Sammel-Berichte Rotes Kreuz Steiermark

Da gab es doch die Kommission, ob das zusammenhängt? Startschuss für verbessertes Rettungswesen - steiermark.ORF.at

Keine guten News wenn man bedenkt, dass wir immer noch ein mittelalterliche (early 2000er) RTW Ausstattung haben…

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„…Schon 2023 lag das Defizit im Rettungsdienst bei sechs Millionen Euro, 2024 stieg es auf neun Millionen. Die Erhöhung des Rettungseuros deckt nur einen Teil ab. Vor allem die sinkende Zahl freiwillig geleisteter Stunden belastet die Organisation zusätzlich. „Es gelingt uns unter großen Anstrengungen, die freiwillig geleisteten Stunden hochzuhalten. Aber die Belastungen im Alltag führen leider auch zu Austritten“, erklärt Schrittwieser…“

https://www.5min.at/steiermark/5202510012045/wollen-nicht-laenger-bittsteller-sein-rotes-kreuz-schreibt-millionen-differenz/

Die Schuld äußeren Einflüssen zu geben ist “lustig”. Keiner will mehr umsonst arbeiten, ohne vernünftige Ausbildung viel Verantwortung übernehmen, mit wenig anständigem Equipment, keinen Perspektiven und sich zusätzlich den Rücken kaputt machen, komisch komisch.

Ich hätte noch keine Maßnahme bemerkt die ehrenamtliche halten soll.

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Die Schuld liegt meiner Meinung nach sehr wohl auch bei äußeren Einflüssen, aber nicht nur. Es wurde schon richtig erkannt, dass es auch innere Einflüsse gibt, aber das ist nicht alles.

Man möge an dieser Stelle erwähnen, dass das strukturelle Problem des Gesundheitssystems in Österreich mittlerweile langsam aber doch den Rettungsdienst zu erdrücken droht. Viel zu oft wird der RD als Visitenarzt missbraucht und viel zu oft fährt man zu nicht indizierten Einsätzen/Transporten. Das belastet zusätzlich immens und vor allem stört das meines Wissens nach, die EAs am meisten. Dieser Missstand führt in Folge zu niedrigeren geleisteten Stunden.

Wenn man Nachtdienste macht in denen man konstant vielleicht insgesamt 3h schläft, wie soll man da noch am nächsten Tag in der Arbeit/Schule/Uni/sonstiges funktionsfähig sein? Geschweige davon, dass man vielleicht sogar wegen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Arbeit gekündigt wird. Es ist vor allem ein strukturelles Problem, dass in einer ewigen Teufelsspirale mündet. Sowas kann das RK, auch bei aller berechtigten Kritik, nicht alleine lösen. Es liegt vor allem in der Hand der Politik und vor allem in der Hand des Bundes, zu lenken, wie auch mehr gesetzliche Sicherheit für Belassungen zu schaffen (RETTS als Konzept aus dem RK NÖ würde sich sehr gut dafür anbieten).

Dahingehend wundert es mich auch nicht, dass die Kosten explodieren, wenn man im Schnitt um einiges mehr fährt als früher (vor allem nicht-indiziert). Vor allem wenn man auch bedenkt, dass der Rettungseuro von sage und schreibe 9€ vom Jahre 2016 erst dieses Jahr auf 12€ aufgestockt wurde. Inflationär gesehen schon ein Ding der Unmöglichkeit, aber immer schön weiter wundern, warum man kein Geld hat.

Rant Ende

Stimmt natürlich auch!

Momentan gibts eine riesen Diskussion über die geplante Fusionierung der Bezirksstelle Bad Radkersburg mit der Bezirksstelle Feldbach (Ergo: Bezirksstelle Südoststeiermark)

Kleine Zeitung:

Ich finds auch spannend wie das ganze momentan auf den Social Media Kanälen aufgeblasen wird

Facebook:

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl , dass hier ein massiver Informationsdefizit vorliegt der die Bevölkerung glauben lässt, dass hier die Dienststellen zugesperrt werden. (Abgesehen von der Tatsache, dass vermutlich viele nicht mal den Unterschied kennen zwischen Ortsstelle und Bezirksstelle.)

