BEL/KDO/... wie sind die besetzt?

Meine Frage an den Rest von Österreich - wie funktioniert der bei euch die Hintergrunddienst für Führungskräfte?
D.h. für GEM-Fälle, Beistellungen u.ä. - wer wird wie alarmiert, und mit welcher Ressource kommen die in den Einsatz?

Kenne hauptsächlich das NÖ BEL-System, aber was machen die anderen?

OÖ Einzugsgebiet RLS Linz-Mühlviertel:

Es gibt festgelegte diensthabende OVD, BezRKdt, LRK. Diese sind bei Indikation laut Checklisten durch die RLS telefonisch zu verständigen und fahren dann entweder mit ihren ohnehin vorhandenen Dienstfahrzeugen, einem OVD-Fahrzeug welches mit nach Hause genommen wird oder mit dem Privatfahrzeug mit Blaulicht-Genehmigung zum Einsatzort.

Also ich kanns dir aus OÖ berichten:

(müsste auch im ganzen Bundesland gleich sein :wink:

Es sollte in jedem Bezirk immer 24/7 einen diensthabenden OvD (Offizier vom Dienst) geben (immer mit FK3-Ausbildung).

Dieses übernimmt grundsätzlich die EL bei komplexeren Einsätzen bzw. auch wichtige Verwaltungsaufgaben als Vertreter des BezRKdt.

In manchen Bezirken gibt es auch “nur” einen ELvD - Einsatzleiter vom Dienst. Dies muss mindestens ein FK2 sein & es rückt aber dann dementsprechend öfters der diensthabende BezRKdt zusätzlich mit aus.

Unabhängig davon gibt es immer & überall den schon erwähnten BezRKdt - Bezirksrettungskommandant.

Er ist im Bezirk die höchste Instanz. Darüber steht dann schon der Landesrettungskommandant.

Also das Tagesgeschäft gehört also in OÖ dem OvD!

Die Alarmierungskriterien sind in jedem Bezirk etwas anders, wobei die Kernaufgaben schon überall gleich sind. Manche alarmieren sehr niederschwellig - andere nur bei großen Lagen.

Alarmiert wird per Telefon aus der jeweiligen Leitstelle.

Gefahren wird entweder mit einem Dienstfahrzeug oder mit Privat-PKW

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Im Burgenland gibt es beim RK pro Bezirk eine Einsatzleiter Gruppe. Diese wird per BlaulichtSMS alarmiert. Zu Bürozeiten übernimmt zu 90% der hauptberufliche Dienstführer die Einsätze. Am Abend oder am Wochenende übernimmt der jeweils näheste.

Der DF unter der Woche fährt mit einem freien Fahrzeug von der Dienststelle. Am Wochenende oder Abend wird mit dem Privatfahrzeug gefahren, oder wenn es am Weg liegt holt man sich ein Fahrzeug von der Dienststelle.

Als Ausrüstung hat jeder ein privates Funkgerät und eine EL Weste. Das wars.

Der ASB im Burgenland hat eigene Kommandofahrzeuge

In der Steiermark gibt es ein entsprechendes Rad mit OvD’s die das KDO besetzen. Untertags meist der BrKdt. und Abends und Wochenends meist ein Rad aus hauptberuflichen und ehrenamtlichen.

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NÖ BEL System:

Als NÖler kann ich auch berichten, dass der BEL (zumindest in meinem Heimatbezirk) ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter gestellt wird. Wie sieht es da in anderen Bezirken bzw. Bundesländern aus? Sind diese OvDs berufliche Mitarbeiter?

Zusatzvoraussetzungen in NÖ zumindest FÜK2 + BEL Modul. Ich denke, dass in meinem Heimatbezirk alle EL außerdem auch im BezKdo. sind - bin aber unsicher ob das nur Zufall ist.

Machen bei uns auch Hauptberufliche.

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Salzburg Stadt: Bei „normalen“ Einsätzen wo ein Einsatzleiter benötigt wird, fährt der Dienstführer aus (mind. FK1 o. 2, grad nicht sicher). Für größere Einsätze fährt zusätzlich der OvD (mind. FK3) mit dem Privat PKW zu.

