SNAW - Fakten-Sammelthread

Ich will die Johanniter gar nicht so stark kritisieren (schon gar nicht die einzelnen Mitarbeiter draußen), vielmehr die LGA. Die Trennung die sich alle wünschen ist zwischen Rettungdienst und Krankentransport, nicht zwischen Primär- und Sekundärwesen. Den Krankentransport zu Trennen macht in meinen Augen absolut keinen Sinn, außer man will einem Mitbewerber einen leichteren Einstieg in den Markt schaffen. Alle Synergien die die letzen Jahre genutzt wurden fallen weg. Gleiche Fahrzeuge, gleiche Strecken, gleiche Stützpunkte, …
Wo die Trennung Sinn macht ist wenns um Kompetenzen (Arzt, …) oder Equipment geht, solange der Tranport nicht unglaublich dringend ist.

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Ich kenne natürlich die genauen Inhalte des Vertrags nicht, aber in der ersten, zurückgezogenen Version der Ausschreibung war explizit gefordert, dass die Fahrzeuge getrennt und als LGA-Sekundär-Fzg gebrandet sein müssen. Auch wenn das RK oder eine Bietergemeinschaft den Zuschlag bekommen hätte, hätten die Transporte trotzdem nicht vom Primär-RTW durchgeführt werden dürfen.

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Auf Unverständnis stößt auch, dass im Vertrag mit den Johannitern laut Recherchen von noe.ORF.at keine Kriterien oder Richtwerte zu Wartezeiten definiert sind […]

Bräutigam [LGA-Vorstand] kontert, dass das nicht möglich sei: „Für Fahrtzeiten gibt es Faktoren von außen, wie Wetter, Baustellen, Unfälle, das wird Ihnen niemand garantieren können, dass Sie etwas zusagen, wo Sie von Außenfaktoren so abhängig sind, dass Sie es eventuell nicht erfüllen können.”

Deshalb seien im Vertrag Kriterien für die durchschnittliche Ausrückzeit definiert, innerhalb der das Auto ausrücken muss.

Was ist das für eine Bedarfsplanung seitens der LGA? Hauptsache, es wird transportiert, Rest ist wurscht? Und da schreib ich etwas um xx Mio EUR aus und das einzige zeitliche Kriterium ist die Ausrückzeit? Was machen die in der LGA beruflich? Das Problem hab ich bei jeder definierten Hilfsfrist und lässt sich problemlos abbilden. Wenn man will.

  • Es gibt in NÖ noch nicht einmal für den Regelrettungsdienst eine Hilfsfrist. Das wäre mal deutlicher relevanter als im Sekundärbereich.
  • Bei manchen neu aufgetretenen Problem ist natürlich eine lange Wartezeit ärgerlich und ein Problem. Bei allerdings Überstellung im Bereich einer Reha, zur weiterführenden Behandlung usw. ist es halt in meinen Augen einfach egal wo genau der Patient herumliegt/sitzt.
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Sorry, aber das sehe ich wirklich anders.

  1. Ich habe mich nie nach einer Trennung von Primär und Sekundär gesehnt - im Gegenteil, in der seltenen Frequenz in der ich am NEF/RTW-C Sekundär gefahren bin, war es eine seltene Abwechslung und für mich dann eigentlich immer nachvollziehbar Warum wir das fahren
    Am KTW (auf dem ich nicht bin) ist es mir egal, ob das jetzt Arzt - Pflegeheim oder KH - KH ist, ist wirklich egal finde ich
    Stören tun mich nur (auch für die KTWs) die Heimtransporte um 3 Uhr morgens vom selben Fahrzeug, die den Patienten die um 1 Uhr dort hingebracht haben, sodass man nach dem Einschlafen gleich wieder aufstehen kann. Das ändert sich mit dem System jetzt nicht.

  2. Ist es eine unsaubere Trennung. Auch Primär Ereignisse aus dem KH fahren mit dem Sekundär System. Also
    Patient hat während des Aufenthalts einen akuten Schlaganfall → Sekundärtransport auf die Neuro
    Patient kommt selbstständig in das Krankenhaus, dass das nicht behandeln kann, wurde aber auf einer NFA untersucht/erstversorgt ->Sekundärtransport
    RD bringt den Patienten in ein nicht passendes KH (egal ob AVN schlecht, oder die AZ Verschlechterung stellt sich im Basiskrankenhaus als etwas heraus, was schnell in einer Fachabteilung behandelt werden soll → Sekundärtransport

Alles sind aber Primärereignisse, welche plötzlich auf das Sekundärsystem angewiesen sind, dass teilweise stunden dauert, und eigentlich nicht dafür konzipiert ist.

