RettSan Ausbildung Kosten Wien

Grüss euch, habe gerade auf Facebook diese Werbeanzeige gesehen (Link unten)
Verstehe ich das richtig das ich in Wien (2.600€? wird in den Kommentaren behauptet) für die Ausbildung zum Rettungssanitäter mit Berufsmodul zahlen muss?
Es wird zwar da von der hauptberuflichen Mitarbeit geredet, aber das wird dann wohl für Ehrenamtliche auch gelten oder? Denn das Berufsmodul ist doch dann nurmehr ein kleiner Teil.

Warum kostet die Ausbildung beim WRK etwas? Haben die Freiwillige zum Sau futtern? Oder gibts da eine andere Erklärung dafür?

Also bei uns kostet die Ausbildung nichts, es wird halt abgearbeitetit den min. 2 Dienste pro Monat. (Nichtmal das ist so genau.)
Und das Berufsmodul kann auch so gut wie jeder RettSan machen, als Zivi oder Ehrenamtlicher. (Urlaubsvertreter, qualif. Zivildiener, HA Mitarbeit)
Also mich kostet die Ausbildung rein gar nichts. Im gegenteil, sind froh wenn wir genug Leute für den RettSan Kurs zusammenbringen. Wieso dann in Wien?

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Das ist einfach unseriös. Der Markt in Wien schrumpft massiv, es werden Stellen abgebaut, Autos nicht mehr nachbeschafft, etc. Die Fahrtendienste machen da wirklich was aus.

Dementsprechend glaubt das WRK offenbar, dass sie mit falschen Versprechungen („Durchstarten“) Leute dazu bringen den Kurs selbst zu zahlen oder sich Alternativ was über das AMS (als Umschulung, etc) zahlen/fördern zu lassen.

Können sie eh machen, die werden dann halt keinen Job finden, aber seis drum.

Für Ehrenamtliche kostet die Ausbildung nirgends etwas, das ist dann halt wie üblich mit Dienstverpflichtung etc verbunden. Aber im Prinzip gratis. Die Zielgruppe für diese Anzeigen sind also alle, die den RS beruflich machen wollen. Und wer das heute noch will ist - zumindest in Wien - wirklich blöd. Das ist weder ein gut bezahlter, noch ein sicherer Arbeitsplatz (Ausnahme wie immer Berufsrettung, aber da nen Job zu finden scheint derzeit wieder eher schwieriger).

Wäre es da nicht besser zuerst EA einzusteigen und dann zum HA umzusteigen? So wie es bei uns Gang und gebe ist.
Finde es auch nicht wirklich professionell wenn man einen mit nur der Ausbildung direkt gleich als HA einstellt.
Ich selbst bin erst 2 Jahre aus dem Kurs raus und würde mich nie trauen jetzt schon als HA einzusteigen, da ich vieles noch nicht hatte und mir einfach die Erfahrung fehlt. Das will ich mir, und vorallem keinen Patienten zumuten.
Ich „bewundere“ auch die EA die 4x im Jahr fahren mit nen frischen Zivi an Board, anscheinend haben die immer Glück das nichts „gröberes“ passiert wo sie anstehen.

Ganz andere Baustelle!

Da gehts rein um die Kohle. Ein paar Selbstzahler für den Zivikurs, mehr is da ned dran.

du verwechselst da zwei sachen. das eine ist, den kurs im rahmen einer freiwilligen mitarbeit zu besuchen. das kostet auch in wien nix. weder beim RK noch in sonst einer org.
das angebot, das du da gefunden hast, bezieht sich darauf, den kurs zu machen OHNE frw. mitarbeiter zu sein. einfach wie in einer art „rettungdienstschule“. du gehst hin, zahlst, machst den kurs, bist dann RS und hast vorher und nachher mit dem WRK nix zu tun, sondern erhoffst halt, durch den kurs nachher irgendwo einen job zu finden. (so wie man halt auch sonst irgendwelche kurse, ausbildungen, etc. macht)

beim RS ist das natürlich semi-sinnvoll at its best. wenn du wirklich nur diesen kurs machst und keinerlei RKT-Erfahrung hast, wirst du natürlich NIRGENDS einen job kriegen, weils halt leute wie sand am Meer gibt, die RS sind UND Erfahrung (als zivi, frw,…) haben. dh wenn du tatsächlich eine berufskarriere als RS anstrebst, geht an der freiwilligen Tätigkeit vorher wahrscheinlich eh kein weg vorbei.

