VieRT Kurs

Hat jemand hier den 2 Tages VieRT Kurs der BRW gemacht und kann Einblicke geben? Zahlt sich das aus? Inzwischen wird der jährlich min. 1x angeboten.

Lass mich nicht unwissend. Bitte was ist das für ein Kurs? Danke

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In Wien ist ein dezidiertes Clamshell Set am NEF.

Die Assistenz wird im NFS unterrichtet. Es gibt auch Fortbildungen für Sanitäter dazu am Humanpräperat(Leiche).
Anwendungsfälle habe ich schon von einer Hand voll gehört.

In meinem SanKurs wurde gesagt dass dies in Graz einmal durchgeführt wurde

In Graz wurden meines Wissens schon mehrere Thorakotomien durchgeführt. Es gibt sogar einen Case-Report dazu. Das war aber keine Clamshell-Thorakotomie sondern eine anterolaterale Thorakotomie.

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War im ersten ViertKurs. Da gab’s noch ein paar Anlaufschwierigkeiten, was die Organisation und Szenarienablauf anging. Auch zu dem zweigeteilten Ausflug in das Pathologische Institut (zuerst NAs dann Sanis) gab’s Kritik, fand ich aber nicht weiter dramatisch

Tolle Instruktoren, mit Leuten aus Graz u.a. Dr. Rigaud den man aus den Hubschrauber Dokus aus UK kennt. Viel fachlicher Input zur Clamshell ansich, aber auch zu den anderen Arbeitsabläufen und CRM Punkten.
Übungen an Tiepräperaten und Humanpräperaten war eine tolle Erfahrung.

Clamshellsets + Checkliste (SOP), mit der auch trainiert wurde, sind am OA Fahrzeug und den NEFs verladen.

Erfolgreiche Clamshell-Thorakotomieil in der Präklinik gibt’s in Wien keine. Die SOP ist nun auch sehr restriktiv um den willkürlichen Eingriffen ein bissl den Riegel vorzuschieben.
Der Case aus Graz würde u.a. im Kurs vorgestellt.

Meines Wissens nach gab’s bei meiner Dienststelle vor einigen Monaten einen Fall, wo eine Anterolaterale Thoracotomy als ultima ratio durchgeführt wurde

Da die VieRT Kurse mittlerweile regelmäßig stattfinden und seitdem eröffnen des Posts doch zwei Jahre vergangen sind:

Hat jemand in dem Forum zwischenzeitlich diesen besuchen können und möchte von dessen Impressionen berichten?

Unser QM würde nämlich gerne einige von uns kommendes Jahr auf Kurs schicken.

Ich hab das “Skilltraining Invasivmaßnahmen” besucht. Das ist der abgespeckte Teil des VieRT Kurses speziell für Sanis. Besteht aus einem E-learning und einem Nachmittag am Anatomischen Institut, bei dem man ALLES (ja wirklich ALLES) selbst am Humanpräperat üben kann. Hab so z.b. ein dutzenden ETI’s gesammelt. Kann es nur bestens empfehlen, ich hab selten in so kurzer Zeit soviel gelernt/geübt.

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Blöde Frage, aber kann man die ETI am Präparat auch nur annähernd mit einem normalen Patienten vergleichen? Das ist ja alles komplett steif und unnatürlich. Oder handelt es sich um “frische” Leichen? Sorry falls das ein bisschen pietätlos rüberkommt….

Es sind nicht fixierte Leichen, also tiefgekühlt und dann wieder aufgetaut. Allerdings ist das Gewebe nach ein paar intubationen halt schon etwas „lose“. Sicher eine gute Gelegenheit IO, thoraxentlastung und ähnliches zu üben und besser als eine Puppe jedenfalls.

Skilltraining ist Skilltraining, VIERT Kurs ist VIERT Kurs.

Beides sehr zu empfehlen, insbesondere die Fallbeispiele/ Simulationen beim VIERT Kurs sind wirklich toll organisiert und extrem realitätsnah!

Danke für die Info. Ich kannte tatsächlich nur die richtigen Präparate aus diversen Kursen. Hört sich aber auf jedenfall spannend an. Ist da irgendein Konzept bzw. Rahmen dahinter, oder kann da jeder machen und üben was er will?

Hab das Wort Humanpräperat gewählt weil ichs pietätvoller finde als “wir haben an Leichen herumprobiert”. Aber ja, genau das wars😉

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Ich war letztes Jahr im Kurs. Kurzfassung: Hat mir sehr gut gefallen. Zweite Runde ist geplant.

Langfassung: Dozent:innen sind top, von den Sanis abgesehen auch erfahrene Ärzt:innen, die zum Teil schon in ihren Systemen geclamshellt haben, etwa Johannes Strobel aus Hamburg ehemals London HEMS.
Tag 1 mit den Vorträgen und Skill Training hat schob viel Spaß gemacht.
Tag 2 mit den Körperspendern war immens hilfreich auch, wie schon oben beschrieben für andere Skills. An dieser Stelle kann ich auch den BOAH (Best of Airway HEMS) Kurs empfehlen. Die Szenarien hier waren mit guten Simulatoren und guten Setting auch top.

