Osttirol: Rotes Kreuz übergab Notarztdienst

Das Rote Kreuz übergab am Freitag die Notarztversorgung von Matrei i. O. an die GmbH von Gernot Walder, der schon im Pustertal und im Defereggen zuständig ist.

Matrei i. O. – Der Mediziner Gernot Walder ist mit seinem Notarztsystem ab Freitag für die Versorgung von Matrei und dem oberen Iseltal zuständig. Damit geht ein als „Pilotprojekt“ bezeichnetes Modell zu Ende, bei dem das Rote Kreuz für die Notfallversorgung verantwortlich war.

https://www.tt.com/artikel/30858534/rotes-kreuz-uebergab-notarztdienst-gernot-walder-seit-freitag-in-matrei-zustaendig

Was ? Die lagern die Notarztversorgung an einen „Privaten“ aus? Wie gibt’s den sowas?
Der stattet dann das Fahrzeug aus wie er möchte und und setzt drauf wen er will und noch viel schlimmer tut was er will? Ich hoffe doch stark das der zumindest dem ÄLRD Tirol untersteht?
Also Sachen gibt’s die gibt’s auch nur im Schwarzen Tirol. Wird wahrscheinlich den Bürgermeister gut kennen. Aber ist Matrei nicht die Gemeinde die komplett pleite und hoch verschuldet ist?

In einer vernünftigen Verhandlung mit den zuständigen Stellen(hier somit Land) und wenn man nicht auf Biegen und Brechen unbedingt diese Dienstleistung anbieten möchte. Verstehe hier auch in vielen Teilen Österreich das Rote Kreuz nicht, warum man für den Erhalt von Macht und Strukturen sich über den Tisch ziehen lässt.

Kommt ganz auf den Einfluss des RK auf das Land an. In OÖ zahlt das Land den NA zur Gänze. Das RK stellt hier nur das Auto und den NFS bzw. Taschenträger und verrechnet das auch entsprechend ans Land OÖ… Für das RK eine Win.Win Situation. Man hat einen Notarzt, welcher mit RK Jacke in einem RK NEF daherkommt.

Dieses Marketing ist nicht mit Geld zu kaufen. Ausserdem kann man so überall einen NA hinsetzen und braucht keine NFS am „RTW“, (den es nicht gibt, da nur SEWs in Einsatz). - Man spart Personal, man spart bei den Autos und man hat immer das Argument, dass „eh immer der NA kommt“. Weil es nix kostet.

Wie darf man sich das im speziellen in Osttirol vorstellen? Weiß wer wie das vertraglich geregelt ist ? Welches Auto, Selbstfahrer oder mit NFS, welche Ausstattung und welche Ärzte und Vorhaltung dieser Leistung ?
Der Typ stellt ja lt Medien den Notarztdienst im Pustertal, Defereggental und jetzt Iseltal. Stellt der überall dort ein 24h NEF?
Ich mein der Bezirk hat 50000 Einwohner und mit NEF Lienz dann vier NEFs und zwei Hubschrauber?! Hat da wer einen Einblick ?

osttirol-heute.at/gesundhei … vorreiter/

Scheint ein Gemeindearzt-gestütztes System zu sein.

An die Fragen von Medizinalrat anschließend, weiß jemand ob die im Artikel beschriebene Struktur aktuell ist?

Wobei sich das in dem Artikel mehr nach einem Bereitschaftsdienst liest („Ärztenotdienst“) und nicht nach einem Notarztdienst bzw. Notarzteinsatzmittel im Sinne des Rettungsdienstes.

Geht es hier um den Hausärztlichen Notdienst oder um den Rettungs und Notarztdienst? Oder um alles zusammen?

Wirkt auf mich nicht besonders professionell da bei irgendeiner Handynummer anrufen zu müssen.

Sieht so aus…

aelrd-tirol.at/notarztversorgung

Außerdem bezeichnet ÄLRD Tirol die Notärzte in den anderen Osttiroler Regionen als „Niedergelassene Notärzte (NNA)“ bzw. First Responder Gruppen.

Ich kenne die Gegend nur aus dem Urlaub aber bei so dünn besiedelten und entlegenen Gebieten ist ein vollwertiges NEF mit POCUS Kompetenz und co, das nur Notfallrettung macht, halt einfach nicht sinnvoll erhaltbar. Da sind Allgemeinmediziner mit Notarztdiplom, die sich 24h zur Verfügung stellen, sicher eine Bereicherung. Man kann ja annehmen, dass parallel ein NAH/NEF alarmiert wird und sie nicht bis Lienz oder gar Innsbruck begleiten.

Der Artikel von Osttirol heute ist über 10 Jahre alt der eine Arzt ist mittlerweile verstorben und dazwischen gab’s das Projekt Mobile-Notfalleinheit.
Nach Ende des Projektes also mit Beginn Juli 2023 sollte es um die notärztliche Versorgung gehen.

