NEF NÖ

Wie sind die Erfahrungen bisher?

Angeblich ist man schon auf der Suche nach einem Ersatzfahrzeuge weil sich die Passat nicht bewährt haben. Es könnte also bald einmal eine zweite Generation kommen. True?

Meines Wissens haben die bisherigen „Tester“ einiges am Auto und am Auszug und and der Konfiguration auszusetzen.

  • Wie´s mit dem ungeliebten platzvernichtenden Auszug weitergeht - ???
  • Der Passat ist auf alle Fälle Stein gemeisselt, da alle Verträge ja schon unter Dach und Fach sind. Ob die nächste Generation in frühestens 3-4 Jahren ein anderes Fahrzeug ist, ist vorläufig auch mehr als fraglich. So wie´s aussieht will man den gleichen Fehler 2x machen. Hier geht´s wohl nicht nur um Sinnhaftigkeit sondern anscheinend auch um Macht, Business und Lobbying. Mit etwas Glück trägt vielleicht ja der VW Skandal etwas zu unseren Gunsten bei :laughing:
    Man hat bei der letzten Sitzung jedenfalls eingeschränkt eingesehen, dass nicht alle Regionen in NÖ landschaftlich gleich sind um den niederflur Passat dort problemlos und komfortabel zu betreiben - aber ohne Konsequenz, da eben die Autos alle schon gekauft sind. Punkt.

*Auch wurde sehr kritisiert, dass der momentane Respirator nicht CPAP fähig ist - dies wurde eingesehen und wird anscheinend korrigiert.
*Keine Telemetrie durch den Corpuls möglich, auch das will man ev. nachrüsten.

Ich hab Gerüchte aufgeschnappt, dass VW die vertraglich vereinbarten Konditionen nicht (mehr) erfüllen kann und die NEF-Umstellung derzeit auf Eis liegt, sprich es werden derzeit keine Autos ausgeliefert.

Dass es verschiedene Probleme mit dem Passat gibt (Bodenfreiheit, zulässige Achslast hinten überschritten) ist kein Geheimnis und vielleicht wird man ja doch noch vernünftig und sieht ein, dass der Passat wohl nicht die klügste Wahl war…

Warum baut man nicht auf die Erfahrungen anderer Bundesländer wie OÖ oder dem Burgenland und stellt auf VW Amarok (teuer, ich weiß) oder VW Touran (sinnvollste Lösung) um?

VW T5 wären doch recht überdimensioniert… aber sicher auch nicht verkehrt, wenn man die Möglichkeit hätte, den Tragstuhl des RTW durch einen Behamstuhl zu ersetzen…

Weil es nicht um sinnvoll geht, sondern rein ums Geld. Und ich bitte zu beachten, dass das Land NÖ für den Notarztdienst verantwortlich ist und der Besteller der Leistung ist. Das RK NÖ liefert das, was bestellt wurde.

Ich fände T5 (Modell ASB Linz) sehr sinnvoll, der 180 PS TDI ist mehr als ausreichend. Und wenn NÖ wirklich den T5 Hochdach als Standard-RTW einbetoniert muss man den Tragsessel irgendwie wegbekommen (ich habe das so verstanden, wurde ja zusammen mit dem NEF präsentiert).

Hätte / könnte / sollte / wollte …

Was die Einführung des NEF neu betrifft bin ich mittlerweile sprachlos …

Normalerweise ist es ja bei einer Systemumstellung so, dass es nachvollziehbare, manchmal auch beabsichtigte Vor- und Nachteile gibt, die sich entweder die Waage halten, oder halt die Nach- (öfter) oder die Vorteile (seltener) ein wenig überwiegen – oder zumindest ein paar Vorteile konstruiert werden, zwecks Akzeptanz.

Das NEF neu kommt aber als Frontalangriff daher – es fällt mir wirklich schwer hier irgendwo Vorteile zu finden, und das, obwohl ich an sich ein Freund des NEF-Systems bin. Dass man den „angestammten Arbeitsplatz NAW“ und eingespielte Teams zu Gunsten der Flexibilität opfert, die ein NEF-System mitbringt – nun gut, das liegt nun mal in der Natur der Sache, da kann man auch durch Ausbildung usw. gegensteuern.

