Uniform neu

Nur generell: Es ist kein übermäßig großes Problem für eine:n Patient:in den Namen der Sanitäter:innen zu erfahren. Wird Anzeige erstattet, weiß die erstattende Person relativ bald, gegen wen es geht. Dieses Recht hat er:sie (Auskunftsrecht/Akteneinsicht). Auch bei Schadenersatzforderungen haftet der:die Sanitäter:in (neben der RettOrg) deliktisch, das heißt auch auf diesem Wege wird der:die Patient:in den Namen erfahren (zumeist wird nur die RettOrg geklagt, weil mehr Geld - trotzdem ist der:die Sanitäter:in zumindest Beteiligte/Zeug:in und wird recht bald namentlich eruierbar sein).

Ich bin generell kein Freund davon, an jeder Ecke das Böse zu suchen. In Zeiten von Social Media ist die Privatsphäre etc nicht mehr „so privat“ und man muss nicht jeder psychisch kranken Person den gesamten Namen aufs Auge drücken. Nur hat jede:r von uns selbst in der Hand, ob er:sie auf Social Media ist bzw ob die eigene Wohnadresse im Internet aufzufinden ist. Und wenn man Internetpräsenz hat, braucht es einen nicht wundern, wenn man dort gefunden wird.

Nichtsdestotrotz: Ich finde, es braucht keine Namen auf der Brust. Das Argument „im Team persönlich jemanden ansprechen“ kann ich total mittragen. Ich handhabe das aber einfach so, dass ich mich z.B. beim eintreffenden NA-Team mit meinem Vornamen vorstelle und frage, wie „heißts ihr“?. Manche steigen nicht wirklich darauf ein - gut, dann bleibt das der „Hey, NEF-Lenker“, kann ich auch damit leben. Oftmals folgt aber eine kurze Vorstellung, die nochmals einen positiven Einfluss auf das Teamgefüge und die weitere Einsatzabwicklung hat - ich kann das also wirklich sehr empfehlen. Dafür braucht’s auch kein Namensschild.

Zu den Titeln: Nein. Einfach nur nein. Ich habe auch Titeln, aber im Einsatz haben die Titeln absolut nichts verloren und sind nur eine Selbsteierkraulerei. Distinktionen (am besten auf der Schulter), auf denen NA, NFS, NKV etc steht, wären am sinnvollsten (ggf mit einem Brustnamensschild). Das sieht bei Notfällen, in denen man häufig am Boden knieht, jedes Teammitglied. Wozu man auf der Hose bei manchen Orgas einen Klett für ein Namensschild hat, versteh ich bis heute nicht, ich lasse mich da aber gerne über den Sinn dahinter aufklären.

6 „Gefällt mir“

Das kann ich dir gerne aufklären. Das ist, damit Wäsche auseinandersortiert und zugeordnet werden kann, nicht für Identifikation ‚draußen‘. Der selbe Grund, warum eine Jacke ohne jedem Namensschild auf einer großen Dienststelle ziemlicher Horror wäre.

Dafür würde aber auch ein Identifikationsmarker bzw. ”Wäschemarkerl” auf der Innenseite reichen, sowohl bei Jacke als auch Hose, z.B. im Kragen / Hosenbund.

Eine Klettfläche ist aber deutlich günstiger, vor allem wenn man die Wäsche immer wieder mal an neue Mitarbeiter verteilt :wink:

Hinzufügen möcht ich noch, dass es ja gerade in den Sommermonaten üblich ist keine Weste oder Jacke zu tragen, sondern nur das Polo/Shirt. Da macht der Kletter auf der Hose durchaus Sinn. Bei mir steht da jedoch auch nur “Rettungssanitäter” drauf, mehr brauchts nicht.

3 „Gefällt mir“

Salzburg hat vor kurzem den Start der Umstellung mit 1. Juli festgelegt.

Somit bleiben meines Wissens nach dann nur noch OÖ (Wo lt. einem Post weiter oben im September zumindest die Jacke kommt) und NÖ übrig.

Hoff ma mal das die Jacke im September kommt, man hört, zumindestens bei uns seit dem nix neues. :sweat_smile:

2 „Gefällt mir“
3 „Gefällt mir“

https://www.krone.at/4084737

Hat jemand eventuell Zugriff auf den Volltext? Mich würde ja interessieren was da alles in diesem Artikel steht :sweat_smile:

Und hat eventuell jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich weiß nicht was im Artikel steht, aber die Hose ist definitiv zu kalt. Im Winter musst du quasi standardmäßig lange Unterwäsche darunter anhaben. Auch die fehlenden Kniepolster sind eine Katastrophe.

Der Zipp der Softshelljacke ist nach ca 100 mal auf und zu kaputt.