Mittlerweile hatte Wien ja auch schon mind. 3 erfolgreiche Clamshells, was deutlich für sie spricht. Das Governance System ist einfach immens gut und beneidenswert. Insofern langes Fazit: Der Kurs ist super lehrreich und spannend. Macht es Sinn diesen Kurs zu besuchen um dann auch in seinem RD-Bereich zu clamshellen? Nur wenn die ganze Organisation mitzieht und das ist ein großer Aufwand mit fraglichem Benefit.

du hast in Eis eine eigene Variante. Die Notärzte dürften dir bekannt sein, Wenn wieder sowas stattfindet, ist aktuell nur der DFs bekannt. Ich war bei einem schon anwesend (aber nur anwesend), wird direkt im SNAW ein Szenario aufgebaut, sehr professionell

Ich kenn EINF und die Vortragenden sehr gut. Die Simulationstrainings sind wirklich gut. Was vergleichbares wie VIERrt oder das invasive Maßnahmen Training haben sie aber (in Ermangelung eines anatomischen Institutes) nicht im Angebot.

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Der VieRT-Kurs ist ein absoluter Top Kurs, gute Vortragende, massig Instruktoren, gut organisiert - ja und eine absolute Materialschlacht. Sowohl im anatomischen Institut, als auch in den realistischen Szenarientrainings - von professionellen Schauspielern über Puppen die mit Schweineorganen ausgestattet sind - alles da.

Die Frage ist, wer sollte den Kurs haben: Lehrsanitäter, Oberärzte+Oberarztlenker, Notärzte und NEF-Lenker. Für alle anderen mag das ja auch mal recht interessant sein. Aber letzten Endes: Die zentrale Arbeit liegt nun mal bei 4 Personen, alles andere ist normale RTW-Arbeit (Atemwegsmanagement, Zugang, Medikamente auf Anordnung aufziehen, Abtransport vorbereiten).

Das rein technische war für mich nichts neues, da ich bereits vor vielen Jahren einmal einen Kurs zu maximalinvasiven Maßnahmen in einem anderen EU-Land absolviert hatte - die reine Technik die Motorhaube zu öffnen, ist keine Raketenwissenschaft und das kann man schnell mal wo lernen. Das hervorstechende am VieRT Kurs sind die Algorithmen und die Teamorganisation. Wenn das ganze Erfolg haben soll, dann ist das durchaus das entscheidende.

Ach ja und weil hier irgendwo frühere Probleme im anatomischen Institut aufgeführt wurden: Diese sind anscheinend behoben. An jedem Humanpräparat ist ein Instruktor sowie ~4 Sanitäter + ~4 Ärzte. Klar die chirurgischen Maßnahmen sind Aufgabe der Ärzte, doch die Assistenz wird durch Sanis absolviert.

Ja gibt bereits durchaus eine nennenswerte Zahl an Anwendungen - und auch mit positiven Outcome. Trotzdem bleibt die Maßnahme eben eine absolute Seltenheit - und ich denke nicht, dass jeder Sani der nie auf einem Notarztmittel sitzt, sie näher beherrschen muss.

Tatsache ist in Wien, alle Oberärzte und alle ständigen Oberarzt-Lenker haben den Kurs, ebenso die Lehrsanitäter (=inkl. FISU). Alle Oberarzt-Springer-Lenker haben den Kurs oder werden ihn bei nächster Gelegenheit machen. Viele Notärzte haben den Kurs oder werden ihn machen. NEF Lenker sind quasi das nächste Schwerpunktziel des Rollouts, hier gibt es halt bisher nur wenige.

War auch im Kurs. Er ist halt primär für Wiener Sanis und NAs zugeschnitten, weil man diese Maßnahme auch wirklich nur dort machen kann. (Es fällt mir sonst kein Krankenhaus nirgendwo ein, wo man einen solchen Patienten aufnehmen könnte bzw. versorgen könnte).

Die Vortragenden sind wirklich top. Auch die Skill Stationen und vor allem der Tag in der Anatomie sind wirklich toll. Hier kann man am Humanpräparat einfach alles ausprobieren und sich ansehen. - Wir waren im Kurs nur sehr wenige Sanis, aber die NA haben uns gut geleitet und es war schon ein Erlebnis.

Auch das Training mit der Simstation am RTW war wirklich gut.

Nach dem Kurs wird man regelmäßig zu Fallbesprechungen eingeladen. Das ist auch immer spannend, die echten Fälle von den Mannschaften berichtet zu bekommen.

Kurz um, ein tolles Kursformat, wenn auch in der Praxis ausserhalb Wiens nie gebraucht.

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