AML-Sammelthread

Das klingt plausibel. Allerdings erinnere ich mich an ein Webinar vor nicht allzu langer Zeit, wo Dr. Schreiner gemeint hätte, Morphin ist noch weit in der Zukunft und aktuell nicht denkbar.

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Das ist aber eigentlich die klassische KTW Fahrt zur Entbindung. Geburt/Kopf sichtbar ist dann aber wieder ein NEF Code.

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Vermutlich weils Kühlpflichtig ist und uns mit Midazolam eine sehr gute Alternative zur Verfügung steht die ich problemlos im Rucksack lagern kann und nicht am BO aus dem Kühlfach nehmen muss und in meiner Brusttasche zum Patienten mitnehmen muss.

Das MdW zu streichen, weil die unterlegene Alternative bequemer ist fände ich wild. Da macht man einerseits so fortschrittliche neue Algorithmen und an andererseits geht man wieder drei Schritte zurück. Schade irgendwie

Erst die Leitlinie lesen, dann urteilen:

„…Auch unter Einbeziehung von Clonazepam und Diazepam liegen weiterhin keine Einzelstudien vor, die klar für die Überlegenheit eines Benzodiazepins bezüglich der Durchbrechungsrate sprechen. Die höchste Evidenz liegt für intravenöses Lorazepam und für intramuskuläres Midazolam (per Applikator) vor…“

Richtig lies aber die ganze Leitlinie fertig Kollege. Dann verstehst du es auch…

Lorazepam i.v > Mida i.v, Mida i.n

Die Gleichwertigkeit rührt von der schnelleren Applikation des Mida Injektors her. Wie in der Leitlinie auch beschrieben.

Lorazepam hat einige Vorteile gegenüber Midazolam: die HWZ ist länger, es hat keine aktiven Metaboliten (besser steuerbar bzw. vorhersehbar und weniger Delir), keine CYP3A4-Interaktion, weniger lipophil (länger im ZNS, weniger Akkumulation im Gewebe), da länger und gleichmäßiger im ZNS auch nachhaltiger (erneuter Krampfanfall) und weniger Rebound-Ängste und Delir bei geriatrischen Patienten, gleichmäßigere ZNS-Dämpfung (geringeres Risiko für Atemdepression

Midazolam hat dagegen nur wenige Vorteile gegenüber Lorazepam bei einem Status epilepticus: es wirkt eine Minute früher, man kann es vielseitiger applizieren.

Passiv aggressiv zu schreiben dass jemand eine Leitlinie lesen soll, die man aber selbst gar nicht gelesen hat, macht keinen schlanken Fuß.

Amboss-SOP gibt es auch als 1. MdW an.

Ich weiß nicht warum es genau gestrichen wurde aber ich kann aus meiner Praxis sagen, dass fast immer Midazolam gegeben wurde(nicht Kühlpflichtig, daher im Rucksack) und dass Lorazepam häufig nicht lieferbar war. Ich hab in den letzten 5 Jahren vielleicht ein mal Lorazepam gegeben aber unzählige Male Midazolam.

Zu Tranexamsäure: Ich glaube damit haben wir niemanden gerettet, und wenn die WIRKLICH indiziert ist, kommt eh ein NEF und wir haben bis zum Eintreffen alle Hände voll zu tun.

Also meiner Erfahrung nach ist es völlig egal, ob midazolam oder lorazepam. Wenn das eine dem anderen zwecks Haltbarkeit und Lagerung klar überlegen ist, dann ist es zumindest für den Rettungsdienst schon von Vorteil.

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Darf dann jeder NFS ohne Notkompetenzen das verabreichen?

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Gibt es einen Grund warum kein Novalgin auf eure Liste dazu gekommen ist, sonder ausschließlich bei Paracetamol geblieben wird.

Ich weiß es nicht ich bin nur Anwender

Kommt Novalgin noch auf die AML-2 oder ist diese schon festgeschrieben bei euch ?

Vielleicht kommt es in mittelfristiger Zukunft noch aber vorerst wird das sicherlich nicht geändert

Die Johanniter haben mittlerweile ebenfalls deren AML erweitert, neu sind nach TNA-Freigabe:

Propofol

Atropin

Gynipral

Metopolol

Edit: Metopolol nicht Metropolol

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Ist das bei den JUH eine Bundesliste oder in NÖ für SEK speziell?
Welchen TNA nutzen die?

TNA denke ich, werden sie wie der ASBÖ auf den von Leitstellenarzt von NNÖ zurückgreifen.

Die Liste ist mit NÖ/Wien herausgegeben worden.

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Stimmt, für den SEK wurde für ab NKV/NKI die Gabe von Propofol beim zerebralen Krampfanfall, Atropin bei Bradykardie, Metoprolol bei Tachykardie, Noradrenalin bei Hypotension und Hexoprenalin bei Tokolyse freigegeben. Aber alles natürlich erst nach TNA Freigabe durch NNÖ TNA.

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Wirklich beim zerebralen Krampfanfall?

Benzos sind ja sowieso auf der Liste, is das so gemeint das dann on-top noch Propi gegeben wird? Kann man schon machen (mach ich auch) aber ich würde spätestens da auch einen Notarzt rufen, da is man kurz vor dem intubieren.

Propi zur Sedierung würd ich total verstehen - selbst/fremdgefährdung als Indikation oä

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So wie es in den neuesten Behandlungsleitlinien veröffentlicht wurde, ist eine Standarddosierung zur Kurzzeitsedierung von 20mg vorgesehen, die ggf. alle 3-5 min wiederholt werden kann. Die Dosierung ist aber ausschließlich erst nach Anweisung des TNA. Eine Notarztnachforderung ist unter durchzuführende Maßnahmen eh gelistet.

Die Propofol Gabe soll meines Erachtens als Überbrückung bis zum NA Eintreffen vorgesehen sein und ist hier als First Line Medikation nach TNA Freigabe gelistet. Ich nehme aber Mal an, dass ohne TNA die normale Behandlungsleitlinie mit Benzos Vorgabe ist

Da wird doch nicht die Narkose-Dosis gegeben…! Mit einer Dosis von 1 mg/kg KG solltest kein Problem mit der Atmung haben. Notarzt ist natürlich nachzufordern.