Ich würde das SG in so einem Szenario ja eher am Mann sehen, so wie bei den NAH Notärzten.
Das würde ich auch sagen, z. B. von Pax gibt es kleine BtM Taschen.
Am Anfang vom Dienst fasst der NKV seine BtM-Tasche aus und am Ende vom Dienst gibt er diese wieder ab. So kann auch gleich kontrolliert werden ob noch alles da ist.
Wäre sicher am kostengünstigsten und am Sinnvollsten
Ausfassen würde das Schließfach nur vom RTW auf die Dienststelle verlagern und sonst wenig ändern, glaub ich zumindest. Es gibt am typischen RTW-C-Standort ja niemand bei dem ich was ausfassen bzw. abgeben könnte, dort ist außer der RTW-C-Mannschaft niemand, außer vielleicht eine zweite Fahrzeugmannschaft von einem anderen Auto, wenn überhaupt.
Dann fällt zwar das Thema mit der Netzwerkverbindung zum Schließsystem aus jedem Auto weg aber sonst ändert sich wenig am Aufwand und an den Kosten.
Beim NEF funktioniert es ja auch „analog“. Dann wird hald ein Schlüssel, ein Täschen, etc. bei Dienstübergabe weitergegeben. Wäre mMn die einfachste Lösung.
Den NEF Schlüssel haben die meisten Kollegen auf meiner DS auch die ganze Zeit bei sich und das Auto bleibt verschlossen.
Ich hätte nix dagegen wenn die 3 Amiodaron aus dem Crafter Schließfach runter in das rote Tascherl in der Lade 2 wandern- dann wären 3 Steckplätze oben frei und Epinephrin/Amiodaron auch gemeinsam gelagert im Fzg. Hauptsache die BLL kommt vor der neuen Uniform ![]()
Erweiterung der AML dürfte Heparin, Ticagrelor, Morphin (sowohl ACS als auch starke Schmerzen), Landiolol und Atropin umfassen.
Eine wertvolle Erweiterung mit der man dem NKV noch vor den NEF-Schließungen erweiterte Therapien einräumen möchte…
Woher hast du die Informationen? Mich würde ernsthaft interessieren wie man auf Landiolol kommt?
Aus der Vorabinformation für Führungskräfte, in der (mittlerweile) explizit steht, dass nicht vorgesehen ist diese Informationen vor nächster Woche weiterzugeben ![]()
Na ich bin gespannt. Lese zum ersten mal über Landiolol, aber Verabreichungsgeschwindigkeiten einer Infusion von 8-32 ml/h stell ich mir schon schwierig vor.
Die MA70 hat zwei Online Hörsaal Fortbildungen dazu abgehalten:
und
Landiolol im NEF - Erste Fallberichte aus dem Einsatzdienst | Online Hörsaalfortbildung
Das ist halt neu, das ist sauteuer und der Hersteller freut sich sicher über Studien die dann zufällig bei der MA70 gemacht werden. Oder vielleicht in Zukunft auch beim RK NÖ. Amomed bzw AOP ist tatsächlich ein Österreichisches Pharmaunternehmen das offenbar entsprechend Kontakte hat…
Mit Esmolol funktioniert es genauso - zu einem Bruchteil des Preises. Esmolol war supertoll und kaum läuft der Patentschutz aus, sind sie mim Landiolol gekommen und jetzt wird so getan, als ob es der Gamechanger wäre. Ist es nicht.
Das kann ich bestätigen. Schon viel damit gearbeitet, aber das ist wirklich kein Medikament das man im RD unbedingt braucht. Bei den Laufraten die man braucht für den gewünschten Effekt liegt man bei ca. 300€ (so viel kostet eine Ampulle) alle 1,5h. Das ist ein stolzer Preis, vor allem weil das bei uns Patienten oft mehrere Tage hatten.
Esmolol ist im Prinzip genau so gut. Man sagt zwar dass es weniger kardioselektiv ist, aber was solls…
Da gibts scheinbar eine gute Lobby…
Gibt es auch als 20mg/2ml um ~50€/Ampulle.
Somit verbaut das RK NÖ die letzten Chance auf eine vernünftige SanGReform. Wenn man Notarztstützpunkte schließt und im umkehrschluss eh auch die Hobbyretter NFSx ohne Zusatzausbildung mit Suchtgift herumspritzen dürfen benötigt es wohl keine Reform
Hauptsache alle freuen sich weil wir in NÖ ja so fortschrittlich sind - Blödsinn, wir sind am weitesten Zurück, und degradieren uns selbst
Einführung Urapidil → Hilfe, Hilfe Hobbyretter spritzen Pat in die Hypotonie
Einführung Midazolam → Hilfe, Hilfe Hobbyretter spritzen Pat in die Atemdepression
Einführung Metamizol → Hilfe, Hilfe die Pat werden reihenweise an der Agranulozytose sterben.
Einführung Esketamin → Hilfe, Hilfe Hobbyretter …was weiss ich you name it
Ist man dieses Muster nicht langsam leid?
Die erweiterten AML sollen auch erst ab November kommen, also noch nicht mit der kommenden RDinfo sondern erst mit der nächsten.
Ich bezweifle nicht, dass gute Sanitäter erweiterte Maßnahmen übernehmen können! Ganz im Gegenteil.. Ich bin nur das Muster leid, dass Sani‘s ohne zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten, ohne Berufsschutz und ohne gerechter Entlohnung immer mehr notärztliche Maßnahmen übernehmen sollen.
Wir Sanitäter haben mit den oben genannten Erweiterungen Befugnisse und Verantwortung übertragen bekommen, die im eigenverantwortlichen Bereich weit über der Verantwortungen eines diplomierten Krankenpflegers (BSc) oder MTD (BSc) liegen. Wenn man diese Tätigkeiten ausübt verdient man gerechte Entlohnung, Ausbildungsangebot und Berufsschutz - und keinen Schulterklopfer weil man das so gerne ehrenamtlich macht. Und wenn wir die Entwicklungen alle so weiter akzeptieren (weil ma ja so geile Sanis sind die immer mehr dürfen), wird sich nie etwas daran ändern.
Ich bin der festen Überzeugung, es sind beide Ziele erreichbar. Ob wir wirklich notärztliche Maßnahmen übernehmen möchte ich kritisch hinterfragen. Ich bin eher der Meinung, Notärzte haben viele Jahre eigentlich Aufgaben von NKx übernommen.
Was aktuell, nicht nur in NÖ, an Veränderungen geschehen sind im Sinne des SanG keine Kompetenzerweiterungen, sie waren schon immer innerhalb der Befugnisse und im Verantwortungsbereich eines NFS NKx, man sieht wie flexibel das SanG schon immer war. Nur wurden die Sanitäter halt immer an der kurzen Leine gehalten. Jetzt wo man sie mit mehr Eigenverantwortung ausstattet (und ist unser Job so nicht erfüllender?), können sie endlich unter Beweis stellen zu was sie in der Lage sind. Für die Notärzte bleiben noch immer genug Einsätze übrig, aber halt jene wo ich einen Experten in präklinischer Notfallmedizin vor Ort brauche.
Vielleicht sind genau diese Veränderung das Argument um bessere Entlohnung, bessere Ausbildung und den erforderlichen Berufsschutz nun endlich umzusetzen. Das kann Hand in Hand gehen und nicht in Konkurrenz zueinander.
