Seit einiger Zeit fährt in Wien ein Single Responder der MA70 zu Altenpflegeheimen mit einem „Telemedizinischen Einsatzfahrzeug (TEF)“
Nun wird das ganze ausgerollt.
In der ersten Phase wird die Einheit des „Single Responder“ zu Notarztnachforderungen (42C01) bspw. von NKTWs und tlw. auch von RTWs entsendet.
In weiterer Folge soll die Einheit auch zu primären Rettungseinsätzen entsendet werden.
Ich finde dieses Projekt toll, habe in Wien allerdings noch nie einen TEF gesehen.
Weiss jemand mehr über das Projekt? Von wo aus fahren die denn aus und sind das Leute aus dem Fahrdienst oder der RAK?
Ich muss gestehen, ich würd mir schön blöd vorkommen, wenn ich mir als NKV am RTW einen Notarzt nachfordere und dann ein NKV mit einem Telefon kommt.
Denke, dass das System aber für Belassungen oder aber auch bei selektieren NA Anforderungen durch NKTWs sinnvoll sein kann. Telemetrie und anrufen beim MA70 Oberarzt funktionieren jetzt schon richtig gut (etwa bei grenzwertigen EKGs).
Ist zwar leicht OT, aber wie funktioniert da die Telemetrie? Haben die in Wien verwendeten Zoll Geräte da was integriert (ähnlich corpuls.mission) oder ist das irgendein Zusatzsystem, das an der Doku oder an einem anderen System dran hängt?
Neben dem medizinischen Nutzen zeigt die Studie auch ein erhebliches Einsparungspotenzial. Ein Einsatz mit digitaler Notfallversorgung kostete im Durchschnitt 559 Euro – bzw. 1.418 Euro, wenn später doch noch eine Hospitalisierung notwendig wurde. Ein herkömmlicher Einsatz kostete durchschnittlich 1.709 Euro. Macht eine Ersparnis von 300 bis über 1.000 Euro pro Patient…
Werden die Kosten hier für den Rettungseinsatz gerechnet oder der Einsatz als ganzes (Transport, Behandlungskosten im KH…) gesehen?!
Weil die Transporttarife aus anderen Bundesländern (zB NÖ) weichen hier ja um ein Vielfaches ab.
Für was genau braucht es da eigentlich den Rettungsdienst? Man könnte ja auch einfach das Pflegepersonal das sowieso vor Ort ist telemedizinisch beraten und anleiten.
Mein Wissenstand ist da auch schon wieder 1.5 Jahre alt, denke aber es wird sich nicht viel verändert haben:
Die Kollegen, die vor Ort eingebunden sind kommen aus dem Qualitätsmanagement (RKT) und haben zu einem die Ausbildungsstufe NKI und bringen zum anderem zick Jahre an Einsatzerfahrung mit.
Ausrüstungstechnisch die oben genannten Möglichkeiten für die präklinische BGA, Sonographie für den E-FAST, Überwachungsmonitor - Zoll sollte es mittlerweile fix sein - sowie eine mechanische Reanimationshilfe „LUCAS3“ und einen vollausgestatten NEF-Rucksack.
Die Besonderheit in meinen Augen hierbei ist, das im Gegensatz zur ACN beispielsweise kein DGKP kommt, sondern ein reiner NFS-NKI
Bisschen Offtopic: Der ASBÖ hat mittlerweile eine Kompetenzmatrix, ähnlich dem RKNÖ, wo auch Maßnahmen wie die mechanische Thoraxkompressionshilfe und Sonographie eingebaut wurden.
Das hat man, nachdem die MA70 mit dem Projekt gestartet hat, auch vor gehabt, allerdings haben das die Pflegeheime nicht angenommen, wie man hört. Scheinbar wäre die gesamte Infrastruktur den PWH zur Verfügung gestellt worden.
Besatzung: 2 NKI (1x Ex-MBE, 1x RTW TL) 1 NKV (RTW TL) plus 1 TEF-Zivi (wobei ich da nicht weiß ob der nur bei dem Kollegen aus dem Beitrag mitfährt der es hauptsächlich bespielt oder auch bei den RTW TL)
Ausrüstungstechnisch ist es dasselbe was früher im MBE war (selbes Fahrzeug) plus TEF Zusatzmaterial (Medis, Sono, BGA), Monitor ist höchstwahrscheinlich ein LP15 kein Zoll, wird auch wahrscheinlich nie einer werden da der ASB Wien LP35 gekauft hat/kaufen wird. (Kann mich nicht mehr genau erinnern, aber Zoll wirds nicht)
Danke fürs Update! Mein letzter, damaliger Stand war, dass der oben im Beitrag gezeigte Kollege, es zusammen mit dem anderem älteren (ex?) MBE NKI gemacht hätte.
Soweit ich mich erinnere war im MBE eine Zoll X-Serie Halterung verbaut. Da hat’s damals, noch bevor der Lifepak 35 in Europa verkauft wurde, noch geheißen, dass sie die selben Monitore wie die 70er wieder beschaffen würden. Was grundsätzlich auch Sinn gemacht hätte.
Ich hab jetzt leider auf die schnelle nur die Gebührenverordnung gefunden, die jeder bekommt wenn der Einsatz mit der Gesundheitskasse nicht verrechnet werden kann.
Der beträgt in dem Fall um 860€. Da aber die privaten HiOrgs (ASB, SMD, RK, JUH) natürlich auch mitverdienen möchten, kann man noch einen zusätzlichen Aufschlag dazurechnen. Wie hoch hierbei der Zuschlag auf die einzelnen HiOrg gegenwärtig ist, kann ich leider nicht sagen.