Ich glaub mal eher nicht, dass der Nacht-NAH zu Primär-Einsätzen nach OÖ fliegen wird, siehe:
Der NEF-Stützpunkt Groß Gerungs bleibt übrigens wie auch alle anderen NEF-Stützpunkte in NÖ erhalten, wird allerdings in einen NEF-141 Stützpunkt umgewandelt, d.h. Kombination aus 141-Arzt und NEF.
Solche Einsätze gibt es ja schon seit Jahren. Dafür wird im Osten der ITH vorgehalten bzw. machen/machten das auch die Primär-NAH in den späten Abend- bzw. frühen Nachtstunden trotz Dunkelheit auch bisher immer wieder mal, wenn sie bekannte und beleuchtete Landeplätze angeflogen sind (KH, Dienststelle,…).
Persönlich glaub ich übrigens, dass der Nacht-Betrieb egal ob NAH oder NEF in der Realität fast ausschließlich für die Überbrückung langer Transportwege eingesetzt werden wird und nicht für klassische Primäreinsätze, d.h. um den vom NA vor Ort diagnostizierten STEMI oder die vermutliche bzw. mit CT im lokalen KH bestätigte Hirnblutung mit Interventionsindikation von der Peripherie nach St. Pölten zu bringen. Nur lässt sich sowas für Außenstehende in den Medien nicht gut erklären/verkaufen und deswegen wird groß mit dem 1. Nacht-NAH geworben. Tatsächlich wird er wahrscheinlich hauptsächlich als ITH mit kurzer Vorlaufzeit eingesetzt werden und nur in Ausnahmefällen Primäreinsätze fliegen…
Der C2 im Nachtbetrieb ebenfalls nur mit einem Piloten also im Fachjargon „Single Pilot“. Nur in den ersten Wochen des Probebetriebs gibts einen 2. Piloten sozusagen als „Trainee“ an Bord. Das sind jene Fluglehrer die schon die Schulungen für die NVGs geleitet haben.
Der Hubschrauber der für den Nachtbetrieb eingesetzt wird ist die neuste Maschine in der Flotte und hat neben mehr Leistung auch einen Autopiloten, der v.a. in Nachtbetrieb dem Piloten einiges an Arbeit abnimmt und einen weiteren Sicherheitsfaktor darstellt.
Die HCM (also Flugrettungssanitäter) übernehmen technische Teile der Navigation (eingabe des GPS, Bedienung verschiedenster Systeme etc…) sowie Assistenz bei Nachtlandungen etc. Der HCM trägt exakt dieselben NVGs wie der Pilot und die Arbeit im Cockpit ist Teamwork. Für Abläufe bei Start und Landung gibt es wie überall in der Fliegerei genaue Abläufe in denen Pilot und HCM trainiert sind.
Wenn das med. Equipment nicht fix im NEF vorhanden ist, dann muss man das Zeug wohl umladen. Hilft nix. Das dauert eben ein paar Minuten. Da das Wetter dynamisch ist und sich unter Umständen innerhalb von Minuten ändern könnte wird es wohl keinen Sinn machen nur weil bei Dienstbeginn Nebel am Stützpunkt herscht den Hubschrauber zu entladen und das NEF einzuräumen. Sollte ein Flug doch möglich sein würde das den Start erheblich verzögern.
Der C2 Nachts in Krems ins ein PILOT PROJEKT des ÖAMTC u.a. in Zusammenarbeit mit dem Land NÖ. Der Standort Krems ist topographisch der günstigste um die größte Fläche in NÖ im Probebetrieb abdecken zu können. Wien ist zuweit im Nordosten. München liegt da topographisch eindeutig günstiger für die Versorgung der umliegenden Landstriche.
Wenn Vorraussetzungen für den Einsatz wie Wetter, Indikation, etc,… passen wird kein Pilot einen Flug in ein anderes Bundesland ablehnen nur weil es ein anderes Bundesland ist. Nochmal dies ist ein PILOT PROJEKT. D.h. es gibt noch viele unbekannte Faktoren, die sich erst im laufenden klären werden.
