Sammel-Berichte Rotes Kreuz Steiermark

Ich glaube wenn dann als konkrete Einzelfallsentscheidung des Teamleiters vor Ort, ich habe auch einmal ein schwerkrankes Kind von NÖ knapp 200km nach Linz gefahren, weil es eine Behandlung brauchte welche nur in der Klinik Donaustadt (keine Kapazität) und Linz angeboten wurde. Waren halt knapp 5 Stunden unterwegs, hat sich aber für mich sehr sinnvoll angefühlt.

Hätte es bei dieser Patientin (je nach Klinik und Möglichkeiten des LKH und verfügbaren Rettungsmitteln im Bezirk, etc.) auch abgewogen, wäre ich dort gestanden, kann man aber ehrlich gesagt 0 einschätzen weil uns einfach Infos dafür fehlen.

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Ich finde es eher spannend, das generell kein Fahrzeug entsendet würde, wenn die Symptome am Telefon beschrieben wurden.

Ich glaube bei uns würde gefühlt ein RTW auch einfach einmal zum “nachschauen” geschickt werden. Ob nun ein Transport nach Klagenfurt oder die nächstgelegene geeignete Klinik durchgeführt wird, muss der Transportführer vor Ort entscheiden.

Ich empfinde die Wegstrecke auch nicht so dramatisch. Knittelfeld <> Klagenfurt (1:24h bei 109km).

Das ist in unserem Einsatzgebiet auch nur 10 Minuten länger als die Standartstrecke auf den nächsten Herzkatheter in der Nacht.

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Ich berichte mal kurz aus NÖ:

auch hier klar die Order, das nächstgelegene KH anzufahren dass die Symptome behandeln kann. Allerdings kann diese Regel mit Begründung overruled werden.

Für mich wäre in dieser Situation als RTW vor Ort - komplexer Hirntumor mit laufender Behandlung in einem bestimmten KH - genug Begründung zumindest mal dort anzurufen. Der diensthabende Arzt der Abteilung wird mir dann nach einem Gespräch sicher sagen können, ob er die Patientin gerne vor Ort hätte oder die nächstgelegene Notaufnahme sinnvoller ist. Den Transport muss der Regeldienst aushalten können - Dienstführer kann sich um Nachbesetzung bemühen, Hubschrauber könnte man je nach Vitalparameter auch andenken.

Das eigentliche Problem meiner Meinung nach, ist wieder der Gedanke der Berufer Rettung=Taxi. Sie rufen nicht an, weil medizinische Hilfe gebraucht wird, sondern ein bestimmter Transport gefordert wird. Das wird in jedem Fall noch eine Zeit dauern das aus den Köpfen der Leute rauszubekommen.

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Kommt bei uns täglich vor. Dafür haben wir auch Touren im Dienst - Fernfahrten gehören dazu und sind damit abgedeckt sofern versicherungstechnisch ok.

Mit dem primär RTW? Echt jetzt?

Sorry war auf normale Fernfahrten fokussiert. RTW natürlich nicht, außer es ist eine Intensivüberstellung. Dann fährt einer der Regel RTW.

In Linz würde der diensthabende NFS (TF am ITF) die telefonisch aufgenommenen Informationen erhalten und dann wohl entsprechend mal hinfahren bzw. mit dem örtlichen KH und dem entfernten KH abklären, was am sinnvollsten ist. Wäre hier keine große Sache, entweder Transport mit ITF wenn notwendig, sonst mit SEW. Das muss und wird der Regeldienst aushalten.

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Nur damit ich es richtig verstehe:

Der ITF (Was ja eigentlich ein RTW-C/CN ist) fährt einen Patienten von Linz nach Klagenfurt aus dem Regelbetrieb ?

Wie argumentiert man dann , dass der Primär-RTW (Nicht SEW-N) so lange unterwegs ist? Warum macht man denn keine Versorgung in einem Schwerpunktzentrum in Linz? (Ich weiß es ist hier die Rede von Knittelfeld ←> Klagenfurt , aber das Beispiel ist ja auch ähnlich)

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Bei uns hast du zb am Sonntag zwei RTWC im Dienst und einen Zivi KTW für zwei Bezirke. Da gäbe es für sowas nicht viel Spielraum. Sowas wie eine Bereitschaft die nachrückt und ein Auto besetzt ( wie anscheinend in der Stmk) gibt es bei uns nicht.

Wie ich erwähnt habe wird der diensthabende NFS sowohl mit dem entfernten als auch mit dem regionalen KH abklären und sicherlich darauf hinarbeiten, dass man in Linz einen geeigneten Platz für die Patientin findet. Funktioniert das nicht, was ich bezweifle, dann läufts auf einen Transport hinaus. Wird man dann abwägen, ob ITF notwendig, bzw. wird man je nach Dienstbesetzung auch eine andere Lösung finden. Nachdem die NFS-Dichte in Linz ja unter den HA schon sehr sehr hoch ist, ist man da mittlerweile ja flexibler.

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Wie man sieht hats in der Steiermark nicht funktioniert…(Und ich bin mir zu 99% sicher , dass der CT am Telefon schon versucht hat , eine Versorgung in Knittelfeld in der Vordergrund zu Stellen).

Ohne böse Absichten unterstellen zu Wollen; Gerade bei solchen speziellen Patienten kannst as haben, dass sie dich dann vor Gericht und in die Zeitung bringen, wenn auf so einen langen Transport was passiert (“Warum nicht in die nächste Klinik?” , “Wenn wir gewusst hätten , dass sie so Instabil ist” , “Warum kein Notarzt von Linz nach Klagenfurt?”…etc)

Der Teufel schläft halt ned

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Für klassische Fernfahrten ala “Ich liege in Schladming nach an Ski-Sturz im Krankenhaus und will heim nach Wien” ist das System nett.

Bei akuten Verlegungen wiederrum isses für die Fisch , da hier ja sowieso die Dienstmannschaft ausfahren muss/soll wegen dem zeitkritischen Fenster.

Die Frage in dieser Situation die ich mir stelle ist , wie oben schon erwähnt; Warum dann ned gleich vom KH Sekundär mit NAH ins Zentrum? (Dort ist ein gesichertes Umfeld um Intervenieren zu Können, eine Neuro habens auch..)

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Diese Causa ist sicherlich eine spezielle Geschichte, die man auch als solche behandeln muss und alle Aspekte mit einbeziehen bzw. vielleicht auch schon vorhersehen muss.

Umso wichtiger erscheint es, dass eine versierte Fachkraft alle Informationen erhält und mit den KHs und Ärzten das weitere Vorgehen abstimmt und dies dann vor Ort auch Patientin und Angehörigen erklärt.