Zusammenarbeit RS & NFS

Hallo Zusammen!

Weiß nicht, ob das Thema schonmal behandelt wurde aber da immer mehr Rettungsmittel in ganz Österreich nun gezielt mit NFS und RS besetzt werden, und auch die Tätigkeiten von NFS durchaus mehr werden, wollte ich fragen wie das in den jeweiligen Bundesländern / Orgs gestaltet ist was ein RS in der NFS Assistenz machen darf. Konkret gehts mir um Dinge wie MPG Einschulung am Corpuls, Meds vorbereiten, Assistenz mit besonderen Geräten etc. - was ist da bei euch so der Stand und werden RS gezielt auf die Arbeit z.B. am RTW aufgeschult bevor diese darauf fahren dürfen als Lenker / SAN2.

Im Burgenland gibt es seit Jahren einen eigenen RTW Kurs im Ausmaß von 8h für RS. Der Kurs beinhaltet auch eine MPG Einschulung auf C3 und Medumat. Da sich die Assistenz ja nicht von einer NA Assistenz unterscheidet, gibt es da keine anderen Inhalte als sowieso im RS Kurs gelehrt werden.

RK-Tirol: Eine Art “RTW-Modul” gibt es für RS nicht. Auf den Corpuls in der RTW-Version sind alle RS eingeschult, Assistenzmaßnahmen beschränken sich auf das Vorbereiten einer Infusion sowie die Assistenz vom i.v.-Zugang, jedoch darf hier lt. Akademie die Verpackung des Venflons nicht durch den RS geöffnet werden. Jegliche weitere Assistenzmaßnahmen (z.B. Aufziehen von Medikation) darf ein RS lt. chefärztlicher Dienstanweisung nicht durchführen, ebendiese Maßnahmen dürfen RS auch nicht im Rahmen einer Schulung beigebracht werden (Ausnahme ist der NFS-Kurs…). Die Realität sieht natürlich anders aus, besonders lang gediente RS haben diese Fähigkeiten durch Praktikumsdienste am NEF meistens erlernt, ein einheitlicher Standard existiert aufgrund der Dienstanweisung jedoch leider nicht. Eine Einschulung aufs NEF-Beatmungsgerät und den Perfusor gibt es für RS ebenfalls nicht.

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In Niederösterreich gibt es ein RTW-Modul für allen frischen RS, nur wenn man den gemacht hat darf man als SAN1 oder Lenker tätig werden (ohne nur als SAN2). Hier wird die NA Assistenz nochmal wiederholt, also Medikamente vorbereiten, Assistenz pVk, Corpuls etc. Es wird schließlich auch erwartet dass dies von einem RS am RTW oder RTW-C gekonnt wird.

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Gibt’s eine Begründung warum der rs das Packerl nicht öffnen darf?

Na

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Der ASBÖ Wien hatte bis vor ein paar Jahren sogenannte RTW-Module, um als drittes mitfahren zu dürfen. Hatte wie folgt ausgesehen:

RTW-Seminar (8h): Einschulung auf die Fahrtrage, Strykersessel, Lifepak15 usw. sowie ein Traumafallbeispiel und ein ALS-Szenario.

Traumacode (8h): Basistraumaversorgung inkl. MPG-Einschulung auf den Beckengurt von SAM sowie das CAT Tourniquet. Weiters Einschulung für Hämostyptika und Chestseal

Megacode (8h): Assistenzmaßnahmen i.v. Zugang, Larynxtubuns und BLS/ALS CPR (1 Durchgang effektiv)

Larynxtubus (8h): Bis 2020 (?) war der Larynxtubus beim ASBÖ noch ab dem RS freigegeben. Weshalb die RS ein 8h Training absolvieren mussten.

Weiters mussten dann mindestens 3 Evaluierungsdienste mit verschiedenen HA am RTW absolviert werden. Bei positiver Bewertung durften diese dann ab dem Moment als drittes mitfahren.

Stand 2026:

Der ASBÖ Wien warf mit 2024 ein gut funktionierendes System über Bord und installierte das sogenannte Einsatz-Kompetenz-Schema (EKS). Dieses umfasst aktuell:

EKS-Basis (8h):

4h Theorie: Dienstablauf, Funken, Einsatzdokumentation und 4h Medizinprodukteunterweisung: Indikationen, Kontraindikationen, Troubleshooting

EKS-Trauma (8h): Mischung aus Theoriewiederholung und MPG-Einschulung plus 1 bis 2 Fallbeispiele

EKS-Reanimation (8h):

Theorie: Basic Life Support, Defibrillation, Airwaymanagement,Advanced Life Support,ERC-Guidelines, Arzneimittel im Rahmen der ReanimationSOPs Samariterbund sowie ein Skilltraining. Welches die Theorie praktisch umsetzen soll. Abschließend gibt es ein Szenario mit einer Reanimation.