Beides wäre im Endeffekt ein Vorteil für den Patienten ! Diesen Service suchst du in vielen Ländern dieser Erde vergeblich und du bleibst mit deiner Hirnblutung erstmal ein paar Tage im Spital liegen bis dich jemand in einer stundenlangen Fahrt in ein geeignetes KH bringt, wo deine Genesungschancen aufgrund der verlängerten Transportzeit stark geschrumpft sind. Und diesen schnellen Transport -Service bekommst du in diesem Lande als versichtertes Individuum quasi zum Nulltarif.
Wenn ich mich nicht irre sind es ca.3 Einsätze pro Nacht. Es kommt aber wahrscheinlich eher auf die Netto-Flugzeit drauf an.
Der ÖAMTC hat sehr sehr viel Geld in dieses Projekt investiert: mehr Piloten,mehr HCM, mehr Notärzte, alle Hubschrauber der Stützpunkte nachttauglich umgebaut, Schulungen, Genehmigungen, Verträge etc…etc… das Ziel ist sicher nicht nur kurz in den Medien aufzublitzen und dann wieder alles einzustellen. Der Flugrettungsverein betreibt im übrigen auch in unseren Nachbarländern Ungarn und Tschechien die Flugrettung an eineigen Standorten - mit dortigem Personal, wobei ein Stützpunkt ebenso dieses Jahr in den Nachtbetrieb geht.
Andere Länder in Europa v.a. Nachbarländer betreiben die Nachtflugrettung schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich. Es war für den ÖAMTC also höchste Zeit um mit „einzusteigen“ um marktfähig zu bleiben. Auschreibungen funktionieren heutzutage Europaweit. Wenn bei der nächsten Ausschriebung für die Flugrettung in .at andere Betreiber Nachtbetrieb anbieten können und der ÖAMTC nicht hätte dieser wahrscheinlich das Nachsehen. Natürlich ist die Flugrettung auch ein „Business“, ganz klar. Und das die gelben Hubschrauber das Marketing - Aushängeschild vom ÖAMTC sind ist auch kein Geheimis. Das schließt aber nicht aus das dieses Aushängeschild dennoch eines der professionellst betriebenen Flugrettungssysteme dieses Planeten ist. Und das im kleinen Land Österreich. Und profitieren tun im Endeffekt keine „Big Bosses“ sondern ganz klar auch die erkrankten und verletzen Patienten, die man nun auch Nachts transportiert.
Deswegen ja meine Frage, ob die umladen müssen - erklärt die 10 Minuten. Bei uns steht ein fix/fertig ausgestattetes NEF in der Garage, da gehts dann natürlich schnell
Ich dachte eigentlich, dass die HCMs schon bisher bezahlt wurden. Zum Beispiel in Wiener Neustadt kenne ich definitiv HCMs, die vom „Flugretter sein“ leben und keinen Brotberuf haben.
Interessantes Detail am Rande finde ich bei dem Artikel, dass der leitende HCM vom C9 jetzt „einfacher HCM“ am C2 ist. Zumindest dem Titel nach ein Rückschritt, auch wenn der Job beim ÖAMTC sicher ein angenehmerer ist. Wer ist jetzt leitender HCM am C9?
Weiß zufällig jemand ob der ÖAMTC einen „Chefarzt“ hat. Dürfte (nach dem SanG, ich frage nicht was faktisch stattfindet) ein HCM-NKI beim ÖAMTC intubieren? Bei den „ausgeliehenen“ hätte ich es immer so verstanden, dass die Regeln des RK/der jeweiligen Rettungsorganisation gelten (Deswegen auch „Fremdlogos“ auf den Hubschraubern.
Chefarzt bzw. Mediziner Koordinator beim ÖAMTC ist Prim. Dr. Voelkel Wolfgang (UKH Salzburg) - bei uns arbeiten ausschließlich hauptamtliche HEMS auf den NAHs
Wiener Neustadt gibt es nur 2 Flugretter die Freiwillig sind. Rest ist Hauptamtlich.
