Spekulationen: Wo kommen die NEF hin?

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Die Aussage „Am 1. April 2027 wird das NÖ Rettungswesen reformiert.“ finde ich sehr wild

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ich finde eher diese spannend

Hannes Sauer, der Präsident des NÖ Samariterbundes, fügt hinzu: „Ein Rettungssanitäter kann keinen Notarzt ersetzen – das wurde immer betont und diesen Eindruck sollte niemand haben“.

Warum in einer Notarztdebatte vom Rettungssanitäter überhaupt gesprochen wird, entzieht sich meiner Logik

Das ist eine von allen Seiten unstrittige Aussage. Das kann man einfach sagen ohne wirklich was gesagt zu haben…

Es trägt zwar zur aktuellen Diskussion zu den NEF-Schließungen und den RTW-C bzw. RTW-C+ nix bei, ist aber auch nicht falsch.

Gefühlt kommt es mir irgendwie manchmal ein bissi so vor, als müsste immer jemand vom RK NÖ und vom ASBÖ dabei sein/zitiert werden, egal ob es noch was zu sagen gibt oder nicht.

Stimmt. Als würde man sagen "Ein Gärtner kann keinen Notarzt ersetzen.“ aber auch ins andere extrem "Ein Professor auf der MedizinUni kann keinen Notarzt ersetzen.

Es hat einfach in der Diskussion keinen Platz, da es keinerlei Rolle spielt.

Damit wirst du wohl recht haben

Auch die Aussage dass alle Stützpunkte, die geschlossen werden zu einem RTW-C Stützpunkt werden stimmt so nicht.

NEF Raabs (Bez. Waidhofen/Thaya) wird nicht durch einen RTW-C ersetzt. Hier sind die nächsten RTW-C Stützpunkte in Geras (18 km und 17min Fahrzeit nach Raabs) sowie in Waidhofen a.d. Thaya (20km und 24min Fahrzeit nach Raabs).

Somit sind die Aussagen dass alle Stützpunkte ersetzt werden klar falsch.

„Versorgungsgrad, der seines gleichen sucht“ :joy:

Glauben die das eigentlich selber?

Seinesgleichen sucht in Bezug auf was? Ausbildung des Personals? Der Ausstattung der Fahrzeuge?

Klingt ja so als sei NÖ die speerspitze der präklinischen Versorgung und Qualität „seinesgleichen“ nicht anderso ebenbürtig anzutreffen (im In und Ausland).

Mit welchen Daten wird das unterlegt?

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Jetzt wirds spannend:

Dieses Posting soll weder Zustimmung noch Ablehnung zur aktuellen Debatte sein.

Spannend?

Ich sehe hier die Gattin von Dr.Fohringer die sich , sehr emotional und teilweise schon…unguat?, auf dieses Thema einlässt und dabei etwas übers Ziel hinausschießt.

Hat sie unrecht? Nein keineswegs. Sollte man es so machen wie sie hier? Eher ned…vor allem darfs ihr Mann wieder ausbaden der jetzt zur Zielscheibe wird.

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Wenn ich mir so die Kommentare von den Gegnern einer NEF-Standortreduktion so durchlese, bin ich schon ein wenig erheitert. Die Debatte wird von deren Seite, gänzlich ohne Zahlen/Fakten geführt & ein Hausarzt wird als eine Korifee des Notarztwesens hochgehalten.

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Ich finde es problematisch, dass kaum ein sachlicher Dialog stattfindet. Das Land gibt ja z.B. auch keine Daten raus (die würden zeigen, dass es genug NEF für alle gibt - allerdings vielleicht auch an den falschen Orten).

Natürlich wird die Versorgung am bestimmten Ort XY schlechter, wenn es bisher dort ein NEF und eine PCI gab. Dass es dafür für alle rundherum jetzt eine bessere Versorgung gibt, ist wohl schwierig zu transportieren. Aber um in einen Dialog zu kommen, müsste man das halt einmal anerkennen und die Sorgen ernst nehmen. Da geht es ja vielfach um ganz andere Dinge.

Ich hatte letztens gute Lust, unter einem Kommentar „Ja, und auf meine OP warte ich schon drei Monate.“ zu posten: „Ja, weil die Anästhesistin 24h am NEF sitzt und 2 x ausfährt, anstatt im OP 6 Narkosen zu machen.“

Solche Dinge gehören halt transparent dargestellt. Aber das machen die Befürworter leider auch nicht.

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Ich finde ja interessant das recht wenig über Hilfsfristen debattiert wird. Eigentlich kann es einem als Bürger egal sein wo welches Rettungsmittel steht, wenn in 95% aller Fälle nach spätestens 15min ein qualifizierter RTW und nach 20min ein Notarzt am BO ist.

Mwn. sind in NÖ aktuell garkeine Hilfsfristen definiert, geschweige denn verpflichtend einzuhalten.

