Salzburg - Rotes Kreuz - Landesrettungskommandant dienstfrei gestellt

Da tut sich was im Roten Kreuz Salzburg

Weiß wer was dazu?

1 „Gefällt mir“

Ist jetzt nur ein facebook-Beitrag, aber da kommt das Präsidium und besonders die LGF nicht gut weg: https://www.facebook.com/infomediaworx/posts/pfbid02tbavB4ru89bVwQPrnWcWB8rSHEsZgardDLLnh1ypDuHgkWiMPRkb8zz2nfQyUXQ7l

In den SN steht Ähnliches

Herbst bekommt Rückendeckung von seinem Vorgänger, Anton Holzer: „Ich bin einfach fassungslos. Ich habe Stefan Herbst damals zum Roten Kreuz geholt. Er war 13 Jahre lang Bezirksgeschäftsführer und einer der zuverlässigsten und loyalsten Mitarbeiter.“ Er ist überzeugt, dass sich Herbst nichts zuschulden hat kommen lassen, und findet auch kritische Worte. „Wenn so ausgezeichnete Führungskräfte die Organisation Rotes Kreuz verlassen, dann sollte das eigentlich ein Alarmsignal sein. Das Präsidium muss genauer hinschauen.“

Der frühere Pongauer Bezirksrettungskommandant Franz Weißenberger ist überzeugt, den Grund für den Abgang zu kennen. Er betont die schwierige Zusammenarbeit mit Geschäftsführerin Sabine Tischler. Seit Jahren baue sich der Konflikt auf. „Der Umgang der Geschäftsführung mit den Mitarbeitern ist unmöglich. Viele haben sich schon gekündigt, weil sie das Betriebsklima nicht mehr ausgehalten haben“, sagt Weißenberger. Er selbst war 49 Jahre als Freiwilliger beim Roten Kreuz.

„Ich hätte auch noch ein paar Jahre länger machen können, aber aufgrund der schlechten Stimmungslage habe ich dann meine Funktion zurückgelegt.“ Weißenberger betont, dass er sich mehrmals an das Präsidium gewandt habe. „Die Fluktuation ist einfach wahnsinnig hoch.“

Ähnlich kritisch äußern sich weitere frühere Führungskräfte. Einer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, spricht von einem „schlechten Führungsstil“. Es würden „nur jene geduldet, die keine eigene Meinung haben“. „Jeder, der Frau Tischler widerspricht, wird hinausgedrängt.“ Auch er sei aus allen Wolken gefallen, als er hörte, dass Stefan Herbst das Kommando zurücklegt. „Es spiegelt das wider, was in diesem Landesverband die letzten Jahre passiert.“ Schilderungen, die auch eine weitere noch aktive Führungsperson bestätigt.

4 „Gefällt mir“

Scheinbar wurde die Entlassung zugestellt.

Die Aussage von Hr. Holzer über Führungskräfte beim RK ist stimmig wenn man den Verein kennt.

Aufstand gegen Rotes Kreuz Salzburg-Geschäftsführerin - Offener Brief an RK-Präsidenten

Forderung an Aufmesser: „Handeln Sie jetzt“

Update 12.40 Uhr - Mail des Präsidenten an die RK-Mitarbeiter

In einem Mail an die Mitarbeiter von heute Vormittag drückt das Präsidium des Roten Kreuzes Salzburg (drei Personen, Anm.) sein „Bedauern“ über die aktuelle, öffentliche Diskussion aus. Gleichzeitig schreibt RK-Präsident Werner Aufmesser: „Die Bezirks-Rettungskommandanten unterstützen geschlossen die Entscheidung und das Vorgehen des Präsidiums, das wurde mir und dem Präsidium am Wochenende persönlich von allen bestätigt“, so Aufmesser in der Mail an alle Mitarbeiter.

Und dann der Hinweis an die Mitarbeiter: „Solltet ihr von außen auf die aktuellen Vorgänge angesprochen werden, bitte wir euch, auszudrücken, dass wir es bedauern, dass dieser Konflikt an die Öffentlichkeit gelangt ist, was nicht in unserem Sinne war“.

Soweit die Mittteilung.

