Müssen jetzt die Kärntner unter uns einschätzen obs sonst noch genügend andere Rtws im Umkreis gibt
Eher nicht, der nächste ist in Spittal/Drau(32km) und in westlicher Richtung in Lienz in osttirol (38km). Dann gibt’s noch südlich Hermagor (26km aber nicht gut zu fahren). In Winklern im Mölltal gibt’s auch noch was (41km).
Der Artikel ist leider hinter einer Paywall. Weiß jemand die Gründe für den Abzug? Weil ein Fahrzeug für ein so großes Einzugsgebiet ist auch nicht ohne…
Im Oberen Drautal gibt es für 11.800 Leute nur noch ein Rettungsauto. Ortschefs aus der Region befürchten fatale Versorgungslücken und bangen um Menschenleben. Nun wurde ein offener Brief – gerichtet an die Zuständigen – verfasst.
Ein ganzes Tal schlägt Alarm: Die Bürgermeister aus dem Oberen Drautal befürchten eine ordentliche Verschlechterung der medizinischen Versorgung für die Region. Seit 1. Juli fehlt an der Ortsrettungsstelle Greifenburg ein Rettungsfahrzeug. Für die Gemeindechefs ein Dilemma.
„Hier leben etwa 11.800 Menschen, wir verzeichnen 657.000 Nächtigungen durch den Tourismus im Jahr. Dazu kommt, dass die Region extrem weitläufig und geprägt von langen Fahrstrecken ist“, zeigt sich Greifenburgs Ortschef Josef Brandner verärgert.
Er sei Anfang des Jahres nur zufällig dahintergekommen, dass ein Krankentransport abgezogen wird. „Mich hat ein Rotkreuz-Mitarbeiter verständigt. Normalerweise haben wir zwei Autos. Eines ist für die Notfallrettung deklariert und das nun aufgelöste für den Krankentransport“, sieht er mit dem Abzug ein unkalkulierbares Risiko für das Tal. Brandner wandte sich mit seinen Sorgen an das Rote Kreuz. „Der Wagen hätte schon im Februar abgezogen werden sollen. Das konnte hinauszögert werden.“
Doch seit Juli ist das Fahrzeug weg!
Nun verfassten die Bürgermeister einen offenen Brief – gerichtet an das Land und die Rettungsorganisation. „Wir fordern eine nachvollziehbare, öffentliche Begründung für den Wegfall des Fahrzeuges, eine transparente Darstellung der Finanzierung des Rettungswesens, unabhängige Überprüfung der Organisations- und Verwaltungsstruktur, einen offenen Dialog zwischen Land, Rotem Kreuz und den betroffenen Gemeinden.“
Transporte zurückgegangen
Vom Roten Kreuz heißt es: „2025 ist die Zahl der Transporte in ganz Kärnten um 17,8 Prozent, im Bezirk Spittal um 14,4 Prozent zurückgegangen. In Greifenburg wurden zwischen 7 und 17 Uhr durchschnittlich sechs Fahrten pro Tag durchgeführt. Das zweite Fahrzeug ist wegen des geringen Fahrtaufkommens nicht mehr regulär besetzt. Der Standort bleibt im bezirksweiten Rettungsdienstsystem eingebunden.“
Die Entwicklung werde laufend beobachtet und bei einem veränderten Bedarf neu bewertet. Das Rote Kreuz müsse – wie mehrfach berichtet – wegen finanzieller Engpässe mit den zur Verfügung stehenden Mitteln verantwortungsvoll umgehen, zumal der Rettungsdienst seit Jahren nicht kostendeckend finanziert sei.
Die eingestellte Tour ist eine Tour, die primär für Krankentransporte vorgesehen ist und nicht für die Notfallrettung.“ Der abgezogene Wagen wird in den landesweiten Fuhrpark übernommen und flexibel eingesetzt – als Ersatz bei notwendigen Reparaturen oder altersbedingten Ausfällen.
„Abzug darf nicht zu einer Verhandlungsmasse“
Für Landeshauptmann Daniel Fellner ist klar: „Der Abzug darf nicht zu einer – wie es im offenen Brief heißt – ,Verhandlungsmasse‘ werden. Das Rote Kreuz hat uns versichert, dass es durch die Reduzierung eines Wagens zu keiner Gefährdung der Versorgungssicherheit der Bevölkerung kommen werde.“
Der sogenannte „Rettungseuro“ wurde laut Land mit 16,6 Millionen Euro an Einsatzorganisationen ausbezahlt – „den Löwenanteil hat das Rote Kreuz erhalten“. Zusätzlich wurden, trotz Spardrucks, weitere 3,74 Millionen Euro an Förderungen zugesprochen. Davon sind 3,3 Millionen Euro, an das Rote Kreuz geflossen.
Die Ortschefs „bangen dennoch um Menschenleben“.
Das Ding ist, dass auch den sogenannten OSEW (Ortstellen SEW mit NKV besetzt und mittlerweile Ford Transit Kasten) oft KT fahren, wenn es in der Region keinen KTW gibt und dann Meistens für 1-2h unterwegs sind.
Aber das klingt doch eigentlich eher so, als wären dort bisher 2 Autos (1 RTW und 1 KTW) gewesen und der KTW wird abgezogen, sprich die die Notfallversorgung wäre nur am Rand betroffen (je nachdem ob das verbleibende Auto dann primär für Notfälle vorgehalten wird oder die Dialyse trotzdem vom lokalen Standort bedient wird)
Eine Zentralisierung der KT-Ressourcen macht meiner Meinung nach absolut Sinn, solange es dann nicht dazu führt, dass die verbleibenden RD-Ressourcen in der Fläche dauernd mit KT gebunden sind…
Das ist finde ich ein typisches Beispiel, warum man First Responder Systeme verstärken sollte. Bisher hätte bei einem zweiten Notfall vielleicht der KTW einspringen können, der nun nicht mehr existiert.
Also ich kenne einen OSEW in einem anderen Teil von Kärnten der relativ oft KT fährt.
OT aber ein weiterer toller Neologismus aus der Kategorie „Österreich und sein Hang dazu, tausend verschiedene Bezeichnungen für rettungsmittel zu finden anstatt endlich ein ordentlich getrenntes System zu schaffen“ ![]()
Die gibts so gut wie in jedem Tal in Ktn. Die fahren halt wirklich alles, vom katheterwechsel bis zur rea.