NÖN 01/17 Patient nach Transport gelähmt

m.noen.at/gaenserndorf/gross-enz … 35.826.499

Interessante Geschichte!

Der behauptete SV ist für mich allerdings undenkbar, es wird ja eher zu viel als zu wenig immobilisiert. Und wenn der schon neurologische Ausfälle hatte…

bzgl. Mobilisation … falls irgendwer den Medec Vortrag gestern war … war intressant und auch sehr wissenschaftlich hinterlegt.
Und nur als kurz Antwort darauf was rauskam … wenn immobilisation (dafür gewisse kriterien notwendig)… dann gscheid … sprich vollständig

Finde ich etwas schwer Stellung zu beziehen, da man ja sehr viele wichtige Infos nicht hat:
Wie stellte sich der Patient dem Rettungsteam dar?
Wurde MSD erhoben/geprüft?
Wurde eine STU gemacht?
Wurde per Spineboard oder Schaufel/Vakuum immobilisiert?
Wie wurde der Transport durchgeführt?
War der NAH überhaupt verfügbar?
Wäre ein RTW mit Schwebetisch verfügbar gewesen?

Insofern traue ich mir derzeit keine Äußerung zu.
Ich hoffe nur für die Kollegen, dass eine anständige Dokumentation zu dem Einsatz vorliegt, da das sonst bitter ausgehen könnte in unserer heutigen Zeit.

Insbesondere wegen dem § 1299 ABGB. Das RK muss beweisen das es „unschuldig“ ist, der Kläger muss nur behaupten, dass sie Schuld sind, aber beweisen muss er es nicht. Selbst wenn er es gar nicht beweisen kann, solange das RK nicht beweisen kann das es anders war haben sie Pech gehabt.

25mg Novalgin entsprechen 0,05ml aus der Ampulle (500mg/ml)
Luftmatratze?

aso? für dich undenkbar dass sanis einen fehler machen bzw. nicht gut arbeiten?

Soweit man dem Bericht entnehmen kann wurde gar nicht immobilisiert. Wobei ich mich halt auch Frage was einen dazu bewegt nicht zu immobilisieren, wenn der gute Herr seine Beine schon nicht mehr spürt…
Aber wie du sagst, ohne nähere Details ist es da relativ schwer Schlüsse zu ziehen.

Hui, das könnte lustig werden. Vor allem, wirklich nicht immobilisiert wurde.

Andere Frage: Würdet ihr auf Aufforderung eines Patienten den NAH holen?

LG,
SanG

Der Notarzt ist entweder Homöopath, oder gemeint sind 2,5g also „a grouße Ampuin“ :laughing:

Nicht generell. Aber Rückenschmerzen mit Neurologischen Ausfällen nach Sturz währen für mich ein SEHR GUTER Grund einen NAH anzufordern.
(Ich bin ja pinzipiell 30-45min Wald-und-Wiesen-Wegerl vom nächsten KH entfernt)

@Rescue: War auch gestern bei Medec. Eine der besten Schulungen aller Zeiten! (y)

ja würde ich … wenn es der Patient will dann ja … allerdings würd ich es ganz gezielt abwägen mit der Leitstelle ob evtl. andere wichtigere Einsätze anstehen etc… den Patienten würd ich das auch sagen und ich würd ihn auch darauf hinweisen das es sein könnte das der Einsatz selbst bezahlt werden muss falls die Kasse das prüft.

Warum sag ich das … weil ich das ganze scho einige male hatte, ich mir sicher nichts anhören lassen will im nachhinein und weil die Kassen wirklich langsam drauf kommen das nicht alles transportiert werden muss nur weils die Person X so will…

Die einzelnen Vereinbarungen der Helibetreiber mit den Ländern bzw. Alpin, Sport, Intern… Einsätze lassen wir jetzt mal außer Auge …

Also wenn das (Immobilisierung) tatsächlich nicht passiert ist und der Pat. wirklich über diese Sensibilitätsstörungen geklagt hat… dann möchte ich jetzt im Nachhinein nicht der TPF sein. :wink:

Echt jetzt?
Also auf die Gefahr hin, jetzt ein Exot unter Kollegen zu sein, aber ein Patient hat mir weder zu sagen, in welches Spital ich fahren möchte, noch mit welchem geeigneten Rettungsmittel oder gar Besatzung.
Natürlich sieht die Sache anders aus, wenn ich der Meinung bin, dass das angezeigt ist, aber nur, weil der Patient sagt, er möchte gerne… also ehrlich, dann würden wir in Wien wirklich NOCH mehr Schwachsinn machen/fahren als wir das eh schon tun. :slight_smile:

es kommt drauf an wo ich bin und wie der Patient generell ist …

ich hatte mal den Fall im Bundesland X … wir, RTW wurde zu einem Arbeitsunfall gerufen … Mechaniker, Auto auf Hebebühne und Hand bei Reperaturarbeiten unterm Fahrzeug eingeklemmt. War schon befreit, wies allerdings Quetschungen am Ring und Zeigefinger am obersten Glied sowie eine ca 3cm lange RQW am Handrücken auf.

