@Venflow
Wir haben versucht, eine österreichische Lösung (für die EA’s) zu entwickeln. Uns ist aktuell noch nicht bewusst, welche Teile dem deutschen Modell entsprechen? Kannst das bitte näher ausführen (oder Mail, falls zu lang)?
Eigentlich ist der NFS-Neu unter dem RettAss, der Paramedic über dem dt. NFS angesiedelt und nicht gleich.
Ich glaube wir sind uns alle einig, dass auf jedem RTW ein NFS Dienst haben sollte.
Im Moment sind in meinem Bezirk auf dem NEF 1xNotarzt + 2xNFS und auf den RTWs 2xRS.
Die Bestrebung gibt es schon lange, dass auf jedem RTW ein NFS ist,
jedoch bekommen wir gerade einmal so 2xNFS fürs NEF zustande.
Jetzt nun 1xNFS aufm NEF und dafür auf 4 RTWs jeweils einen NFS, ist nicht möglich,
weil die meisten EA’s keine Zeit/Motivation für den NFS-Kurs haben.
Wie sollte das ganze mit den EA’s realisiert werden?
@bauxxxerl:
Unsere Notärzte wollen am BO zwei Notfallsanitäter zur Verfügung haben.
Untertags an Wochentagen ist jeweils ein NFS aufm NEF und auf jedem RTW,
nur wenn die EA Dienst haben, dann geht sich das eben nicht aus.
Es wäre auch etwas anderes, wenn im RS-Kurs bereits die Notarzt-Assistenz und die Geräte vom NEF/NAW geschult würden,
im Moment wird nur kurz die Notarzt-Assistenz gezeigt und geübt.
Weil die Notärzte gerne 2 NFS am BO haben wollen, wie D3xter schon geschrieben hat. Wenn ich nicht genug NFS für jeden RTW hab, dann muss ich es eben so lösen. Kann ich ehrlich gesagt auch gut verstehen, auch wenn es nicht oft vorkommt aber bei manchen Patienten ist man auch zu zweit noch ganz gut beschäftigt. Und es gibt viele RS die selbst mit einfachsten Maßnahmen der notärztlichen Assistenz überfordert sind.
Ohne jemanden angreifen zu wollen, aber das spricht nicht gerade für die Qualität der breiten Masse der RS in eurer Gegend. Vl sollte da das Ausbildungs/Fortbildungs konzept mal überdacht werden.
Nunja das Problem ist die sehr große Bandbreite bei den RS. Da gibt es alles von den motivierten relativ neuen RS die es im RS-Kurs gerlernt und geübt haben und auch ganz gut können bis hin zu den ehemaligen San-Gehilfen die es wahrscheinlich nie gelernt haben und bei uns im NAW-System auch nie brauchen und deswegen nicht wirklich einen Anreiz haben es zu lernen.
Das würde sich in einem NEF-System wahrscheinlich ändern weil die RS dann öfter mithelfen müssten.
OK, das erklärt die großen Qualitätsschwankungen dann noch besser. Ich war der Meinung dass Notarztassistenz auch im RS-Kurs Pflicht ist, weil es ja auch in der RS-Mappe vorkommt. Ich vertrete trotzdem die Meinung dass es besser ist allen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben einen NFS-Kurs zu machen als möglichst viel in den RS-Kurs zu packen oder über irgendwelche selbstgestrickten „RTW-Kurse“ zu lösen.
Laut SanAV (hab jetzt nicht nachgelesen) ist die Notarztassistenz nicht Bestandteil der Ausbildung. In der RS Mappe des ÖRK sind allerdings die Basics drinnen, was ein Zugeständnis an die NEF Regionen ist, wo der RS durchaus in die Situation kommen kann mithelfen zu „müssen“. Aber unterrichten müsste man es nicht, im Curriculum des ÖRK sind auch nur 40 Minuten dafür vorgesehen. Verglichen dazu für das EKG (Das ist ja eigentlich Pflicht - wird nur gerne weg gelassen) 30 Minuten.
Eine Initiative für mehr Qualität finde ich ja grundsätzlich gut. Dieses Zwei-Personen-Projekt hat es halt nicht geschafft - sie haben es aber auch von Anfang an falsch probiert. Ist aber ein gutes Beispiel für „Social-Media-Blasen“. Ein paar tausend Likes und nichts dahinter.
P.S. Was erwarten die Initiatoren eigentlich? Eine freudige Begrüßung? Sie haben scheinbar 0 (Null) Frustrationstoleranz…
P.P.S. Vielleicht auch Angst vor Nachteilen? Die Dienststelle sollte schon hinter einem stehen…
tja, so schnell wie es angefangen hat ist es eben auch vorbei!
nicht wirklcih überraschend, ist ja nicht das erste mal in der geschichte österreichs, das sich jemand gedacht hat man sollte die ausbildungen aufwerten. die HiOrgs haben hald eine ordentliche macht in österreich…
Es reicht halt nicht wenn ein oder zwei übermotivierte Personen eine Homepage mit undurchdachten unrealistischen Forderungen ins Netz stellen und darauf hoffen dass sich jetzt die Welt ändert.
Dieses Ende war vorherzusehen, ich habe schon genug derartige Initiativen erlebt, die alle gleich geendet haben, wobei diesmal die Medienarbeit durchaus gut war; es ist hier aber schon an die Medien gegangen worden, als der/die Proponent(en) selbst noch nicht einmal eine Idee hatten, wie der Weg weitergehen könnte.
Der richtigere Weg zu einer Evolution im Rettungswesen in .at muss eben das Motto sein: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“
Das heißt, erst einmal Ausschöpfen der gesetzlichen Möglichkeiten (und da liegt ja bereits der Hund begraben) und dann eine Weiterentwicklung ohne dem Stellen überzogener Forderungen - dafür bedarfsorientiert und fachlich sinnvoll, wie z.B. mind. 1 NFS-NKV am RTW
Haargenau so sehe ich das auch. Zuerst qualifizieren wir das bestehende Personal mal so, dass es das alles, was es können sollte auch wirklich kann, dann schauen wir, dass NKV flächendeckend eingesetzt werden (und die alle ihren Job beherrschen) und dann schau ma weiter…
Das ist halt viel mühsamer und wesentlich unspektakulärer, als irgendwelche Paramedic-Ausbildungen zu fordern. Bringt dem Patienten aber viel mehr!