Ausbildung/Abschluss ect.

Hallo an alle,

mal eine Frage.
Ich mache die Intensivausbildung zum RS.

Des weiteren habe ich vor, sobald die Ausbildung zu ende ist, beim ASB Floridsdorf-Donaustadt zu fahren. Entweder Ehrenamtlich oder wenn möglich(und sie gerade suchen) Hauptberuflich.
Ist das ohne weiter Probleme möglich? Werde ich da dann eher im Krankentransport eingeteilt oder im Rettungsdienst? kann ich mir das aussuchen?

Mache außerdem meinen Führerschein erst im Herbst, ist es da trotzdem möglich(Hauptberuflich, vorausgesetzt Sie suchen zu der zeit) am RTW zu fahren oder geht das erst nach Erwerb des Führerscheins.

Freue mich über Infos von euch wie das beim ASB so abläuft! Danke :slight_smile:

Viel Erfolg!

RS werden in Wien bei den Organisationen (RK, ASB, JUH) in erster Linie auf den KTWs eingesetzt. Denn jeder RTW muss in Wien zumindest mit einem NFS als Transportführer besetzt sein. Sowohl RK, ASB und JUH erlauben RS das fahren am RTW in der Regel nur als 3ter (San2) am Auto und das nur nach Absolvierung einer entsprechenden RTW-Fortbildung.
KTWs fahren in Wien nicht nur Krankentransporte, sondern auch Notfalleinsätze der Kategorie Omega und Alpha (laut Notrufabfrage „leichte“ Notfälle, bei denen eine akute Vitalgefährdung nicht zu erwarten ist, z.B. nicht stark blutende Wunden oder Knochenbrüche an Armen und Beinen, Fieber, Übelkeit&Erbrechen, etc.), sowie First Responder-Einsätze (wenn sie schneller dort sein können, als der nächste RTW+NEF) bei Reanimationen.

Einsatzlenker bei den Organisationen wirst du quasi nur wenn du nicht mehr in der Führerschein-Probezeit bist. Soweit ich weiß werden vorwiegend NFS und höher auf den RTWs als Lenker eingesetzt, RS fahren als Lenker und Transportführer auf KTWs. Hauptberuflich bei den Organisationen ohne Führerschein (bzw. mit Probezeit) wird eher schwierig werden, da hier halt lieber RS gewünscht werden, die sowohl als Transportführer als auch als Einsatzlenker genutzt werden können - aber vielleicht hast du ja Glück. Eher würde ich dir da aber Chancen eben beim SMD oder beim GK geben.

Falls du wirklich vor hast langfristig in Wien hauptberuflich im Notfall-Rettungsdienst tätig zu sein, würde ich dir aber eher ans Herz legen dich in Richtung Berufsrettung Wien (MA70) zu orientieren. (Aufnahmevoraussetzung Führerschein Klasse C) Hier hast du die beste Bezahlung, in Zukunft eine sehr verträgliche Dienstform (2 Tagdienste, 2 Nachtdieste, 4 Tage frei), fährst nur Einsätze und keine Krankentransporte. Vor allem aber hast du langfristig auch Aufstiegschancen und Alternativoptionen zum Fahrdienst (Leitungsfunktionen, Leitstelle, Ausbildung, etc.) - ein nicht zu verachtender Aspekt, wenn man langfristig im Rettungsdienst tätig sein möchte. Denn der Dienst kann körperlich und geistig fordernd sein und nicht jeder wird das bis zur Pension so einfach packen.

Naja über den ASB FloDo kann ich dir jetzt nicht so viel erzählen… - Auf jeden Fall möchte ich dir eines mitgeben: Auch wenn man aus der RS Ausbildung voll motiviert mit zahlreichen Beispielen von schweren Notfällen rausgeht - in der Praxis trifft man die halt eher selten, da beschäftigt man sich eher mit den medizinischen Kleinigkeiten - vor allem aber auch psychischen und sozialen Problemen. - Lass dich davon nicht demotivieren.
Egal ob du es nun als Hobby oder zwischenzeitlich oder langfristig als Beruf ausüben möchtest: Ich wünsche dir viel Erfolg, vor allem aber auch viel Spaß!