NEF war mitalarmiert, brauch jedoch ca. 10 min. Wir waren zufällig im Ort des EO und somit gleich vorort.

Patient gab starke Schmerzen an. Abgesehen von den üblichen San Maßnahmen habn wir ihm gesagt dass Nef gleich kommt und er dann Schmerzmittel bekommt und wir ins Bezirkskrankenhaus XY fahren.

Seine Aussage und deren des Chefs… nein ich will den Hubschrauber und ins Landeskrankenhaus XY geflogen werden. Meine Aussage darauf war das die im BKH das auch können und gut sind und es auserdem viel schneller ist (10min).
Patient bestand aber darauf und somit Nef weiter zufahren lassen, NAH bei Leitstelle angefragt. Diese fragte natürlich warum und mit welcher Begründung. NAH kam, Pat wurde eingeladen und ins LKH XY geflogen. Vorher gab es allerdings seitens NA auch noch den Hinweiß an Patient das Transport eventuell selbst zu zahlen ist, da es keine Indikation ist.

Da es aber Patientenwunsch war und es möglich war ----> schöner Nachmittagsflug

Conclusio: Pat. nach 1 Tag im LKH wieder ins BKH verlegt und die obersten gequetschten Glieder wurden amputiert, so wie vermutet und auch vom NA zum Patienten gesagt wurde.

Also ich tu es sicher nicht immer, aber wenn es machbar ist und es keine Ressourcenverschwendung ist etc… dann why not … man muss zwar nicht immer alles machen, aber auch nicht immer alles ablehnen. Fragen kann man und die Entscheidung liegt sowieso an der Leitstelle… wenn diese sagt nein dann ises eh nein … Ich bin nicht für alles aber auch nicht gegen alles … Abwägen heisst die Devise

Also wenn ich das fliegende Eierspeißpfandel kommen lasse, nur weil sich der Patient das wünscht, kann ich mir wahrscheinlich einen neuen Job suchen.
Ganz davon abgesehen das ich den Hubschrauber für eine Bagatelle binde, während er vielleicht gleichzeitig bei einem schwer verletzen Kind gebraucht würde - also ich kann das auch moralisch nicht verantworten.
Was das Zielkrankenhaus angeht, wie man in den Wald rein ruft, so kommt es raus. Vorausgesetzt das Wunschspital ist für die Versorgung geeignet, bin ich geneigt zu telefonieren und mein möglichstes zu tun, aber nur solange ich freundlich gefragt werde. Wer mich anschautzt „Sie müssen…“ bekommt etwas aus der Auswahl die mir der Computer gibt und das war es.

schon klar… zu der Zeit wie die Aktion war, bin ich noch relativ „frisch“ und in einem Wald und Wiesen Stützpunkt gewesen :wink: Mittlerweile und auch durch die berufliche Erfahrung und Situation ändert sich auch eine Einstellung.

Wie gesagt, ich würd es jetzt individuell machen und auch nur dann wenn ich wirklich freundlich gefragt werde.
Das weitere ist ja das die Leitstelle NÖ,Wien sowieso darüber entscheidet und da wenig Einfluss hast. In Wien ist die Krankenhaus Situation nochmals eine andere und dadurch fällt das auch wieder weg.

Aber versteh dich schon

Wenn der Patient bereits am Unfallort den Sanitätern angibt seine Beine nicht mehr zu spüren…gibt´s wohl wenig Ausreden für die Mannschaft des RTWs den NAH nicht zu holen :frowning:

Falls es tatsächlich zu einem Prozess kommt, wird sich der Sachverständige wohl oder übel an diesem Fakt anhalten. Da gilt´s wahrscheinlich zu Beweisen ob der Patient seine Beschwerden den Sanitätern glaubhaft gemacht hat. Hauptaugenmerk wird auf die Dokumentation gelegt. Haben die Sanitäter zb einen neurologisch unauffälligen Befund glaubhaft und lückenlos dokumentiert wird man ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit glauben. Es könnte ja auch sein dass der Patient erst nach seiner langen Leidensgeschichte plötzlich draufkommt dass er ja eigentlich eh gesagt hat, dass er seine Beine kurz nach dem Unfall nicht mehr spürte. Wenn nicht oder wenn genau das doch dokumentiert wurde wird´s wohl sehr ungemütlich für die Betroffenen.