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In der Ausschreibung die NEFs betreffend war afaik gefordert, dass 90% (oder 95%, das weiß ich nicht mehr) der Bevölkerung (bzw. Adressen des Straßennetzes) mit einer Anfahrtszeit (tatsächlich ohne Ausrückezeit) von 20 Minuten erreicht werden.

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Fairerweise: NR Schroll hat mit dieser Unsachlichkeit begonnen und durchaus persönliche und faktenfreie Angriffe gegen ihren Mann (als Personifikation der NA-Reduktion) geritten. Dass sie da aufspringt ist zwar schade (vielleicht auch verwerflich) aber durchaus nachvollziehbar. Ein höherrangiger Politiker in der Öffentlichkeit ist an einem höheren Standard zu messen als die Ehefrau eines operativen Managers.

Im Übrigen stimme ich zu, dass weder Reduktionsbefürworter noch Gegner in dieser Debatt wirklich transparente Argumente (geschweige denn: Kennzahlen) bringen. Im Gegenteil lese ich hundertfach Privatmeinungen, „ad hominem“-Argumente, „Autoritäts“-Logikfehler etc.

Schade drum.

Ich sehe es in dem Zusammenhang irgendwie ein bisschen als verpasste Chance, dass niemand die Diskussion nutzt um auch nur irgendwas in Richtung SanG-Reform zu machen.

Eigentlich geht es sowieso (fast) immer nur um die Notärzte und wie viel Ausbildung und Wissen sie haben, manchmal wird noch argumentativ gebracht, wie wenig Stunden Ausbildung ein NKV im Vergleich hat, aber keine der pol. Parteien, keine Interessensvertretung und auch sonst niemand macht da konstruktiv was draus. Manchmal kommt noch der internationale Vergleich, wie wenig Ausbildung die höchste nicht-ärztliche Qualifikation im RD in Ö im Vergleich zu den Nachbarländern hat, aber niemand versucht auch nur ansatzweise was dran zu ändern.

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Das hier NR Schroll auch nicht gerade eine sachliche Diskussion führt will ich gar ned untergraben (Ganz im Gegenteil , der sollts eigentlich wissen…).

Faktum ist halt , dass alles sehr emotional geladen ist und teilweise auch sehr viel Persönlichkeit hier drinnen mitmischt , die bei solch einem Diskussionstopic einfach nix zu suchen hat (Ja is ned einfach , aber i kann ned immer nur auf der Persönlichkeits/Emotionalschiene zum rumschießen anfangen..)

Die Argumente von Frau DI Fohringer sind ja ned falsch, aber in der Art und Weise wie es kommuniziert wird - „Was weiß dieser Tarik Farahat schon von Notfallmedizin?“ - Ist halt unter einer Sau.

Man kann jetzt von diesem Doc halten was ma will (Er scheint ja ziemlich bekannt zu sein was man so hört..), aber jemanden zu Reduzieren nur weil er halt keinen „FA für Anästhesie und Intensivmedizin“ hat und daher kein guter Notarzt sein kann (Logik?) ist für mich etwas weit hergeholt.

Noch dazu ist er ja ausm Rettungswesen (Komplette SAN-Laufbahn in Ybbs und Lehrtätigkeit) , was eigentlich schon weitaus mehr Qualifiziert ist als mancher Experte vom Land (No Offense)

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Mein persönlicher Eindruck, das Thema wird deswegen so unsachlich diskutiert weil es kaum öffentlich zugängliche Daten gibt um es sachlich zu diskutieren. Hier sehe ich das Land bzw NNÖ in der Bringschuld mit Kennzahlen entweder die Reduktion zu begründen, und zwar nachvollziehbar und sachlich, oder halt nicht. Zu argumentieren, der Bezirk Melk braucht nicht drei NEFs weil der Bezirk Mistelbach hat auch nur eines, ist halt auch wieder nicht sachlich, weil der Bezirk Mistelbach aus GF und KO auch mitversorgt wird. Bezirksgrenzen sind halt keine konzentrischen Kreise um NEF Stützpunkte.

Nur das kommt nicht, entweder man hat die Zahlen gar nicht oder sie werden nicht raus gegeben (warum auch immer), aber sol lässt man halt viel Raum für Spekulation, Ängste, Befindlichkeiten und Meinungen.

Ein gebetsmühlenartiges Wiederholen „der Rettungsdienst ist eh gerüstet“ (wenn es auch stimmt), reicht in der aktuellen Situation nicht mehr aus.

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Da wäre in meinen Augen auch interessant neben den Zahlen die nur NÖ betreffen, wie viele Einsätze/Stunden NEF bzw. insbesondere wegfallende NEF Einsätze in benachbarten Bundesländer absolvieren. Auch wenn ja leider bei uns alles auf Bundeslandebene organisiert wird, verschlechtert sich auch womöglich dort die Versorgung.