Was hat euch zu einem guten NFS gemacht?

Hallo allerseits!

Ich bin gerade in meinen ersten Praktikumsdiensten für den NFS als Externer bei den 70ern und wollte mal in die Runde fragen, welche Erfahrungen, Tipps und vielleicht auch „Lessons learned“ ihr für eine möglichst gute NFS-Ausbildung habt.

Mir geht’s vor allem darum, in Praxis und Theorie wirklich was mitzunehmen – vielleicht ist das ja auch für andere interessant, die gerade mitten in der Ausbildung stecken.

Mich würden vor allem eure Erfahrungen zu folgenden Punkten interessieren:

  • Worauf sollte man in der NFS-Ausbildung besonders achten, um fachlich und praktisch wirklich gut zu werden?
  • Was sollte man im KH-Praktikum aktiv beobachten oder unbedingt mitnehmen?
  • Was lohnt sich im NEF(RTW)-Praktikum besonders anzuschauen oder gezielt fragen?
  • Wie habt ihr für die Theorie gelernt, sodass es nicht nur für die Prüfung reicht, sondern auch wirklich im Einsatz hängen bleibt?
  • Wie lernt man gute Einsatzführung / strukturiertes Arbeiten am besten?
  • Welche typischen Fehler machen NFS i.A. am Anfang die man vermeiden kann?
  • Was hättet ihr rückblickend gerne früher gewusst?

Ich merke gerade jetzt noch, dass es mir noch schwerfällt, alle Eindrücke und Informationen sauber zu erfassen, richtig einzuordnen und dabei nichts Wichtiges zu übersehen.

Gerade deshalb würde mich interessieren, wie ihr gelernt habt, strukturierter zu denken, Beobachtungen besser zu deuten und im Einsatz den Überblick zu behalten.

Ich freue mich über jeden Tipp – egal ob zu Lernmethoden, Praktika, Einsatzdenken, Kommunikation oder Dingen auf die man am Anfang oft gar nicht achtet.

Danke euch schon mal!

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Mit guten erfahrenen Praxisanleitern das Praktikum zu verbringen ist auf jeden Fall wichtig.

Ich glaube dass kommt voll drauf an wo du bist.

Ich würde sagen alles, ich hab damals sowohl die NFS am RTW als auch die NÄ alles gefragt was ich nach dem Einsatz nicht mit einer Google etc. Recherche klären konnte.

Wir hatten recht viele Buchstabenkurse dabei mit Pre Course Assessments, dass hat einen halt schon zum Mitlernen gezwungen, was rückblickend auch sehr wertvoll war.

Ich habe die Ausbildungsphilosophie bei meinen bisherigen NFS-Praktikanten so gehandhabt, wie es damals bei mir auch war, z.B hat mein NEF-PAL mich den NEF-Lenker spielen lassen und er hat in 20 Diensten nichts gemacht außer bei einer CPR einen Zugang zu stechen. Das war sehr lehrreich, wobei man da halt erwähnen muss, dass ich mit dem Kollegen auch etliche Male davor RTW gefahren bin und er mich kannte.

Das bedeutet dass ich vor allem am RTW die NFS-Praktikanten alle passenden Einsätze selbst teamleiten lasse und halt natürlich als Rückfallebene da bin, aber das hat es bis jetzt nicht gebraucht.

Selbstüberschätzung oder Selbstunterschätzung, beides schon gesehen, ist beides auf seine eigene Art blöd. Sonst habe ich bisher keine „typischen“ Fehler im Praktikum erlebt.

Ich glaube nichts, mein damaliges Ich hat das schon ganz gut geschaukelt, auch wenn nicht immer alles perfekt lief und das ist auch normal so.

Zusammenfassend sind meine Tipps:

  • Viele Praktikumsstunden mit guten PAL + Nicht nur am NEF sondern auch RTW fahren.
  • Alle Fragen stellen, die du dir nicht selbst beantworten kannst.
  • Trau dich im Praktikum Verantwortung zu übernehmen. Den Luxus einen NKV/NKI als Backup hinter dir stehen zu haben, hast du als frischer NFS dann alleine am RTW nicht mehr jedes Mal.
  • Lerne im Kurs fleißig mit.
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Ich bin ebenfalls gerade in der Ausbildung und kann aus eigener Erfahrung sagen: Gerade bei den ersten NEF-Einsätzen hilft es enorm, sich bewusst zurückzunehmen. Ich hatte anfangs den starken Drang, sofort mitzuhelfen – Medikamente aufziehen, vorbereiten, irgendwas machen. Ich war zwar beschäftigt, hab aber vom Patienten selbst kaum etwas mitbekommen. Den Kopf aus dem Ampularium raushalten und erstmal beobachten hat mir deutlich mehr gebracht. Das hat mir persönlich sehr geholfen, den Überblick zu behalten und Beobachtungen besser einzuordnen.

Am RTW ist es dagegen genau umgekehrt: Hier sollte man so oft wie möglich das Teamleading aktiv übernehmen – schließlich ist genau das das Ziel der Ausbildung, auch wenn’s am Anfang noch ungewohnt ist. Außerdem dem PAL schon bei Dienstbeginn kurz mitteilen, was das eigene Lernziel für den Tag ist und wo die persönlichen Stärken und Schwächen liegen. So kann er gezielt darauf eingehen und man holt deutlich mehr raus.

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Außerdem dem PAL schon bei Dienstbeginn kurz mitteilen, was das eigene Lernziel für den Tag ist und wo die persönlichen Stärken und Schwächen liegen. So kann er gezielt darauf eingehen und man holt deutlich mehr raus.

Ist auch für den PAL angenehmer. Natürlich sollte man für alle Auszubildenden voll da sein, wenn man aber sieht, dass sich die Auszubildenden im Vorhinein Gedanken machen und sie motiviert sind, dann ist man auch als PAL nochmal etwas motivierter für den Dienst.

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