Paramedics made in Austria

Das Problem ist halt das der Marktführer, genauso wie schon vor über 100 Jahren in der Pflegeausbildung handelt. Er versucht eine so gering als mögliche Ausbildung zu erhalten um hierdurch die „Ehrenamtlichen vor einer zuhohen zeitlichen Belastung zu schützen und die Atraktivität für das Ehrenamt und die Bereitschaft sich einzubringen zu erhalten“. Diese Aussagen kommen von stv. Bundesrettungskommandanten der klarerweise auch Landesrettungskommandant ist. Die bei der Veranstaltung anwesenden „Ehrenamtlichen“ seiner Organisation dachten ob der Worte schon an einen Fenstersturz nach, da sie gerne mehr Ausbildung hätten.
Bezüglich der Novelle des SanG habe ich bisher nur erfahren, dass die Fortbildungsverpflichtung für NFS wohl statt 8h wie beim RS 10h im Jahr betragen soll. Aber das ist irgendwie logisch, da selbst mit dreijähriger Ausbildung als DGKP hat man nur 60h in fünf Jahren an Fortbildungspflicht hat. Bezug nehmend auf das Beispiels mit der Friseurin, muss ich sagen in Österreich gibt es ein Problem mit staatsnahen Berufen. Ein Justizwachebeamter hat ein Jahr oder ein Polizist zwei Jahre Ausbildung, in Deutschland ist es für beide je drei Jahre.
Zurück zu kommen auf die Pflege 1914 vertrat das RK auch die Ansicht zwanzig Doppelstunden reichen für die Pflege, obwohl es damals schon sehr gute Stundenpläne mit 600h Theorie gab. Als dann vorgeschrieben wurde, dass die Krankenschwester mindestens 200h Theorie bedürfe kann man das Geschrei des Vereins bis heute in den Archiven nachlesen.
Grundlegend empfinde ich eine abgestufte und durchlässige Ausbildung sinnvoll, wo man ein, zwei und dreijährig ausgebildete Personen hat, welche dann aber auch Maßnahmen setzen können müssen, weil ein drei Jahre ausgebildeter „Rettungsmann und Krankenträger“ der eh auch wieder jeden ins Spital bringen muss bringt auch nichts, da kann man auch bei 100h Theorie bleiben.