Der ASBÖ veröffentlicht in den nächsten Tagen seine aktualisierten Leitlinien. Evtl. wird sich da auch was ändern
Purer Sarkasmus. In den Fachinfos stehen viele Dinge die in der klinischen Praxis längst obsolet sind.
zb
Esketamin darf nur durch einen oder unter der Anleitung eines in der Anästhesie oder Notfallmedizin erfahrenen Arztes eingesetzt werden.
entsprechend…eh schon wissen…
ASBÖ Update Algorithmen:
Es ist eine größere Menge an Änderungen bei den Dosierungen und Kontraindikationen. Weiters wurde auch nun präzesiert, was bereits vorher unterrichtet, aber noch nicht verschriftlicht wurde.
Neue Medikamente auf der AML1/2 sind keine dabei.
Mit der neuen RDInfo startet jetzt die Erhebung für die PEPPER Studie: 8. RDinfo / 03-2026 #Forschung
im ROSC Management werden Pat. jetzt unter bestimmten Voraussetzungen (kein kurzer Kreislaufstillstand, GCS < 10 und abnorme Atmung) mittels Midazolam & Esketamin sediert. (siehe Rückkehr des Spontankr... | RKNÖ - RDMED )
Wollt ich auch grad schreiben.. + Suprablitz mit TeleNA bei Bradykardie oder Hypotonie
Ich finde es wirklich toll wie sehr hier das RKNÖ vor prescht…
… während dessen in anderen Bundesländern Keta wieder aus der AML verschwindet oder zwingend das NEF nachalarmiert werden muss wenn man Penthrop gibt.
das mach mich traurig
Wo ist es verschwunden?
In der Stmk hams Ket wieder rungergenommen.
Im Hinblick auf ein Nicht-vorhandenes Monitoring auch keine blöde Entscheidung - sofern es wieder auf das Auto kommt, wenn ein Monitor vorhanden ist.
Penthrop im RKNÖ jetzt bereits ab 6 Jahren freigeben ohne TeleNA-Callback, <6 Jahre mit TeleNA-Callback
Bei den freigegebenen Dosierungen reicht ein pulsoxi und a gute psychologische führung
FALSCH…! Bei Ketamin/Esketamin kann es auch zu erheblichem Bluthochdruck kommen. Intervall-RR gehört hier ebenfalls einfach dazu. Ich musste (selten) Patienten auch schon Urapidil zukommen lassen. Kommt halt manchmal vor.
Auch die kardiale Komponente gehört mittels 4-Pol EKG abgeklärt. Es KÖNNTE auch zu kardialen Nebenwirkungen kommen, wenn der Patient zuvor nicht mittels EKG abgeklärt wurde und kardial (unbekannt) belastet ist. Und auch bei geriatrischen Patienten ist es besser, Fentanyl zu verwenden.
Das war in der Steiermark schon OK, dass sie es (vorläufig) runtergenommen haben, bis ein flächendeckendes Monitoring eingeführt wird.
In Deutschland setze ich Esketamin regelmäßig ein. Bei geriatrischen Patienten verwende ich lieber Fentanyl. Ich habe da schon extreme Werte gesehen.
Theoretisch einsetzbar. Kein Kind wird dir dieses grausliche Zeug inhalieren. Esketamin nasal hingegen ist tadellos einsetzbar.
Ich setze regelmäßig Ketanest ein und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht - auch ohne Monitor als FR (die RR-Messung manuell ist sowieso Standard bei jedem Notfallpatienten bevor man was appliziert und wir da auch wiederholt) und mit Monitor am NEF/RTW. Wenn man die gängigen Kontraindikationen beherzigt dann ist das mMn ein gutes Medikament wenn richtig angewandt und nicht - wie es leider manche Ärzte und auch NKVs machen - “mit dem Kopf durch die Wand”.
Natürlich könnten wir jetzt auch eine Gegenüberstellung der Nebenwirkungen und Risiken zwischen Fenta und Ket machen, aber es haben natürlich beide Vor- und Nachteile und Indikationen und Kontraindikationen. Persönlich hab ich die Erfahrung gemacht, dass Patienten mit Fenta eher mal Probleme bekommen und zB in die Atemdepression abfallen.
Fenta haben wir halt nirgends auf einer AML (owohl die Antagonisierbarkeit schon charmant wäre), also bleibt uns in Ktn. zB nur noch Ket bei starken Schmerzen und das funktioniert sehr gut.
Ich denke da reicht auch eine händische Messung. Ein echter hypertensiver Notfall, wo eine Blutdrucksenkung notwendig ist, ist doch bei dieser Dosierung sehr sehr selten.
Heißt jetzt nicht das ein Monitor am RTW nicht gscheit wäre.
