Der ungarische Staatssekretär für Gesundheit hatte in einem Interview im Bezug auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Ungarn und dem Burgendland das Niveau des Rettungsdienstes im Burgenland kritisiert. Er behauptete, das Burgenland müsse seine Systeme erst auf das Niveau des ungarischen Rettungswesens anheben. “Die österreichischen Kollegen seien beeindruckt gewesen, über welche Ausstattung die ungarischen Rettungseinheiten verfügen”. Burgenlands Landeshauptmann reagierte verärgert und schrieb einen bösen Brief an den ungarischen Ministerpräsidenten.
Nun, man mag von der ungarischen Regierung halten was man will, sieht man sich den durchschnittlichen ungarischen Rettungswagen im Vergleich zum Österreichischen an und vergleicht die Ausbildungsdauer eines ungarischen Rettungsoffiziers mit der eines Rettungs- oder auch Notfallsanitäters, hat der Ungar leider nicht so unrecht.
Der große Unterschied ist halt, dass es in Ungarn halt eine Stunde oder länger dauert bis die ALS Unit daherkommt. Vorallem am Land. Da darf der ach so tolle Rettungsoffizier dann auch gleich den Totenschein ausstellen. Die Kompetenz dazu hat er ja
Angesichts des Interviews auf Youtube dürfte der Staatssekretär die Ausbildung nicht angesprochen haben, die dürfte nämlich eigentlich der schlagende Punkt sein bei den Unterschieden
Doskozil zeigte sich zufrieden und meinte: „Wir freuen uns, dass die hohe Qualität des Rettungswesens und der Einsatz der Mitarbeiter jetzt auch von Ungarn anerkannt wird.“
Ich weiß nicht genau warauf du anspielst, aber erstens ist das halt Politik ( er muss das sagen) und zweitens hat der Rettungsdienst im Burgenland wirklich eine hohe Qualität. Der Qualität des Rettungsdienst lässt sich nicht nur an der Ausbildung der nicht ärztlichen Personals messen. Die ist in ganz Österreich gleich mies. Und ja. Auch in Wien.
Das Burgenland hat eine absurd hohe Notarztdichte.
Der Rettungsdienst im Burgenland ist bis zum letzten Heftpflaster standardisiert (CRM) und sehr gut ausgerüstet ( C3 auf JEDEM RTW und Touch 7 sogar auf jedem KTW, NIDAPAD, Medumat usw.)
Das Burgenland hat meines Wissens nach die einzige wirklich integrierte Leitstelle in Österreich.
Das Burgenland hat ein flächendeckendes und technisch ausgereiftes FR System.
Das Burgenland arbeitet mit Telenotarzt.
Das Burgenland hat eine der umfangreichsten AML in Österreich.
Rein aus Interesse, welche Ressourcen werden im Burgenland durch die LST disponiert? In Tirol laufen alle BOS mit Ausnahme der Polizei und Stadtpolizei über die Leitstelle Tirol
Ich hab mir das mal angesehen, der nächste ungarische RTH mit dem Ausgangspunkt Ödenburg (Grenznahe Stadt mit 200-300k Einwohner) ist am Balaton bzw. bei Budapest
Angeblich ist festgelegt, dass im Falle des Falles der C3/18/16/ITH aushelfen muss
Ich hab das letzte Jahr bei einer Krankentransportfirma in Österreich gearbeitet und hab dadurch recht viele Eindrücke von Osteuropäischen Krankenhäusern sammeln können. Es kann schon sein das in Ungarn das Rettungsystem Hochqualifiziertes Personal und super Fahrzeuge hat, ich kann nur aus eigner Erfahrung sagen das die Krankenhäuser teilweise schreckliche Zustände haben, dort hab ich Hunde und Katzen auf einer Kinderstation rumlaufen sehn (ohne Spaß). Keine Barierefreiheit, usw… auch die Hygienischen Standards für mich als AGKP Student warn unpackbar. Selbst Länder die nicht in der EU sind wie Serbien warn besser (war zwar teilweise auch erschreckend) aber mir hat Ungarn immer zu denken gegebn weil dort immer fragwürdige Zustände waren.
Es reicht schon nach Sopron zu fahren. 3 km neben der Grenze. Aus dem KH hab ich öfter wem geholt, und schon das ist eine Katastrophe. Das ist auch das einzige KH wo ich jedes mal die ( ungarischen) Sanis im Auto rauchen sehe