Was jedoch wirklich gut ist, ist die neue Fleecejacke und das Gilet. Daran hab ich absolut null auszusetzen.

4 „Gefällt mir“

Habe die neue Uniform seit ca. einem Jahr und ca. 650h mit einem Set Uniform bis jetzt gemacht. Kenne Leute die haben übelste Qualitätsprobleme à la die Hose ist beim Knien gerissen, aber ich selbst hatte bis jetzt keine Probleme. Das Einzige was mir im Moment einfallen würde, ist dass die Uniform keine einheitlichen Farben hat, ich viele Fäden pro Waschgang verliere und die Reflektorstreifen jetzt schon langsam nachlassen und grau werden.

Was Designfehler anbelangt gibt es mMn. einige, die auch zu recht kritisiert werden.

  • Ad zu kalt kann ich nur zustimmen. Ich laufe auch im März noch mit Unterwäsche herum, weil die Hose einfach extremst dünn ist. Dafür dann im Sommer tendenziell angenehmer, obwohl der Stoff wenig Atmungsaktiv ist, ergo man schwitzt trotzdem viel.
  • Die fehlenden Kniepolster machen auch mir zu schaffen.
  • Die Softshelljacke ist nicht wasserfest. Selbst in der Verwenderinformation steht folgendes:

„Ebenso ist die vorliegenden Softshell-Jacke nicht wasserfest, sie kann nur bedingt als
Regen oder Kälteschutz getragen werden“

  • Die Softshelljacke ist dünn, es gibt für den Winter keine alternative Variante mit mehr Futter
  • Die Zipper bei den Achseln sind ok, aber mit einer Hand teilweise schwierig aufzubekommen
  • Die Softshelljacke dürfte ein bisschen länger sein

Zur Fleece und dem Gilet kann ich mich nicht äußern, weil ich beides noch nicht habe. Vieles davon sollte mit der neuen Auflage der Uniform ja geändert werden. Bin nur gespannt wann (und ob) das passiert. Muss ehrlich gestehen, dass ich verstehe warum das RKOÖ hier seinen eigenen Weg geht, obwohl ich vom Design selbst nicht ganz überzeugt bin (z.B. nicht einheitlich zum restlichen Österreich).

Eigentlich eine Katastrophe, dass es für Einsatzkräfte die bei jeder Witterung raus müssen, keine adäquate Bekleidung gibt. Es müsste zumindest von Jacke und Hose eine Sommer und Wintervariante geben. Und die Jacken natürlich als Hardshell und komplett wasserdicht.

5 „Gefällt mir“

Kann mir jemand, der vllt mehr Einblick hat, erklären warum das RK nicht einfach den Schnitt und Material seiner alte Uniform übernommen hat und das halt mit dem neuen gelben Muster adaptiert hat? Die normale und die Sommer Hose waren echt in Ordnung, ebenso die Softshell Jacke

Weil bei gewissen Kleidungsstücken, wie der Weste, der Schnitt schon maximal fragwürdig waren.

1 „Gefällt mir“

Das ist sicher problematisch und unangenehm mit den neuen Uniformen, aber ist das “News worthy”? Ja die Hosen sind für nix, passen bei keinem Wetter, die Softshell ist viel zu heiß oder zu kalt, wenn man im Regen damit war ist sie einfach ein nasser Schwamm.

Hätten wir eigentlich sehr viele andere Probleme beim RK Steiermark.

1 „Gefällt mir“

Zu kalt, wasserdurchlässig, falsche Größen, unterschiedliche Farben etc.: Nach Einführung der neuen steirischen Rotkreuz-Uniformen vor nicht einmal einem Jahr hagelt es massive Kritik an der Qualität. Wurden hier Millionen versenkt?

„Ich komme gerade von der Schneiderin“, erzählt ein Sanitäter aus dem Mürztal. Aus seiner Uniformhose war der Knopf ausgerissen, zudem gingen zwei Nähte auf. „48 Euro habe ich dafür bezahlt, aus der eigenen Tasche natürlich.“ Die Kritik richtet sich dabei nicht gegen die Preisgestaltung der Schneiderin, sondern vielmehr gegen seinen Arbeitgeber, das steirische Rote Kreuz. „Ich weiß nicht, wie oft wir schon in Graz urgiert haben – wir kriegen einfach keine Antwort.“

Der Fall steht exemplarisch für ein Problem, das die Einsatzkräfte seit Monaten beschäftigt. Am 28. April 2025 wurde offiziell auf die neue Dienstkleidung umgestellt. Nach 15 Jahren in Rot dominieren seither kräftige Gelbtöne – eine Anpassung an strengere EU-Vorgaben zur Sichtbarkeit.

