"Treffpunkt Medizin" Notfallmedizin am Prüfstand

Die Johanniter in Wien haben ja mal testweise T5 gehabt, aber anscheinend war es billiger wieder auf Sprinter zu setzten. (Kaufpreis, Ausbau, Wartung)
Als KTW reichen die T5 Hochdach allemal.

Der Skoda Octavia vom NEF Lengbach ist aber kein richtiger Ersatz der vom Land bezahlt wurde, sondern das war ein BKTW vom RK, welcher in Eigenregie umgebaut wurde. Was ich so gehört habe, dürfte die Kiste eher suboptimal sein. Sowohl vom Ausbau, als auch von Motor und karosserietechnischer Seite.

Na ja testweise… Wir haben sie noch immer (8 Stück oder 10, bin ned ganz sicher).

Die Dinger sind halt ein schaß - muss man so sagen. Ich kenne den T5 in der Nö-RTW Version (1 Tragsessel, 1 Begleitersitz). Das geht, man kann arbeiten - auch wenn was größeres angenehmer ist. Im Vergleich zum RK-Nö-Crafter-RTW ist der T5 nicht so viel schlechter, der Fahrkomfort im Patientenraum ist im T5 meiner Meinung nach sogar besser.

ABER: Als KTW mit 2 Tragsesseln ist der T5 ein Schaß (als Mittelhochdach würde ich absoluter Horror sagen :wink: ).

Bei uns sind die T5 eher unbeliebt und angeblich gab es auch Beschwerde warum die „großen“ Autos nicht mehr kommen. Die Sprinter sind schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Zuerst haben wir in Deutschland ein „Versorgungssystem mit Notarzt“, können aber viele Notfallpatienten auch ohne Notarzt versorgen und transportieren. Und das nicht nur, weil nicht für jeden Notfallpatient ein Notarzt notwendig ist. Neben dem relativen Notarzt-Mangel stellt sich -leider- auch die Frage, ob es in vielen Fällen überhaupt zielführend ist, einen Notarzt nachzufordern. Die Qualität der Versorgung steigt leider nicht immer an, wenn ein Notarzt zugegen ist.
Man kann man die USA und AT/D nicht direkt vergleichen. Auch in den USA ist bei weitem nicht alles eitel Sonnenschein, das geht bei der Finanzierung der Rettung schon los. Auch die Versorgung ist nicht überall gleich.
Hier (D) kann jeder, der die Ausbildung hat, hauptamtlich oder ehrenamtlich Rettung fahren, muss aber ein Mal im Jahr zur Rezertifizierung (Überprüfung Megacode, Medikamentenkunde, Algorythmen, Krankheitsbilder) bei der man auch durchfallen kann.
Hier fahren meistens Ehrenamtliche als „Fahrer“, nur selten als Beifahrer/verantwortlich, und das finde ich auch gut so. Ich schließe mich Rheobase an und bin der Meinung, dass es zwar „ehrenamtliche Anwälte“ gibt (@rk_zivi), aber es ist etwas anderes, wenn ein Anwalt/Arzt etc. jemanden ehrenamtlich berät, als wenn ein Bürokaufmann/Anwalt/Student einmal im Monat ehrenamtlich Rettung fährt. Ich bringe immer folgendes Beispiel: ein Familienmitglied wird ernsthaft krank und braucht die Rettung. Wer soll das Familienmitglied versorgen - ein Team aus Ehrenamtlichen, die nur selten fahren, oder ein Team aus wenigstens einem Hauptamtlichen mit Berufserfahrung, der jeden Tag Rettung fährt? Das sage ich ganz ohne Wertung gegenüber den Ehrenamtlichen, weil wir auch sie brauchen.

Sorry! Hab erst jetzt gesehen, dass ich „angeschrieben“ wurde.

Zu deiner Frage: Es soll der motivierte Mitarbeiter helfen, der entsprechend Aus und Fortgebildet ist.

Bei dieser ganzen Professionalitätsfrage fehlt mir halt auch immer sehr oft, wer wie viel Fortbildung macht. Ein Hauptberuflicher wird hier eher am Minimum sein (Die Zeit, die er im Lehrsaal sitzt, kostet er der Organisation) während ein motivierter Freiwilliger auf die entsprechenden Mehr-Stunden kommt. Ich z.B. pro Jahr ca. das doppelte bis dreifache meiner jährlichen Fortbildungsverpflichtung die ich erfülle. Nur weil jemand oft draußen ist und viel Praxis hat, bedeutet das nicht, dass er alles richtig und gut macht. Im Gegenteil… Fehler schleichen sich viel schneller ein, die aufgrund der Routine (im Fehler machen) nicht erkannt werden. Auf der anderen Seite kann man viel neues nicht gelehrt bekommen in 8h jährlich.