First Responder Fischamend jetzt eigener Verein

fischamend.gv.at/system/web/ … =221524918

weiß wer hintergründe? warum hat man sich vom RK abgekoppelt und einen eigenen verein gegründet?
also abgesehn von der möglichkeit, im logo einen star of life UND ein ekg UND einen äskulap unterzubringen…

Die nächstliegendste Vermutung ist wohl, ohne irgendwelche Hintergründe zu kennen: Geld…
Wann immer irgendwas passiert, kann man sich ganz sicher sein, es geht immer ums finanzielle…

Eventuell will man mittelfristig einen eigenen Rettungsdienst eröffnen. Müsste man imho eigentlich auch für die reine First-Responder Tätigkeit. Wenn man das mal ist kann man Arzneimittelliste etc nach eigenem Bedarf erstellen. Vielleicht finden die Herrschaften, dass die eigene Kompetenz beim RK nicht vollständig ausgelebt werden kann.

Halte ich beim RK NÖ für durchaus wahrscheinlich :wink:

so wie ich das sehe, sind sie ja rechtlich eh ein eigener Rettungsdienst, darum ja auch ein eigener ärztlicher leiter.
ohne das könnten sie ja auch keine Tätigkeiten laut SanG ausführen (ein Sani kann ja nicht „freiberuflich“ tätig sein, im unterschied zb zu einer dgkp)

kann mir aber nicht vorstellen, dass die gemeinde fischamend das Geld ausgeben will, zb tatsächlich einen eigenen rtw 24h zu betreiben

Was man so hört, sind einige der First Responder im Hauptberuf bei anderen Rettungsorganisationen/Bezirksstellen/Bundesländern tätig. Anscheinend gab es da einmal Probleme inwieweit es in Ordnung ist „nur“ First Responder zu sein, ohne sonst bei der Bezirksstelle tätig zu sein. Ein weiteres Problem sollen die NKI gehabt haben, welche seitens des RK keine ärztliche Freigabe für die Intubation bekamen. Des Weiteren gab es wohl auch Differenzen im Bezug auf die Ausstattung und die Aus-/Fortbildungen…

Auch wenn ich mir jetzt vermutlich Feinde mache, „die Kompetenzgeilheit is a Hund“

Stimmt. Aber das RK Niederösterreich (beziehungsweise generell, vl mit Ausnahme von Tirol und begrenzt auch von Wien) ist auch a Hund.

Das ist großteils eine Nivellierung nach unten. Mag in der Masse gut sein, aber für einzelne ist es sicherlich frustrierend.

Und abgesehen davon: Ein eigener Verein ist es sehr saubere Lösung. So what? Ist sicher im Sinne der Patienten (Solange Dinge wie BLS vor ALS beherzigt werden. Nicht drücken aber Hauptsache intubieren bevor der NAW kommt ist ein gefürchteter Fehler. Und ALS im Zweierteam ist sehr sehr schwer…)

die zahl der endotrachealen Intubationen pro NFS-NKI betrug bei der MA70 im jahr 2013 0,33 im jahr.
bin mir nicht vollkommen sicher, ob das im sinne des patienten ist.

bzgl eigener verein ist eine saubere lösung: mag teilweise so sein, auf der gemeindehomepage sagt man ja ganz eindeutig, was man will: die fischamender FR sollen (ausschließlich) für fischamend da sein. ein bisschen ist es aber natürlich ein leben auf kosten anderer organisationen, schließlich lässt man die kosten für die ausbildung (und vmtl auch die fortbildung) ja auf dem rücken der „stammorganisationen“ picken.

„ein bisschen ist es aber natürlich ein leben auf kosten anderer organisationen, schließlich lässt man die kosten für die ausbildung (und vmtl auch die fortbildung) ja auf dem rücken der „stammorganisationen“ picken“
Naja das Problem ist halt das es in Österreich recht wenige bis garkeine Anbieter für Aus- und Weiterbildung von RS / NFS außerhalb der gesetzlich geschützten Organisationen besteht. :confused:

warum? man könnte ja auch als FR-verein die aus- und fortbildung selber übernehmen.
wird man aber nicht machen, weil man ja nur leute nimmt, die ohnehin in einer anderen organisation tätig sind.

Was auch sinnvoll ist. Nur als der FR-Tätigkeit lässt sich niemals (Pflegepersonal von bestimmten Stationen/Fachrichtungen vielleicht ausgenommen) die Routine gewinnen, um die hochkritischen Patienten zu denen der FR alarmiert wird (werden sollte) auch ordentlich zu behandeln. Nicht umsonst wird für die FR-Tätigkeit meist eine gewisse Routine im Rettungsdienst vorausgesetzt.

absolut.
genau deswegen „lebt“ man aber eben, wenn man das als reiner fr-verein betreibt, von den anderen organisationen. sowohl was die formalen bedingungen anbelangt, als auch von der laufenden erfahrung, wie du richtig sagst.

Eigene Vereine sind meistens besser weil das örk Land nö als Beispiel keine Asb Sanis in Ihre First responder Teams nimmt. Auch können Sanis vom grünen Kreuz dort dann fahren. Leute aus Wien vom Rk dürfen auch nicht draußen fahren wegen der 25km Regel. Insofern ist ein eigener Verein besser. Kann auch sicher besser spenden lukrieren weil man damit besser Werbung machen kann für genau diese eine Sache.

Heute war Auslieferungstag der Produkte für die Firstresponder Fischamend

Quelle: Koloszar Medizintechnik FB Autritt

facebook.com/koloszar.mediz … =3&theater

Das san a paar tausender ^^

Aber cool!

Kannst mir bitte das mit der 25km Regel erklären?
Noch nie davon gehört…

Das ist im Prinzip ein ganz gewöhnliches Konkurrenzverbot: man darf einfach in 25 km Umkreis um Wien nicht bei einer anderen Rettungsorganisation tätig sein.

Das ist meines Wissens nach eigentlich überall so, wir haben diese Regel zum Beispiel mit 50 km Umkreis um Wien :slight_smile:

Ja wie schon gesagt, du darfst wenn du in Wien beim Rk bist in purkersdorf nicht zum Asb gehen, st. Pölten wäre schon wieder ok weil 25 km außerhalb von Wien.

Das örk macht es gleich noch viel härter, das örk Niederösterreich nimmt niemanden der beim Asb egal wo eine Führungsfunktion inne hat oder einmal inne gehabt hat egal wie weit weg das ist.

Was du schon wieder alles weißt… Noch dazu, weil Mitarbeiteraufnahme Bezirksstellensache ist, und wir daher gar nicht von einem „ÖRK NÖ“ sprechen können. :wink:

die Aufnahme von Mitgliedern in den Verein Rk Niederösterreich ist Landessache weil die bezirksstellen keine Vereine sind. Somit kann das Land als Verein Sehrwohl Personen die Mitgliedschaft im Verein untersagen. Dies wird auch bei allen aktiven oder ehemaligen Asb Funktionären so gehandhabt.
Somit kann es offiziell vielleicht bezirksstellen Sache sein aber wenn das Land nein sagt kann die bezirksstelle machen was sie will es bleibt beim Nein.