Verkehrt aufgenähte Logos
Doch schon wenige Tage nach der Einführung wurden bereits erste Beschwerden laut. Seither reißt die Kritik nicht ab: Die Uniformen würden weder ausreichend wärmen noch vor Regen und Schnee schützen. „Wir sind bei Einsätzen oft bis auf die Haut nass“, heißt es in mehreren internen Schreiben. Zudem berichten Mitarbeiter von aufreißenden Nähten, falschen Größen, unterschiedlichen Jackenfarben, verkehrt aufgenähten Rotkreuz-Logos und vielem mehr.

Besonders drastisch schildert ein Sprecher der Ehrenamtlichen einen Wintereinsatz in Schladming im November: „Wir hatten lange Unterwäsche an und mehrere Shirts.“ Aber selbst mit der zusätzlichen Kleidung unter der Uniform „haben alle gefroren und waren bis auf die Unterhose nass“. Eine Beschwerde nach Graz blieb unbeantwortet. „Die Leute sind danach krank – oder, noch schlimmer, sie überlegen sich, ob sie sich das Ehrenamt überhaupt noch weiter antun wollen.“

Es besteht akuter Handlungsbedarf“
Interne Umfragen belegen, dass alle steirischen Bezirke betroffen sind – rund zwei Drittel der Uniformen sollen teils schwerwiegende Mängel aufweisen. Der Zentralbetriebsrat bestätigt das auf Anfrage. „Ja, es besteht akuter Handlungsbedarf“, sagt Vorsitzender Hermann Matlschweiger. Fehlerhafte Kleidung würde zwar zurückgenommen, „aber was nachkommt, hat die gleiche schlechte Qualität“.

Mitarbeiter würden sich deshalb zunehmend selbst behelfen – auf eigene Kosten oder mit zusätzlicher Kleidung, „sodass sie sich kaum noch bewegen können“. Matlschweiger betont: „Es ist nicht nur unzumutbar, sondern auch rechtlich unzulässig, dass Mitarbeiter gezwungen sind, auf eigene Kosten zusätzliche Bekleidung zu beschaffen, um arbeitsfähig zu bleiben.“

Eingekauft wurden die Uniformen über die Rotkreuz-Gesellschaft „Einkauf und Service“ (E&S). Die Erstausstattung von mehr als 6000 Freiwilligen, 900 hauptberuflichen Sanitätern und rund 600 Zivildienern wurde vom Land Steiermark mit zwei Millionen Euro gefördert.

Fragen zu den Gesamtkosten ließ der steirische Landesrettungskommandant Peter Hansak unbeantwortet. Untätigkeit will man sich nicht vorwerfen lassen, Beschwerden seien bekannt: „Wir sind dabei, diese zu sammeln. Beanstandete Kleidung, etwa weil sie zu wenig wasserabweisend ist, geht retour an den Lieferanten.“ Von Problemen mit Knöpfen habe er „noch nie gehört“, zudem würde es in letzter Zeit kaum mehr Kritik geben.

Pikant: Der Redaktion liegen mehrere an Hansak adressierte Mails vor, in denen sämtliche Mängel aufgelistet sind, das jüngste vom Jänner 2026.

2 „Gefällt mir“

Ich nehme vor allem von Kolleginnen wahr, dass sie mit den Unisex Hosen Größen nicht allzu zufrieden sind. Was am Gesäß sitzt ist um die Taille viel zu weit.

Die fehlende Polsterung bei den Knien ist eine Katastrophe und unter den extrem breiten Reflektoren um die Wade schwitze ich wie ein irrer.

Lediglich das Design finde ich gelungen und das subjektive Sicherheitsgefühl im Verkehr im Finstern ist 100:1

6 „Gefällt mir“

Laut Leitung halten sich die Probleme in Grenzen: „…Von den insgesamt 7223 beschafften Jacken seien laut Rotem Kreuz bis Wochenbeginn lediglich 92 wegen Produktionsmängeln retourniert worden – ein Anteil von etwas mehr als einem Prozent. Bei den Uniformhosen wiederum stellten sich von 13.884 bestellten Stück bislang 304, also rund zwei Prozent, als fehlerhaft heraus…“

Weil halt auch niemand eine zu kalte Hose oder eine Hose ohne Kniepolster zurück schickt. Warum auch? Was gäbe es für einen Ersatz?

4 „Gefällt mir“

Hat gestern eine E-Mail vom LV gegeben auch an alle. Es wird Regenjacken und Winterparka geben, an einer Generation 2 der Uniform wird gearbeitet (Hosen mit Verstärkung). Wer billigt kauft, kauft 2 Mal oder wie war das….

5 „Gefällt mir“