Werktags + Sa. Tagsüber: 2 Hauptberufliche Dienstführer, die auch als OvD fungieren.
Nachts, So. & Feiertag: Freiwilliger Dienstführer, Freiwilliger OvD

Rest Salzburgs: Je nach Region/Dienststelle etwas unterschiedlich. Meist gibt es aber einen Freiwilligen oder Hauptberuflichen Dienstführer, welcher als Einsatzleiter fungiert. Zusätzlich für Flachgau, Pinzgau, Lungau noch einen OvD, da ist mir die exakte Ausrückordnung aber nicht bekannt.

Tirol: Untertags wird an den meisten Bezirksstelle eine EL-Ressource vorgehalten, diese arbeiten meines Wissens meist in anderer Funktion im Innendienst oder als DF und rücken bei Bedarf aus. In ländlicheren Gebieten/nachts gibt‘s eine Alarmschleife für die betreffenden ELs, die dann mit Privat PKW oder einem Fahrzeug der Dienststelle ausrücken. Ausnahme dazu ist Innsbruck, da gibt‘s ein 24/7 besetztes REF (ELF mit NA-Ausstattung + erweiterter Ausstattung)

Wird in NÖ recht unterschiedlich gelebt, aber tagsüber sind in einigen Bezirken hauptberufliche DF eingebunden. Die Bereitschaften (Nacht/WE) sollten eigentlich nur freiwillig besetzt sein. Auch hat ja bekanntlich nicht in jedem Bezirk immer einer Dienst, da aber der nächstgelegene alarmiert wird, ist das nicht mehr so ein Problem.

Bei denen, wo Führungskräfte privat zufahren - haben die Ausrüstung und/oder Blaulicht?

Im Burgenland: Blaulicht nein, Ausrüstung ein Funkgerät und ein EL Latz

brauchen die dann nicht ewig bis die beim Einsatz eintreffen oder ist das Burgenland flächendeckend gut besetzt dahingehend?

Naja…Zu Bürozeiten fährt der hauptamtliche Dienstführer. Der hat Ausrückzeiten wie ein RTW. In der Nacht und am Wochenende übernimmt der nächstliegende EL. Dh. meistens in einem Radius von maximal drei Ortschaften. Die Eintreffzeiten waren bis jetzt nie das große Thema.

Ein ganz anderes Kapitel ist das Befahren der Rettungsgasse oder das Vorbeifahren an einem Stau mit dem Privatfahrzeug ohne Blaulicht. Die vielen Beschimpfungen muss man auch mal aushalten. Das ist sehr suboptimal.

OÖ haben sie das ja - also Blaulicht und Funkgerät - auch wieder unterschiedlich ob jeder sein eigenes hat oder das Equipment pool mäßig vorgehalten wird.

Wenn das in der Praxis wirklich so stattfindet, dass der EL mit dem Privat-PKW ohne Sondersignal eine Rettungsgasse befährt oder sich sonst irgendwie entgegen der Straßenverkehrsordnung zum Einsatzort bewegt, dann finde ich das nicht suboptimal sondern höchst bedenklich.

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In Kärnten gibt es dafür ein Kommando Fahrzeug (Dacia Duster mit SoSi) und es wird spontan rotiert in einem Pool von 4-8 Leuten pro Bezirk, welche alle eine FK3 Ausbildung besitzen. Auch zu Bürozeiten fährt die Person welche gerade das Auto besetzt. Bedeutet auch, dass diese damit zu einem Teil ihre privaten Fahrten erledigen.

Ob es dafür irgendeine Form von Vergütung gibt weiß ich nicht.

Es ist auch nicht optimal und auf jeden fall bedenklich. Es werden jedoch keine Fahrzeuge oder ähnliches angeschafft. Und ein privates Blaulicht wäre bei uns undenkbar. Also was machen? Keine EL mehr stellen? Das kann auch nicht im Sinne der Patienten sein.

In OÖ bekommt jeder sein eigenes Blaulicht (mit Folgetonhorn integriert) &einen roten Einsatzhelm.

Wir haben bei uns noch zusätzlich jeder ein eigenes Funkgerät & eine eigene Einsatzleitermappe (wie in jedem SEW drinnen) mit dem weißen EL - Latz drin

Die Meisten haben noch eine Tasche mit einer kompletten Garnitur Uniform dabei