Adiuvare Einstellung des Ausbildungsbetriebs

Wir nehmen zur Kenntnis, dass der GF und seine zwei Anwälte in einem dreistündigen Referat des Rettungsdirektors mit einem seiner Stellvertreter und dem stellvertretendem Rettungsdienstleiter erfahren haben:

Lieber Herr Geschäftsführer von Adiuvare, wir haben leider keine Praktikumsplätze für euch, weil wir euch auch keine geben müssen, weil wir uns unsere NFS lieber selbst zurechtbiegen und weil der Fahrdienst das so will.

:ok_button: :cool_button:

Danke verstanden. Ende.

PS: Gerüchte, diese Geschichte hätte ihren Ursprung im Garten einer bekannten Münchner Brauerei sind reine Spekulation. Möglicherweise gibt es bald mehr bei Jonathan Frakes.

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Mein tief empfundenes Mitgefühl. Es ist wirklich sehr schade

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ok…

Nun, allein wenn ich mit den Anschaffungskosten für 2 RTWs samt Ausrüstung - also angenommen es soll wirklich High-Level sein, geht da unter 300k nichts. Bei schon rund 70k in den Miesen und einem Insolvenzverfahren… naja…
Oder aber nix mit High-Level und ein paar ausrangierte NACA 6,9 auf vier Rädern mit gebrauchtem Equipment das man gerade günstig bekommt… Aber selbst das kann gerade bei importierten Autos zum Problem werden, vermeintlich günstige Gebraucht-RTW-Angebote können dann zu einem Gutachter-Marathon führen, der alles andere als günstig ist und ein monatelanges Verfahren in denen das Auto ohne Kennzeichen irgendwo die Reifen eckig steht.

Dazu noch min. 3 San (1x Leitstelle, 2x Auto) 24/7/365 im Dienst… das braucht schon einige Hauptberufliche und Ehrenamtliche. Wenn man wirklich RTW fahren will und Maximalversorgung bei jedem Pat. - da wird das auch ein satter Materialbedarf. Kurz und gut, dass das dann noch Kostendeckend bleibt, ist bei überwiegend HA Personal, dass noch dazu “fair” bezahlt - also wohl über dem kollektivvertraglichen Mindestlohn - quasi ausgeschlossen. So man sich überhaupt die Autos leisten kann. Die Autos brauchen auch noch irgendwo einen Stellplatz, gerade in der Größe sind diese nicht einfach zu finden und wenn, dann meist nicht günstig.

Nun die Hürden der 24/7 Leitstelle kann man zwar auch mit einem privatrechtlichen Vertrag mit einem anderen RD umgehen, ebenso die Vorschrift 24/7 ein Auto stellen zu müssen. Ob man hierfür allerdings ASB/RK/JUH dafür gewinnen könnte, wage ich zu bezweifeln. (MHD geht nicht, die haben diesbezüglich bereits ihren Vertrag mit der JUH). Mit einem reinen RTW Betrieb halte ich diese Vorstellungen als nicht wirtschaftlich - zumindest nicht alleine.

Eventuell könnte man die daraus resultierenden Verluste über einen Schulungsbetrieb ausgleichen, so machen es die Organisationen - aber da macht man ja mit den San-Kursen bereits Minus und es gibt anscheinend nicht mal annähernd genug EH-Kurse.

Aber eine potentiell profitables Geschäft, dass schon nicht wirtschaftlich ist, mit einem das ganz sicher nicht wirtschaftlich sein wird, retten zu wollen, halte ich persönlich für wenig zielführend. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die Gläubiger das fressen werden. Aber hey… was weiß ich schon.

