Wiener Stadtrechnungshof zum NEF-Desaster

stadtrechnungshof.wien.at/aussch … I-2-17.pdf

Enjoy!

Ein paar Passagen kann man durchaus als „vernichtend“ bezeichnen.

Danke fürs Posten des Links.
Grundsätzlich finde ich es nach wie vor erfreulich, dass mit diesem großen Schritt eine deutliche Erhöhung der NEF-Anzahl auf ein halbwegs akzeptables Niveau erreicht worden ist.
Aber ja, in manchen Aspekten bleibt einem nur das Kopf schütteln… bezüglich Projektmanagement und Professionalität ist da definitiv noch Luft nach oben.

Was ist der aktuelle Stand bezüglich AKH-NEFs? Wird nach wie vor eines als reguläres NEF und eines als „wissenschaftliches“ NEF verwendet…?
Was ist der Hintergrund zur Todesfeststellung uz.B. in Pflegeeinrichtungen? Welche Gründe sprechen dafür, dass immer noch über die NEFs laufen zu lassen?

Wahrscheinlich diesselben Gründe wie überall in .at:

  • Todesfeststellung darf nur der zur selbstständgigen Berufsausführung berechtigte Arzt vornehmen.
  • Bei Todesfeststellung durch zb. den prakt. Arzt kommt es immer wieder zu Problemen bei der Verrechnung der „letzten Visite“ mit den Krankenkassen.
  • Viele Hausärzte sind deshalb nicht interessiert den letzten Besuch zu machen und verweisen nach dem Floriani Prinzip auf den Notruf 144.
  • Der Leitstelle bleibt rechtlich gar nichts anderes über als den Notarzt zu schicken, wenn kein anderer Arzt peripher verfügbar ist.

Danke für deine Antwort.

Was ist bei Punkt zwei die Argumentation ber Krankenkasse? Todesfeststellung ist ja eine originär ärztliche Aufgabe des Allgemeinmediziners?

Würde etwas dagegensprechen, z.B in Wien, einfach eine selbstfahrende Allgemeinmedizinerin in einen PKW zu setzen und die Todesfeststellungen der Reihe nach abzuarbeiten?

Macht einerseits die ma15 eh andererseits gibt es auch totenbeschau Ärzte über die Ärztekammer am Wochenende in Wien.

Totenbeschau ist aber nicht Todesfeststellung …

Bei uns wird nach Möglichkeit der praktische Arzt geschickt und wenn es sich nicht vermeiden lässt oder es unklar ist, dann muss ohnehin der Notarzt hin

Die Todesfeststellung muss durch einen zur selbständigen Berufsausübung berechtigten Arzt festgestellt werden.
Wurde der Tod festgestellt DANN erst kommt es zur behördlichen Totenbeschau durch die MA15 bzw. den Totenbeschaudienst der Ärztekammer. Die Totenbeschau macht jedoch keine Todesfeststellungen. Hier wird lediglich die Leiche und die Todesumstände in Augenschein genommen, es wird einerseits nach medizinischen Gründen welche eine Obduktion erfordern würden, sowie nach Anzeichen auf einen unnatürlichen Tod geschaut welche eine weitere polizeiliche Totenbeschau und Obduktion erfordern würden. Er stellt auch schließlich den Totenschein aus und gibt die Leiche für die Bestattung frei.
Sollten die Umstände - etwa Tod in der Öffentlichkeit, Tod von Minderjährigen, Verdacht auf unnatürliche Todesursache bestehen, so wird die Leiche durch die Polizei gesichert und eine polizeiliche Totenbeschau durchgeführt, hier entscheidet schließlich die Komission ob eine Obduktion und die Aufnahme von polizeilichen Ermittlungen notwendig sind - dementsprechend wird die Leiche entweder dem Bestattungsdienst freigegeben oder der Rechtsmedizin zur Obduktion überführt.
Weder Totenbeschau noch Polizeiarzt machen jedoch Todesfeststellungen, sie machen lediglich die Totenbeschau.