„Wir sind da“, ist ja das neue Motto des Roten Kreuzes, das Motto gilt wohl derzeit auch noch für das Präsidium und die Landes-Geschäftsführerin.

+++

Update 12.30 Uhr - „Maulkorb“

Unseren Informationen zufolge sollen die Mitarbeiter heute Vormittag eine Mail erhalten haben mit der Erinnerung, über Interna nicht mit der Öffentlichkeit zu sprechen. Dieser „Maulkorb“ ist bei allen Unternehmen üblich, wird aber in der aktuellen Situation beim Roten Kreuz Salzburg mit duzenden Erfahrungsberichten und Stellungnahmen aktueller und ehemaliger Mitarbeiter den Stuhl der Geschäftsführerin nicht mehr retten.

Warum der Präsident zumindest bis jetzt an der Geschäftsführerin festhält ist nicht bekannt, weder er, noch Tischler sind für eine Stellungnahme erreichbar.

+++

Salzburg. Mit einem offenen Brief fordern heute 36 aktive und ehemalige Führungskräfte des Roten Kreuzes den Präsidenten des RK Salzburg auf, den mittlerweile gekündigten Landes-Rettungskommandanten Stefan Herbst „unverzüglich wieder in seiner Funktion einzusetzen“.

Für die Unterzeichner steht fest, dass Aufmesser „erneut eine hochqualifizierte Führungskraft opfert“. Das belastete Betriebsklima sei dem Präsidenten seit Jahren bekannt, der Präsident verkenne die Situation, „das ist keine Kampagne Einzelner, sondern das Ergebnis eines manifesten Konflikts innerhalb des Roten Kreuzes, den Sei jahrelang ignoriert haben“.

Es handle sich aktuell nicht um einen Konflikt zweier Personen (Stefan Herbst, Sabine Tischler, Anm.) sondern um einen langjährigen, strukturellen Konflikt zwischen der Geschäftsführerin (Tischler) und einer Vielzahl erfahrenere Kollegen. „Sie fragen sich, warum die Mitarbeiter schweigen? Jeder, der in der Vergangenheit Kritik geäußert hat, musste dafür einen hohen Preis zahlen. Das jüngste Beispiel (Herbst) liegt klar vor Ihnen“, so die Unterzeichner. Wenn das Präsidium jetzt nicht handle gefährde das die Rot-Kreuz-Organisation im Bundesland ernsthaft.

„Wie viele hochqualifizierte und engagierte Führungskräfte muss das Salzburger Rote Kreuz noch verlieren, bevor Sie handeln?“. Die drei Mitglieder des Präsidiums hätte ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern seit Jahren vernachlässigt, „besonders befremdlich ist für uns, dass das Präsidium nun ausgerechnet jene Person schützt (Tischler, Anm.), die maßgeblich zur Eskalation der aktuellen Situation beigetragen hat“.

Abschließend kündigen die Unterzeichner an, die tausenden ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter und Zivildiener „zu unterstützen und zu schützen, wenn die erforderlichen Schritte jetzt nicht gesetzt werden“.

Eine Online-Petition für Stefan Herbst und gegen Sabine Tischler haben bisher 1500 Personen unterzeichnet.

Berichterstattung bisher:

#InfoMediaWorx #Grenzenlose #Infos für #Salzburg und das #BerchtesgadenerLand

2 „Gefällt mir“

“Wir bedauern, dass die Situation an die Öffentlichkeit getragen wurde” ist ja mal erstaunlich ehrlicher RK-Sprech. Wir bedauern nämlich nicht, dass wir im Konfliktmanagement den Modus “Augen zu und aussitzen” spielen oder dass hier offenbar viele hohe Führungskräfte full mode gegeneinander arbeiten. Nein, wir bedauern nur, dass die Öffentlichkeit das mitbekommt. :sweat_smile:

9 „Gefällt mir“

die Petition hat mittlerweile 2500 Unterschriften, die AK Salzburg gibt an dass heuer bereits 25 RKler in Salzburg beraten werden mussten und Aufmesser steht da und sagt “na passt scho, bloß ein Einzelfall, mia san eh 100% leistungsfähig.”