bei NFS+ kursen schauts vielleicht anders aus, das KÖNNTE sinnvoll sein für leute, die als freiwillige bei ihrer org da keinen platz kriegen.

ich schätz mal das WRK bietet in den frw-kursen die sie ohnehin abhalten einfach ein paar plätze an, vielleicht findet sich ja einer, der was dafür zahlt. dass sie einen ganzen kurs mit solchen „selbstzahlern“ füllen können bezweifle ich (aus o.g. gründen). bzw interessant ises auch für AMSler (siehe satz „Für das Einreichen bei einer Förderstelle benötigen Sie in der Regel einen Kostenvoranschlag, diesen können Sie hier anfordern“). das AMS zahlt ja die abstrusesten kurse, und wenn du arbeitslos bist und sagst „ja irgendwie tät mich die Sanität schon interessieren“, dann zahlt das AMS dem WRK halt diesen kurs. auch hier kann man über die sinnhafigkeit diskutieren.

mit „freiwillige finden“ oder so hat das ganze aber nix zu tun (siehe oben)

Na is ja wunderbar! Alle, die nicht unbedingt mit „der Rettung“ gefahren werden müssen, belasten das System weniger.
Sollte sich vielleicht in OÖ auch durchsetzten :wink:

Diese Werbeanzeige habe ich auch schon gesehen gehabt und mich sehr gewundert, aber wuestenfuchs hat das ja mehr oder weniger erklärt. Danke dafür. :smiley: Ich bin neu dabei im Forum und würde mich gerne rund um das ganze RS Thema erkundigen, da ich mir unsicher bin in welche Richtung es beruflich für mich gehen soll. Bis jetzt habe ich nur bei dem RKW Infos gefunden, aber wo könnte man solch eine Ausbildung noch machen? Und gibt es in Wien noch andere Stellen, wo man sich persönlich informieren kann. Mich würde ebenfalls interessieren: Was würdet ihr sagen sind eure persönlichen größten Vor- und Nachteile bei dem Job als RS? :slight_smile:

Ich freue mich auf Antworten von euch.

LG
Lina

Willkommen, willkommen!
Schon jemals was mit Rettung zu tun gehabt?
Bist du aus Wien und magst auch dort fahren?
Wirklich beruflich oder versteh ich da was falsch?

Die Ausbildung für Freiwillige übernimmt meines Wissens bei allen Vereinen die Organisation.
Meist wird dazu eine Ausbildungsvereinbarung abgeschlossen, in der man sich verpflichtet eine gewisse Zeit und eine gewisse Anzahl an Diensten für die Organisation zu versehen.

Will man die Ausbildung einfach nur so machen, ohne Motivation gratis „aus Liebe zum Menschen“, „Hilfe von Mensch zu Mensch“, oder ähnliches zu arbeiten - sondern aus Liebe nach einem bezahlten Job, dann wollen die Organisationen halt Bares haben und das nicht unbedingt zu wenig. Ein paar Selbstzahler finanzieren dann gern mal einen ganzen Zivi- oder Freiwilligen-Kurs.
Die Jobaussichten in Wien würde ich momentan nicht unbedingt als besonders rosig sehen. Davon abgesehen, dass bei den Organisationen nicht unbedingt eine reizvolle Bezahlung zu erwarten ist, werden dort was man so hört eher Posten radikal reduziert als neue Arbeitsplätze geschaffen. Bei der Stadt Wien sind die großen Umstellungen wo viel neues Personal gebraucht wird abgeschlossen, hier werden nur frei werdende Stellen nach besetzt - Dank Personalreduzierungen bei den Privaten und verhältnismäßig durchaus attraktiver Bezahlung, sind die Wartelisten und Bewerberlisten gut gefüllt - das kann durchaus sehr lange dauern bis man da trotz bestandenem Aufnahmeverfahren mal wieder einen Arbeitsplatz bekommt.

