Stell dir vor du bist Herzchirurg und viechst den ganzen Tag im OP. Machst ein Kinderherz, Erwachsenenherz, Revision, ohne wirkliche Pause. sagst schon den Notfall aus dem eigenen Haus ab.
Und dann stehst in der Zeitung als wärst du der faulste Depp im Land. Angeblich Systemversagen usw.
Mit der Info aus dem Artikel 2 Wochen später kann man nur einen Hass auf Presse und Politik bekommen. Schreien alle Versagen und machen irgendwelche Komissionen, dabei hackeln die in Linz durch und hätten noch mehr hackeln können (Akutbypass aus dem eigenen Haus).
Ich habe mir den Artikel in der oÖ Nachrichten durchgelesen.
Ich möchte da auf einen der letzten Sätze im Zeitungsbeitrag eingehen und zusammenfassen: “alles war vergebens” OP, Not Op, Revision, am Ende der Woche, alle 3 tot., die nichtoperierte Mühlviertlerin und die beiden Operierten.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung in der OÖ Gesundheitsholding (OÖG) und Geschäftsführer des Kepler Universitätsklinikums (KUK), Franz Harnoncourt, hat am Montag seinen vorzeitigen Rücktritt aus dem Vertrag angekündigt. Das teilte er am Montag zu Beginn der Sondersitzung zum Fall Rohrbach mit.
Ich gebe RD-Master recht. Die Patientin wäre mit Hoher Wahrscheinlichkeit weder im KUK, noch in Wels lebend angekommen. Beide Kliniken sind in rund 1h Fahrt erreichbar. Aber selbst mit Schwebetrage wäre das ein Transport gewesen, den ich nicht begleiten hätte wollen.
Einzig ein Hubschrauberflug wäre eventuell lebensrettend gewesen. Aber meiner Kenntnis nach hat man in OÖ keinen Nachtflugfähigen Hubschrauber im Einsatz.
Die Frau hatte, so tragisch das ist, leider keine Chance. Manche Erkrankungen sind eben so heimtückisch und müssen sehr schnell in einer passenden Klinik versorgt werden. Unser System kann vieles leisten. Aber jeden Retten können wir nicht. Manchmal sterben Menschen.