Und bei Akutereignissen, ist es okay wen ein Primärrettungsmittel genutzt wird - denn dann fährt falls überhaupt ein EInsatz auftritt, das nächste zu. Dieses steht dann 20 Minuten entfernt, und nicht 6 Stunden, und der Zeitnachteil wird dann durch First Responder oder KTW über NEF bis hin zu NAH kompensiert,
Der eingetretene Patient ist wichtiger als der theoretische. Und solange RTW-C konsequent zu A Codes und O Codes alarmiert werden, brauchen wir da drüber nur bedingt reden (und in einigen Teilen des Landes zu KTs)

Wieder kommten diese 30 Minuten? Ja es sind Einzelfälle, aber EInzelfälle die es in dieser Ausprägung vorher nicht gab

Nichtmal da stimme ich zu. Wenn der Patient dort Stunden sitzt, für ihn kein Essen mehr geplant ist, der vllt nüchtern ist und 7 Stunden wartet und keine Auskunft da ist, wie lange es dauert, ist das absolut nicht okay.
Wenn man beim Anmelden erfährt, wann der Transport kommt, kann man es planen (auch wenn es 7 Stunden dauert), aber wenn der nüchterne Patient dann wartet und nichts zu essen bekommt, und keiner Bescheid weiß, ist das ein Zustand.

Übrigens: Soviel zu Konkurrenz verbessert die Qualität. Der einzige der (geplant) daran profitiert oder profitiert hätte, wäre das Lands mit Geld sparen.

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Also deinen regelmäßigen, verzweifelten Versuchen nach zu Urteilen, dieses noch sehr mit Startschwierigkeiten versehene System zu verteidigen, bringt mich zum Schluss, dass du für die JUH arbeitest oder mehr eingebunden bist.
Fakt ist, dass es so wie es vorher war (Sekundärtransporte mit nächstgelegenen Rettungsmittel) deutlich schneller und effektiver war, als jetzt. Ob es dafür etwas teurer war, kann ich nicht beurteilen und interessiert mich eigentlich auch nicht, bei der Anzahl an Missständen die sonst so herrschen.
Und dabei sind nichtmal alle „Einzelfälle“ in den Medien gelandet, kann ich aus erster Hand bestätigen.

Bin ganz deiner Meinung.

Außerdem wird es wohl auch einen Grund haben dass mancher Pat. um zB. 6:45 Uhr abzuholen ist. Wahrscheinlich hat er einen Termin im Zielkrankenhaus den man halt auch einhalten sollte.
Da bringt es allen Beteiligten wenig, wenn der Pat. erst 2 Stunden später abgeholt wird. Dem Pat. nix (der zu spät zu seinem Termin kommt) und dem Behandler im Ziel-KH bringt es auch nichts, der dann Terminchaos hat, weil jeder SEK kommt wie er will.

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Whataboutismus - wir können über die Hilfsfrist im Primärrettungsdienst gerne ausführlich diskutieren, aber das ist nicht das Thema. Thema ist, dass die LGA in einer Ausschreibung, in der sich in NÖ noch nicht relevant tätige Akteure (sorry, Orth a.d. Donau) bekanntermaßen bewerben, keine maximale Abholdauer (oder zB in 95% der Fälle) definiert. Obwohl klar ist, dass die Sekundärtransportzahlen mit der zunehmenden Verlagerung von medizinischer Expertise aus der Peripherie steigen werden. Obwohl offenbar keine Standorte vorgeschrieben wurden. Und jetzt tut man verwundert, dass man von Stockerau nach Gmünd anderthalb Stunden fährt, und schickt in der Früh ein paar Autos ins Waldviertel? Das ist ja Kasperltheater.

Vernünftige Bedarfsplanung sieht anders aus.