Abschließend bleibt dann noch der spannende Paragraph: “nach dem vorgesehenen Leistungsangebot im Hinblick auf das bereits bestehende Versorgungsangebot des öffentlichen und privaten Rettungsdienstes ist ein Bedarf gegeben.” Na dann. Ich würde das ja mal aus dem Juristendeutsch übersetzt so lesen: Wollen wir den RD-Bewerber oder nicht? Naja…

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In meinen Auge ist die Frage ob Praktika für RS/NFS dann auch weiterhin gefragt sind, wenn man diese nicht bei den etablierten Organisationen und mit zumindest am Anfang unklaren Personal bzw. Material machen muss. Womöglich kann auch aus den stärker entstehenden Konkurrenzgedanken ein Nachteil für Auszubildende entstehen, wenn sie die Abschlüsse von euch haben. Etablierte Vortragende müssen vielleicht wegen ihrem Hauptjob zurückstecken und eine bestehende Insolvenz könnte auch Interessenten abschrecken Geld aufzubringen.

Es gab sicher schöne Zeiten und ein tolles Image, ob das in Zukunft alles bleibt und langfristig funktioniert bin ich mir nicht so sicher.

Nachdem ich kein Fan bin von mehreren Topics zum selben Thema wurden die beiden Adiuvare-Ende (oder doch nicht… oder doch) zusammengeführt.

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Nun ich habe jetzt nachgesehen, ich hätte weder im “Gelegenheitsverkehrsgesetz” (Bundesgesetz), noch in der “Berufszugangsverordnung Kraftfahrlinien- und Gelegenheitsverkehr” (Verordnung des Bundesministeriums für Verkehr), noch im “Betriebsordnung für den nichtlinienmäßigen Personenverkehr” (Verordnung des Bundesministeriums für Verkehr), noch in der “Wiener Taxi-, Mietwagen- und Gästewagen-Betriebsordnung” (Verordnung des LH Wien), einen Passus gefunden indem ein Bedarfsnachweis für die Erteilung einer Konzession zu führen wäre. Insofern erschließt sich mir nicht, wie hierzu eine Judikatur bestehen soll, die man eventuell für das Wiener Rettungs- und Krankentransportgesetz (WRKG) ableiten könnte. Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Eine Judikatur zum WRKG hätte ich überhaupt nicht gefunden, aber auch hier lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Es liegt weder in meiner Macht noch in meinem Interesse dich daran zu hindern. Mach nur. Ich habe halt einige Bedenken. Sowohl zur wirtschaftlichen Durchführbarkeit, aber auch zur Erfüllbarkeit der gesetzlichen Kriterien (insbesondere Bedarf + Personal + 24/7 Verfügbarkeit). Aber du kannst mich gerne als notorischen Schlechtredner bezeichnen, wenn der erste Adiuvare-RTW 24/7 in Wien unterwegs ist.

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Es steht doch nirgendwo RTW? Kann man in Wien keinen RD, der nur aus einem (N)KTW besteht, betreiben? Wäre doch eine kostengünstige, lukrative Option anzufangen.

Man kann auch nur einen Krankentransportdienst betreiben. Die Anforderungen für die Bewilligung sind aber nahezu ident. Bedarf, 7/24, Leitstelle, usw.

Mit nur einem Auto wirst du nicht auskommen, wenn du nicht eine andere Organisation hast, welche dich stützt. Schließlich brauchen Autos auch Wartungen/Reparaturen, etc., damit ist eine 24/7 Verfügbarkeit nicht gegeben.

Mit dem KTW kannst du selbst Krankentransporte durchführen zu denen du wie auch immer kommst und sie über deine Leitstelle abwickelst. Der NKTW existiert in keiner Verordnung somit kannst du auch keinen Rechtsanspruch ableiten als Krankentransportdienst, eine NKTW-Kennung und die Disposition durch die MA70 zu bekommen.

Davon abgesehen, auf einem NKTW kannst du keine NFS-Praktikanten Praktikumsstunden sammeln lassen.

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Jetzt werde ich doch mal etwas mehr dazu schreiben.
Ich muss sagen, ich war richtig überrascht über die Einstellung des Ausbildungsbetriebs und dem, was da rund herum passiert ist.
Die Spatzen haben es eigentlich zuletzt schon von den Dächern mehr gebrüllt als gepfiffen, dass Adiuvare einen eigenen Rettungsdienst gründen will, nicht nur, weil die MA70 lt. Marcumar das möchte, um Praktikant:innen auf den Fahrzeugen zuzulassen sondern auch weil man operativ im Rettungsdienst mitmischen möchte. Das ist (für mich zumindest) nichts neues und Anzeichen dafür gab es ja genug.
Wie ich das erste Mal davon gehört habe, hab ich mir ganz ehrlich gedacht: Naja, finanziell ambitioniert, aber was weiß ich schon.

