AML-Sammelthread

Es ist kein Muss, also es gibt in NÖ keine Behandlungsleitlinie für „Übelkeit“ (noch nicht ?) die ein TNA Callback vorsieht. Es hat sich als Best Practice etabliert, bei der Gabe eines Wirkstoffes welcher auf der AML steht, für den es aber keine explizite Leitlinie im RDMed gibt, den TNA anzurufen.

Was an sich ja nicht schlecht ist, aber jetzt auch nicht verpflichtend.

Edit: Für gewisse Arzneimittelgaben sehen die Behandlungsleitlinien ein TNA-Callback vor. Auch bei anderen Abweichungen von den Behandlungsleitlinien (Dosierungen, Indikationen,…) soll ein TNA konsultiert werden. Die Scope of Practice Matrix und die Arzneimittellisten im Sinne der §§ 10 und 11 SanG stellen auch mit TNA-Callback den maximalen Handlungsrahmen dar.

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Hatte noch nie einen Telenotarzt Call der länger als 5 Minuten gedauert hat. Wenn es wirklich kritisch ist bin ich nach ca. 30 Sekunden am Punkt wo ich die Freigabe für erweiterte Therapie habe (Suprablitz, Sedierung usw.)

Die nächste große Erweiterung der AML wir für Niederösterreich wohl erst im Dezember kommen.

Die Erweiterung um die ACS-Therapie ist eine große Erweiterung?

Was kommt neben Heparin und Morphin noch?

Ich verstehe die Neugierde, aber am besten wohl bis etwa Dezember (oder November für die Info) warten.

Jene Leute, die es wirklich WISSEN, werden es hier nicht kundtun und alles andere ist hald ungesichert.
Persönlich (bin aber in keinerlei Form involviert) bin ich mir mit Morphin gar nicht so sicher - nicht medizinisch, dass ist vermutlich relativ gut in einer BLL abdeckbar, aber wegen der organisatorischen Thematiken, also Verwahrung im Auto, Verwahrung auf der Dienststelle, Suchtgiftbuch.
Ich bin mir hier keinerlei Vorbereitungsmaßnahmen bewusst, außer das angeblich KÜNFTIGE RTWs das kleine verschließbare Fach oben mittels SALTO zugänglich sein soll, was aber ganz neue Probleme eröffnet, weshalb fraglich ist, ob dies so umsetzbar ist.
Ich vermute, dass im konkreten Fall bei dieser Anpassung mehr organisatorische Probleme auftauchen als medizinische, die evtl. mehr Vorlaufzeit benötigen

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Naja die RTW-C beim RKNÖ haben ja verschließbare Fächer. Nur halt mit einem Zahlenschloss

Ja eben. In die dann wohl JEDER MA hinein kommt und bei einem Fehlstand keine Nachvollziehbarkeit möglich ist

Solche Maßnahmen sind üblicherweise nicht wegen betriebsfremden gemacht (die es ja erst finden müssten) sondern für die Internen :wink:

Genau, Gesundheitspersonal ist deutlich gefährdeter Medikamentenabhängig zu werden als die restliche Bevölkerung:

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S215582562200014X

Stimmt, ich glaub ja das der Code Niederösterreich gleich wäre, also ich vermute

Wie sind die Medikamente eigentlich im NEF verschlossen? Bei uns kann eigentlich auch jeder MA in das NEF reinschauen bzw aufmachen. Sind diese dort durch so einen Saltochip verschlossen?

Aktuell einfach mit einem Schlüssel, der je nach Standort immer beim Fahrer oder beim NA ist.

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Ah ok

Aber ich bin gespannt. Laut aussage von Bernd Schreiner im Podcast des BVRD sagt er damals, er gebe nur die Medikamente frei wo wenig schief gehen kann bzw. wo wenig Risiko bei Richtiger andwendung dahinter ist.

Du vermutest gut

Das ist bei Morphin ja auch der Fall, nicht mehr oder nicht weniger als bei anderen Medikamenten die wir mit haben.

