Larynxtubus

Ich weiß, dass der Larynxtubus bei der JUH ja schon seit einiger Zeit ab RS freigegeben ist, beim ASB sollte es Anfang 2014 soweit sein.
Wie siehts bei anderen Organisationen aus?
Wer hat ihn schon einmal benutzt? (Bericht)
Ist er vom Notarzt gegen einen Endotrachealtubus getauscht worden?
Was sagt ihr dazu, dass in Wien Zivildiener einen LT setzen dürfen und in NÖ (wo weniger Ressourcen bereitstehen) nicht?
Welches Modell ist im Einsatz? LT-D oder LTS-D?

Bei der Gmoa wurden alle ab NFS darauf geschult, ob man damit schon durch ist, weiß ich nicht, denke aber schon.
Meines Wissens ist der Larynxtubus mittlerweile bei den NFS-Ausbildungen auch dabei.
Angeblich sollten dann auch RS darin geschult werden, wüsste jetzt aber auch nicht, ob das schon der Fall ist/war.
Notärzte bei der Gmoa intubieren zwar primär endotracheal, es gibt aber den einen oder anderen, der auch gerne einen Larynxtubus verwendet, nicht nur bei frustraner endotrachealen Intubationsversuchen, sondern gleich von anfang an. Ob ein NA bei einem Patienten, der vom Sanitäter vor Eintreffen des NA mit Larynxtubus intubiert wurde, diesen belässt oder umintubiert, ist von NA zu NA verschieden. Habe beides schon erlebt. Kommt auch darauf an, ob Zeit und wie Suffizenz die Beatmung mit Larynxtubus ist.
Intubieren mit Larynxtubus ist ansich nicht schwer zu erlernen und bei einigermassen optimalen Voraussetzungen auch im Einsatz nicht schwer anzuwenden. Meiner Meinung nach ist dies auch problemlos durch einen Zivildiener zu schaffen, wenn er darauf geschult ist.
Aber es gibt auch beim Larynxtubus - wie bei allen - die Möglichkeit von Fehlern und Komplikationen, dass darf man nie vergessen. So das Wunderallheilmittel, wie er anfangs angepriessen wurde, ist er nicht. Richtig angewendet ist er toll und auf jeden Fall suffizienter als eine herkömmliche Maskenbeatmung (sogar vorausgesetzt, die wird richtig und gut gemacht - wer im Rahmen seiner NKI-Ausbildung im OP einmal gelernt hat, was es heißt eine Maske wirklich dicht zu bekommen, weiß was ich meine).
Als Modell verwendet die Gmoa den LTS-D, also mit Entlüftung des Magens.
Ab NKI wird sowohl die endotracheale Intubation (nona), wie auch die Intubation mit Larynxtubus geschult und auch bei der Prüfung und Rezertifikation verlangt.
Es wird aber - sogar offiziell - dem NKI nahegelegt, im Einsatz primär für die endotracheale Variante anzuwenden. Hier wird eng mit Prof.Dr. Sterz zusammengearbeitet und auch er ist ein Verfechter der endotrachealen Intubation und sieht sie als den „goldenen Standard“.

In NÖ werden alle auf den LT geschult, egal ob Zivi, HA oder EA. Der Oktober „Zivi-Kurs“ war der erste Kurs der auf unserer DS komplett auf den LT geschult wurde und bei uns wurde in einer Fortbildungsoffensive auch mehr oder weniger bereits die ganze Mannschaft in 2-3 Wochen oder so umgeschult. Ziel dieser schnellen Umstellung war es möglichst kurz 2 verschiedene Reanimationsabläufe parallel laufen zu haben. Ich selber hab präklinsch noch keine Erfahrung mit dem LT, aber was man von anderen so hört dürfte es jetzt auf jeden Fall einfacher sei als früher mit Beutel Maske. Bei uns sind mit 1. Nov auch sämtliche Fzg. auf LT umgestellt worden.
Das RK hat leider nur den LT-D freigegeben was zur Folge hat, dass wir jetzt 2 verschiedene LT im Einsatz haben: Notarztmittel LTS-D und alles andere LT-D. Wir hätten eigentlich lieber überall den LTS-D aber das is uns von den Chefärzten nicht erlaubt worden.

Also das entzieht sich mir auch wieder jeglicher Logik.

Die Magensonde vorschieben kann jeder Affe, wo liegt da also das Problem? Und für den nicht-nüchteren Notfallpatienten ist der LTS-D auf jeden Fall der besser Geeignete.

Naja das RK hat den LT ja auf Grund der Ergebnisse der Studie eingeführt und die Studie ist mit dem LT-D gemacht worden und deswegen ist auch nur der LT-D freigegeben. Wir sind auch noch nicht draufgekommen wo der große Unterschied in der Anwendung ist, aber es is nunmal so.
Ich bin zwar noch nicht in die Situation gekommen, aber eigentlich müssten wir jetzt jeden Pat. umintubieren weil es bei uns im ALS vorgesehen ist den Pat. ans Beatmungsgerät zu hängen und durchgängie HDM zu machen und das ist mit dem LT-D laut Hersteller nicht erlaubt weil es zu zu hohen intrathorakalen Drücken kommen kann wenn gleichzeitig HDM und Beatmung erfolgt.