Was ich weiss dürfn die Flugretter alles was der Chefarzt freigibt. In den meisten Fällen ist es mit den Hiorgs im Einklang.
Hauptamtliche Flugretter gibt es in Österreich definitiv mehr… die 4 weiss man halt jetzt. Es gibt auch weibliche Flugretter … das wissen halt wenige
Übrigens bekommen alle Flugretter eine Entgelt. Winterbetrieb mehr wie Sommer und es hängt auch davon ab ob Alpinstützpunkt oder nicht. Ist auch bei den anderen Betreibern (zB. Knaus) so. Von der Pauschale sind dann ungefähr 40% zu versteuern (was aber glaub ich mittlerweile der ÖAMTC direkt macht).
Aufgrund der klaren und funktionierenden Aufgabentrennung der einzelnen Crew Mitglieder hat sich diese Fragestellung noch nie ergeben. Es wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand Gedanken über diese Frage machen, da diese Kompetenz für den HCM im Betrieb einfach nicht benötigt wird.
Kollege schrattenbacher hat seinen Job bei der ma70 gekündigt und ist somit auch nicht mehr leitender flugrettungssanitäter beim c9. Er hat einen Job als flugrettungssanitäter beim c2 angenommen da er neben dieser Tätigkeit jetzt auch als Ausbilder auf der öamtc eigenen flugretter Akademie tätig ist.
Das wird denke ich wie am Boden immer in der Verantwortlichkeit des gerade diensthabenden Notarztes liegen. Regelungen bzw. Ge- und Verbote gibt es diesbezüglich meines Wissens keine. Allerdings sehe ich aus meiner Sicht wenig Sinn dahinter den Sani intubieren zu lassen wenn ich einen ausgebildeten Flugrettungs Notarzt genau für diese Tätigkeit mit an Bord habe. Ausserdem hat der HCM eine Fülle an Aufgaben im laufenden Betrieb, die eigentlich ziemlich ausfüllend sind. Die Philosophie des Systems sieht eigentlich nicht vor, das der Notarzt den Hubschrauber steuert, der Pilot den Anlassvorgang von aussen überwacht und der HCM die Diagnose stellt. Was nicht ausschließt, das der HCM den NA in vielen medizinischen Belangen unterstützt. Mir ist auch immer noch nicht klar warum noch immer nur alle so scharf auf´s intubieren sind…
Also ich finde es durchaus in Ordnung, dass NKIs regelmäßig auf Anweisung des Notarztes intubieren und dadurch für den Fall, dass einmal kein Arzt vor Ort ist diese Maßnahme aufgrund ausreichender Übung beherrschen. Das wird am NAH natürlich nicht der Fall sein, aber ich denke, dass die meisten HCMs auch im bodengebundenen Rettungsdienst tätig sind.
Und, lieber Rheobase, du vermischt da schon einiges. Während deine Beispiele rechtlich nicht gedeckt sind, sieht §12 Abs. 3 des SanG vor, dass ein ausgebildeter NKI auf Anweisung des Arztes intubieren darf. Wenn der NA vor Ort meint, dass der Sani das übernehmen kann spircht da gar nichts dagegen, ganz im Gegenteil.
Jaja,.stimmt schon. .nach dem was im SanG steht dürfte der NKI von Eisenstadt bis Bregenz intubieren. Wenn das in der Praxis tatsächlich so wäre würden wir die Frage wohl nicht in verschiedensten Threads diskutieren.