Was mich aber wirklich stört ist das Narrativ dass die MA70 den Ausbildungsbetrieb eingestellt hat. Nein!! Hat sie nicht!
Sie hat lediglich beschlossen, dass die praktische Ausbildung nicht mehr auf ihren Autos stattfinden wird. Und zudem auch erst ab dem kommenden Kurs, gegen die derzeitigen Praktikanten hat man ja scheinbar nichts.
Die Entscheidung, den Ausbildungsbetrieb direkt am Tag nach diesem Gespräch einzustellen war nicht eine der MA70 sondern eben die von Adiuvare! Und zudem eine die ich nicht nachvollziehen kann, aus mehreren Gründen.

Ich hätte mir nicht gedacht, dass der NFS-Kurs in dem Ausmaß die Cash-Cow ist, mit dem Adiuvare scheinbar steht und fällt. Man bietet NKA, NKV, NKI, Erste-Hilfe-Kurse für die breite Masse und spezialisiert auf Betriebe und Organisationen an. Von meinem Verständnis waren für ein Ausbildungszentrum immer letztere Kurse die, die Geld hineinbringen. Aber ok, muss man so hinnehmen, muss ja wohl nicht immer so sein. Dennoch, all diese Kurse bringen ja auch Geld und wirklich kein einziger dieser Kurse ist vom Goodwill der MA70 abhängig. Auch die NK-Kurse nicht und die Nachfrage ist ja scheinbar da, sonst wären nicht sämtliche NKI-Kurse in Ostösterreich immer komplett ausgebucht (genauso wie der geplante von Adiuvare btw.). Und der laufende NFS-Kurs ist ja (hoffentlich) bereits finanziert.
Warum also, und ich lerne hier wirklich gerne dazu, weil ich von Finanzen nur sehr wenig Ahnung habe, macht man das also von jetzt auf gleich und nicht erst mit Ende des laufenden Kurses? Die Voraussetzungen waren da. Weniger Miete fürs Schulungszentrum zahlen?

Generell kommt der Zeitpunkt, nur einen Tag nach dem Gespräch sehr überraschend. Kann man mir nicht erzählen, dass da die Alternativen anständig ausgelotet wurden. Das wirkte auf mich entweder wie eine Kurzschlusshandlung aus Trotz oder es war halt nicht sooo spontan und die Idee ist, Druck und Stimmung zu machen. Zu beidem passt jedenfalls die Kehrtwende, die gerade vollzogen wird, ganz gut.

Und besonders interessant finde ich, dass man sich hinstellt und meint, die MA70 hätten die wahren Gründe nicht genannt und auf Zuruf von den Partnerorganisationen agiert.
-) Keine Partnerorganisation hat Probleme damit, wegen Adiuvare den eigenen NFS-Kurs vollzubekommen. Im Gegenteil.
-) Ich kann mir nicht vorstellen, dass die MA70 sich von irgendwelchen Zurufen beeidrucken lässt.
-) Vielleicht stört es die MA70 auch, wie in letzter Zeit aufgetreten wurde. “Wir sind die tollsten, wir sind die Elite, alles was in der Lehre Rang und Namen hat ist bei uns, Wir bilden die Profis für die MA70 aus” war so allgemein der Tenor, auch wenn ich dem nur sehr bedingt zustimmen kann. Und vielleicht hatte man auch einfach keinen Bock mehr, ständig sowas zu lesen und gleichzeitig zu wissen, dass der Großteil der gesetzlich verpflichteten Stunden an Ausbildung nicht von den tollen Adiuvare-Leuten passiert sondern (ganz kostenlos) von den eigenen Mitarbeitern auf den eigenen Fahrzeugen
-) Und noch mehr vielleicht ist man ein bisschen zu sehr von der eigenen Wichtigkeit überzeugt gewesen und hat ein bisschen zu sehr versucht, den eigenen RD mit den oben genannten Argumenten zu forcieren.