Aber wenn …

  1. … dann der Standard-„RTW“ ein T5 Hochdach sein soll – und salbungsvoll erklärt wird, das ist völlig ausreichend, man muss den Patienten doch nicht im Auto versorgen, das geht auch ohne Probleme draußen – und wenn es doch mal schneit oder regnet, dann ist das halt ein unvorhergesehenes Ereignis …

  2. … nicht mal ansatzweise garantiert ist, dass am RTW ein NFS Teamleiter ist – wenn man einwendet, dass die Notarztassistenz und die Betreuung von Notfallpatienten doch Aufgabe des NFS seien, dann bekommt man als Antwort: „Wenn Dir ein RS nicht reicht, dann legt der einfach die Hände in den Schoss und Du machst Dir Deinen Kram halt selbst.“ Ohne Worte. §§ 9-10 SanG? „Das lese ich jetzt nicht so.“

  3. … man dann statt einem Oxylog 3000 ein nicht-CPAP-fähiges Beatmungsgerät bekommt (wobei ich das nicht ganz verstehe, lt. Datenblatt bin ich davon ausgegangen, das CPAP standardmäßig dabei ist …)

  4. … man einen Lucas 2 bereits hat und diesen nicht im NEF unterbringen kann …

  5. … die Empfehlungen der NA-Arbeitsgruppe dermaßen ingnoriert wurden, dass nicht einmal die Rucksäcke reingepasst haben …

  6. … das Stauraum schon von Anfang an zu 100% ausgeschöpft ist, ohne irgendeine Reserve für die Zukunft – Platz für Teststellungen von neuem Material? Vielleicht auch für Material für Studien (wir haben ja jetzt 3 Universitätskliniken)? …

  7. … und dann noch obendrein das Basisfahrzeug an sich eher fragwürdig ist (übermotorisiert, mangelnde Bodenfreiheit … den Einwand hinsichtlich der hinteren Achslast kann ich als technischer Laie gut nachvollziehen wenn ich an die alten VW-Passat-NEFs der Wiener Berufsrettung denke – aber gut, da könnte sich ja auch was geändert haben …)

Also zusammenfassend … ich würde ja wollen wollen, aber es wird einem verdammt schwer gemacht.

*ob das CPAP Problem nun direkt am Gerät oder am nicht mitgeführten bzw. geplanten zusätzl. Equipment lag weißich leider nicht genau. Letzteres ist zu vermuten.

  • Anscheinend wollte man ja den etwas höher gestellten Passat Alltrack ankaufen, der aber aus irgendeinem techn. Grund doch nicht gwählt wurde. Hatte anscheinend irgendwas mit Auslaufen einer bestimmten Modelreihe zu tun.

  • Es wurde von den Arbeitskreisen mehrmals bekräftigt, dass man sich sehr Wohl an den bereits bestehenden NEF Systemen orientiert hat. Wenn man sich nun ansieht, was dabei herausgekommen ist, muss man entweder annehmen das dies eine glatte Lüge war, oder das hier nur Dilettanten am Werk sind die das Rad wieder mal neu erfinden wollen.

  • Leider leider leider hat anscheinend weder das Land, noch das RK die Absicht das bodengebundene Rettungssystem zu verbesseren. Man will mehr " Flexibilität " , das könne man eben auch als reinen Sparwillen interptretieren.

Also CPAP kann das Ding schon.

In den Anforderungen an die Geräte war zusätzli h NIV mit Pressure Support vorgegeben - das kann das Gerät nicht, eventuell kann das künftig aktiviert werden.

Gemäß den Anforderungen hätte ein Oxylog 2000+ genau gepasst…man hat sich dann plötzlich für den Standard 2 über Dlouhy entschieden…Preisdifferenz war lächerlich.

Mich wundert das da eine einzelne Person, ohne Fachkenntnis, hier Entscheidungen trifft und alle lasse das zu.

War bei der Fahrzeugentscheidung ja genauso.

NUR ZUM BEISPIEL Im Übrigen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an geeigneten Beatmungsgeräten der neuen Generation, die nicht wesentlich teurer in der Anschaffung wären und bzgl. Technik und Nachhaltigkeit sehr sehr interessant gewesen wären. Schon alleine wege zb. der unabhängigkeit bzgl O2 Versorgung oder Druckluft im Turbinenbetrieb. Inklusive ALLER gängigen Beatmungsformen von der einfachsten Volumskontrollierten bis zum BIPAP etc,…

https://www.hamilton-medical.com/Products/Mechanical-ventilators/HAMILTON-T1.html

Aber zugegebenermassen ist der Medumat viel kompakter im Notfallbetrieb als dieser hier.

Wenn die benachbarte Großstadt den Passat als NEF in Bausch und Bogen gegen Caddys ausgetauscht hat und die Alten nicht einmal als Reserve-NEF erhalten wurden sondern lediglich als Kutsche für Chefitäten, Presse, MPG, etc. verwendet ist es natürlich nahe liegend sich als Land Niederösterreich sofort und ohne Zögern für den ausgemusterten Fahrzeugtyp zu entscheiden. :unamused:

Ich verstehs einfach nicht, in Groß Enzersdorf gibts seit längerem einen Touareg als NEF mit LP12 und Oxylog, und die RTWs in der Umgebung sind (fast) alle Sprinter (JUH/ASB), Crafter, od Renault/Opel Kastenwägen (RK) mit entsprechenden Halterungen, und teilweise sogar selbst mit den Geräten schon am Auto. So einfach wäre es meiner Meinung nach.