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Das elektronische Schließsystem für Medikamente ist bei den ACN Fahrzeugen vorhanden und dürfte dort gut funktionieren. Ich schätze mal, dass die Menge im Fahrzeug bei uns relativ gering werden wird und im Lager einfach analog zu den NEF Stützpunkten ein kleiner Safe kommen wird.

Vermutlich wird das ganze RKNÖ mäßig mit einem Webinar in absehbarer Zeit angekündigt werden.

Ich bin auch der festen überzeugung, dass ein elektronisches Schließsystem hier funktionieren kann, aber die kombination aus dem schließsystem, dass im RKNÖ im einsatz ist und der realität der Mitarbeiter ist ein problem.

Das Zutrittsdevice im RKNÖ ist nur 14 (ich glaube) Tage aktuell. Wenn sie nicht binnen dieser Zeit bei einer Online-Türe benutzt wurde, funktioniert diese nicht mehr.

Es kann somit sein, dass der MA mit seiner Karte im Einsatz das SG aus dem Tresor holen möchte, aber ganz einfach seine/ihre Karte dann nicht funktioniert.

Und da ist hald der Unterschied zwischen ACN und RKNÖ EA Mitarbeiter. Die 14 Tage überschreitet der ACN nur im Urlaubs/Krankenstandsfall, der EA Mitarbeiter vllt jeden Dienst.
Der ACN macht (typischerweise) alleine Dienst, somit muss er sich selbst seine Eingangstüre entsperren und aktualisiert seine Karte. Der RK Mitarbeiter kann (wenn es blöd herkommt) bis zum Einsatz kommen, ohne seine Karte 1x benutzt und damit aktualisiert zu haben (Dienststellentüre vllt unversperrt Tagsüber und Garagenzugang hat vllt der Kollege entsperrt, der vor einem hinaus gegangen ist.)

Hier ist in der Lebensrealität ein größeres „Risiko“ als beim ACN. Die ACN Autos kann man evtl auch mittels HotSpot Internetversorgen, für die Doku usw, dass die Schlüsseltresore dort auch "Onlinezugänge sind, die die Karten aktualisieren, bei RTWs glaube ich nicht, dass da ein W-Lan Hotspot realistisch wird - nämlich um SG ins Auto zu bekommen

Lässt sich natürlich technisch alles lösen, aber mit den bislang gewählten Technologien muss hier entweder die Technologie geändert werden, oder die Sicherheitsrichtlinie :wink:

Halte ich weniger für ein Riskio. In der Regel betrete ich die Diensstelle durch eine Türe. Damit ist mein Schlüssel wieder aktuell im System. Das Restrisiko ist halt ein wenig Eigenverantwortung. Spästens beim Check des SG Bestandes wird es mir auffallen.

Ausserdem wird man eine Lösung finden müssen das SG auch im Rucksack oder am Sani mit zu führen. Nur im Auto kann ich mir nicht vorstellen. Ist im NEF ja auch so.

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Auch den Suchtgiftcheck macht vllt wer anderer am Auto, und eine Karte bleibt blöderweise offline
Also den Patientenraum checke ich primär als Transportführer, als dieser hole ich aber nicht das Suchtgift aus dem Auto.

Ich denke, dass dieses Risiko mit einfließen muss in die Überlegungen - aber ja, es ist natürlich lösbar. Aber, das ganze ist einfach komplexer als eine Ketanest Ampulle die aufs Auto komm, weshalb ich die organisatorischen Hürden im Vordergrund sehe.

Das das SG im Rucksack richtig aufgehoben ist und nicht im Auto - sind wir uns fachlich alle einig. Aber ob es so kommen wird, ist nicht sicher. Im NEF ist es auch nicht überall so bzw. nur in einem Ampullarium und im Wechsel-ampullarium nicht

Es haben auch(noch) nicht alle Bezirks-/Ortsstellen ein elektronisches Schließsystem, mein Ausweis hat z.B. noch nie eine Tür entsperrt und wird es auch in naher Zukunft nicht :sweat_smile: