Telenotarzt rettete Siegendorfer das Leben

Eine Überschrift die wohl alles über die Wertschätzung gegenüber den mit weitreichenden Kompetenzen ausgestatteten Sanitätern.
Nicht diese haben das Leben gerettet, sondern der Telenotarzt.

Die Sanitäter vor Ort haben zumindest erkannt, dass das was nicht stimmt und den TN hinzugezogen (wenn nicht selbstständig die (Verdachts)Diagnose gehabt und vor Ort die Therapie durchgeführt - geehrt wird aber der Telenotarzt :roll_eyes:

Edit: hab jetzt noch den ganzen Artikel eingefügt weil der Instagram Link vom ORF Burgenland scheinbar nicht funktioniert- Überschrift auf Instagram ist „Telenotarzt rettete Siegendorfer das Leben“

Der ganze Artikel erwähnt zwar die Sanitäter als kompetentes Personal, die auch die Diagnose ACS gestellt haben, dennoch war es die Leistung des Telenotarztes

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Eigentlich ist der Artikel sehr wertschätzend gegenüber dem gesamten Personal geschrieben. Da gibt es viele viel schlimmere. Es wird schon stimmen, dass die Bestätigung des STEMI dazu geführt hat, dass eben nicht das KH Eisenstadt angefahren wurde, sondern wahrscheinlich direkt Wiener Neustadt mit PCI Bereitschaft.

Das ist auch der erste Artikel zum Telenotarzt überhaupt im Burgenland. Das ist quasi eine versteckte Aussendung vom RK zum Werbung machen.

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Gestern gab es bei Burgenland Heute auch noch einen drei Minuten Beitrag mit Interviews von verschiedenen Beteiligten.

Man kann den Titel natürlich so verstehen, aber was soll den sonst da stehen? „Rettung rettet Mann mit Herzinfarkt das Leben!“ Nicht sehr reißerisch, eher sogar völlig alltäglich.
Es ist ein Werbeartikel für das Konzept Telenotarzt, daher wird dessen Rolle hervorgehoben. Das ist denke ich nicht als Abwertung der anderen Kräfte zu verstehen.

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Mich würde interessieren was der Telenotarzt angeordnet hat, was die Sanitäter selbst nicht hätte machen können. Hätte bei einem ACS mit entsprechender Klinik noch nie an einen Telenotarzt gedacht.

Viele sind schon sehr fixiert auf den Telenotarzt. Erst vor kurzem erlebt, kein Assessment gemacht aber schon mitm Telenotarzt geplaudert, mit Null Konsequenzen für den Patienten. Da wären mir noch viele andere Dinge eingefallen davor.

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Da es im Burgenland keine Notkompetenzanwendung ohne Nachforderung eines physisches NAs oder Hinzuziehen eines Telenotarztes gibt, erübrigt sich die Frage. Wahrscheinlich Zugang + ASS + Elomel . + Konsultation wegen einem unklaren EKG bei atypischen Beschwerden.

Sachen wie Suprablitz oder Sedacoron bei einer Tachykardie gehen sowieso nur nach Telenotarztfreigabe. Oder Schmerztherapie bei Kindern.

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Naja das kann man schon schreiben
zB „Telemedizin bringt burgenländische Rettungsdienste ins 21. Jahrhundert“ oder wenn man es reißerisch will (was für mich nicht der Auftrag des ORF ist)
„Burgenländische Rettungsdienste retten Leben gemeinsam mit innovativem Telenotarzt“
Aber naja

Die Überschrift in NÖ (wo es jetzt auch gelandet ist ist übrigens „Notarzt rettete 60-jährigem über Telefon das Leben“

Natürlich ist es nicht so gemeint von den Reportern und auch nicht vom System Telenotarzt (das ich nicht in Frage stellen will) aber ich empfinde das schon als Schlag ins Gesicht
Der NA hat mMn hier gar nichts bis sehr wenig getan, außer das zu bestätigen was die Sanitäter bereits festgestellt haben und die Maßnahmen zu erlauben, die diese rechtlich sowieso dürfen

Ich glaube nicht das die (Telenot)Ärzte in der Bevölkerung Werbung brauchen um anerkannt zu werden, sondern eher die Notfallsanitäter die solche Einsätze ohne (physischem) Notarzt abwickeln können.

https://www.instagram.com/p/DTpSBj-DSDe/?igsh=MTRkcjRid2llZ29jcg==u

So funktioniert aber die Finanzierung. Genau solche selbstgekochten Werbebeiträge werden der Politik vorgelegt, wenn es um Fragen der Finanzierung geht. Und Finanzierung will man für das neue Telenotarztsystem, nicht für bestehende immergünstige Sanitäter.

Das ist jetzt vielleicht eine Boomer-Antwort aber: Deal with it
Das wird sich in den Medien (und damit auch in der öffentlichen Meinung) nicht ändern. Nie. Es sind immer die Ärzte, nie ein Behandlungsteam. Selbst wenn sich der Rettungsdienst noch so sehr professionalisiert.

Auch bei etabliert professionalisierten Berufsgruppen kämpfen immer die Ärzte um das Leben von Patienten auf Intensivstationen, in den OP-Sälen und im Schockraum. Nicht die Pflege als größte Berufsgruppe innerhalb der HCP. Oder die OP-Assistenz. Oder die Reinigungskräfte.

Es wird in den Medien immer so sein und sich darüber aufzuregen ist umsonst verschossenes Adrenalin.

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Wobei man da der Bevölkerung und den Medien ja nicht mal böse sein kann. Wir leben halt in unserer Medizin/Rettungsdienst Bubble, wo wir solche Sachen selbstverständlich wissen.

Keine Ahnung, über welche Falschdarstellungen sich andere Berufe so aufregen. Ich könnte mir vorstellen, dass Polizisten auch nicht happy darüber sind, dass den Fall immer irgendwelche Mordermittler lösen oder die Kanzleimitarbeiter nicht erwähnt werden, wenn der Anwalt den Fall spektakulären Fall gewinnt. Usw usw

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Und ganz ehrlich ich verstehe wirklich nicht, warum wir gerade über dieses Beispiel diskutieren. Der Artikel hebt durchaus die kompetente und erweiterte medizinische Diagnostik und Therapie durch Notfallsanitäter hervor und schreibt ihnen einen gleich großen Anteil am Outcome des Patienten zu. Alleine dass man zwischen RS und NFS unterscheidet ist nicht selbstverständlich. Eigentlich ein recht erfreulicher Artikel im Vergleich zu dem Schwachsinn den man sonst oft liest.

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Ich weiß natürlich was du meinst, aber der Vergleich hinkt schon etwas. Polizei und Mordermittler sind wohl wie Notfallrettung und Krankenhauspersonal.
Der Telenotarzt ist da eher wie der Richter/Staatsanwalt der die Hausdurchsuchung und die Festnahme anordnet. Wenn jetzt nach dem Mord in der Zeitung steht, Richter löst Mord am Telefon, wäre das wohl auch etwas unpassend.

ja danke dafür. Ist eh nicht so, dass sich daraus jetzt irgendwelche einschneidenden Veränderungen in meinem Leben ableiten. Aber ich glaube nicht, dass sich das nie ändern kann - die Gesellschaft hat ja auch die Pflegekräfte in der Corona Pandemie beklatscht (und dann genau so schnell wieder vergessen) - aber ja, die stehen auch immer im Schatten du hast richtig sagst.
Die Professionalisierung des Rettungsdienstes (und alle Ableitungen daraus, Berufsschutz, längere, ordentliche Ausbildung,Bezahlung,…) wird sich halt umso schwerer tun, wenn „wir“ nicht kommunizieren, dass wir eine komplexe und verantwortungsvolle Rolle haben in der Notfallmedizin und dabei vom Telenotarzt unterstützt werden (und nicht anders herum), und nicht mehr das Krankentaxi sind, das nur Transport ins Krankenhaus durchführt. Aber wenn es „uns“ scheinbar selbst nicht stört, in so einem Artikel nur das Beiwagerl zu sein und glücklicherweise dabei sein durften als der Teleonotarzt von zu Hause aus das Leben gerettet hat (übertrieben dargestellt), wird es sicherlich schwer werden.

das Lese ich tatsächlich anders - vor allem aus der jeweiligen Überschrift, die für die unwissende Bevölkerung die Botschaft transportiert die hängen bleibt. Aber ich erkenne an, dass das eine Einzelmeinung ist - also @eklass - dann kann man dem Wunsch folgen und die Diskussion hier schließen.

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Der Artikel selbst ist besser geschrieben. Aber die Überschrift ist fatal. - Klingt irgendwie, wie ein PR Beitrag des RK Burgenland. - Die schicken solche Sachen ja an die Medien via Ticker aus.

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BVZ - Funktionierende Rettungskette rettete 60-jährigem Siegendorfer Leben

Ist glaub ich der bisher eher längste Artikel zur der Gschichte

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Die Dame ist ehrenamtlich tätig. Es ist schade, dass die Freiwilligkeit keinerlei Würdigung erhält.

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