Nein, es gilt weiterhin, dass der ersteintreffende RTW die Einsatzleitung übernehmen sollte. Mit dem Eintreffen des BEL kann dieser den Einsatzleiter abgeben (um zB wieder bei der Patientenversorgung/Transport mitzuhelfen) bzw wird man den Einsatz gemeinsam weiterführen.
Nacht und Wochenende werden ehrenamtlich besetzt, Wochentags unter Tags wird der BEL von den hauptamtlichen Dienstführern besetzt (wenn sich kein Ehrenamtlicher findet).
Alarmiert wird der BEL bei allen Einsätzen, wo auch bisher bereits die Dienstaufsicht/Dienstführer alarmiert wurde.
Zusätzlich gibt es eine Liste mit ungefähr 300 Alarmierungscodes, bei denen der BEL sofort gleichzeitig mit den Rettungsmitteln mitalarmiert wird.
Dem BEL steht das Fahrzeug zur freien Verfügung - muss sich jedoch im Einsatzgebiet aufhalten (GPS verortet).
Wenn man also im Einsatzgebiet wohnt, kann man seinen Dienst auch „zu Hause verbringen“ und zu Hause schlafen. Man muss nur innerhalb von 5 Minuten ausrücken.
Der BEL ist nicht für den gesamten Bezirk St. Pölten-Land zuständig (nur den Bereich der Bezirksstelle St. Pölten und den dazwischen liegenden/angrenzenden ASB-Dienststellen) - die Bereiche der Bezirksstellen Herzogenburg, Neulengbach und Purkersdorf werden nicht betreut.
Aber ja, Schwarzenbach würd dazugehören - andererseits wird auch schon das meiste vorbei sein, wenn ich nach Schwarzenbach von St. Pölten aus zufahre.
Ja, die Firma Egger liegt ja auch im Stadtgebiet von St. Pölten.
Und für die BEL-Alarmierung ist ausschlaggebend, in welcher Gemeinde der Einsatzort ist und nicht, welche Rettungsmittel sonst noch hin alarmiert wurden.
Ich habe letzte Woche einen Seat Mii (sah aus wie ein HKP-Fahrzeug, nur mit silbernen Reflektionsflächen) mit der Beschriftung „Einsatzleiter Rettungsdienst“ und auf die Dachträger geschraubtem Blaulicht in St. Pölten gesehen. Ist das ein Ersatzfahrzeug, oder löst es den Vito als BEL-Fahrzeug ab?
Der Seat Mii mit der Aufschrift „Einsatzleiter Rettungsdienst“ ist das BEL Fahrzeug für den BEL St.Pölten Nord (= Bezirksstelle Herzogenburg). Das Fahrzeug wurde bereits vor der Ausrollung des BEL-Systems als Zubringer für die Dienstführung/Dienstaufsicht angeschafft. Wegen einer Fehlbestellung (so hört man) hat der LVNÖ derzeit einige dieser Mii übrig und da ja mit den neuen Durchführungsbestimmungen für das Großeinsatzmanagement der BEL sowieso niederösterreichweit pro Bezirk kommen soll, denken manche ernsthaft (!) darüber nach, den Mii als Standardfahrzeug für das neue System zu etablieren, vor allem weil viele Bezirksstellen jetzt schon sudern, dass sie für dieses System nicht ein neues Auto kaufen wollen.
Das stimmt nur teilweise, nicht die Bezirksstellen wollen den kleinen Seat sondern der LV will das Fahrzeug für den Bel in NÖ ausrollen, weil sie eben „einige“ davon übrig haben.