Ich kenne den ASB 921 nur mit relativ hoher Qualität. Denke daher nicht, dass sie frischgebackene RS auf den RTW setzen. Vor allem nicht Hauptberuflich.

Und ehrlich gesagt sehe ich ohne Führerschein auch sehr sehr limitierte Chancen einen Job zu bekommen. Als Urlaubsvertretung im Sommer ja, aber sicher nicht dauerhaft. Da ist ja der hauptberufliche Lenker + Zivi dar Standardfall.

Bei der JUH fällt mir (abseits von Sommerjobs) zb überhaupt kein HA ohne Führerschein ein.

Beim ASB läuft es soweit ich weiß so:

Man fängt als San3 an und muss dann erstmal verschiedene Einschulungen machen. Hat man die absolviert ist man Sani am KTW (San2 heißt das dort), dann kann man weitere Einschulungen machen (RD Seminar, Megacode) und muss eine gewisse Zahl von Diensten oder Transporten fahren um auch am RTW als RS fahren zu können. In der Folge kann man noch mehr Trainings machen und muss eine gewisse Zahl von Einsätzen fahren, dann wird man San2 und damit NKTW Transportführer. Und wenn man das ein Zeitl gemacht hat und wieder Trainings gemacht hat darf man den NFS-Kurs machen und ist damit San1.

Da gabs mal irgendwo so ein Flussdiagramm dazu.

Ich find das ein sinnvolles und gutes System, ist bei der JUH ähnlich, nur das du da früher auf den NKTW und später auf den RTW kommst (und der Unterschied ist auch, dass die NKTWs bei uns echte KTWs sind während der ASB teilweise mit RTWs NKTW fährt).

Warum bleibst du nicht beim SMD?
Man hört nur gutes, vor allem bei der austattung der autos

Warum mussn der fahrer in wien NFS sein? Trsp.führer klar NFS aber als Fahrer?

Naja ich würd das gerne Hauptberuflich machen und der SMD beschäftigt hauptsächlich nur Ehrenamtliche Mitarbeiter.

Das weiß ich auch nicht. Ist beim RK und beim ASB auch definitiv nicht so. Bei den 70ern ja sowieso nicht.

Bei der JUH ist es so, unser ABZ meint das ist sinnvoll (Ehrenamtliche finden das teilweise weniger sinnvoll). Ich für meinen Teil finde es ok, ich bin teilweise schon sehr froh einen zweiten NFS dabei zu haben. Manchmal gibts Patienten die nicht Fisch nicht Fleisch sind, da kommst sehr aufs Bauchgefühl und da ist der NFS schon gut. Kann natürlich auch der RS und Medizinstudent sein.

Hauptamtliche arbeiten bei uns am RTW sowieso im „2 HA NFS + wechselnde Zivis (oder ea RS) Team“.

Je mehr nfs desto besser,
oarg find ich dass die juh ein jahr ktw dienste von ea (auch nfs) verlangt aber mit zivis rtw besetzt

Nja :wink:

Du wunderst dich wsl nicht wenn ich dir sage, dass sich das Niveau mancher Quereinsteiger-NFS als eher jenseitig herausgestellt hat. Mir kommen die ab und an in Kursen unter und ich muss sagen, mir ist der Zivi (die im Übrigen immer die besten ihres Kurses sind (Prüfung + Rückmeldung aus dem Fahrdienst) und das „Recht“ den RD2 zu machen im Rahmen der Kursabschlussfeier vor Kollegen und Angehörigen „verliehen“ bekommen hat, deutlich lieber.

Die kann man von Grund auf Formen und die sind extrem motiviert (und stolz drauf). Der NFS ist uU ein anderes Niveau gewöhnt und auf dem „was brauch ma das wir sind keine Dokt’an“ Trip.

