste Zeit nur herum. Standort od. Dispo Fehler, man weiß es nicht - Primäreinsätze waren sowieso eher selten…
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Jo stimmt. Der Johann 1 war meistens eher faad.
Dispofehler? Ich weiß nicht, es war einfach so, dass man zu Nachforderungen (also anderer Fahrzeuge) nur im absoluten Notfall, also im Prinzip nie, gefahren ist. Da wurden (ist ja auch sinnvoll) primär die NEFs disponiert.
Primäreinsätze gabs im Einsatzgebiet nicht so viele, dafür halt die vielen Transfers.
Ich würd sagen im Schnitt 5-7 Einsätze in 12h (also ziemlich die Hälfte im Vergleich zum RTW).
Find in Summe aber schon, dass gerade in Wien ein NEF viel sinnvoller ist als die NAWs. Man muss sich nur ein gscheites System überlegen wie man die Fahrzeuge an die 4fW auslagern kann (Angeblich gibts da gewisse Ängste das man ausschreiben müsste und dann Falck zum Zug kommen könnte).
Also rein aus subjektiver Sicht muss ich sagen, ich bin mir nicht ganz sicher ob da nicht ein Problem aufgebauscht wird. Wenn ich so drüber nachdenke, wie sich das in letzten 5 Jahren geändert hat, dann muss ich sagen, ich hab jetzt gefühlt genausooft am Schirm „Notarzt nicht verfügbar“ wie vor 5 Jahren, ich hab immer noch einen bekommen, wenn ich einen gebraucht hab, und ich hab auch nicht das Gefühl, dass ich länger warten musste.
Und ich vermute den Grund darin, dass es einfach weniger oft zu Nachforderungen kommt und RTW die Patienten öfter selbst fahren, dies wohl im Zusammenhang mit verbesserter Ausbildung.
Und vergleicht man das anhand der Ausfahrtszahlen, so haben sich die NA-Ausfahrten von 2009 auf 2014 um ein Viertel, oder 10.000 Ausfahrten reduziert.
Stellt sich halt die Frage, ob da nicht an einer Planung festgehalten wird, die eigentlich auch nicht mehr zeitgerecht ist?
also ich hör von den „einliefernden“ sanis permanent „wir wollten eh einen NA haben, aber haben keinen bekommen“
alles gschichtldrucker?
(Wir können eh nur spekulieren, aber auch Spekulationen auf hohem Niveau mit Begründungen, Educated Guesses quasi, können sinnvoll sein.)
Es gibt wohl viele Faktoren, die das beeinflussen. Deine Vermutung stimmt sicher, aber meiner Vermutung nach nur zu seinem sehr geringen Teil. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich sehr viele RTWs, bewusst oder unbewusst, am sozial erwünschten Verhalten orientieren. Wenn alle Sanis „wissen“, dass es viel zu wenige Notärzte gibt, dass Leute sterben müssen, weil kein NEF verfügbar ist (wurscht was die „echte“ Realität ist, es geht um die perzipierte Realität), dann hole ich mir für meinen Patienten gar keines, weil der wird schon durchkommen. Zusätzlich: wenn ich erwarte, dass das NEF sowieso lange braucht, dann frage ich gar nicht nach.
Der letzte Satz betrifft mich als Niederösterreicher genau so: bei uns heraußen heißt es längst, wenn dir in Wien im Auto was passiert, schau einfach, dass du in ein Spital kommst, weil bis ein NEF bei dir ist, dauert das ewig. Und mit einem Wiener NEF auf Rendez-Vous fahren geht sowieso nicht, weil man das nicht koordinieren kann. Bis der NA bei dir im KTW/RTW ist, dauerts mindestens 20 Minuten, und bis dahin bist du auf jeden Fall in einem Spital, das den Patienten zumindest erstversorgen kann.
Es ist also ein wenig ein sich selbst verstärkender Zirkelbezug gegeben, der durch einen gefühlten Notärztemangel die NA-Anforderungen/Nachforderungen sinken lässt, was wiederum den Druck von den Verantwortlichen nimmt und den NÄ-Mangel weiter verstärkt.
Also wenn ich bspw. bei einer Fernfahrt oder eben einen von Dir geschilderten Transport habe, dann rufe ich 144 und fordere einen NA an. Aber ich rufe sicher nicht die Heimatleitstelle im ersten Step an - mache ich dann, wenn ein NA alarmiert ist damit sie die Info haben.
Und bezüglich Tetra gibt es eine Österreichweite Sprechgruppe (RD-AUSTRIA), über welchen man immer einen Notrif absetzen kann. Weiß allerdings derzeit nicht, welche Leitstellen die immer monitorisieren. Notruf NNÖ, LLSt Stmk und Sbg weiß ich fix.