Seitens der jüngeren Kollegen werden die EKS-Trainings oftmals als überladen und unzureichend beschrieben, für die Menge die hier erlernt werden sollte. Hier besteht seitens des ASBÖ Wien definitiv Handlungsbedarf.

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In Vorarlberg wird Rettungssanitätern NA Assistenz, Medikamente aufziehen, Infusionen vorbereiten etc. nicht beigebracht. Das stellt das Schlusslicht von ganz Österreich dar.

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Wird in ktn auch nimmer in der Ausbildung durchgenommen. Wenn interessierte Kollegen fragen, zeigt man es mal und wenn halt einen uninteressierten mithast musst alles selber machen.

In Salzburg sind die Basis–NFS/NA-Assistenz teil der normalen San-Ausbildung (z.B. C3 inkl. 12er kleben, Infusion herrichten, Zugang anreichen)

Erweiterte Maßnahmen wie Medis aufziehen oder Medumat bedienen wird erst ab NFS geschult, wobei es sicher einige langjährige RS-Kollegen gibt, die das auch ohne Probleme machen könnten.

Wenn eine Doppel-RS Mannschaft auf einem RTW fährt, haben diese aber verpflichtend das Ampullarium auf Vollständigkeit und Ablaufdaten zu kontrollieren (natürlich mit Checkliste).

Gab letztes Jahr auch eine Pflichtschulung zum Thema NFS-Assistenz, wo die Maßnahmen nochmal geschult wurden.


Oberösterreich weiß ich nur aus Gesprächen mit Kollegen, dass zumindest der C3 nicht geschult wird.

Zumindest in Linz waren die Basisfunktionen Teil der Pflichtfortbildung 2024. Ob das jetzt weiterhin aktiv irgendwie in die RS-Ausbildung integriert wurde weiß ich allerdings nicht.

Vor kurzem gab es aber z.B. in Traun eine RTW-Schulung wo relevante Themen zur Assistenz durch RS entsprechend durchgegangen wurden.

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Das sollte es zumindest in der Stadt (am Tag sowieso nicht) auch in der Nacht nicht mehr geben …

Ja, sollte… passiert leider hin und wieder noch, wenn nicht genug NFS im Dienst sind.

In Vorarlberg ist der C3 fixer Bestandteil der RS Ausbildung, 12er kleben wird aber nicht unterrichtet.

Und deswegen gibt es beim ASB Vorarlberg eine verpflichtende NA/NKV-Assistenz Schulung für alle die Fahrer oder Teamleiter werden wollen.

In der zwei Stunden Schulung werden folgende Dinge beübt:

  • Infusionen herrichten
  • Zugang anreichen
  • Medikamente aufziehen
  • Bei der endotrachealen Intubation assistieren
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Stimmt so nicht. Infusionen vorbereiten sowie assistieren für Zugänge wird sehr wohl geschult ab RS.

Medikamente aufziehen nicht, das stimmt. NA Assistenz (intubation und co.) leider ebenfalls nicht.

Gibt aber immer wieder zusätzliche Schulungen bei denen alles davon beübt wird, bei denen RS auch Teilnehmen können. Leider gibt es aber keine Verpflichtende Teilnahme für RS.

Beim RKNÖ hat man die Assistenz von NKV/ Notarzt bereits im RS Kurs sowie vertiefender noch im RTW Modul. Es wird auch verlangt die geforderten Medikamente aufzuziehen und diese dann mit der leeren Ampulle an denn NKx / Notarzt zu übergeben

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Im RS Kurs der MA70 wird eigentlich nur NFS-Assistenz und nicht NA-Assistenz geübt. (NFS den iGel :hedgehog: herrichten, NFS den Zugang herrichten…)

Da ist eig quasi nie Rede vom NA, da bis zum Eintreffen von diesem eig immer ein NFS am RTW sitzt und der medizinisch das letzte Wort hat.

Dienststelle in SBG Umgebung:

Alle RS sind im Umgang mit dem Corpuls 3 geschult und beherrschen den Umgang damit auch weitgehend (inkl. 12K-EKG). Als NFS-Assistenz müssen sie das Assistieren bei IV-Zugängen und das Vorbereiten von Infusionen beherrschen. Das wurde auch beim kürzlich abgehaltenen Schulungstag wieder trainiert. Das funktioniert - meiner Erfahrung nach - in den meisten Fällen auch problemlos.

Zudem bieten wir seit kurzem dienststelleninterne Sim-Trainings an, wo diese Skills ebenfalls trainiert werden. Medikamente aufziehen mache ich grundsätzlich selbst. Einzige Ausnahme davon ist ein sehr fähiger RS-Kollege, mit dem ich seit ewiger Zeit regelmäßig fahre. Den lasse ich das auch gerne mal machen, wenn’s passt - weil ich mich drauf verlassen kann, dass er das beherrscht.

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