Ich bin jetzt fast ein bissi überrascht. Ich würde nie auf die Idee kommen ins KH XY zu fahren oder einen NAH zu bestellen nur weil der Patient das gerne hätte. Klar ist das nicht immer so ganz schwarz-weiß, aber gerade bei der Alarmierung eines NAH ist die Sache für mich doch ziemlich eindeutig: wenn der Patient von dem Transport mit einem NAH profitiert, dann wird einer angefordert, sonst nicht. Da geht es ja wie bereits erwähnt nicht nur um den Wunsch des Patienten und die Finanzierung des Einsatzes sondern auch darum, dass der NAH dann gebunden und nicht für den Patienten, der ihn möglicherweise wirklich braucht nicht verfügbar ist. Ist übrigens bei allen Notarztmitteln so und in meinem Einsatzgebiet ist es auch schon vorgekommen, dass der NA mit unnötigen Nachforderungen gebunden war und die RTW-Mannschaft dann alleine reanimieren durfte…
Auch wenn wir in Österreich gerade in der RS-Ausbildung, im Regelfall durchaus berechtigt, der NA als das „Allheilmittel“ präsentiert wird, so sollte doch jeder Sanitäter vor einer Nachforderung nochmal darüber nachdenken ob diese in der Situation sinnvoll und gerechtfertigt ist.
Bei der Krankenhauswahl kann man natürlich, falls das möglich ist, auf die Wünsche eines Patienten eingehen, besonders wenn es medizinisches Gründe für dieses oder jenes KH gibt. Wenn ich aber blind das machen würde, was sich manche Patienten wünschen, dann wäre ich jedes 2. Mal in einem Krankenhaus, dass die benötigte Abteilung/Ambulanz gar nicht hat oder mich mehr oder weniger im hohen Bogen wieder raus schmeißt, weil es nicht zuständig ist.

kurz noch zu erwähnen … damals vor zig Jahren … fragte ich bei der Leitstelle um den NAH an mit dem Hinweiß das es ausdrücklicher Patientenwunsch ist. Diesem hab ich auch keine Garantie dafür gegeben … und ja ehm nachdem es in einem Land war das von NAH überfüllt ist … hat die Leitstelle auch alarmiert …

Es kommt immer auf den Umstand drauf an und hier in NÖ würd ich solche Aktionen sicher nur bewusst machen, wie schon Vorredner es auch erwähnt haben …

Ok, wenn jemand in einer Wintersportregion z.B. in Tirol oder Salzburg einen NAH will, dann würd ich ihn vielleicht auch eher bestellen. Da steht bzw. stand (ist ja glaub ich mittlerweile mehr reguliert) in der Saison ja fast in jedem Tal ein NAH…
Wenn ich in meinem Einsatzgebiet einen bestellen würde, dann nehm ich entweder ganz Wien und dem nordöstlichen NÖ oder dem Zentralraum und dem Waldviertel den jeweils einzigen NAH weg für nix…
Wie schon gesagt, im Regelfall sind wir irgendwo in den Grautönen zwischen schwarz und weiß.

15 ganzjährig, 4 zusätzlich saisonell … wenn ich es jetzt richtig im kopf habe
und jap so wars :wink:

ja in nö und wien ises natürlch ganz was anderes … hier brauchen wir nicht 2 mal überlegen … da muss man schon bewusst damit umgehen …

dann machen wir in zukunft nur mehr was der patient wünscht. also bitte das kanns ja auch nicht sein? wegen sowas 2 NA mittel blockieren! verantwortungslos hoch 10!

Wer lesen kann liegt klar im Vorteil … lies mal alle Kommentare… !

Und die Situation im Land Tirol mit den NAH ist eine andere wie bei uns in NÖ und wenn man bei der LT anfragt ob überhaupt möglich und auf Patientenwunsch UND der Bodengebundene NA vorher auch noch Bescheid wusste und das sagte es soll die Leitstelle entscheiden ob NAH geschickt wird oder nicht ist die Situation für mich egal.

Wenn es die Ressourcen zulassen und es noch immer mehr wie genug andere Ressourcen gibt die schnell da sind, die Leitstelle und der Bodengebundene NA es einwilligten da ausdrücklicher Patientenwunsch, der Patient von mir, NA Boden und NA Luft auf alle Sache aufgeklärt wurden … na dann brauch ich mir auch sicher nichts zu Schulden kommen lassen.

Nochmals. Du kannst Flugrettungstechnisch Tirol nicht mit NÖ vergleichen. Und es war NICHT meine Entscheidung… Alles kein Grund zum Aufregen :wink:

Ich klink mich jetzt aus der Diskussion aus, wird mir zu mühsam. Es wurde ohnedies schon alles erklärt :wink: