Überarbeitete Ausrückeordnuung

Wenn er denn wirklich bewusstlos ist…

Meiner Erfahrung nach ist in Wien nicht alles bewusstlos, was als solches alarmiert wird. Daraus resultierten viele Fehleinsätze/Stornos für das NEF.

Da habt ihr vollkommen recht.

Ich erkenne das Problem, bin aber mit der Lösung nicht einverstanden.

Zum Code Bewusstlosigkeit keinen Arzt zu schicken, weil die Leute eh meistens nicht bewusstlos sind ist der falsche Ansatz. Wenn der Code so oft falsch ist, muss man am Anfrageschema arbeiten und zB in Bewusstlos und Bewusstseinstrübung unterscheiden.

Ist nicht einfach, ich weiß.

Wird von der LST nicht abgefragt: „ist der Pat. vollkommen wach?“ :question:
Falls unklar hast schon deine bewusstseinstrübung.

Das wäre der richtige Weg.

Das Problem ist halt nur, dass das Abfragsystem aus einem Land kommt, das keinen Notarzt kennt. Somit ist es egal ob der Patient am Ende B-los war oder nicht.
Aber jetzt zu sagen zum B-losen schicken wir keinen NA mehr, weil ja so oft nichts ist, ist für die Patienten die wirklich B-los sind unter Umständen fatal.

Wird es schon , allerdings ist das outcome dieser Frage (Wie viele schon gesagt haben) meist ein nicht ganz zutreffendes.

Teilweise rufen die Leute schon an noch bevor der Pat. beim Kollaps den Boden berührt…Das da natürlich der Pat. „Bewusstlos“ ist , ist ja der logische Physiologische Vorgang. Das sich dann teilweise Einsätze noch während des Notrufes auflösen (Zitat: „Ah er wird jetzt eh wieder munter , do brauchn ma ka Rettung“) zeugt ebenfalls von einem sehr schwer einzuschätzenden Situation.

Wie andere schon gesagt haben ; Teilweise wird ein INTERN_BEWUSST_NA (Steiermark) alarmiert , und wennst als RTW hinkommst steht der Pat. vor dir und gib da die Hand (Übertrieben gesagt :wink: ) …

Wäre bei uns der Code INTERN_C2H5OH …In 50% der Fälle isses ein davongelaufener oder er steigt teilweise genau ins Taxi wennst hinkommst :laughing:

Also Niederösterreichisch gesprochen kann ma nur sagen, dass ja nicht nach codes sonder nach
Auftrag oder Praktiker, Auftrag, Einsatz, Einsatz-Aufwertbar, Notarzt, Notarzt-ECHO unterschieden wird, wenn ich mich nicht total täusche, anfangs erwähnte Delta-Codes sind des öfteren Aufwertbare Einsätze, heisst meines wissens nach dass der disponent vom system einen RTW vorgeschlagen bekommt, bei bedarf aber auch direkt einen NA alamieren kann.

ich halte das auch für wesentlich sinnvoller als dannach zu gehen „oh ein C code, muss was schlimmes sein…“

Naja es ist in Wien ja praktisch dasselbe, es wird nur zwischen NEF-RTW , RTW, KTW-K(KTW in 15 min) und KTW(KTW in 30 min) unterschieden.
Wenn der Leitstellemitarbeiter der Ansicht ist, das der Einsatz eventuell doch schlimmer ist kann er ihn immer noch aufwerten. Es wird auch nicht nach Prio mit NEF beschickt sondern je nach Code einzeln. zb 7C4- Schwere Verbrennungen im Gesicht wird mit NEF-RTW beschickt und 7D5 - Sprachschwierigkeiten zwischen den Atemzügen nur mit RTW obwohl zweiteres eine höhere Priorität laut MPDS hat.

Na und wie glaubst kommt es zu dem. Kurz weil jemand gesagt hat zu diesem und jenem Code fährt nur ein RTW, ein Notarzt usw.

Aufgrund der vielen Stornos der NA-Mittel wurden aus früheren NA-Codes sogenannte RTW-Codes bei denen der Disponent aber nach Bedarf trotzdem gleich einen NA Alarmieren kann.

Also auch in Niederösterreich wird nach Code alarmiert.

Also bzgl. EKG verwenden / NFS an board - der ABK-5 hat wenn von der Gruppe simmering gestellt praktisch immer einen NFS (manchmal als Lenker) da macht das z.b. Sinn

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Ja klar gibt es das. Das wollte ich ja nicht abstreiten.
Aber es ist wohl kaum die Regel - ganz im Gegenteil. Unabhängig davon, dass die Problematik mit dem Unterschied zwischen „KTW normal“ und „KTW EKG“ bleibt. :wink: (y)

Bezugnehmend auf:
Dazu kommt dann auch noch:
Rein gesetzlich darf ein RS ein EKG sowieso nicht verwenden. Er darf es zwar als Assistenz kleben, aber das wars dann auch schon… Interpretation/Verwendung zur VD-Unterstützung etc. ist einem NFS/Arzt vorbehalten, oder gibt es hier Neuerungen, von denen ich nichts weiß?

Manche legen das SanG genau umgekehrt aus. Soll heißen, dass dem RS die Assistenzleistung untersagt ist, da die NA-Assistenz im SanG taxativ beim NFS aufgelistet ist und nicht beim RS. Das würde bedeuten, dass der RS das EKG sogar eher kleben darf um es selbst bzu lesen.

Zum Glück sind hier Theorie und Praxis weit auseinander.

Das stimmt nicht. Auch wenn man es oft wiederholt.

Im ganzen SanG steht nichts von einem EKG. Das ist ein normales Medizinprodukt - wer eingeschult ist darf es verwenden.

Aber es nicht befunden weil das klar eine ärztliche Tätigkeit ist. Es ist zwar toll wenn ich es kann, meine weitere Arbeitsweise darf sich aber dennoch nicht nachdem richten was ich im EKG erkenne.

Nicht einmal dass selbst NFS meinten keinen Infarkt im EKG zu erkennen, den NA storniert haben und den Patienten normal ins KH transferiert haben.
Danach ist der SNAW schon ausgerückt. Gratulation!

:open_mouth: :open_mouth: :open_mouth:

Ok, ja, ich darf als NFS keinen mehrseitigen kardiologischen Befund schreiben, stempeln und dem Patienten als ärztlichen Befund überreichen. Stimmt.

Aber selbstverständlich habe ich als NFS die EKG-Interpretation zu beherrschen. Es ist eindeutig Teil der Ausbildung. Schau in die San-AV.

Und selbstverständlich habe ich meine weitere Arbeitsweise an die Erkenntnisse aus dem EKG anzupassen. Wenn der Patient mit Oberbauchschmerzen einen STEMI hat, dann werde ich ihn nicht auf die Chirurgie führen, sondern mit einen NA nachfordern. Das ist genau das gleiche Vorgehen wie bei allen anderen Erkenntnissen aus der Patientenbeurteilung, zu der auch die apparative Untersuchung dazugehört. Wenn ich bei B ein Patzen Lungenödem feststelle und dann noch die Sättigung schlecht ist, werde ich mir einen NA nachfordern. Wenn ich bei D einen Schlaganfall erkenne, werde ich auf eine Stroke fahren…

Das EKG liefert mir einen von sieben Werten bei der apparativen Untersuchung - bei manchen Patienten hat’s einen Einfluss auf die weitere Versorgung, bei vielen nicht.

Natürlich ist jeder selbst der größte Held und beherrscht das EKG lesen. Bitte um Verzeihung.

Wie meine meinen Beispiel genannt, nicht dass der Infarkt doch eindeutig im EKG erkennbar war, nein auch die Symptomatik war danach. Alleine deshalb wäre die Stornierung des NA nicht angebracht gewesen.

Ich habe schon oft erlebt, dass selbst Kardiologen im Krankenhaus dann nicht eindeutig sagen konnte was das EKG jetzt aussagt, aber ja der kleine NFS hier aus dem Forum beherrscht es natürlich.

Ach ich wünschte Krankenhäuser und Notärzte würden Mal klagen, dann würden so manche Sanis, die meinen die Lehrmeinung erfunden zu haben, schön schauen.

Keine Frage das EKG kann eine super Sache sein. Aber dazu muss ich Mal die Basics im kleinen Finger haben. Ebenso muss der Großteil der Leute auf einen hohen Stand gebracht wird.
Nichts gefährlicheres als Halbwissen gepaart mit Selbstüberschätzung.

Ich Stelle nicht in Abrede dass es da draußen die wirklich guten Sanis gibt, aber diese vergessen leider auch viel zu oft, dass sie ein Vorbild für vorherige Sanis sind und schon wird es gefährlich.

Mensch bist du ein mühsamer Zeitgenosse. Hast du hier eig. schon mal einen Post geschrieben in dem du nicht rummeckerst und andere Schlecht machst?
Forumsdiskussion ist ja gut und recht, aber du strapazierst es wirklich.

Ich glaub ich setz dich bald auf meine Ignorierliste.

Ja wirklich.

Ich verstehe auch generell nicht wieso das EKG oftmals so ein Reizthema ist. Eigentlich ist es ziemlich simpel, es gibt ein paar Bilder die jeder inkl. Sani erkennen sollte und daneben kann man das Niveau natürlich ins unendliche Schrauben.

Und auch in der Medizin gibts eine Rangliste der Experten:

  1. Auf EKG spezialisierte Kardiologen (Rhythmologen - selten außerhalb von Unikliniken anzutreffen)
  2. Kardiologen
  3. Intensivmediziner
  4. Internisten
  5. Chirurgen und alle weiteren…

Und dazu gilt immer: Das individuelle Bemühen zählt - ein Hausarzt wird vielleicht mehr EKGs sehen und routinierter als ein Gastrologe den nix außer Darm interessiert. Pauschale Beurteilungen sind immer schlecht.

So simple dass immer wieder Sanis meinen der Patient hat keinen Infarkt (obwohl Symptome vorhanden), EKG ist in Ordnung und den Patienten dann auf eine normal Station transferieren.

Das sind keine Einzelfälle.

Auf der anderen Seite schaffen sie es aber auch nicht bei einer vermeintlich Toten Person ein EKG zu schreiben.

Es ist deshalb ein Reizthema, weil bei sehr vielen nicht Mal die Basics sitzen. Wenn ich nur dran denken wie oft man als NA zur Schmerztherapie beim Schenkelhals nachgefordert wird und dann macht man nichts anderes als den Patienten ordentlich zu lagern.

Immer mehr fordern während der Großteil hinten nach ist, geht halt nicht.

Andere machen sich durch ihr Handeln selbst schlecht.

Die MA70 beziehe ich hier nicht mitein, denn diese haben als einziger Betreiber wirklich ein ordentliches QM.