Hat das wer ohne Paywall?
Aus den Kommentaren ist ersichtlich, dass die FR wollen, dass ihre Einsätze zu den Dienststunden zählen um die Mindeststunden pro Monat zu erfüllen.
Gibt es das irgendwo? Im Burgenland zählen die Einsätze definitiv nicht zu den Dienststunden und es gibt auch keine Aufwandsentschädigung dafür.
Die Rettungsautos der nächstgelegenen Stationen brauchen 20 Minuten und länger zum Einsatzort. Und jene Akut-Helfer, die im selben Ort sind und eigentlich diese Zeit durch ihre Kompetenz und Ausrüstung überbrücken sollen, überlegen, hinzuschmeißen. Eine ganze Region ist alarmiert, nur bei der Rettungsorganisation ist man überrascht.
Vier Bürgermeister sind alarmiert, beim Roten Kreuz kam die drohende Gefahr für die Akutversorgung hingegen überraschend. Dass die Versorgung von 15.000 Personen auf der Kippe steht, habe man nicht gewusst.
„Immer eine offene Tür“
„Wir haben auch gerade erst erfahren, dass es hier ein Problem gibt. Das war uns bisher nicht bekannt. Dabei haben wir immer eine offene Tür für unsere Mitarbeiter, die mit Sorgen und Anliegen zu uns kommen können“, sagt Daniela Renke, Bezirksgeschäftsleiterin des Roten Kreuzes Braunau.
Bürgermeister stimmten sich ab
Erst am Donnerstag habe man erfahren, dass sich die Bürgermeister von Burgkirchen, Moosbach, Mauerkirchen und Helpfau-Uttendorf bereits am Mittwochabend abgestimmt hatten. Sie fürchten um das „First Responder“-System in ihren Gemeinden. Dabei handelt es sich um Ersthelfer, die auch außerhalb ihrer Dienstzeit abrufbereit sind und eine Notfallausrüstung im Wert von 2500 Euro griffbereit haben. Sie überbrücken bei Notfällen die Zeit, bis Rettungsauto oder Notarzt eintreffen. In der betroffenen Region benötigen die Rettungswagen von den nächstgelegenen Stützpunkten in Braunau und Mattighofen rund 20 Minuten bis zum Einsatzort.
Dienstzeiten nicht angerechnet
Ein Problem gibt es bei der Anrechnung der Einsatzzeiten: Die Stunden, die „First Responder“ im Akutfall leisten, zählen nicht zu den 144 Dienststunden, die jeder freiwillige Sanitäter pro Jahr absolvieren muss. Wie wichtig das System ist, zeigen die Zahlen: Die 54 „First Responder“ im Bezirk Braunau werden jährlich mehr als 400 Mal alarmiert. Die Freiwilligen verlangen nicht einmal die vollständige Anrechnung ihrer Einsatzzeit. Zumindest eine Stunde pro Einsatz sollte jedoch berücksichtigt werden.
144 Stunden eventuell nicht erreicht
Bleibt diese Anrechnung aus, könnte das für manche Ersthelfer das Aus bedeuten, weil sie die vorgeschriebenen 144 Dienststunden nicht erreichen. Andere wiederum erwägen, ihre Tätigkeit aufzugeben, wenn ihre Einsätze nicht anerkannt werden. „Wir hoffen auf einen raschen Termin mit dem Roten Kreuz, damit das System erhalten werden kann“, sagt Bürgermeister Johannes Manglberger auf Anfrage der „Krone“.
So sieht‘s aktuell in Oberösterreich aus
Aktuell gibt es in Oberösterreich 383 „First Responder“ in zehn Bezirken. Waren sie bisher 29 Stützpunkten zugeordnet, werden sie künftig über die Lebensretter-Handy-App aktiviert. Diese meldet via GPS-Daten, wo der Ersthelfer gerade ist. Somit kann etwa ein Mühlviertler „First Responder“, der im Salzkammergut auf Urlaub ist, auch dort aktiviert werden.