Beatmungsgerät statt Beatmungsbeutel bei ALS? Habt ihr einen CPR-Modus der beim Spitzendruck das Volumen später appliziert?
Selbst ohne vorgeschobener Magensonde wird der Druck über den vorhandenen Drainagekanal entlastet. Beim Fehlen dieser Möglichkeit kann es auch soweit kommen, dass nicht mehr über den LT beatmet werden kann (Komprimierung des Beatmungsbeutels nicht mehr möglich) und der LT zu entfernen ist.
Leider kenne ich das genaue Studiendesign nicht.

@Wendltubus:
Das Beatmungsgerät kommt nur beim LTS-D oder ET zum Einsatz, beim LT-D dürfen wir das genau wegen dem fehlenden Drainagekanal eben nicht. Ich war aber noch nicht in der Situation dass ein Pat. mit LT-D beatmet wurde weil die bei uns eben erst seit 1. Nov auf den KTW/RTW zum Einsatz kommen.
Als Beatmungsgerät kommt bei der Reanimation bei uns im Regelfall der Pneupac VR-1 zum Einsatz. Je nach Situation und Patient spricht das Überdruckventil mehr oder weniger oft an, es kommt auch durchaus vor, dass wieder auf Beutel zurückgewechselt wird wenn „gar nichts rein geht“, aber meistens funktioniert die Beatmung bei durchgängiger HDM relativ gut.

Danke für die Auskunft, bei uns gibt es einen Beatmungsbeutel während der Reanimation und einen Medumat Transport für den Rest. Damit ist das Einsatzspektrum hervorragend abgedeckt.

Der Hauptgrund für den Respirator ist möglichst schnell Personal freizuspielen, besonders wenn der NAW in Minimalbesetzung ohne 2. Sani und ohne RTW vor Ort ist.

Beim Roten Kreuz Vorarlberg werden alle (RS und NFS) bis 1.1.2014 auf den LT geschult.

in OÖ werden auch alle darauf geschult, in 2 teilen

1x Pflichtschulungsthema (2 stunden) (einschulung und anwendung, sowie durchgang mit praxis, keine "wirkliche überprüfung)
1x Defirezertifizierung

Die Pflichtschulung 1 ist bis 01.04.2014 zu erledigen. Wenn nicht absolviert, darf der jeweilige Sanitäter nicht mehr als alleinverantwortlicher Sanitäter fahren.
Defirezertifizierung im 2 Halbjahr, dort dann Einsatz, und überprüfung anhand checkliste, negative rezertifizierung, das resultat davon kenn wir ja

Also erstmal… ich glaube nicht, dass in NÖ Zivis nicht den LT anwenden dürfen?! Welchen Sinn hätte das denn wenn man den ab RS freigibt und dann eine gewisse Gruppe von RS nicht zulässt?

Ich persönlich habe den LT schon wiederholt im Einsatz gehabt und bin eigentlich damit zufrieden. Natürlich muss ich sagen, dass er nicht ganz komplikationslos ist, aber sicherlich einfacher zu handhaben ist, als eine BMV.

Zusätzlich hatte ich auch noch das Vergnügen einige Leute auf den LT zu schulen, was eigentlich auch in fast allen Fällen super geklappt hat. Gerade finden Umschulungen mit der neuen LM des RK statt und so konnte ich auch schon einige Rückmeldungen von MA einholen. Laut den Erfahrungsberichten funktioniert der LT in den meisten Fällen sehr gut, wenn auch nicht immer.
Bezüglich der anschließenden ET-Intubation wäre zu sagen, dass das natürlich auch vom NA und der Zeit abhängt, wie schon beschrieben wurde. Persönlich habe ich beides schon erlebt.

Wie kommst du zu der Annahme? Sie ist übrigens definitiv falsch.

Willst du mir hiermit mitteilen, dass es in NÖ (welche HIorg?) für Zivildiener die RS sind, verboten ist, den LT anzuwenden? Gibts da ein offizielles Schreiben bzw eine Dienstanweisung? Würde mich wirklich interessieren.

Im ÖRK zB sollten ja alle RS auf die Anwendung des LT bis Juni 2014 geschult sein. Hieße ja auch, dass sie diesen anwenden dürfen.

bin mir relativ sicher er hat deine aussage nicht wirklich gelesen, und ist davon ausgegangen, das s du sagst, das es für Zivi-RS verboten ist!

Ist allerdings nicht möglich den LT für Zivi-RS zu verbieten und die werden genau so darauf zugelassen wie alle anderen

Offensichtlich haben wir durch die vielen „nicht“ aneinander vorbeigeredet.

Beim RK in NÖ dürfen und sollen alle RS (egal ob Zivi, HA oder EA) den LT anwenden und wer bis Ende Juni 2014 nicht darauf geschult ist verliert seine Berechtigung im LV NÖ.

hahaha ok habe gerade gesehen, dass da etliche nicht drinnen sind :slight_smile:

Ab heuer gibt es in oö. Den „Lt“ mit Absaugkanal in die Speiseröhre.
Neu auch der Hinweis Cufdruck Problematik;

Wie siehts den eigentlich mit dem Thema Cuffdruckmesser aus? Gibt’s da jemanden, der den präklinisch beim Larynxtubus anwendet bzw. von der Organisation zur Verfügung gestellt bekommt?

Yes (asb nö)
und
No (rk nö)

Beim rk meines wissens sowieso erst ab nfs freigegeben (logik erschliesst sich mir nicht)