Der beste Protest wäre aktuell wohl das Nicht-Dienst-Verrichten der Salzburger (damit meine ich EAs, aus offensichtlichen Gründen), um dem Präsidium zu zeigen wer diese Leistung am Ende das Tages erbringt.

8 „Gefällt mir“

“Einigung” ist relativ … :eyes:

Die Petition wurde zwischenzeitlich übrigens vom Präsidenten höchst selbst kommentiert: “….ersuchen wir daher, von einer weiteren öffentlichen Diskussion abzusehen und keine zusätzlichen Debatten parallel zum Kommissionsprozess zu führen.”

Ob das sooo schlau ist, den Menschen zu sagen, sie sollen die Klappe halten? #ausliebezummenschen :disguised_face:

1 „Gefällt mir“

Kopiert:

„Aufstand gegen Rot-Kreuz-Geschäftsführerin - Arbeitsgericht vertagt Entscheidung

Salzburg. Am Arbeitsgericht gab es gestern die erste Tagsatzung im Streit um die Entlassung des ehemaligen Landesrettungskommandanten Stefan Herbst durch das Rote Kreuz. Herbst hatte bekannte wegen der „unerträglichen Mitarbeiterführung der Geschäftsführerin“ das dreiköpfige Präsidium vor die Entscheidung gestellt: „Sie oder ich“. Präsident Werner Aufmesser und seine zwei Vertreter hatten sich für Geschäftsführerin Sabine Tischler entschieden, der „Freistellung“ folgte die Kündigung, die Stefan Herbst nun vor dem Arbeitsgericht bekämpfte.

Dazu kam es gestern allerdings noch nicht, denn der Richter stellte fest, dass Herbst neben seinem Ehrenamt als Landesrettungskommandant auch Mitglied der Geschäftsführung gewesen sein, diese Funktion wurde gekündigt, damit sei er nach Ansicht des Richters aber auch als „leitender Angestellter“ zu sehen und als solcher habe er kein Recht, auf eine Wiedereinstellung zu klagen. Der Anwalt von Herbst, Klaus Perner, ist hingegen der Auffassung, dass Herbst ohne die Zustimmung Tischlers nichts alleine entscheiden konnte und daher nicht von einer Führungsfunktion gesprochen werden könne. Ein finanzieller Vergleich lehnte die Herbst-Seite ab, Herbst wolle vielmehr eine Rehabilitierung und die Rückkehr als Landesrettungskommandant.

Eine Petition mit rund 2600 Unterschriften, sowie 36 ehemalige Führungskräfte, darunter der ehemalige Landesrettungskommandant Toni Holzer, unterstützen Holzer, eine unabhängige Kommission soll jetzt alle Beschwerden gegen Tischler sammeln und am Ende bewerten.

Die ganze Geschichte bisher:

#InfoMediaWorx #Grenzenlose #Infos für #Salzburg und das #BerchtesgadenerLand

1 „Gefällt mir“

Interessant, er war also nicht als LRKdt angestellt - sondern hat dieses Amt ehrenamtlich ausgeübt. Arbeitsrechtlich entlassen wurde er also Mitarbeiter der Geschäftsführung.

Eine ehrenamtliche Funktion kann man meines Wissens eigentlich nicht vor dem Arbeitsgericht einklagen.

Klagen kann er gegen die Entlassung - aber wohl nicht auf Wiedereinstellung, wenn er leitender Angestellter war (und das ist ein Mitglied der Geschäftsführung, auch wenn es nicht allein-vertretungs/entscheidungsberechtigt ist.). Es wird also darauf hinauslaufen, dass die Entlassung (wenn sich für diese keine ausreichenden Gründe finden und die Hürde dafür ist hoch) in eine Kündigung umgewandelt wird und er die entsprechende monitäre Entschädigung erhält.

Was der Fall jedoch zeigt, die Vermischung aus “ehrenamtlichen” Funktionen und einer beruflichen Tätigkeit in einer Person in einer Organisation ist ein heikles rechtliches Konstrukt, dass im Konfliktfall für alle Seiten unangenehm wird.

1 „Gefällt mir“

Das wäre lt. Satzungen zb. beim burgenländischen RK gar nicht möglich. Als Hauptberuflicher kannst du keine Funktion im Verein übernehmen. Gar keine.