RedTiger hat das ganze eigentlich schon recht gut auf den Punkt gebracht. Zumindest beim RK kann ich dir sagen, dass aktuell keine neuen hauptberuflichen Mitarbeiter gesucht werden (was in diesem Fall nicht zwingend mit drastischem Stellenabbau zu tun hat, sondern eher damit, dass in letzter Zeit relativ viele junge Kollegen neu angefangen haben). Der Vorteil bei der Berufsrettung wäre ein eher sicherer Arbeitsplatz und, zumindest im absoluten Vergleich, eine durchaus attraktive Bezahlung, allerdings sind die Aufnahmekriterien auch etwas strenger angelegt und man hat sich wohl gegen mehr Mitbewerber durchzusetzen.

Zur Tätigkeit im Rettungsdienst kann ich nur sagen, dass man dafür geboren sein muss. Es ist mit Sicherheit keine Tätigkeit, die jedem liegt. Zum Einen kann die Arbeit teils physisch und psychisch recht belastend sein, womit wohl nicht jeder zurecht kommt, und wenn man hauptberuflich unterwegs ist, kommt noch der Schichtdienst dazu. Also gemütliche 8,5 Stunden-Tage spielt es nicht zwingend, und nach zwei 12h-Nachtdiensten ist man manchmal auch bereits etwas streichfähig. Ich würde dir wirklich empfehlen, vielleicht zuerst ehrenamtlich in diesen Bereich einzusteigen, wenn er dich ernsthaft interessiert. Damit musst du dann zwar höchstwahrscheinlich die Ausbildungsklausel unterschreiben, womit du dich für die nächsten zwei Jahre an diese Organisation bindest (ist zumindest beim RK so), hat aber wirklich den Vorteil dass du 1.) die Ausbildungskosten nicht zahlen musst, da die Organisation das übernimmt, und 2.) du dir erst einmal ein Bild davon machen kannst, wie sehr dir die Tätigkeit wirklich liegt.

Wir könnten zwar jetzt alle Anekdoten wiedergeben, wie toll der Rettungsdienst doch ist, aber letzten Endes solltest du wissen, ob du dieser Tätigkeit nachgehen willst, oder nicht. Und diese Entscheidung kann dir von uns niemand abnehmen bzw. ist für uns unmöglich abzuschätzen, ob dir diese Arbeit gefallen würde oder nicht, da jede Person unterschiedliche Präferenzen hat.

Edit: Bezüglich deiner Frage nach den Ausbildungsmöglichkeiten: In Wien bietet meines Wissens jede Organisation eigene Kurse an, wobei angehende ehrenamtliche Helfer keine Ausbildungskosten übernehmen müssen, private Kursbesucher jedoch die vollen Kosten zu tragen haben (somit hättest du neben dem RK noch die Möglichkeit bei der MA70 [Berufsrettung], dem ASB, den Johannitern, dem SMD, dem Grünen Kreuz (und den Maltesern?) einen RS-Kurs zu besuchen).

MA 70 bietet doch keine RS-Kurse an oder??

Vielen, vielen Dank für deine Tipp’s und Erfahrungen. Das Ganze erstmal ehrenamtlich zu machen, erscheint mir wohl auch am schlausten, damit ich wirklich einschätzen kann, ob ich den Anforderungen gewachsen bin. Ich werde mich demnächst mal bei den genannten anderen Organisationen erkundigen. =)

Die MA70 hält regelmäßig RS-Kurse für ihre Zivildiener ab, Externe können daran sehr wohl teilnehmen.

Doch, allerdings gibt es hier logischerweise die Möglichkeit nicht, ehrenamtlich einzusteigen und somit den Kurs bezahlt zu bekommen. Wenn du den Kurs privat zahlst, kannst du ihn sehr wohl bei der MA 70 absolvieren (was kurioserweise sogar günstiger ist, als bei RK, ASB und Co.).