Unter dem Posting der ÖVP Bad Radkersburg sieht man es ja Anhand der Kommentare.

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Es braucht sicher niemand in jedem Bezirk die gleichen zähen Strukturen kann man sich sicher viel sparen. Würde man sich denken, das wäre doch der perfekte Moment und Argument für den Ausbau von einem vernünftigen Rettungsdienst (RTW-C) und dann so ein tollpatschiges Gewurschtel…

Sehr spekulativ, ganz oberflächlich und rein äußerlich betrachtet könnte ich mir durchaus vorstellen dass hier für die Radkersburger vor allem das Geld eine Rolle spielt - die Bezirksstelle RA hatte immer den Ruf dass sie durch die vielen Rückholungen und Fernfahrten finanziell recht gut aufgestellt sind. Durch eine Fusionierung mit Feldbach könnte sich die Lage und etwaige angesparte Polster jetz natürlich verändern.

Wundert mich jetzt ehrlich gesagt wenig. Ich glaube es ist bekannt, dass es nicht ganz rund läuft, vor allem seit der Entlassung des letzten BGF. Die Stelle ist schon ewig interimistisch besetzt und das schadet der Personalsituation (Faktor Stabilität). Geld ist sicher auch ein wichtiger Faktor an dem es gerade massiv fehlt (siehe RK STMK fehlten 9 Mio.€ in 2024) und dahingehend auch ein Problem. Mit der Fusionierung könnte man beides lösen. Man hat einen fixen BGF und eine möglicherweise bessere finanzielle Situation.

Ich bin generell ein Fan von mehr Zentralisierung in der Verwaltung und finde daher die Lösung sehr akzeptabel. Eigentlich gehören die Bezirke eh viel enger an den LV geschnürt…

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Ganz entspannte Reaktion der Bevölkerung /s

Weil kein Mensch versteht , dass sich für die Bevölkerung nix ändert…

Ich traue mich zu Wetten das die meisten Leute glauben, dass ihre geliebte Bezirksstelle mitsamt allen Ortsstellen zugedreht wird, und der gesamte Bezirk nun ohne Krankenhaus und ohne Rettungsdienst da steht.

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Man möge sich vorstellen wenn die Bevölkerung mitbekommt, dass 2 RS eine Infarkt Patientin auf Revers belassen… oft ganz interessant was die Bevölkerung aufregt und was uns hier “aufregt”

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Bin ich der einzige der findet , dass des ganze reine Trotzreaktion von diesen freiwilligen ist?

Es kann mir doch kein Mensch erzählen , dass es von den freiwilligen jemanden interessiert, ob die Bezirksstelle in Radkersburg oder Feldbach ist.

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durch die Fusion werden vielleicht EA Funktionen verloren gehen

Also ich, als einfacher EA, bin oft echt froh wenn die Bezirksstelle bissl weiter weg ist…

Disclaimer: keine von beiden kenne ich, ich mag halt meine nicht :wink:

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Zeig Verständnis! Man könnte seinen Posten als Gruppenkommandant verlieren! :wink:

Oder man hat vielleicht sowieso schon länger überlegt aufzuhören und das liefert nun ein perfektes Setting.

Ich denke für die meisten hier im Forum steht der Rettungsdienst und seine Aufgaben auf Position 1, der Verein gibt uns “nur” die Umgebung um diese Tätigkeit auch ausführen zu können.

Erfahrungsgemäß gibt es aber genug Personen für die der Verein / eine Position / Macht(?) auf Position 1 steht und der RKT lästiges Beiwerk sind.

Da wird jetzt natürlich alles versucht das zu erhalten, egal ob es Sinnvoll ist oder nicht.

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