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Verzweifelt bin ich nicht :slight_smile:

Die Spitäler sind im allgemeinen sehr zufrieden. Die Transportzahlen, die die Johanniter bekommen haben, und sie jetzt wirklich fahren müssen, liegen leider doch recht weit auseinander. Dringende Transporte (RTW aufwärts bzw. KTW Sondersignal) werden rasch durchgeführt. Nicht dringende müssen leider teilweise lange warten. Wie in jedem System egal ob Wien oder Vorarlberg. Sonst wüsste ich keine negativen Punkte.

Auch das stimmt wieder nicht. Denn auch dringende Transporte mussten lange warten bzw. von anderen Rettungsmittel übernommen werden (wie bereits erwähnt). Um das geht es ja auch u.a. seit einiger Zeit in diesem Thread. Also was genau bezweckst du hier eigentlich mit den wiederholten Realitätsverzerrungen?

Wenn die Autos gerade belegt sind, muss wer anders fahren. Das passt ja auch, habe ich weiter oben sogar bereits geschrieben.

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Ja aber genau das tun sie nicht.
Die warten dann bis die Autos frei werden, und das dauert

Medial Aufschlagen tun ja die „zeitkritischeren“ Fälle und nicht so normalen Transporte.
Also das für mich zuständige Krankenhaus ist nicht zufrieden damit

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Ja dafür kann aber Notruf Nö etwas, nicht die Johanniter.

Teilweise waren aber auch nicht zeitkritische in den Medien!

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Das schreibt ja eh jeder hier - das ist schlecht geplant und ausgeschrieben seitens LGA. Die JUH tut das, womit sie beauftragt wurde, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Ganz eine andere Frage an die JUH Mitarbeiter.

Warum dürft ihr auf den SEK KTW Tragen nur die dünnen blauen Plastiksackerl (Pat.unterlage) verwenden? Einer eurer Kollegen hat mir erklärt dass die weißen Einmal-Pat.unterlagen nur am SRTW verwendet werden dürfen.
→ Kostenfrage? das man den Preis halten kann? Oder hat das andere Gründe?
→ weil zum Umlagern sind die blauen (meiner Meinung nach) ungeschickt und beim RK/ASBÖ werden ja defacto nur mehr die weißen Einmaltücher verwendet

Wer ist jemand anderer? Derzeit gibt es ja einen Exklusiv-Vertrag zwischen LGA und Johanniter & SMD, somit gibt es keine andere Organisation für den Sekundärtransport. Ganz abgesehen davon, dass ich das sehr befremdlich finden würde, wenn die Johanniter & SMD jetzt grundsätzlich den Sekundärtransport bedienen, wenn diese dann aber keine Ressourcen haben, erst recht wieder die Organisationen die jetzt nicht zum Zug gekommen sind, herhalten sollen um hier Ressourcenknappheit (aus welchen Gründen auch immer) zu kompensieren.

Wenn bei RK und ASB die KTWs reduziert werden (da man eben keinen Sekundärtransport mehr macht), wird das auch dort zu Problemen führen, wenn der Überlauf auf einmal wieder bedient werden muss.

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die blauen sind reiner hygiene schutz und keine sackerl, sondern überzüge… ist in Wien gang und gäbe, wenn man umlagern will nimmt man ein Rollboard/Rutschbrett

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ist mir schon klar dass es ein Überzug ist und wie man umlagert.
Meine Frage ist wieso nur am SKTW - weil am SRTW werden laut Aussage JUH Sani die weißen Einmalunterlagen verwendet.

sind wahrscheinlich zu teuer für die vielen Überstellungen.
→ damit man das Geld besser in den Sprit für die vielen Leerkilometer stecken kann

:smiley: :smiley:

Das ist sicher nicht der Grund. Vielleicht wurde es einfach noch nicht angesprochen.

Es ist eindeutig, dass der Sekundärtransport in den letzten Wochen ein heißes Thema in allerlei Medienplattformen war. Vor allem im Waldviertel bestand der größte Anteil der Berichterstattungen, weshalb es auch klar war, dass ein neuer Standort für das Waldviertel unausweichlich ist. Deshalb bemüht die JUH sich stehts weiter zu verbessern und den steigenden Patientenzahlen gerecht zu werden. Aus gegebenen Anlass wurden jetzt endlich Stellenausschreibungen für das Waldviertel veröffentlicht. Daher bei Interesse: :down_arrow:

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