Wenn man weiß welches NEF kommt, könnte man von der Leitstelle auch die Funkgerätenummer erfragen und dann im Direktmodus kommunizieren.
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Zum erwünschten Verhalten:
Wenn ich genau weiß der NA macht eh nichts, dann ruf ich ihn gar nicht. Beispiel sind Load&Go Indikationen, aber zb auch andere Einsätze, bei denen ein NAW am Land wsl das volle Programm auffahren würde.
Lieblingsbeispiel: Stark eingetrübte Medintox mit sinkendem RR (von 80/nm auf 60/nm in 10min und immer reduzierterer Bewusstseinszustand). Der Notarzt möchte auf ne Interne fahren, und - (hatten aber schon die Intensiv gebucht - ätsch! (Und stornieren hat er sich ned getraut)) - seine Therapie besteht aus einer Elo-Mel im Auto und einer weiteren während der Fahrt.
Vorher natürlich große Aufregung, eine Interne hätte gereicht und was wir da eigenständig Intensivbetten bestellen…
Was macht dann die Intensiv? 1. Nor und 2. Intubieren…
Der Patient hats natürlich überlebt, aber „vorgelagerte Intensivmedizin“ sieht anders aus (und hätten wir ned gleichzeitig mit der NA Nachforderung ein Intensivbett bestellt wäre der Patient in einer Ambulanz gelandet, in einem Spital wo es vielleicht nicht einmal ein Beatmungsbett gegeben hätte.)
Es gab andererseits auch unlängst nen Notarzt, der eine Intox schutzintubiert hat.
Was lernt der Sani draus? Solange es möglich ist, dass die NA Nachforderung nur Zeitverlust aber keinen Benefit für den Patienten bringt wird er sehr zurückhaltend damit sein. Ich mach da auch viel an der Qualität der Ärzte fest.
Da wird oft genau das selbe Spiel gespielt: Warum irgendwas machen wenn man in 10min im Spital ist?
Versteh ich, aber dann war ich ned auf nen Notarzt wenn ich in der selben Zeit im Spital wäre…
P.S. In meinen Augen braucht es daher ned mehr Ärzte, sondern nur durchgehend ordentliche. Man sollte die Notarztmittel an Notaufnahmen angliedern, durchaus auch so, dass alles „gleich“ bleibt, aber Ärzte aus der Notaufnahme mal ein halbes Jahr aufs NEF müssen (das durchaus auf einer Station stehen kann). Wäre gut für die Qualität und auch für das Personal (Abwechslung, keine „Abstumpfung“).
Das ist wohl hauptsächlich ein Problem der Stadt Wien wo NÄ grundsätzlich nicht an ein Krankenhaussystem angegliedert sind (MA) ? In den meisten Systemen im Rest von Österreich sind NÄ im stetigen „Training“ bzw. in der täglich klinischen Routine miteingebunden, dadurch steigt nachweislich die Qualität und Motivation. Ich bin selbst kein Freund von solchen „Stand-Alone“ Systemen, die sich allerdings wie man am Beispiel Wien sieht ja von selbst dezimieren.
Wenn jeder Anästhesist im KAV ein Mal pro Monat NEF fahren würde, gäbe es weder ein Besetzungs- noch ein allzu grobes Qualitätsproblem (*). Behaupte ich jetzt jedenfalls frech als Außenstehender…
(*) Durchaus im Bewusstsein, dass Notfallmedizin mehr als Tubusweitwerfen ist.
Direktmodus ≠ Einzelruf
Problem ist immer, dass man dann per Gruppenruf nicht mehr errichbar ist, was ich als Leitstelle aber schon von meinen Fahrzeugen will. Hier gehören übergeordnete, bundeslandübergreifende Gruppen definiert (und nicht die BOS-Gruppen missbraucht, welche für die EL vorbehalten sein sollte).
Die RD-Austria ist auch eher als Notruf- und Anruf-Gruppe gedacht, die will ich mir auch nicht unbedingt mit langwierigen Rendezvous-Ausmachereien blockieren.
Auch Anästhesie ist weit mehr als Tubusweitwerfen… ![]()
ist sicher für wien im vergleich zu restösterreich richtig, so ganz das gelbe vom ei sind die Systeme, die an die KHs angebunden sind, bei weitem aber auch nicht überall.
kenn’s konkret aus dem bgld, und aus laufenden stellenausschreibungen auch für NÖ, dass hier extra Allgemeinmediziner zum notarztwagen-fahren angestellt werden.
die sind dann zwar organisatorisch der anästhesie zugeteilt, sind aber keine Anästhesisten und sind auch innerklinisch nicht auf der anästhesie tätig, unterscheiden sich bzgl ihrer Erfahrung und Routine also in keinster weise von den wiener NAs.
right. und notfallmedizin ist nicht anästhesie ![]()