Der Quereinsteiger NFS muss übrigen auch nur 36 Dienste am KTW machen, das geht auch in weniger als einem Jahr (und ein Jahr reicht ned wenns ned 36 Dienste sind). Das der NFS nach dem RD2 Kurs noch lange nicht RD1 am RTW ist OT und noch ein anderes Kapitel :wink:

Also ich kann euch sagen, dass wir Zivis (laut Papier, in Realität sagen natürlich die Hauptberuflichen meist was getan werden soll) beim Asb Transportführer und Sani 1 am Ktw sind! Wir hatten heute einen freiwilligen in Ausbildung an Bord und der meinte nach der bestandenen RS Prüfung kannst du KTW Fahrer werden ohne Blaulichtgenehmigung (Fährst dann die Einsätze einfach ohne Blaulicht das heißt bei uns umgangssprachlich „Pseudo“ Einsatz!) Und Ehrenamtlich auf den Bezirksgruppen (Simmering, Rudolfsheim, Ottakring etc ) kann man laut ihm dann ohne besondere Zusatzausbildung als dritter am RTW mitfahren (weiß aber nicht ob das auch so stimmt). Und die „normalen“ Rtws vom ASb in Wien die unter der Woche gestellt werden haben zwei NFS+ und einen Ehrenamtlichen/Zivi an Bord! RS Praktikanten gibt es nur am KTW, oft haben wir auch Donaustadt Praktikanten die das Praktikum in der ASB Zentrale machen. Und als (gezwungener) Zivi Bomber Fahrer hast schnell schnell eine 5 Minuten lange Einschulung und schon fährst du Zivi Bomber mit Patienten incl Pseudo Einsätzen durch Wien! Und der ASB hat viele Zivi Bomber, letzte Woche waren es mal 7 an einem Tag gleich heute aber nur 3 ist immer unterschiedlich

Und am Ktw haben wir relativ oft auch Berta Einsätze ca jeder 3. Einsatz ist ein Berta (Sturz , Blutung etc…)! Aber fast immer sind alle Einsätze am KTW mit bloßem Hausverstand zu erledigen wenn man Biologie in der Schule hatte, ich hab in meinen 7 Monaten bis jetzt bis auf paar mal Sauerstoff einmal ein Pflaster gebraucht (Kotzbeutel natürlich immer, oft auch bei Transporten) und das bei sicher 100 Einsätzen mittlerweile! Mehr war es nicht! Eher selten gibt aber die Ma70 auch Charlie Codes durch, ich hatte das einmal bis jetzt (Atemnot). Und Brustschmerz hatten wir auch schon desöfteren als Code. Standard KTW Einsatz ist halt zb „RD A Andere Schmerzen“ den du Blau fährst wo der Patient meistens schon angezogen mit Gepäck auf dich wartet und sagt er habe seit zwei Wochen Husten zb ! Natürlich wird das ganze Blau gefahren

Ist alles überaus verständlich, ein gewisses Aussortieren findet hier gezwungenermaßen statt, aber habts ihr keine Angst, dass deswegen gute Sanitäter einfach nicht beitreten?
Würdest du sagen, dass es die 36 KTW Dienste wert sind?

(Vl hört mans raus, aber ich interessiere mich der JUH beizutreten :wink: )

Also ich persönlich hab diese Angst schon. Ich fände weniger KTW Dienste (Wobei man sagen muss, die kann man ja am NKTW machen und somit auch ausschließlich im Rettungsdienst) sinnvoll, dafür zb eine längere Probezeit am RTW bevor man Transportführer werden kann.

An der Regelung haben sich schon viele gestört, das wird sich nicht ändern.

Zur JUH zu kommen kann ich nur empfehlen - es ist vl ein Aufwand mal alle Qualis zu bekommen. Aber wenn du sie hast kannst du in einem optimalen Umfeld arbeiten, wenige NFS, direktes Feedback und eine wirklich qualitätsorientierte Supervision!

Der übliche Wiener KTW bei RK und ASB besteht aus einem Hauptberuflichen und einem Zivildiener, der Hauptberufliche lenkt und bei Notfällen macht der die Anamnese/Behandlung am Notfallort. Manchmal gibt es statt oder zusätzlich zu dem Zivildiener noch einen Freiwilligen. In der Nacht und am Wochenende gibt es häufig auch komplett freiwillige KTWs.

Die ASB Bezirksgruppen stellen keine RTWs, auch wenn die Autos voll als RTWs ausgestattet sind, da sie eben nicht nur für den Fahrdienst genutzt werden, sondern auch als Materialbereitstellung für ein Hauptgeschäft der Bezirksgruppen: Die Ambulanzdienste. - Wenn sie im Fahrdienst sind, sind sie NKTWs die durch die ASB-Leitstelle nur zu Einsätzen die sie selbst aufnimmt oder von der MA70 bekommt entsendet. Da es NKTWs sind und keine RTWs (also auch nur Einsätze fährt die auch jeder x-beliebige KTW fahren würde) braucht man dafür weder Zusatzausbildungen noch muss ein NFS drauf sein.