Auch spannend, dass jetzt doch am derzeitigen Plan des operativen RD festgehalten wird, wenn auch in angekündigt abgespeckter Version. Auf der einen Seite argumentiert man, dass die befreundeten Organisationen zu wenig Autos stellen würden um einen Ausbildungsbetrieb zu ermöglichen, deswegen habe man gar nicht erst angefragt. Auf der anderen Seite sollen es jetzt ein paar eigene Autos das ganze richten.
So oder so, stimmt schon, Kursbewilligungen und Zulassung zum RD macht nicht die MA70. Eine Entscheidung, welche Organisationen die 144-Einsätze disponiert bekommen allerdings schon, sie sind ja gesetzlich mit der Organisation des Rettungsdienstes betraut. Die älteren Semester erinnern sich sicher noch an die Zeit als GRK und SMD auch RTW über 144 disponiert bekommen wollten, allerdings über Jahre nicht mal Zugriff auf Bettenbuchungen und Casusnummern hatten.
Ich behaupte mal, das die Diskussionen und das Auftreten der letzten Wochen nicht unbedingt dazu beigetragen haben, dass die Ma70 es kaum mehr erwarten kann, auch Adiuvare-RTW zu disponieren. Oder anders gesagt lehne ich mich etwas aus dem Fenster und meine, dass wir (das finanzielle jetzt beiseite) so bald keinen Adiuvare-RTW für die MA70 fahren sehen werden.

Am Ende hat man sich halt verkalkuliert. Das die Ma70 lieber RS einstellt um sie dann selbst zu NFS auszubilden ist seit Jahren bekannt. Man hat halt leider ein anderes Selbstbild vom eigenen Kurs gehabt.

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Für mich ist da auch irgendwo die größte Unstimmigkeit in diesem Narrativ. Ein Adiuvare NFS Kurs besteht aus 20 Teilnehmern (@anon46440482 korrigiere mich wenn es mehr sind, aber lt den Fotos auf Instagram und den Sitzplätzen). Jetzt sind 2 Kurse im Jahr, aber diese natürlich nicht gleichzeitig. Gleichzeitig sind 20 Praktikant:innen praktisch auszubilden. Adiuvare schreibt selbst in ihrem Stellungnahme, sie bilden 30% der privaten Plätze für Wien aus - und somit 70% für nicht Wiener.

Es gibt also 6 Praktikanten die in Wien das Praktikum fahren wollen/müssen. Ich verstehe schon, dass es das bestreben von Adiuvare ist alle 20 Praktikanten in Wien bei der MA70 fahren zu lassen, weil man der Meinung ist, dass sind die einzig guten, aber es ist nicht zwingend erforderlich. 14 Leute könnten außerhalb von Wien das RD-Praktikum machen. 6 Praktikanten bekommt man wohl durchaus auch bei ASB/RK/JUH und MHD unter, vor allem, da diese Praktikanten ja vermutlich bei einer dieser Organisationen tätig sind und die Organisationen vielleicht Adiuvare unterstützen will, aber seine eigenen Mitarbeiter oder zumindest diese nicht verärgern möchte indem man ihn das Praktikum verwehrt um später bei Ihnen wieder als NFS zu fahren. Und letztlich, war ja geplant auch zumindest einen eigenen RTW mittelfristig zu etablieren wo man auch mehrere (2-3) Praktikanten gleichzeitig unterbringen kann.

Das gleiche gilt wohl für die anderen 14 bei ihren Heimatdienststellen. Die FH St. Pölten bekommt ihre ja auch unter und kann diese ausbilden.

Die einzigen Prakikumsstunden die nur bei der MA70 gehen, sind jene 5 Dienste, die ihr auf den NEFs vorseht. Ich kann mir wirklich nur schwer vorstellen, dass hier keine Lösung mit der MA70 gefunden hätte werden können.

