Ich find die Diskussion dreht sich im Kreis. Ich kenne einige Leute die eine Zeit lang in England (Großraum London) gearbeitet oder studiert haben. Eines haben sie gemeinsam: Das Gesundheitswesen fanden sie (Österreicher und Deutsche) deutlich schlechter.
Wenn man eine private Krankenversicherung hat (oft ein Benefit bei großen Konzernen) dann geht es sehr gut.
Das sind 2 Paar Schuhe. Die Aussage bezüglich COPD-Patient und Krankenschwester bezog sich ja nicht primär darauf wie der Patient präklinisch zu versorgen wäre, sondern ob er überhaupt klinisch werden sollte.
Was die Präklinik betrifft bin ich tatsächlich der Überzeugung dass viele Patienten unterversorgt sind, vl. teilweise auch wegen fehlender Berechtigung zur Ausübung bestimmter Tätigkeiten, ganz überwiegend aber weil Notfallgeschehen nicht erkannt werden.
Also in meinem Heimatbezirk in OÖ gibts jetzt statt 10 mittlerweile 12 NFS, eine deutliche Verbesserung
Und das nur weil ein Kollege aus einem anderen Bundesland zu uns gezogen ist und ich in Wien den NFS machen durfte
Man hätte eben früher beginnen müssen für die Weiterbildung zum NFS zu werben - wir haben es jedem ermöglicht diese Ausbildung zu machen, oft auch gegen den Widerstand der Bez.Stelle.
Als ich Leiter „meiner“ Ortsstelle war, war der Stand 183 aktive SanitäterInnen und davon waren 23,5% NFS (mit und ohne NK) - absolut 43 Personen - war nicht so schlecht.
Mittlerweile wird das Verhältnis noch besser sein, ist immer hin ca. 6 Jahre her.
Das neue System in NÖ mit den RTW-C ist ja schon ein deutlicher Fortschritt, wenn wir uns ehrlich sind. Doch auch hier können wir wieder die „österreichische Lösung“ beobachten, zum Beispiel ist aus „NFS im Patientenraum“ ein „NFS am Auto“ geworden.
ist ja auch ausreichend, wenn er dann beim tatsächlichen Notfallpatienten auch im Patientenraum sitzt. Geht halt nur, wenn Du idR zwei Hauptamtliche am Fahrzeug hast oder beide den RD-FS haben. Funktioniert bei uns ganz gut
Blöd wirds halt wenn der NFS Fahrer ist. War bei uns im Zivi Gang und Gebe, dass der berufliche NFS Fahrer war und der Zivi beim Patienten hinten war. Waren auch als RTW angemeldet
wer lesen kann ist klar im Vorteil >> es ist ok so, wenn der TF auch ein RD-FS besitzt und den RTW lenken kann und der dann der eigentliche NFS Fahrer hinten Platz nimmt. Bei uns Gang und gebe. Liegt aber wohl daran, dass 2 Hauptamtliche am RTW sitzen.
Ja, in der Kombination „muß“ ich auch öfter Dienst machen… ist sicher nicht das Optimum, aber schon ein großer Fortschritt… weil dann beim Patienten vor Ort ein RS + NFS ist und Diagnose plus Versorgung macht. Ist der Patient stabil - dann bekommt der RS den ganz klaren Auftrag, wenn sich was ändert oder du dir unsicher bist melden - dann bleiben wir stehen und ich seh mir das an. Ist er nicht stabil, dann muß man sich sowieso den NA überlegen (und dann ist noch ein NFS dabei).
Wie gesagt, ist nicht die beste Lösung, aber im Sinne des Patienten IMHO ein größerer Fortschritt - langfristig wären natürlich 2 NFS wünschenswert, oder ein NFS-Sani im Patientenraum.
Im KH wäre wohl auch eine fertig ausgebildete Fachärztin bei jedem Patienten gut - man kriegt es aber auch mit Assis hin, die sich von der Oberärztin unterstützen lassen. So ähnlich sehe ich das mit der aktuell suboptimalen RTW-Lösung in NÖ. Immerhin NFS am RTW, ist ja schon einmal ein Fortschritt.
Der Unterschied is halt, dass mein OA daneben steht wenn ichs brauch bzw. in schlechtesten Fall wenige Minuten entfernt ist. Wirklich kritische Dinge muss man ohne Facharzt/Oberarzt selten machen - zumindest wenn man rechtzeitig Hilfe holt (Ich rechne mit einer schwierigen Narkoseeinleitung - ich fang gar ned erst an ohne OA).
Das kann der RS am RTW nicht. Und je länger die Hilfe braucht (NEF Anfahrt…) desto mehr muss der RTw-Sani können. Mir kommt oft vor es is teilweise fast andersrum.
Ist bei uns definitv so. In den Städten wo die NEFs stationiert sind, sind auch die Sanis größtenteils gut ausgebildet, meist jung und auch die Qualitätssicherung und weiterbildung wird (in RK ausmaßen) ernst genommen.
In den periphären Dienststellen wird das durchschnittsalter dann älter (Abwanderung sei dank), dementsprechend ist der Sani länger her, Weiterbildung/Auffrischung/Ausbildung zum NFS werden aber auch als nicht so unbedingt notwendig angesehen, weil „da ist das Einsatzvolumen ja eh so gering“
Bitte meinen Beitrag (genauer) lesen. Ich habe nicht 2 X RS am RTW verteidigt, sondern gemeint, dass der NFS vorn hinterm Lenkrad nicht optimal ist, aber immerhin ist ein NFS am Auto. Damit kann der RS während der Fahrt Hilfe holen (stehen bleiben… NFS kann nach hinten schauen).