Gibt es hier von euch jemanden, der von Fällen, in denen eine lückenlose Dokumentation notwendig war, berichten kann? (am Besten aus eigener Erfahrung bzw. dem dienstlichen Umfeld)
Ich bräuchte für eine Fortbildung ein paar Beispiele, die die Notwendigkeit von Dokumentation veranschaulichen können. Je kurioser etc. desto besser
Kann nur ein Beispiel aus meinen Anfangsjahren nennen:
Übergabe von Wertgegenständen im Krankenhaus (Natürlich mit Unterschrift) in einem extra beschrifteten Beutel mit Patientenname und Geburtsdatum. Dame kommt nach 1 Woche ausm KH und beschuldigt die Mannschaft , die Uhr und eine Kette gfladdert zu Haben.
Wie sich herausstelle, sind die beiden Gegenstände beim Transfer vom Bett der ZNA auf das Stationsbett auf der Ablage der Liege vergessen worden. War ein ziemlicher Krieg mit dem KH damals , da die sich natürlich abputzen wollten (Und auch keinen Scherer zum Nachschauen hatten).
Im Endeffekt war die Situation mit der Doku (Inklusive Unterschrift der damaligen Schwester) ganz schnell für uns erledigt.
Einen anderen ohne sein wissen / Zustimmung aufzunehmen ist nicht erlaubt. Die Verwendung der Aufnahme ist auch nicht erlaubt .
§ 120.Paragraph 120,
(1)Absatz einsWer ein Tonaufnahmegerät oder ein Abhörgerät benützt, um sich oder einem anderen Unbefugten von einer nicht öffentlichen und nicht zu seiner Kenntnisnahme bestimmten Äußerung eines anderen Kenntnis zu verschaffen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.
(2)Absatz 2Ebenso ist zu bestrafen, wer ohne Einverständnis des Sprechenden die Tonaufnahme einer nicht öffentlichen Äußerung eines anderen einem Dritten, für den sie nicht bestimmt ist, zugänglich macht oder eine solche Aufnahme veröffentlicht.
(2a)Absatz 2 aWer eine im Wege einer Telekommunikation übermittelte und nicht für ihn bestimmte Nachricht in der Absicht, sich oder einem anderen Unbefugten vom Inhalt dieser Nachricht Kenntnis zu verschaffen, aufzeichnet, einem anderen Unbefugten zugänglich macht oder veröffentlicht, ist, wenn die Tat nicht nach den vorstehenden Bestimmungen oder nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen
Außerdem komplett egal wie es rechtlich ausschaut….wenn ich das nicht will, haben es die Angehörige zu akzeptieren. Bei einem Einsatz in der Öffentlichkeit sieht die Sache natürlich anders aus.
Kann ich hier definitiv nicht raus-interpretieren, aber genau das ist ja das Schöne an der Juristerei in Österreich , solange es kein höchstgerichtliches Urteil gibt, gibt es nur Rechtsmeinungen, kein Recht.