Das ist halt in meinen Augen traurig, sinnvoll eingesetzt können First Responder sowohl Patienten als auch allen zufahrenden Ressourcen sehr viel helfen. Auch ist es in meinen Augen eine Möglichkeit, wenn EA Mitarbeiter gerade wegen Familie, Job oder privaten Angelegenheiten keine oder wenig Zeit für Regeldienste haben, aber weiterhin aktiv helfen wollen und in Zukunft wieder Zeit haben für mehr Regeldienste.
Ich glaube du hast das falsch verstanden. Die Sanis dürfen wenn sie die Stunden nicht erfüllen, nicht mehr die Position des Transportführers oder Fahrers übernehmen. First Responder aind sie trotzdem, solange sie eine Tätigkeitsberechtigung haben. Ist zumindest bei uns so.
Nur so zum Drüberstreuen, wenige Kilometer von dem geschilderten Gebiet entfernt: in .de, ist der „Helfer vor Ort“ oder der " first responder " nicht unbedingt von einer Hiorg, sondern ziemlich oft Mitglied in einem Verein. Je nach Sponsoring geht das bist zum Dienstauto mit SoSi, auch kann, je nach Vereinsstruktur sogar eine EA Vergütung gezahlt werden. Nicht für jeden eine Auto ;-)) sondern „1“ fürs Dienstradl
Das ist die Frage wie es im RKOÖ ist…
Solange man nur die Freigabe der Position verliert, aber sonst keine Nachteile hat bei Uniform/Fortbildungen/… oder gar ein Austritt nahe gelegt wird, wäre das ja auch völlig OK. Klingen tut es aber mM nach mehr und das würde auch den medialen Aufschrei erklären.
144 Stunden = 12 Dienste á 12 Stunden
Das heißt ein Dienst pro Monat ist vorgeschrieben. Das finde ich persönlich nicht wirklich viel und wenn jemand diese Stunden nicht zusammen bekommt stellt sich die Frage nach der Versorgungsqualität.
Ohne die Satzung des RKOÖ zu kennen:
Innerhalb des RKNÖ spricht man auch oft von einer gewissen Stundenanzahl, obwohl die Satzung nur 24 Tätikgeiten pro Jahr vorschreibt. Würde mich interessieren, ob es im RKOÖ auch um Tätigkeiten oder wirklich im Stunden geht. Und ob in ganz OÖ die Dienststunden so gerechnet werden oder ob das nur in der gegenständlichem Region der Fall ist.
Bezüglich der angesprochenen Versorgungsqualität: ich stimme insofern zu, dass diese jedenfalls fragwürdig ist, wenn weniger als ein RD-Dienst im Monat versehen wird. Zu beachten ist aber auch, dass es sicherlich auch Leute gibt, die hauptberuflich (oder auch ehrenamtlich) in anderen Organisationen Rettungsdienst versehen. Möglicherweise geht es hier auch um Leute, die ihren Rettungsdienst bei einer anderen Organisation versehen und nur beim RKOÖ sind, weil diese FR am jeweiligen Wohnort stellen.
Meiner Meinung nach läuft es daraus hinaus welche Versorgung das Land wünscht (und bezahlt). Wenn das Land FR bestellt, wird das RKOÖ sicherlich auch Dinge tun und Mitarbeiter motivieren um die Leistung zu liefern. Ist die Bereitstellung von FR jedoch nur ein Projekt des RKOÖ und dem Land ist das egal (ergo, zählt auch nichts dafür), dann wird’s das RKOÖ in dem Bereich wohl „tun, was es will“, salopp gesagt
Es gibt keine anderen HiOrgs als das RKOÖ in Braunau am Inn. In Urfahr gibt es den ASB, aber das ist schon ziemlich weit und daher meines Erachtens äußerst unrealistisch.
Qualität ist keine Einbahnstraße. Wenn man RS FR und aufwärts sein will, dann sollte man einen Dienst im Monat schaffen. Man kann sonst gerne als Ersthelfer als FR aktiv bleiben, alles andere ist aber meines Erachtens verantwortungslos.