Die „Gefährlichkeit“ von Esketamin bei kardialen Patienten rührt primär von den depletierten Katecholaminspeichern wo dann die negativ inotropen und vasodilatorischen Effekte durchschlagen. Wie es bei einem kardiogenen oder septischen Schock sein könnte. Das bezieht sich aber wie gesagt auf Patienten mit schwerem kardialen Versagen und keine „kardiale Vorschwäche“. Im ANNA-Buch der DIVI von 2023 wird das ganz gut erklärt und auch sie verbieten es nicht sondern empfehlen es wegen der sympathomimetischen Wirkung auch bei kardiogenem Schock. Die klären da ein paar Anästhesie-Mythen am Ende des Buches auf. ![]()
Das was du geschrieben hast war nicht „falsch“, aber man muss kein EKG vor einer Esketamin-Gabe machen, kenne auch keinen der das macht und habe auch bisher nichts darüber gelesen. Falls du Quellen dazu hast würde ich sie gerne lesen.
① Kapitel 5, Abschnitt 5.3.2.5 – Esketamin (z. B. Ketanest S®):
„Ein entscheidender Vorteil ist die sympathomimetische Wirkung, die Herzfrequenz und/oder Blutdruck zumeist stabil hält oder sogar anhebt.
Cave: Durch Wegfall des patienteneigenen sympathoadrenergen Tonus unter Analgesie bzw. Notfallnarkose ist trotzdem ein Blutdruckabfall nach Narkoseeinleitung mit (Es)ketamin möglich!
[…]
Notfallnarkosen mit Esketamin und Ketamin sind gut geeignet für Patienten mit Kreislaufdepression (z. B. polytraumatisierte Patienten auch mit SHT).”
② Kapitel 6.4 – Geriatrische Patienten (Esketamin-Abschnitt):
„Esketamin ist ein ebenfalls häufig in der Notfall- und Akutmedizin verabreichtes Medikament. Seine Metabolisierung erfolgt überwiegend hepatisch. Aufgrund der Verstoffwechselung in verschiedene mehr oder weniger aktive Metabolite sowie einer großen Bandbreite an verschiedenen Rezeptorinteraktionen sind Ketamin und Esketamin immer noch Gegenstand aktueller Forschung, obwohl diese Substanzen bereits lange als Anästhetika genutzt werden [64]. Trotz seiner langen Bekanntheit und dem sicheren Einsatz von Ketamin und Esketamin fehlen aktuell Daten oder Empfehlungen zur Dosisanpassung bei älteren Patienten [1].
Bei der Anwendung des heute gebräuchlicheren Esketamin sind die relativen Kontraindikationen (z. B. schlecht eingestellter arterieller Hypertonus) und mögliche, psychoaktive, unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu beachten. Auch wenn formell kontraindiziert, kann dieses Anästhetikum das Mittel der Wahl für den kardial dekompensierten Patienten sein, um eine adäquate Perfusion während der Narkoseeinleitung zu gewährleisten.”
③ Lernfragen Kapitel 5
Frage 1: Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
a. Bei einer modifizierten Rapid Sequence Intubation (RSI) kann eine Zwischenbeatmung erfolgen.
b. Bei einem Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma ist Esketamin kontraindiziert.
c. Die Kapnografie wird erst während des Patiententransports interessant.
d. Die Einleitungsdosis von Propofol richtet sich nach dem idealen Körpergewicht.
e. Esketamin ist als Einleitungsmedikament beim „kardialen Patienten” äußerst ungeeignet.
→ Richtige Antwort ist a. — Aussage e ist ein Distraktor (= falsch).
Frage 2: Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
a. Zur Einleitung einer Notfallnarkose eines Asthmapatienten sollte man keinesfalls Ketamin verwenden.
b. Etomidat kann beim kardialen Notfall weiterhin bedenkenlos verwendet werden.
c. Im Rahmen einer Rapid Sequence Intubation (RSI) ist nach Einlage des Tubus zuerst der Tubuscuff zu blocken.
d. Vor der Einleitung einer Notfallnarkose sollte immer ein 12-Kanal-EKG abgeleitet werden.
e. Im Notfall kann die Notfallnarkose auch komplett ohne Monitoring sicher erfolgen.
→ Richtige Antwort ist c. — Aussagen a und b sind ebenfalls Distraktoren.
Quellenangabe:
Grübl T, Gliwitzky B, Bernhard M, Feth M, Düsterwald S, Hossfeld B (Hrsg.) (2023) Atemwegsmanagement und Narkose in Notfall- und Akutmedizin – ANNA-Kurs der DIVI. Springer, Berlin. ISBN 978-3-662-65452-1. doi: 10.1007/978-3-662-65452-1
∙ Kap. 5.3.2.5 (Esketamin), S. 93–94
∙ Kap. 5, Lernfragen, S. 101–102
∙ Kap. 6.4 (Geriatrische Patienten), S. 125
Weiß jemand wie das eigentlich geht? Das war ja meines Wissens nach ein Zulassungsproblem vom Methoxyfluran das man das nicht unter 18J geben durfte ohne (Tele)Notarzt?
Edit: Witzigerweise steht das hier auch immer noch so: Schmerztherapie - Ents... | RKNÖ - RDMED
Bei der “Kurzübersicht Altersgrenzen und Arzneimittel”
Edit 2: mittlere und starke Sc... | RKNÖ - RDMED Hier stehts mit den ab 6 Jahren Freigegeben