Genau das ist ja schon der springende Punkt, warum das NEF-System, so wie es aktuell besteht, nicht effizient funktionieren kann! Ein RTW sollte bereits über sämtliches notfallmedizinisches Equipment verfügen - qualifiziertes Personal inkludiert. So ist in meinen Augen mindestens ein NFS als Transportführer am RTW Pflicht. Denn was hilft mir das am besten ausgestattete Auto, wenn es dann mit zwei RS besetzt wird, die erst recht nichts mit den ganzen Gerätschaften machen können und somit wegen sämtlicher Lappalien einen Arzt hinzuziehen müssen? Ganz ehrlich, effiziente Arbeit schaut bei mir anders aus. Und so, wie die meisten RTW in NÖ besetzt sind, wären das für mich nach wie vor KTW, da der Wirkungsbereich eines regulären KTW nicht überschritten wird (RR-Messung, O2-Gabe etc. sind in jedem 0815-KTW möglich, viel mehr kann der RS im ach so tollen neuen „RTW“ auch nicht machen…). Also sollte man bei einer Effizienzverbesserung des Systems vielleicht nicht nur den Fuhrpark fokussieren, sondern sich auch einmal Gedanken über geeignetes Personal machen.

Passiert glaube ich schon. Man hört aus verschiedenen Gegenden, dass jetzt Schwächen bei den RTW Sanis zu Tage getreten sind, die bis jetzt durch NAWs kompensiert wurden. Wird sicher interessant! Tirol zeigt ja zb das es geht, dort ist die Dichte an NFS österreichweit am Größten…

DEN „Standard RTW“ scheint es ohnehin nicht zu geben bzw gibt es wohl zwei davon, den T5/6 Hochdach und den Sprinter, zumindest tauchen beide immer wieder auf.
Das Equipment darin allerdings soll einheitlich werden, wobei man sich da aktuell anscheinend nicht einmal sicher ist, erst war NÖ weit der LP1000 als Defi angedacht und nun wird es doch ein Gerät der Firma Schiller, man wird sehen wie sich das beim Rest entwickelt.

Dabei wäre der Corpuls1 so schön. Aber ok, wirklich sinnvoll ist der nicht - dafür richtig teuer!

(Und wenn man davon ausgeht, dass viele RS nicht amal ein EKG picken können (und dürfen, manche meinen das darf nur ein NFS) dann ist er eh sinnlos)

Tja, die Ausbildungsqualität und die Qualität der Protagonisten neben dem Notarzt war dem Land bei Vergabe wohl herzlich „wurscht“ Die Umstellung hat ja auch keine Ausbildungs bzw. grosse Qualitätsreform zum Ziel sondern eher eine nachhaltige Kostenoptimierung, da sich das Land auch Stützpunktschliessungen im Vertrag vorbehält. Was das RK mit welchen Sanitätern in diesem System macht und was die können (müssen) ist eigentlich nicht Sache des Landes. Diesen Ball hat man (auch wenn immer dementiert) dem RK zugespielt, und die wurschteln brav weiter wie immer anstatt das System auf feste Beine zu stellen.

rettungsdienst.brk.de/techni … 2010/daten

Das hab ich grade zufällig gefunden, als die Bayern noch Kombis als NEF hatten (Skoda Superb 4x4 beziehungsweise Octavia 4x4) sind sie mit 140 PS ausgekommen. Sie haben aber inzwischen aufgerüstet und fahren BMW X3 mit 190PS…

Da wirken die 240PS irgendwie noch ärger…

Die fahren immer noch Superb Kombi 4x4 :wink: zumindest die Stützpunkte in unserer Nähe.

Prinzipiell könnte man auch einen Fiat Panda, VW Lupo oder sonst irgendein Auto als NEF verwenden. Ein Rucksack, EKG, Beatmungsgerät und etwas Kleinzeugs geht sich fast in jedem Fahrzeug aus. Fahrkomfort, Sicherheitsaspekte etc,…lassen sich immer diskutieren und schön oder schlechtreden. Zum Notfallort wird man mit jedem Fahrzeug kommen, egal ob 75 oder 240 PS. Ob es wirklich so zielführend ist in einem Land mit einem Gesundheitssystem wie Österreich hier einen übetriebenen Sparstift anzusetzen ist wohl mehr als fraglich. Wenn man die Kosten der Fahrzeuge in Relation zu anderen Anschaffungen im Gesundheitswesen bringt, relativiert sich schnell vieles, nur leider wird hier nie verglichen da andere Budgets,…etc,… Die Anschaffung von entsprechenden Fahrzeugen die für die tätigen Mannschaften den entsprechenden Komfort, ein ausreichend gutes subjektives und obj. Sicherheitsgefühl mitbringen und der momentanen Technik und Zeit entsprechen wäre eigentlich für das österr. Rettungswesen selbstverständlich, wären da nicht immer die Interessen einzelner Personen, die vielleicht mit völlig übertriebenem Idealismus falschen Zielen hinterherlaufen und das Rad immer wieder neu erfinden wollen.