Wenn man sich jetzt die Zahlen und Daten ansieht, dann verstehe ich die Beschwerden umso weniger. Der Bezirk Braunau am Inn hat ca. 110.000 Einwohner mit insgesamt ca. 400 FR Alarmierungen im Jahr. Gesprochen wird aber von einer 15.000 Einwohner Region. Wenn man das jetzt umschlagsmäßig rechnet sind das ca. 14% der Braunauer Einwohner und wenn man das auf die 400 Alarmierungen appliziert, bleiben dann nur 54 FR Einsätze pro Jahr übrig. Realistisch sind sogar weniger. Zusätzlich zu bedenken ist, dass es ein Pool an FR ist und somit die Zahl der persönlichen Einsätze noch einmal schrumpft. Da ist man meines Erachtens weit weg von irgendeiner Routine und Können.
Ja. Das ist OÖ einheitlich.
144h Dienstverpflichtung im Jahr um als EL/TF (FRB oder C bzw. SR1 oder SK1) fahren zu dürfen.
Das ist keine Dienstverpflichtung für den Verein, sondern eine Qualitätmaßnahme im RD.
Meiner Meinung nach sind FR Tätigkeiten NICHT in den Stunden zu rechnen. Wer keine 144 Stunden im Jahr im aktiv RD fährt, sollte nicht im RD fahren - auch nicht als FR. Für diese Personen gibt es dann gerne noch die TÖ Lebensretter.
Danke für die Info! Wenn es tatsächlich eine Maßnahme zur Qualitätssicherung sein sollte, nehme ich an, dass Dienste in anderen HiOrgs angerechnet werden. Unter diesen Umständen würde ich dir absolut Recht geben, @maximilian!
Mit der Info von @NACA42 (danke dafür!) erscheint es mir aber doch eher unrealistisch, dass man gleichzeitig noch bei einer anderen HiOrg ist, und man dafür kämpft die dortigen Dienste angerechnet zu bekommen, viele Leute betrifft das sicher nicht!
Das (ist meines Wissens nach) nicht explizit geregelt. Grundsätzlich werden diese nicht angerechnet, es kann jedoch durchaus Ausnahmen geben.
Jetzt ist zB die theoretische Frage, was genau ein Dienst in einer anderen HiOrg ist.
Wenn der Bundesheer/Polizei Mitarbeiter in seiner Dienstzeit am RK-RTW Praxis sammelt, wäre er streng genommen in einer anderen HiOrg tätig. Diese werden aber als intern gezählt und voll gerechnet (sind ja auch im Dienstplan vermerkt)
Dienste im beruflichen System des Chemieparks (Betriebsfeuerwehr) können wohl auch gelten (ohne es zu wissen) - und je nach Standort wird der Berufliche der MA70 der zu Hause auch noch Dienste macht vielleicht gelten gelassen werden.
Wenn jemand aber in OÖ 60 Stunden im Jahr macht, und in NÖ 90, werden sie es nicht automatisch gelten lassen.
Es geht hier durchaus auch um Qualittässichernde Maßnahmen hinsichtlich des Materials im eigenen Fahrzeug (das in anderen Bundesländern hald anders ist), der jeweiligen Krankenhauslandschaft, den Begebenheiten der eigenen Dienststelle und nicht ausschließlich der medizinischen Behandlung.
Wenn du Hauptberuflich in RK NÖ St. Peter / Au bist, wird die Anrechnung im RK OÖ Steyr Stadt leichter möglich sein, als beim Grünen Kreuz Regionalstelle Lieboch, der Auslandsrückholungen macht zum RK Ried im Rettungsdienst.
Auch das macht meiner Meinung nach Sinn. Ungleiches wird Ungleich behandelt.
Unabhängig davon, dass es sehr wenige Stunden sind und das Thema mit FR mit zu wenigen aktiven Einsatzstunden im RD und damit stark mangelnder Routine bei der Versorgung von echten NotfallpatientInnen auch bei uns öfters ein Thema ist.
Kann es sein, dass der ursprüngliche Artikel auch mit folgendem Projekt zu tun hat: Hätte mal über Ecken gehört, dass in der Region im nördlichen OÖ Feuerwehren Fortbildungen im Bereich BLS durchführen und wegen schlechter RD Abdeckung als FR zu Reanimationen fahren möchten (sozusagen als „Lebensretter FR“ mit organisierten Abläufen, Ausrüstung und Fortbildung), aber eine andere Organisation sehr dagegen ist.