Wir sprechen hier aber im Detail von der ÖAMTC Flugrettung und nicht vom bodengebundenen RD, und bei allem Respekt - aber ich sehe keine wirkliche Notwendigkeit darin den HCM für eine Tätigkeit einzusetzen, für die man sowieso einen Spezialisten mitführt. Der HCM ist ja jetzt schon quasi die „eierlegende Wollmilchsau“ im Hubschrauber mit ziemlich hohem Workload. Selbst wenn ich als Christophorus Notarzt offiziell geprüfter Bergretter, Bergfex und langjährig alpinerfahren bin, und 100mal weiß wie´s geht werd ich als NA keine Taubergung selbst durchführen. Und selbst wenn der Flugretter einen gültigen Berufspilotenschein für Hubschrauber in einer anderen Firma hätte, dürfte er den Heli nicht vom Krankenhaus heimsteuern nur weil ihn der Pilot vielleicht lassen würde. Das würde das System dieses 3er Teams ad absurdum führen. Die einzelnen Aufgaben und Kompetenzen der Crew vermischen sich während einem EInsatz in vielen Dingen, dennoch sind alle Spezialisten in eben einem Gebiet - das ist eben auch die Stärke dieser Crew.
Der NKI soll seine Intubations-Übungen für seinen Bodengebundenen Dienst bitte am Bodengebundenen NA MIttel seiner Organisation durchführen wo er seine NKI Kompetenz ausübt. Aber vielleicht gibt es da ja eine Vereinbarung zw. Wiener Rettung und med. Leitung vom C9. Wien ist bekanntlich immer anders und nicht alles in der Christophorus Flugrettung ist österreichweit einheitlich. Vom österr. med. Koordinator CVF hätt ich da zumindest noch nie eine Info diesbezüglich bekommen und vom leitenden Flugretter ebensowenig. Auch die Frage an sich ist an den Stützpunkten die ich kenne eben noch nie aufgetaucht.
So lange bin ich noch nicht im Forum, dass ich diese Threads kennen würde. Im SanG steht halt klipp und klar, dass es ein NKI darf.
Und das ist im Einsatz (der ja auch bei der Flugrettung in den meisten Fällen am Boden stattfindet) von Relevanz?
Du vergleichst hier meiner Meinung nach Äpfel mit Birnen: Der Notarzt kümmert sich am NAH um den medizinischen Aspekt, der Pilot um die fliegerischen Aspekte und der HCM um die Bergung sowie um die Unterstützung des Piloten und des NAs. Wie weit diese Unterstützung geht ist im SanG geregelt, und wenn der HCM NKI ist, dann darf er halt auch intubieren.
Dann gib ihm halt nicht die Anweisung dazu. Wenn es NAs und NKIs gibt für die das in Ordnung geht, dann lass sie doch.
Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Notärzte auf C9 auch Notärzte der MA70 sind und unter Umständen sogar mit den Flugrettern (hauptberufliche NFS der MA70) gemeinsam NEF in Wien gefahren sind und man sich halt (von den Kompetenzen her) kennt. Das hat man sonst nirgendwo.
Das hast auch bei uns - NEF und NAH sind rein hauptberuflich und machen abwechselnd Dienste am NEF oder eben am NAH. Dito die handvoll NA. Da das jeweils ein kleines Grüppchen ist, weiß jeder wie jeder arbeitet.
Ergo gehen wir konform, dass es wohl Sache und Anordnungsverantwortung des diensthabenden NA im jeweiligen Hubschrauber ist wer den güldenen Schlauch in die Luftröhre des Patienten steckt.
Seitens des CVF gibt es da jedenfalls kein offizielles Statement dazu und auch in der neuesten Version des OM (OperationManual) ist dazu nichts zu finden.
Meiner Meinung nach hat der HCM in seiner Funktion am Hubschauber (und nicht am NEF,NAW,RTW…) weitaus wichtigere Funktionen als sich auch noch mit der Intubation selbst beschäftigen zu müssen. V.a. wenn die Fachkraft dafür sowieso mit dabei ist.
die Umstellung auf den C3 und Medumat ist aktuell noch den meisten Stützpunkten selbst überlassen … von den Alpinstützpunkten fliegen viele noch immer mit dem Schiller 1 und dem Oxylog … aufgrund des Gewichtes, Größe etc…