NKI Ausbildung

Die 2 Wochen Dauerstress wirst du leider haben. Du musst ständig zwischen den Säälen wechseln und dabei das OP Programm ,die jeweiligen Anästhesisten und auch Patienten im Blick haben. Nicht jede OP ist in Vollnarkose, nicht jeder Anästhesist will oder darf dich intubieren lassen und nicht jeder Patient ist zum Üben geeignet.

Und du stehts ständig in Konkurrenz mit zig Personen die ebenfalls intubieren lernen wollen. Und teilweise wirklich skrupellos sind um an ihre Fälle zu kommen.

Für mich war das Praktikum maximal stressig und unangenehm.

Ich hatte zb. einen Tag dabei wo ich wegen schlechtem Timing auf nicht eine einzige ET gekommen bin.

Sorry dass ich dir nichts positiveres berichten kann. Lehrreich war es aber auf jeden Fall.

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Hey,

ich habe mein Praktikum ebenfalls bei den Brüdern gemacht und war eigentlich sehr zufrieden.
Mein Tipp ist, dir gleich bei der Morgenbesprechung gut einzuprägen (bzw. gibts meistens auch was ausdrucktes) in welchem OP was ansteht.

Dann weißt welche OPs am jeweiligen Tag Sinn machen.
Welche OPs brauchen eine ETI.
Welche Patienten sind Risikopatienten wo du dann eh nicht darfst.
Welche OPs sind mit Assis besetzt, die dich (eigentlich) nicht intubieren lassen dürfen.

Ich hatte Glück und nur einen „Konkurrenten“ und der war sehr angenehm.

Am ersten Tag würde ich schaun dass ich sehr früh da bin. Ich bin gefühlt eine halbe Stunde vor diesem Büro gsessn und es war keiner da um mir eine zutrittskarte oder sonstwas zu geben. Es hat sich dann irgendein Doc der mich da ewig sitzen sehen hat erbarmt und gsagt vergiss das, komm einfach mit zur Besprechung.

Und wie immer: Vorstellen, vorstellen, vorstellen, vorstellen!

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Versteife dich nicht auf die Anzahl der ETI

In den zwei Wochen wirst du ohnehin nicht auf die Fallzahlen kommen um dann präklinisch die geforderte FP Rate zu erreichen

Die NKI ist aber so viel mehr als nur einen Schlauch in eine Röhre zu stecken. Lass dir von den Anästhesisten erklären warum sie jetzt so einleiten und die Narkose so führen. Die verschiedenen Beatmungsformen. Lass dir Tipps zur Lagerung zeigen. Zeig einfach ehrliches Interesse und nicht nur „ich bin nur zum intubieren da und der rest is ma egal“

Und sei dir nicht zu Schade die Pflege zu unterstützen und auch vermeintliche einfache Aufgaben zu übernehmen (Pat monitieren, mal ne Infusion tauschen, Med aufziehen, …). Beobachte die Abläufe und bring dich sinnvoll ein.

Insbesondere sich mit der Pflege gut stellen hat mir immer viel gebracht. Da bekommst dann auch mal wertvolle Tipps „geh schnell rüber in Saal xy die leiten bald ein“

Und wennst am Ende des Tages mal ohne ETI raus gehst aber einen schwierigen Pat bebeuteln durftest ohne ein paar SGA gelegt hast, dann war es auch ein guter Tag

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Hallo!

Ich war sowohl bei den Brüdern im NKI-Praktikum und hab auch dort für ein paar Jahre gearbeitet.

Das meiste haben meine Vorposter eh schon gesagt, die wichtigsten Punkte sind:

  • Such dir nicht die Säle mit den spannendsten OPs aus, sondern die, die am wahrscheinlichsten eine ETI bekommen und eine:n Arzt/Ärztin dabei haben, die intubieren lassen.
  • OP-Saal-Hopping ist eine gute Idee. Wenn die ETI gelaufen ist und die initiale Dokumentation auch schon beendet ist, ist es ein guter Zeitpunkt, den Saal zu wechseln
  • Schau dass du für deine erste OP einen guten Saal erwischt, gerade in der Früh starten alle Säle gleichzeitig und mitunter lange OPs. Wenn du da einen „schlechten“ Saal erwischt, kann’s sein dass du deine einzige Chance auf eine Intubation bis zur Mittagspause vertan hast, weil alle anderen Morgenpatient:innen zwischenzeitlich auch schon intubiert sind.
  • Bleib lieber länger, die meisten „Konkurrenten“ gehen zu mittag nach Hause, am Nachmittag machst du in der Regel eher mehr Intubationen. Auch weil dann eher kürzere Punkte sind.
  • Vorstellen ist Key. Kommuniziere, dass du hier bist um möglichst viel über Atemweg und Beatmung zu lernen. Die Kolleg:innen, die meinen, sie sind ja nur zum intubieren da, kommen in der Regel nicht weit.
  • Vorstellen gilt übrigens auch für die Patient:innen in der Warteposition, wenn du nix zu tun hast.
    Dir ist fad, die liegen dort alleine, denen ist auch fad und die haben Angst. Win-Win-Situation bei einem Gespräch. Du nimmst ihnen die Angst und lernst gleich die potentiellen Kandidaten kennen. Das macht auch bei den Anästhesisten Eindruck und zeigt von deinem Interesse wenn du schon in den Mund reingeschaut hast, Allergien gefragt usw. → Höhere Chance dass du intubieren darfst.
  • Frag gleich zu Beginn, sobald der/die Patient:in am Tisch liegt ob du schon mal präoxigenieren darfst. Dann stehst du gleich an der richtigen Position und die Chance, dass man dich auch intubieren lässt ist höher.

Nö, wenn sie nicht wollen, dass du intubierst dann intubierst du auch nicht. Was aber bei den Brüdern kaum vorkommt, die nehmen wirklich viele NKI-Praktikant:innen, was den Vorteil hat, dass du nicht lang erklären musst, was NKI ist und was du hier willst. Die wissen das und sind das sehr sehr gewohnt.

Du dich gern auch per PN melden wenn du noch was brauchst, nicht zuletzt weil ich sehr wahrscheinlich einer deiner NKI-Instruktoren bin :wink:

Ansonsten lg und viel Spaß im Praktikum

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Rettungsdienst in Ö ist ein Dorf :grin:

Vielen Dank für die Auskünfte bisher - freue mich noch über weitere Erfahrungsberichte (auch für die Nachwelt, ich werde natürlich nach dem Praktikum meinen Senf ergänzen).

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Versprochenes Update nach abgeschlossenem Praktikum:

Mein KH hat es nicht erlaubt, OP-Hopping zu betreiben um möglichst viele Einleitungen abzufangen. Allerdings waren die Ärzt:innen sehr gewillt, einem etwas beizubringen und „den Sani“ (wie ich die Woche bekannt wurde) machen zu lassen.

Das liegt sicher auch daran, dass die BBW gewohnt sind, NKI Praktikanten zu haben. In einem Haus, wo nicht einmal bekannt ist, was ein NKI ist wäre das evtl. anders.

Absolut wichtig natürlich, dass man sich an allen anderen notwendigen Tätigkeiten beteiligt. Angefangen bei Monitoring bishin zu Venflon und Co.

Ich hab mich bemüht, mein bestehendes Interesse auch wirklich kundzutun, weshalb ich auch einiges über die maschinelle Beatmung und insgesamte Narkoseführung mitnehmen konnte. Diverse Ärzte lassen einen auch die Beatmung und das Gas selbst einstellen und adjustieren.

Trotz der Limitierung des fehlenden Springens bin ich auf ganz akzeptable Zahlen gekommen, hier sehr transparent und ich denke auch realistisch.

31 Atemwege, davon 22 ETI, 9 LAMA. 2 Kinder. Mallampati 1-4 alles dabei. Schwierigster Atemweg war bei einem Larynxkarzinom und BMI>35. Dazu einige Zugänge und Bebeutelt hab ich alle.

Das ist sicher nicht genug, um die ETI ordentlich zu beherrschen aber insgesamt fühle ich mich dennoch in meinen Fähigkeiten gestärkt und denke, ich gehe als besserer Sani aus dem Praktikum raus als rein.

Ich hatte großes Glück mit einem tollen Haus und tollen Praxisanleiter:innen. Starke Empfehlung ans Kollegium :wink:

PS: Absoluter Cheatcode HNO OP

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