Das erklärt noch immer nicht wie das organisiert ist. Ein niedergelassener Notarzt der als First Responder alarmiert wieder ist ja nicht gleichzusetzen mit: der übernimmt die notärztliche Versorgung von 3 Tälern so wie das in den aktuellen Artikeln (siehe Eröffnungspost) geschrieben steht.

Ich wärme den Thread mal auf, für alle dies interessiert.

Nach ein paar Jahren haben sich die Beteiligten Ärzte rund um Dr. Waldner ein kleines Imperium in Osttirol aufgebaut und übernehmen tatsächlich auch den Notarztdienst in der Region. Inklusive Fahrzeuge mit LP15 und Lucas 3 ausgestattet, nach dem Motto “Kein Ruf verhallt ungehört”

Aber nicht nur das, in Wahrheit übernehmen sie alles was mit Medizin zu tun hat. Von hausärztlichen über pflegerische Versorgung, bis hin zur palliativen Begleitung, amtsärztlichen Tätigkeit, Labordiagnostik und pharmazeutischen Versorgung, plus eben dem Notarztdienst.

Das ist schon einzigartig in Österreich.

Ich stelle mir nach wie vor folgende Fragen:

.) ist das Transparent? Was sagen die anderen Player in der Region dazu? (Hausärzte, Apotheken, Community Pflege, RK). Der lässt ja kaum Platz zum Atmen.

.) Webauftritt ist schon sehr eigen, so oft wie ich Arzt und Notarzt irgendwo gelesen habe, könnte man meinen, nur Ärzte machen Medizin. Nicht zeitgemäß wie ich finde.

.) wie finanziert sich das Ganze ? Wenn das so attraktiv wäre hätten das andernorts doch auch schon Mediziner umgesetzt. Klingt insgesamt sehr teuer.

Für den Patienten liest es sich ausgezeichnet, wage aber zu bezweifeln das es die Eierlegende Wollmilchsau gibt, die alle Bereiche der Medizin auf hohem Niveau beherrscht.

Das ist etwas was viele nicht verstehen. Es gibt den Markt, wenn du das Angebot hast $$$$

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Google mal Primärversorgungszentrum Wienerwald. Das schlägt in die selbe Kerbe würde ich sagen. Ich weiß nicht, ob da nicht ein Rettungsdienstfan Euromillionen gewonnen hat, und sich dort sein eigenes perfektes Gesundheitssystem aufgebaut hat. Top ausgestattet NEF Flotte inklusive.

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Mich würde interessieren, auf welcher Rechtsgrundlage das Primärversorgungszentrum Wienerwald alarmiert wird. Es ist keine anerkannte Rettungsorganisation. Und unter dem Titel ärztlicher First Responder kann es auch nicht laufen weil es ja Angestellte Notfallsanitäter gibt und auch zwei oder drei Fahrzeuge. Vielleicht ein Pilotprojekt vom Niederösterreich?

Die fahren tatsächlich glaub ich nur zu First Responder Einsätzen. Oder halt Visiten. Mit NEF besetzt mit NA und NKI :wink:

Wird vermutlich als Ärztlicher First Responder laufen. Ein Pilotprojekt in der Richtung wäre mir nicht bekannt. Scheint eher so zu sein, dass das Ärztezentrum von sich aus Geld in Fahrzeuge, Ausstattung und Personal investiert.
Um Sanitäter einzustellen muss man auch nicht direkt eine Rettungsorganisation sein, solange man einen ärztlichen Leiter bestimmt.

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Es ist das Ordinations-Personal daran beteiligt: DGKP oder Medizinstudenten, die alle nebenbei im RD sind. Ich denke, dass die bei der Arzt First Responder Alarmierung sicherlich mit umfasst sind und der Arzt/die Ärztin nicht alleine zum Einsatz fahren muss. Soweit ich einige von den handelnden Personen schon selbst kennenlernen durfte, sind die sehr motiviert und kompetent.

Fuhrpark ist ja wie man auf Insta sehen kann mittlerweile 1x APN (Fahrzeug anscheinend fast ident zum NNÖ ACN Fahrzeug), 1x “NEF” und mind. 1x ein Golf mit der Aufschrift PEF.

Ärztlicher First Responder ist ausgeschlossen. Das kann man auch auf der Website von Notruf Niederösterreich nachlesen beziehungsweise Ärztegesetz und den Richtlinien der Ärztekammer ein Notarzt darf bei einer Alarmierung seine Tätigkeit nicht delegieren. Und die haben immerhin drei voll ausgestattete Einsatzfahrzeuge. Wird wahrscheinlich so ein Spezial-Ausnahme-Ding sein so wie in Mautern die Seniorengruppe die mit 16 Stunden Erste-Hilfe Kurs ebenfalls als First Responder disponiert werden.

Nur aus Interesse - welches Mautern? In dem an der Donau wüsste ich wahrscheinlich davon…