Ja. Durchaus. Ich kann mich da nicht beklagen. Sobald man mehr macht, als pack ma zam und fahr ma habe ich schon mehrmals explizit positive Rückmeldungen auch zur Fachkompetenz bekommen.
Letztens z.B. eine wirklich dankbare Tochter, weil wir die Mutter mit Panikattacke nicht einfach hospitalisiert haben, sondern eineinhalb Stunden vor Ort waren und sowohl die Ursache für die Panikattacke genau herausfinden und erklären konnten, gemeinsam mit dem Telenotarzt eine Beratung zur Bedarfsmedikation durchgeführt haben und für den nächsten Tag einen Termin bei der Hausärztin organisiert haben.
Oder auch eine schwer beeindruckte Mutter von einer 16-jährigen mit einer chronischen Erkrankung, die dann meinte, dass erstens noch niemand so professionell, empathisch und geduldig mit der Tochter kommuniziert hat und andererseits noch nie auf Anhieb ein venöser Zugang funktioniert hat.
Also wenn man seinen Job ernst nimmt und sich wirklich bemüht ein guter Notfallsanitäter zu sein, dann kommt das schon immer wieder an. Und das motiviert ganz unglaublich. Zumindest mich. Und die beschriebenen Situationen sind halt genau das Verhalten, das in Niederösterreich von NFS auch gefordert und gefördert wird.
Ich bin immer wieder Assessments für den NKI-Kurs dabei, da gehen wir den Weg, das externe TN nicht unsere Lehrmeinungen kennen müssen sondern wir deren. Was ja auch nur logisch ist, denn die TN erhalten von uns ja keine Lehrmeinungen, die sie lernen können, somit kann das von ihnen auch nicht erwartet werden. Die Teilnehmer sollen daher nach ihren Lehrmeinungen handeln.
Klar können wir natürlich nicht alle Lehrmeinungen aller Organisationen bis ins kleinste Detail kennen, aber z.B. welche Organisation wieviele SGA-Versuche erlaubt ist ja durchaus bekannt.
Das hat übrigens bei keinem Assessment bisher ein Problem dargestellt!
Ich habe mit den Fachgesprächen für die Aufnahmen zwar nichts zu tun (Bestechungsversuche gerne aber zwecklos ;)), würde aber auch hier einfach nach besten Wissen nach den standardisierten Leitlinien wie dem ERC und den eigenen Lehrmeinungen handeln. Damit sollte dein Freund, so er wirklich nicht im ABZ nachfragen möchte, auf der sicheren Seite sein.
Wer kennt sie nicht, die neuen CRM-Leitsätze 16 und 17 zur Erhöhung der Patientensicherheit
„Bis jetzt ist nix passiert. Soweit wir wissen“
„Wird scho nix passieren“
Massiv unterscheiden sich die Kontraindikationen. in OÖ gibts auf der AML weniger Kontra als in der RDmed Übersicht angegeben.
Ich schau gerne dort nach.
Ist schon amüsant (Humor ist, wenn man trotzdem lacht), was aus dem initialen Projekt der organisationsübergreifenden einheitlichen AML der (Bundes)chefärzte so geworden ist.
Statt Einheitlichkeit, gibt es eine unnötige und gefährliche Polypragmasie. Je nach Logo&Bundesland macht jeder weiterhin irgendwas, was nicht nur für Sanitäter:innen welche organisations-/bundeslandübergreifend tätig sind mit Risiken verbunden ist, sondern auch für die weitere Therapie durch Notärzt:innen und das Krankenhaus unnötige Risiken birgt.
Ein Standard der für alle gilt, gleiche Wirkstoffe, gleiche Dosierungen, gleiche Verabreichungsformen - verringert das Risiko, dass irgendetwas bei der Übernahme untergeht oder fälschlich angenommen wird, weil man von einem gewohnten Standard ausgeht, der eben nicht erfüllt wurde, weil OrgaXy von Woauchimmer eben etwas anders macht als OrgaYz von Irgendwoamnirgendwo.
Aber wo ist hier das Risiko? Welche gefahr besteht für den Patienten? Ich übergebe ja die Dosierung, bzw. kann sie in meiner Doku vom KH nachgelesen werden. Außerdem sind die meisten unserer Medis eher Kurzwirksam.
Therapieren bei euch auch alle Notärzte nach einem Standard?
Ich halte persönlich nicht viel von einer 100% SOP Therapie, manchmal muss davon auch abgewichen werden dürfen.
Ich kann da ein ganz konkretes, wenn auch fiktives Beispiel nennen. Und ja klar muss CRM mäßig was falsch laufen, aber das kann natürlich vorkommen.
Bei uns im Grenzgebiet zwischen NÖ und BGLD unterscheidet sich die Dosierung bzgl. Krampfdurchbrechung bei Mida erheblich. 10 vs 2 mg. RTW Nö fährt einen Einsatz im Burgenland. NFS gibt 1 Dosis. NEF Burgenland trifft ein. Ist die Dosierungen aus dem Burgenland gewohnt. Patient krampft immer noch. Anweisung NA: Bitte die Gabe wiederholen. Der Patient hat jetzt 20mg Mida intus. Der NA denkt es sind 4mg
Ja ich weiß, das ist weit hergeholt. Aber ich möchte nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass das nie so passieren kann.
Na da hat der Pat ja klüg das er die Dosis aus NÖ bekommt und nicht die aus dem Bgld welche viel zu niedrig ist.
Anders rum wäre da für den Pat schlechter, als NA aus NÖ glaubt der Pat hat schon 20mg bekommen und will bereits eskalieren, dabei sind es erst 4mg.
Aber ein Beispiel das in jedem Setting geschehen kann wo unterschiedliche Gesundheitsberufe zusammen arbeiten. Deswegen ist CRM ja so wichtig. Das würde ich jetzt nich an einer unterschieldichen AML fest machen wollen.
Aber wie man von einer Frage über die Lehrmeinung einer Organisation für RS (!) innerhalb von drei Postings zu einer Diskussion über AML (und derer hatten wir in letzter Zeit eh schon genug) kommt muss mir auch erst mal einer vortanzen. BTT bitte!
also die suchen wieder leute für NÖ sozusagen als eine weitere verstärkung falls jemand will
Das fachgespräch ist wirklich einfach, bei mir zb war als thema akutes abdomen, was für auslöser es geben kann und die Maßnahmen, der schriftliche test war auf der ersten seite wie einAMS logiktest, seite zwei ein kreuzerltest “welche variante von ABCDE ist richtig” “wie oft pro minute drücken bei HDM” und seite drei dann 2-3 fragen zu “wie gehst du mit diesem krankheitsbild/ unfall (in meine fall oberschenkelhals) um” das ist wirklich deppensicher