Aber, wenn ein Jurist begleitet von 2 Anwälten zu einem Termin kommt, sind die Zeichen offensichtlich auf Konfrontation und womöglich der Versuch einer Einschüchterung der Gegenüber indem diese rechtliche Bedenken entwickeln sollen, die wohl jetzt nach hinten los gegangen sind. Ich kenne die Vorgeschichte nicht, aber viel Kooperation könnten meine „Businesspartner“ nicht erwarten wenn sie mit 2 Anwälten zu Terminen auftauchen, aber sei dahingestellt.

Ist der Wegfall der Praktikumsmöglichkeiten ein bitterer Schlag für Adiuvare - ja selbstverständlich, dort konnten die Mitarbeiter praktisch gut ausgebildet werden ohne viel Aufwand und die Teilnehmer konnten stolz erzählen, sie sind bei der MA70 gefahren. Sicherlich eine gewisse USP.

Aber wenn man viel Geld und Engagement in ein Projekt steckt, bin ich Überzeugt, dass es hier eine gangbare Lösung gegeben hätte mit anderen Partnern. Wenn man natürlich der Meinung ist, dass alles was nicht MA70 ist, für die Praktikanten nicht gut genug ist, bringt man sich damit sehr schnell in eine Abhängigkeit. Wenn man jedoch glaubt, die Prakikanten werden nur deshalb nachher „so gut“ weil sie eben bei der MA70 waren, dann sollte man wohl aufhören das eigene Kursformat so hervorzuheben sondern die MA70 dafür loben und ist auch wieder Abhängig von ihnen.

So oder so, sollte man sich bewusst sein, das man hier eher Bittsteller bei der MA70 ist, und sich auch dann so verhalten.

Aber naja, das ganze scheint ja schon wieder Geschichte zu sein und das tote Adiuvare ist jetzt wieder Untod bzw. Aufreanimiert, da der Beitrag von der Homepage weg ist und auch auf Instagram entfernt wurde und kein Wort mehr von Konkurs steht. Hoffentlich blieb nach dieser Reanimation kein bleibender Schaden. Von Seiten der MA70 würde ich mehr jedenfalls keine Kooperation mehr erwarten da dieses Bild gegen einen benötigten Partner wirklich schäbig war.

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Ich möchte auf die inhaltlichen Punkte gar nicht näher eingehen, aber die Außenwirkung empfinde ich als äußerst problematisch.

Zunächst wurde die sofortige Einstellung des Ausbildungsbetriebs sowie ein Insolvenzantrag kommuniziert – verbunden mit sehr dramatischen Aussagen über das Ende der eigenen Tätigkeit im Rettungsdienst. Nur wenige Tage später werden dann plötzlich große Pläne präsentiert: die Gründung eines Rettungsdienstes, die Fortführung des Ausbildungsbetriebs, obwohl dies aktuell ganz wesentlich von den Gläubigern abhängt. Parallel erhalten Interessenten Mails, in denen versichert wird, dass der Betrieb „wie gewohnt“ weiterläuft und Praktika in der eigenen Organisation möglich seien.

Aus meiner Sicht sollte man – neben den finanziellen Aspekten – ernsthaft über eine Veränderung in der Führung nachdenken. Denn ein solches Auftreten nach außen ist keine welche man sich von jemanden in der Position erwartet.

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Mit Verlaub, ich glaub da hast du was falsch verstanden (oder ich hab was falsch verstanden).
Es ging nicht darum, wie hoch der Anteil der Wiener in einem Adiuvare-Kurs ist, es ging darum, dass 30% aller Wiener Kursabsolventen von Adiuvare ausgebildet wurden und die restlichen 70% von anderen privaten Organisationen. Sprich 40 Personen von Adiuvare pro Jahr, 93 Personen absolvieren ihren Kurs bei ASB, JUH usw.

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Ja, hätte ich auch so verstanden.