Spannend das es das beim ASB wieder gibt… der ASB hatte schon vor Jahren erklärt, das sei mittlerweile abgestellt.

Das 2-3 Zivis alleine KTW-(B) fahren, ist aber in NÖ eher die Regel als die Ausnahme, völlig egal ob RK oder ASB. Das is mit auch der Hauptgrund, warum die Autos immer so „top“ in Schuß sind… :unamused:

Die Asb bezirksgruppen stellen schon rtw’s. Allen vor an natürlich flodo mit den abk’s.
Auch kann eine bezirksgruppe als RTW in Mariahilf fahren was immer wieder vorkommt oder an einem anderen Stützpunkt, nicht regelmäßig aber immer mal wieder.

Ja gibt natürlich die ABKs bzw. die ABDs (FloDo) für die gelten meines Wissens die ganz normalen RTW Regeln.

Aber die Gruppen Ottakring, Simmering, Rudolfsheim stellen selbst keine - auch wenn Sie voll ausgestattete RTWs haben - die fahren jedoch nur als NKTWs. Das sie vielleicht einmal einen besetzen, ja - da gelten aber meines Wissens die ganz normalen Regeln des LV.

Wenn die Qualifikationen vorhanden sind, können diese Autos aus RTW am Wochenende und in der Nacht genutzt werden, kommt auch regelmäßig vor

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Fahren wir bei unterschiedlichen JUH’s? :smiley:

Na ist vielleicht ein bisschen hochgestochen Formuliert.

Man kann es auch so formulieren, dass man zb bei Kompetenzanwendung ein Formular ausfüllen muss und das ganze mit nem Durchschlag vom Schein ans ABZ geht, dort schaut es wer an und gibt ggf Feedback (wenns nicht optimal war).

Optimales Umfeld stimmt aus meiner Sicht jedenfalls, bisschen den Vergleich hab ich.

Wenige NFS sind wir auch.

Und die Supervison, es gibt vielleicht keinen Supersani der einem über die Schulter schaut (Wobei…) aber man kann immer im ABZ anrufen und Sachen fragen. Und man könnte auch mit den ABZ-Menschen RTW fahren und sich da die Tipps holen (könnte…).

Und zum Beispiel bei meinen letzten Reas im Tagdienst ging es im Anschluss direkt ins JCN nachfüllen, Defi auslesen und dabei gab es direktes Feedback (Hands Off Zeiten etc). Das find ich schon angenehm (und im ND würde auch jemand drüber schauen, halt mit dem Reanimationsprotokoll und Transportschein erst am nächsten Tag). Das gibt es woanders kaum, das sollte man nicht unterschätzen!

Sowohl Ottakring wie auch rudolfsheim-fünfhaus besetzen immer wieder mal Fahrzeuge in Mariahilf.
Ich kenn mich da nicht so aus da das nicht meine Gegend ist aber ich denke Mariahilf 6 war die Kennung die in der Nacht frei ist und dann gerne genommen wird.

Genau, das geht. Wer einen RTW mit Terminal hat kann kommen und dort fahren.

Machen wir bei der JUH auch hin und wieder. Wenn es (selten) 3 ehrenamtliche Nacht-RTWs gibt (Hernals 5, Johann 2 im 21.) dann kann der 3. anrufen und fragen was man tun soll (Im 18. fahren is blöd, weil dann nimmt man dem Hernalser die Einsätze weg). Recht häufig soll man dann nach MHF fahren und wird dort vom StaFü als MHF-6 geklingelt. Die Kennung ist dann aber trotzdem Johann-1, es geht mehr um den „Fremdorganisations-Platz“ in der Station. Wenns nicht MHF ist soll man manchmal auch in die Zentrale fahren, aber meistens ist es MHF.

Es sollte daher kein Problem sein wenn eine ASB Gruppe in der Nacht einen RTW stellt und sich als (ABK-)MHF-6 anmeldet. Sollte dann auch egal sein ob sie von der eigenen Station oder von MHF aus fährt, die Kennung gibt es und damit passts.