Wobei ich bzgl. der von dir nun veranschaulichten Zahlen an diesen Angaben zweifle. Teilt man die 93 auf 2x MA70, 1x ASB, 1x RK, 1x JUH auf, käme man auf eine durchschnittliche Kursteilnehmeranzahl von ~19. Die MA70 Kurse liegen jedenfalls deutlich drüber, ebenso der ASB921 Kurs. Kann mir auch nicht vorstellen, dass RK&JUH kleinere Kurse veranstalten würden.

Wobei ein gewisser Aspekt von @maximilian wohl auch durchaus korrekt ist, denn längst nicht alle Adiuvare-Kursteilnehmer sind in Wien tätig - wobei das natürlich auch bei den anderen Kursanbietern evtl. TN aus anderen Bundesländern sind.

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Ich schließe das auch nicht aus, dass es so gemeint war, jedoch gab es irgendwo eine Formulierung die mich auf die andere Interpretation schließen lies.

Vermutlich auch weil ich 93 NFS Plätze im Jahr durch Rotes Kreuz, ASB (mit mehreren Gruppen), JUH, MHD und SMD auffällig wenig finden würde, vor allem da dort wohl mehr als 20 Personen sitzen (jedoch nicht mehr als 30)

Außerdem finde ich die Bezeichnung als “private” komisch. Ja sie sind nicht öffentlich rechtlich (MA70, ÖBH) aber sie verkaufen auch ihre NFS Plätze nicht öffentlich wie Adiuvare sondern geben diese prinzipiell ihren Mitgliedern und füllen Restplätze auf.

Aber vermutlich ist eh deine Interpretation richtig.

Die MA70 Plätze musst du meinem Verständnis nach jedenfalls rausrechnen, da diese nicht “privat” sind. Es geht um ASB, RK, JUH, MHD und SMD

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Nun der SMD hat aktuell meines Wissens keine NFS Kurse am laufen. (Gab meines Wissens auch erst zwei und beide waren eine eher holprige Geschichte.)

Aber ja, habe den MHD vergessen, die machen ja jetzt auch ohne Adiuvare NFS Kurse. Mit dieser Rechnung käme man also auf ~23 Teilnehmer. Das ist realistisch.

Ja das mag natürlich sein, aber in der Vergangenheit gab es diese. Und somit haben diese einen Anteil der privaten Plätze zur Verfügung gestellt (auch wenn sie es künftig nicht mehr machen werden).

Aber das sind jetzt i-Tüpfelchen - vermutlich ist der Post eh so verstehen wie ihr es gemeint habt und der Anteil der Nicht-Wiener ist geringer und aus den Angaben nicht bekannt.

Da freut sich der potentielle Investor über diese Einstellung der GF :rofl:

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Ich habe hier schon einmal in dem Thread erklärt und ich wiederhole es gerne wieder, zumindest beim ASB in Wien macht man als Externer das ganz normale Aufnahmeverfahren. Man bekommt, wenn man entsprechend performed, auch seinen Platz. Würde man Restplätze auffüllen würden wahrscheinlich nie Externe ein ASB NFS Kursformat besuchen weil dass es zu wenig geeignete Kandidaten im Assessment hab hab ich noch nie gehört. Dass Kurse nicht in maximaler Auslastung stattgefunden haben, ja, aber nicht weil es zu wenige Bewerbungen gab, sondern die Leute zu schlecht waren.

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Die Rechnung geht nicht auf, der ASB veranstaltet 2 NFS Kurse pro Jahr. Seit letztem Jahr genau genommen drei (mit dem Burgenland Kurs, der aber in Wien stattfindet) und die Malteser auch einen eigenen Kurs pro Jahr veranstalten.

Also errechnet 11,63 Teilnehmer. 93/8=11,625

Wie man auf 30 Prozent kommt wenn man 2 von 10 NFS Kurse in Wien pro Jahr veranstaltet mit einer Teilnehmeranzahl von 20, die also eher gering ist, ist mir nicht schlüssig.

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https://www.statistik.at/fileadmin/pages/384/Ausbildung_im_Gesundheitswesen_Mappe2023.ods